Kritik:
Brennende Kontinente. Ulldart – Zeit des Neuen 02 knüpft nahtlos an den siebten Teil der Ulldart-Saga, Trügerischer Friede. Ulldart – Zeit des Neuen 01, an und erzählt weiterhin gekonnt die Geschicke und Erlebnisse von Lodrik, Norina und Co. Neu in diesem Roman sind die Aufzeichnungen des ehrenwerten Sintjóp am Anfang jeden Kapitels, in welchem die Entwicklungen auf dem Kontinent Kallistron geschildert werden, da Lorin in diesem Roman auf Ulldart verweilt. Eine sehr nette Lösung, da man so auch erfährt, was sich auf dem Nachbarkontinent zuträgt, obwohl die Handlung dort dieses Mal gar nicht spielt.
Die Charakterentwicklung in diesem Roman ist erneut sehr gut geschildert. Während sich Lodrik so langsam fängt, von einem schlechten Gewissen geplagt wird und sich zu seiner Frau wieder mehr hingezogen fühlt, wird die Beziehung zwischen Estra und dem Ritter der Hohen Schwerter Tokaro immer angespannter. Während Tokaro’s Eifersucht die Beziehung zum einen schon stark belastet kommt zum anderen Estra’s neue Rolle und Verantwortung erschwerend hinzu. Worum es dabei geht verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht!
Darüber hinaus hat der Roman einige gelungene Wendungen, mit welchen ich so nicht gerechnet habe. Der Nimmersatte Gàn spielt da meiner Meinung nach eine ganz besondere Rolle.
Erwähnenswert finde ich außerdem, dass einige Charaktere wieder stärker im Fokus der Erzählung stehen, welche ich sehr vermisst habe. Auch freut es mich, dass immer wieder Bezug auf vorangegangene Ereignisse genommen wird oder das man einen dritten Kontinent der Ulldart-Saga, nämlich Angor, kennen lernen darf und die Saga somit auch zwischendurch nie langweilig wird.
Leider fallen mir besonders in diesem Roman viele unnötige Rechtschreibfehler auf die echt nicht sein müssten. Auch sind manche Reaktionen oder das Verhalten der teilhabenden Charaktere etwas zu krass. Vor allem der Trotz von Tokaro fällt mir besonders negativ auf.Zusätzlich muss ich leider auch in diesem Roman die schlechte Übersichtskarte ankreiden.
Die Story spielt auf dem ganzen Kontinent und darüber hinaus, der Leser bekommt aber kaum einen Anhaltspunkt von Markus Heitz geboten, wo sich die Handlung aktuell abspielt. Hier könnte man dem Leser deutlich besser entgegenkommen.
Fazit:
Der Roman Zeit des Neuen Teil 2 ist wie sein Vorgänger ein sehr gelungener Roman mit leichten Schwächen. Zwar ist die Story nach wie vor sehr spannend und man möchte gar nicht mit dem Lesen aufhören. Allerdings stören mich manche Charakterzüge einiger Protagonisten. Hier hätte Heitz diese etwas „entschärfen“ können.
Ansonsten gefällt mir dieser Roman der Ulldart-Saga ebenfalls sehr gut, vor allem gibt es noch so viele offene Handlungsstränge die auf ein Ende warten, was die Vorfreude auf den (leider) letzten Teil der Saga ins Unermessliche steigert. Insgesamt bekommt der Roman deshalb 4 von 5 Sternen.
Abschließend kann ich nur noch sagen: Lest die Ulldart-Saga!