Die Leute sagen, wir sind eine Familie voller Versager. Ein Vater, der trotz Arbeit seine Familie nicht ernähren kann. Eine Mutter, die bereits in ihrer Jugend ihr erstes Kind bekam und nun mit bald vier Kindern und Haushalt überfordert ist. Eine kleine Schwester, die in der vierten Klasse noch am Daumen lutscht. Ein großer Bruder, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und nachts sturzbesoffen in sein Bett kotzt. Und dann bin da noch ich. Ich bin die Schlimmste von allen. Denn ich betrüge jeden Einzelnen von ihnen. Jeden Tag aufs Neue.
“Ich fühle mich wie gefangen zwischen dem Kind, das ich war und der erwachsenen Frau, die ich einmal sein werde. Ich bin nichts Halbes und nichts Ganzes.” - Johanna ❤️🩹
In Wenn ich nicht genug bin setzt sich A.L. Kahnau mit einem Thema auseinander, das viele Menschen betrifft, aber in der Literatur oft wenig Aufmerksamkeit erhält: der Druck und die Sorgen, die finanzielle Unsicherheiten mit sich bringen. Das Buch überzeugt durch seine realistische Darstellung von Geldsorgen und den emotionalen Herausforderungen, die damit einhergehen – von Selbstzweifeln bis hin zu zwischenmenschlichen Spannungen.
Was mich besonders angesprochen hat, war, wie nahbar und ehrlich die Geschichte erzählt wird. Die Protagonistin wirkt authentisch, ihre Kämpfe und Ängste sind nachvollziehbar und haben mich berührt. Besonders gelungen fand ich, dass die Autorin zeigt, wie finanzielle Probleme nicht nur die äußeren Lebensumstände betreffen, sondern auch das innere Gleichgewicht ins Wanken bringen können.
Der Schreibstil ist klar und flüssig, was dazu führte, dass ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen habe. Trotz der ernsten Thematik liest es sich angenehm und fesselnd. Gleichzeitig regt es zum Nachdenken an – über die Bedeutung von Geld, gesellschaftliche Erwartungen und den Wert von Selbstakzeptanz.
Obwohl ich das Buch sehr gerne mochte und es als wichtig empfinde, würde ich es nicht als mein Jahreshighlight bezeichnen. Es ist eine eindringliche und gut erzählte Geschichte, aber es fehlt ein gewisser Funke, der es für mich zu etwas völlig Besonderem gemacht hätte. Dennoch bleibt es ein lesenswertes Werk, das ich weiterempfehlen würde.
“Wenn ich nicht genug bin” ist ein einfühlsames und realistisches Buch über die Belastungen durch Geldsorgen und deren Auswirkungen auf die Psyche. Es bietet wichtige Denkanstöße und erzählt eine Geschichte, die mitten aus dem Leben gegriffen ist – berührend, ehrlich und absolut lesenswert.
Den Beginn fand ich super. Das Leben einer Familie in Armut wurde authentisch dargestellt. Aber als der Drogenboss dazu kam, fand ich es zunehmend übertrieben. Das Ende war dann auch viel zu schnell, einfach und zu sehr Happy End.
Johannas Familie hat es nicht einfach. Alles dreht sich immer um Geld, doch genau das hat ihre Familie nicht. Sie versuchen jeden einzelnen Cent mehrfach umzudrehen und trotz allem reicht es hinten und vorne nicht. Damit sie ihre Fassade aufrecht halten kann, fängt sie irgendwann an, Menschen das Geld zu klauen. Johanna gerät schnell in einen Teufelskreis, doch aufhören ist gar nicht so einfach…
Ich habe dieses Buch auf meiner Amazon Startseite gesehen und das Buch hat mich sofort angesprochen. Erst einmal hat mich der Titel schon sehr neugierig gemacht und der Klappentext dazu hat ebenfalls dafür gesorgt, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte und das habe ich dann auch. Und bevor ich gleich loslege, möchte ich kurz anmerken, wie wunderschön ich das Cover finde. Es ist zwar recht schlich gehalten, aber dennoch ist es unglaublich schön und perfekt auf seine Art.
Johanna ist ein unglaublich starkes Mädchen, das ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie grausam all das für Johanna und ihre Familie gewesen sein muss. Johannas Gefühle wurden sehr authentisch und realistisch dargestellt, weshalb man mit ihr geweint, gelacht und gelitten hat. Jede einzelne Emotion die sie gespürt hat, spürt man irgendwann bei sich selber. Auch wenn Johanna erst einmal den Abgrund kennenlernen muss, findet sie dennoch einen Ausweg und es war so schön mit anzusehen, wie sie wieder zu sich selber findet und sich entwickelt. Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Sie wurden alle toll ausgearbeitet und jeder hat seine Rolle in der Geschichte.
Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch beeindruckt hat und wie fasziniert ich von dieser Geschichte bin. A. L. Kahnau hat hier eine tolle Geschichte geschrieben, die ich zuvor noch nie gelesen habe. Ich kenne kaum ein Buch, dass so ein Thema beinhält und genau deshalb ist dieses Buch so wichtig. Außerdem merkt man nicht nur das Johanna einige Probleme bekommt durch die Armut, sondern man merkt auch sehr deutlich, dass die Eltern Schwierigkeiten haben und das all das gar nicht so leicht ist, wie die meisten Menschen einem immer vorhalten. Dieses Buch ist keine typische Jugendgeschichte, denn diese hat Tiefgang und sollte unbedingt gelesen werden. Ich kann es jedem nur ans Herz legen, denn es lohnt sich.
Der Schreibstil von A. L. Kahnau war für mich neu, aber dennoch hat sie mich positiv mit ihrem Schreibstil überraschen können. Ich finde sie hat so einen lockeren, leichten und flüssigen Schreibstil, der einem das Lesen der Geschichte erleichtert. Durch den tollen Schreibstil, ist man total in der Geschichte gefangen und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn man MUSS weiter lesen.
,,Wenn ich nicht genug bin‘‘ ist eine wunderschöne und wichtige Geschichte, die auf unserer Buchwelt gefehlt hat. A. L. Kahnau spricht ein Thema an, über das viele nicht sprechen und daher finde ich es umso besser, dass sie es tut und Betroffenen somit eine Stimme gibt. Ich kann euch die Geschichte nur ans Herz legen, denn mich konnte sie von vorne bis hinten überzeugen und ich wollte gar nicht, dass sie endet. Ich kann euch nur raten dieses Buch einmal zu lesen und euch eine eigene Meinung dazu zu bilden, denn es ist so wichtig über dieses Thema zu sprechen!
Wenn ich nicht genug bin - A.L. Kahnau Verlag: Books on Demand Taschenbuch: 12,99 € Ebook: 2,99 € ISBN: 9783748130659 Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2018 Genre: Jugenddrama Seiten: 400 Inhalt: "Sei doch einfach du selbst." "Und wenn ich nicht genug bin?" "Genug was?" "Genug von allem." Die Leute sagen, wir sind eine Familie voller Versager. Ein Vater, der trotz Arbeit seine Familie nicht ernähren kann. Eine Mutter, die bereits in ihrer Jugend ihr erstes Kind bekam und nun mit bald vier Kindern und Haushalt überfordert ist. Eine kleine Schwester, die in der vierten Klasse noch am Daumen lutscht. Ein großer Bruder, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und nachts sturzbesoffen in sein Bett kotzt. Und dann bin da noch ich. Ich bin die Schlimmste von allen. Denn ich betrüge jeden Einzelnen von ihnen. Jeden Tag aufs Neue. Mein Fazit: Zum Cover: Ein wundervolles Cover, aber dazu muss ich auch sagen, dass A.L. Kahnau, immer ganz wundervolle Cover für ihre Bücher hat. Mir gefallen besonders gut die Farben und das eigentlich nur der Titel drauf ist. Zum Buch: Joe lebt mit ihrer Familie an der Armutsgrenze und versucht trotz allem, ihre Mitschülerin und beste Freundin Nina zu imponieren, doch dafür fängt sie an, all den Menschen die sie liebt, zu betrügen. Sie will ihrem Bruder helfen und dafür begibt sie sich in eine sehr gefährliche Situation. Lena Kahnau greift in ihren Büchern immer sehr aktuelle und brisante Themen auf, sei es Mobbing in dem Buch „Juli im Winter“ oder aber sehr besondere Liebe in „Ich, Du, Niemals Wir“, so greift sie auch hier wieder ein sehr brisantes Thema auf. Jugendarmut bzw, allgemein die Armut in Deutschland. Das Buch liest sich hier ja fast schon von alleine, man muss einfach immer weiter lesen, denn man muss wissen, in was für eine Situation begibt sich Joe jetzt wieder oder wie kommt sie aus jener Situation wieder heraus. Wirklich ganz toll geschrieben. Die Protagonisten sind toll herausgearbeitet und man erkennt viele wieder, die es tatsächlich im wahren Leben gibt. Ob es nun der überarbeitete Vater ist oder die ausgelauchte Mutter, weil sie zu früh schon in ihre Mutterrolle hineinwachsen musste oder aber eben eine junges Mädchen, dass ihren Freundinnen imponieren möchte. Wir haben hier eine Geschichte, die einem ans Herz geht. Ich habe mit Joe mit gelitten und mit gefiebert und wollte ihr immer wieder helfen, was ich natürlich nicht konnte, aber ich möchte euch das Gefühl näher bringen, dass einem hier erwartet. Das ist keine typische Jugendgeschichte, sondern eine mit sehr viel Tiefgang. Alles sehr realistisch geschrieben und genau solche Familiendramen sieht man alltäglich, ob nun im Fernsehen oder auch in den Nachrichten. Sie kennt kein Tabu bei ihren Büchern und bringt alles genau auf den Punkt. Ich kann Euch die Bücher von A. L. Kahnau wirklich nur ans Herz legen. Ich gebe hier 5 von 5 Sternen, weil es einfach ein sehr mitfühlendes Buch ist.
Mit diesem Buch hat die Autorin ein wirklich gelungenes Abbild dessen geschaffen, was aktuell draußen in unserer Gesellschaft tagtäglich stattfindet! Die Thematik ist so greifbar für viele Menschen in Deutschland und es zeigt auf mit welchen Vorurteilen und Problemen viele Menschen heutzutage täglich zu kämpfen haben und noch viel mehr zu welchen Taten sie getrieben werden, da sie aus purer Verzweiflung nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Gerade junge Menschen die am Existenzminimun in Deutschland leben, weil sie z.B. in eine Familie hineingeboren wurden die mit Hartz4 oder einem extrem geringen Einkommen der Eltern auskommen muss.
Genau so geht es der Protagonistin Joe in dem Buch. Zusammen mit ihrem großen Bruder, der kleinen Schwester und den Eltern lebt sie am Existenzminimum und so kommt es, dass sie in einen Teufelskreis aus Lügen und Kriminalität gerät und bringt sich und ihre Familie in große Gefahr! Zu Beginn ist sie komplett ohne Perspektive und kommt wirklich von einem Problem ins andere. Zwischenzeitlich hätte ich sie am liebsten mal ordentlich geschüttelt. Jedoch ist sie mir auch sehr schnell ans Herz gewachsen und ich habe sie sehr lieb gewonnen. Das liegt daran, dass ich mich sehr gut mit ihr identifizieren konnte, da ich durch ähnliche Schwierigkeiten in meiner Jugend gehen musste! Was mir sehr gefallen hat war der bedingungslose Zusammenhalt der Familie und er wirklich liebevolle Umgang. Und dann ist da noch Nick, der beste Freund ihres großen Bruders Tommo. Die beiden haben eine wirklich besondere Beziehung zueinander und er ist einfach wundervoll. Mir gefällt die Wendung die das Buch zum Ende hin annimmt und als ich das Buch beendet hatte war ich hin und weg. Mir gefällt die Idee hinter der Geschichte, da sie mitten aus dem Leben gegriffen ist. Außerdem finde ich es generell gut, wenn genau solche wichtigen Themen in Büchern bearbeitet werden.
Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll leicht und die Spannungsbögen perfekt gesetzt! Das ermöglicht dem Leser ein angenehmes Leseerlebnis, außerdem wurde die Geschichte sehr bildlich erzählt, was zur Folge hatte, dass ich mich immer genau dort gesehen habe wo die Geschichte zu dem Zeitpunkt gespielt hat.
Mein Fazit: Das Buch ist definitiv eine Leseempfehlung mit der Auszeichung „Lieblingsbuch“ da ich es wundervoll finde wie die Autorin das Thema bearbeitet und umgesetzt hat und mir die Protagonistin Joe sehr ans Herz gewachsen ist.
Johannas Familie ist arm. Die fünfzehnjährige leidet sehr darunter, vor allem wenn ihre beste Freundin z.B. mit ihr shoppen gehen möchte. Das Mädchen schämt sich für ihre Familie, weshalb sie niemandem von ihren ärmlichen Verhältnissen berichtet. Hinzu kommt die Pubertät, in der einen solche Umstände noch mal mehr belasten, weil man doch nur so sein möchte wie all die anderen.
Cover:
Ich bin ja immer hin- und hergerissen. Eigentlich finde ich diese Art von Cover so unglaublich nichtssagend, aber andererseits sprechen sie mich total an. Auch dieses hier finde ich sehr hübsch.
Charaktere:
Weil Johanna so sehr mit ihrer Situation zu kämpfen hat, begeht sie Dummheiten und verstrickt sich immer mehr. Mir fiel es schwer, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Vielleicht, weil meine Prinzipien da anders sind, vermutlich aber am meisten, weil ich das Glück hatte, nie in derselben Situation zu sein. Abgesehen von ihren "Fehlern" habe ich sehr mit ihr mitgefühlt, obwohl ich als Gewissen auf ihrer Schulter vermutlicht ständig gegen ihren Kopf geschlagen hätte^^ Die Familie, ihre Verbundenheit ... Das hat mich sehr berührt.
Schreibstil:
Ich konnte dank des angenehmen Stils sehr leicht in die Geschichte abtauchen.
Mein Fazit:
Ich hatte Schwierigkeiten mit Johannas Entscheidungen und muss sagen, dass sie mir - obwohl ich so viel Mitleid für sie empfunden habe - oft unsympathisch war mit ihrer Einstellung. Der Punkt, an dem sie sich entwickelt, hat mir persönlich etwas zu lange auf sich warten lassen. Auch war mir für das schwere Thema und die anhaltende dunkle emotionale Stimmung das Ende dann doch etwas zu "heiter". Dafür ziehe ich einen Stern ab. Da mich Johannas Geschichte aber unglaublich berührt hat, vergebe ich eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen!
Ich fühle mich gefangen zwischen dem Kind, das ich war und der erwachsenen Frau, die ich einmal sein werde, ich bin nichts Halbes und nichts Ganzes.
Jede*r in Johannas Familie hat ganz eigene Probleme. Die Mutter ist mit dem vierten Kind schwanger und bereits jetzt situativ bedingt müde. Der Vater bringt als Alleinverdiener nicht genug Geld mit nach Hause. Die Großmutter kann aufgrund ihrer boshaften Aussagen niemand leiden. Der große Bruder ist die ganze Nacht lang mit den falschen Leuten fort. Die kleine Schwester legt trotz Schulalter ihr Kleinkindverhalten nicht ab. Und Johanna selbst will doch nur das Gefühl haben auszureichen, was dazu führt, dass sie mit dem Stehlen beginnt. Nur so kann sie mit ihren Mitschülerinnen mithalten und dazugehören - glaubt sie zumindest. Die Lage spitzt sich immer mehr zu, die Frage ist, wie sich das besser kann.
Existenzminimum ist das zentrale Thema dieses Buches. Die Autorin schafft es mit ihrer Erzählweise und den Charakteren dies authentisch zu vermitteln. Auch für viele Menschen in Deutschland ist Armut alltäglich. Die Scham darüber ist groß. Umso wichtiger ist es, darüber zu berichten. Selbst mit nicht unbedingt viel Geld aufgewachsen, kenne ich eine ähnliche Situation. Die Geschichte über Joe und ihrer Familie ist mir stellenweise sehr bekannt vorgekommen. Daher hab ich Joes Verhalten auch nicht aus der Luft gegriffen gefunden, sondern tatsächlich auf einer gewissen Ebene verstehen können. “Wenn ich nicht genug bin” trifft es auf den Punkt, einen besseren Titel für die Geschichte hätte man nicht finden können.
Joe ist mir wirklich sympathisch. Mit ihr habe ich richtig mitfühlen können. Richtig fein finde ich auch die Beziehung zu ihrem großen Bruder Tommo - richtige Geschwisterliebe eben. Eine starke Bruder-Schwester-Dynamik, wie ich sie bisher selten gelesen habe. Die Beziehung zu Nick, dem besten Freund von Tommi, im Vergleich dazu finde ich etwas schwach. Hierfür ist der Funke bei mir weniger übergesprungen als eben für das Geschwisterduo.
Der Schreibstil ist einfach, aber dennoch mitreißend. Die 400 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen. Stellenweise ist es zwar stark vorhersehbar, dennoch will man unbedingt wissen, ob das auch genauso eintrifft. Es ist wie, wenn man der Katze zusieht, die eine Vase umstößt: Man weiß genau, was passieren wird und schaut trotzdem gespannt hin, in der Hoffnung, dass der Schaden nicht entsteht.
Zugegebenermaßen habe ich mich etwas von diesem hübschen Cover mitreißen lassen, in Erwartung es wird mich nicht überzeugen. Tatsächlich hat es mich aber positiv überrascht. Daher spreche ich meine Empfehlungen aus, wenn man gerne Jugendbücher bzw. Young Adult liest und ein etwas ernsteres Thema aufgreifen möchte.
Kennt ihr das, wenn ihr einen richtig spannenden (Horror-)Film anseht und es eigentlich viel zu spannend ist, aber ihr schaut trotzdem weiter, weil ihr unbedingt wissen wollt, was passiert, auch wenn es vermutlich total schrecklich sein wird? So war es bei mir, als ich das Buch gelesen habe. Von der ersten Zeile an hatte ich einen schrecklichen Verdacht und habe gehofft, dass er nicht in Erfüllung geht und je länger ich las, desto greifbarer wurde mein Verdacht. Dieses Buch war ein wilder Ritt. Eine Berg- und Talfahrt ohnegleichen und ich bin froh, dass ich mich durchgerungen habe, es zu Ende zu lesen. Ich hatte zwar den Verdacht, es könnte schlecht ausgehen, aber ich musste es WISSEN. Ich musste wissen, wie es mit Joe und Tommo und Nick ausgeht und hab bis zum Schluss die Hoffnung nicht verloren, dass alles doch noch irgendwie gut werden würde. Ihr seht also, Schreibstil: top. Idee: top. Einfühlungsvermögen der Autorin: absolute Spitzenklasse. ausführung: megaklasse. Absolute Kaufempfehlung und sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin, dass ich in die Hand nehme.
Klappentext "Sei doch einfach du selbst." "Und wenn ich nicht genug bin?" "Genug was?" "Genug von allem." Die Leute sagen, wir sind eine Familie voller Versager. Ein Vater, der trotz Arbeit seine Familie nicht ernähren kann. Eine Mutter, die bereits in ihrer Jugend ihr erstes Kind bekam und nun mit bald vier Kindern und Haushalt überfordert ist. Eine kleine Schwester, die in der vierten Klasse noch am Daumen lutscht. Ein großer Bruder, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und nachts sturzbesoffen in sein Bett kotzt. Und dann bin da noch ich. Ich bin die Schlimmste von allen. Denn ich betrüge jeden Einzelnen von ihnen. Jeden Tag aufs Neue.
Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht von von Johanna, kurz Joe genannt, geschrieben. Johanna geht noch zur Schule und stammt aus einer sehr ärmlichen Familie. Jeden Monat kämpfen sie ums Überleben, während sie die getragene Kleidung ihres Bruders tragen muss. Immer müssen sie Geld zählen und sie hat die große Sorge, dass man es ihr ansieht und ihre Freundinnen sie links lassen, wenn das herauskommt. Sie verstrickt sich immer weiter in Lügen, um weiterhin dazuzugehören und ihre Familie zu schützen, was sie noch tiefer in die Probleme reitet. Die Autorin schafft es eine liebevolle Familie mit Geldsorgen zu zeigen und eine starke, mutige, entschlossene, aber auch ein wenig naive Protagonistin, die sich mehr und mehr in eine Abwärtsspirale drängt. Es ist eine erschreckend realistische, nachvollziehbare Geschichte mit überraschenden Wendungen und Entwicklungen, die mich fesseln und mitreißen konnte. Auch auf persönlicher Ebene hat sie mich tief getroffen, da ich auch aus einer nicht finanzstarken Familie komme. Zusätzlich werden Themen wie Drogenmissbrauch, Kriminalität, Freundschaft, Familie, Alkoholmissbrauch angesprochen.
Bewertung Eine gelungene, realitätsnahe Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten unterhalten konnte, obwohl sie nicht einfache Themen behandelt, daher gibt es verdiente 4 von 5 Würmchen
Die Geschichte selber war schön geschrieben. Aber ich vermute das die Altersgruppe des Buches eher Teenager sind. Dennoch hab ich das Buch wirklich gern gelesen, nur dieses Ende kam doch sehr plötzlich. Es kam mir sehr blauäugig vor. So hätte sich das nie und nimmer abgespielt. Bzw es wäre niemals so einfach gewesen aus diesen Geschichten ohne weiteres rauszukommen. Da hätte der Author sicher noch ein wenig mehr drauf eingehen können.
Ein neues Buch aus der Feder von A.L. Kahnau und natürlich konnte ich mir dieses nicht entgehen lassen. Dieses Mal ist es wieder ein Young Adult Roman geworden mit einem traumhaften Cover und einem sehr ausdrucksstarkem Titel.
In dieser Geschichte geht es um Joe, mit der ich ab und an meine Probleme hatte. Doch ich konnte sie nach und nach besser verstehen, denn aus der Not heraus tut man manchmal sehr dumme Dinge. Und somit reitet sie sich immer mehr in größere Schwierigkeiten und scheint nicht mehr selbstständig herauszufinden.
"Der Tag könnte schöner verlaufen sein, der Ort könnte romantischer sein. Aber der Kuss, der Kuss ist perfekt." Seite 321, Kapitel 23
Das Buch beinhaltet viele Themen, mit denen die Menschheit tagtäglich in Berührung kommt. Die erste zarte Liebe, Kriminalität, Freundschaft, Selbstzweifel, Geldnot und das Gefühl dazugehören zu wollen. Wir alle wollen uns immer in irgend ein Raster einfügen, sein wie alle anderen, kaufen was alle kaufen. Dabei vergisst man sich selbst und wer man wirklich ist. Genau das, wird in der Geschichte sehr gut rüber gebracht und es ist erschreckend, was man alles tut um dazu zu gehören.
"Wenn ich nicht genug bin" ist eine ernste Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt. Es ist erschreckend, wozu Menschen fähig sein können, um andere zu unterdrücken, welche eigentlich nur aus der Not heraus handeln. Lena hat die Gefühle und Emotionen perfekt rüber gebracht und mich an die Geschichte gefesselt. Die Charaktere sind authentisch und gut gewählt.
Mich konnte "Wenn ich nicht genug bin" absolut begeistern und die Geschichte ging mir unter die Haut. Ernste Themen stehen im Vordergrund, aber auch der Zusammenhalt einer Familie und Freunde. Dieses Buch ist etwas für junge Leser, aber auch für ältere. Ihr solltet das Buch lesen, denn es ist echt gut.
Wow einfach wow. Ich habe so einen Respekt für Johanna sie für alles für ihre Familie und noch so viel mehr. Sie will in die Gesellschaft reinpassen und riskiert sehr viel dafür. In dieser aussichtslosen Situation in der sie steckt helfen ihr die Leute raus die sie lieben. Das Buch ist so....so eindrucksvoll und erschreckend. Ich musste mir ein paar Tränchen verdrücken aber ich liebte jede Seite.
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