Packender Krimi im Profi-Ski-Milieu mit realem Dopingbezug. Eine Selbstmordwelle unter Profi-Trainern erschüttert die Wintersportszene – neben den Toten wird jeweils die gleiche Nachricht aufgefunden. Doch die Polizei tappt im Dunkeln. Als das Leben von Marc Gassmanns Trainer ebenfalls bedroht ist, entscheidet der Skistar, zusammen mit seiner On/Off-Freundin Andrea undercover bei den Olympischen Winterspielen zu ermitteln. Sind die beiden dem größten Doping-Verbrechen auf der Spur, das die Ski-Welt je erlebt hat?
Eigentlich steht der Ski-Profi Marc Gassmann kurz davor, seine Sportlerkarriere an den Nagel zu hängen. Doch dann erschüttert eine Selbstmordwelle unter Profi-Trainern die Wintersportszene, und auch Marcs Trainer Hans wird bedroht. Haben die Trainer wirklich Selbstmord begangen? Marc beschließt, doch noch einmal an den Olympischen Winterspielen in Korea teilzunehmen und dort gleichzeitig die Augen offen zu halten. Auch seine Freundin Andrea, die Polizistin ist, reist als verdeckte Ermittlerin mit nach Korea und versucht, Hans zu beschützen und mehr über die (Selbst-)Mordwelle herauszufinden.
Mein Leseeindruck:
"Eiskalte Spiele" ist bereits der dritte Band dieser Krimireihe rund um den Ski-Sportler Marc Gassmann und seine On-/Off-Freundin Andrea. Man kann diesen dritten Band unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist.
Mir hat dieser Band sehr viel Spaß bereitet! Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, es war durchweg spannend, interessant, es gab überraschende Wendungen und der Ausflug in die Wintersportwelt war für mich auch etwas Neues.
Sehr gut gefallen hat mir bei diesem Krimi auch, dass es kurze Einblicke gab in die Gedankenwelt des Täters. Das hat das Ganze noch ein wenig spannender gemacht.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen, die Spannung war permanent da, so dass ich stundenlang in die Geschichte versinken konnte.
Nun bin ich gespannt auf weitere Fälle dieses interessanten Ermittlerduos!
„Eiskalte Spiele“ von Marc Giradelli und Michaela Grünig ist der dritte Band der Reihe um den schweizerischen Schirennläufer Marc Gassmann und die Polizistin Andra, mit der Gassmann eine On-/Off- Beziehung führt. Ich habe die ersten drei Bände der Serie nicht gelesen und hatte somit meine liebe Not, in die Handlung einzusteigen. Das Cover punktet mit einer klaren Aufmachung: Wem der Name „Marc Giradelli“ schon nichts sagt, den führt der Schirennläufer auf dem Cover auf die richtige Spur. Der Titel „Eiskalte Spiele“ in Blockbuchstaben und blauer Glitzerschrift führen den Leser auf jeden Fall auf die richtige Spur: Schirennlauf bei den olympischen Winterspielen.
Worum geht es? Im dritten Fall geht es um eine Mordserie an Trainern – und Doping. Deshalb soll Marc, obwohl er seine aktive Karriere bereits für sich selbst beendet hatte, nochmal zu den Olympischen Spielen unter dem Vorwand, endlich die Goldmedaille zu gewinnen, die ihm bisher noch als einziger großer Erfolg in seiner Sammlung fehlt. Dabei soll ihn Andrea begleiten, denn sie muss das vermutliche nächste Opfer der Anschlagserie beschützen.
Meine Meinung: Für mich ist das größte Element, das Spannung aufbaut, der Blick in den Kopf des Mörders. Damit beginnt auch die Handlung – mit einer tollen Beschreibung der Umgebung, des ersten Opfers und mit viel Gefühl. Umso erstaunter war ich von der Haupthandlung. Die vielen handlungstragenden und zusätzlich in Erscheinung tretenden Personen haben mich überfordert, so dass ich oft nicht nachvollziehen konnte, wer warum wie handelt. Das Buch beginnt damit, dass Marc gerade seinen Helikopterschein gemacht hat, worauf jedoch in der gesamten Handlung kein Bezug mehr genommen wird, eventuell wird das für einen der Nachfolgerbände relevant. Bei diesem Flug hat mir schon eine Beschreibung gefehlt, wie die Umgebung denn aussieht, welche Geräusche und Gerüche vorherrschen und welche Gefühle Marc hat. Bis auf eine einzige Szene im Buch habe ich genau das vermisst, was ich sonst an Büchern der Autorin so schätze: eben dieses sofortige Anspringen von Kopfkino, ohne, dass ich mir bewusst Gedanken machen muss, wie es denn so aussehen könnte. Interessanterweise findet sich genau diese Erzählweise im Handlungsstrang des Mörders. Obwohl ich lange nicht wusste, wer sich hinter dieser Person verbirgt, konnte ich nach und nach eine Beziehung mit ihr aufbauen, was mir mit Marc bis zum Ende nicht gelungen ist, obwohl auch ich sehr gerne und in meiner Kindheit und Jugend auch sehr viel Schi gefahren bin. Die Hintergrundinformationen über Doping fand ich überwiegend sehr technisch, viel mehr hätte mich das Seelenleben der Protagonisten interessiert. Spannend jedoch fand ich, über den persönlichen Bezug und die Dopingmöglichkeiten zu erfahren und welch kuriose Erfindungen es auch in diesem Bereich gibt. Ein persönliches Highlight war somit für mich der Besuch des Labors.
Fazit: Mir ist der Schreibstil in diesem Buch zu wenig plastisch, überdies war ich mit den vielen Personen überfordert. Es ist sicher besser, die Bücher vom Beginn der Serie weg zu lesen und dadurch auch die Hintergründe besser zu verstehen.