Venedig war Adelsrepublik, Neapel eine Monarchie, Mailand eine Einzelherrschaft. Es gab den Kirchenstaat, die verschiedenen Signorien... Doch seit wann gibt es den Staat Italien? Volker Reinhardt schildert die Geschichte dieses Landes vom Mittelalter bis zur Gegenwart und zeigt, wie die historische Vielfalt der Staats- und Verfassungsformen und der weit in die Vergangenheit zurückreichende Riß zwischen Nord und Süd das nationale Bewußtsein Italiens bis heute bestimmen.
Welcher Lektor das auch immer abgesegnet hat; es ist praktisch nicht lesbar. Insbesondere sich aneinander reihende, mehrfach verschachtelte Sätze machen das Lesen zur Qual. Wirklich schade, inhaltlich wurde eine gute Auswahl getroffen. Hinzu kommt noch die Einführung von Begriffen und Konzepten ohne jegliche Erläuterung oder Interpretation durch den Autor. Keine Chance, wenn man sich nicht schon deutlich besser mit den Themen auskennt, als man es von jemandem erwarten kann, der ein Überblickswerk liest.
Nationalgeschichte eines so heterogenen Staates in nur einem Band der Beckschen Reihe (zum Vergleich, sonst deckt ein Band ein sehr spezifisches Themengebiet oder das Leben einer Person ab) unterzubringen war nicht die beste Idee.