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In der Sprache liegt die Kraft: Klar reden, besser leben (HERDER spektrum 6877)

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Worte sind Sage ich das, was ich wirklich meine? Oder transportiere ich mit meinen Worten,
meinem Satzbau und meiner Körpersprache gegenteilige Botschaften? Oder unklare? Der Alltag geht leichter von der Hand, wenn Denken, Fühlen und Handeln im Einklang sind. Mit vielen Beispielen, Tipps und Übungen, die Spaß machen.

257 pages, Kindle Edition

Published October 15, 2018

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Meakuel.
735 reviews3 followers
February 6, 2021
Die Wertung für dieses Buch hat ein paar gedankliche Überarbeitungen hinter sich. Direkt am Anfang schon, habe ich überlegt, ob ich es abbrechen soll. Es ging um die Behauptung der Autorin, der aktive Wortschatz der Bevölkerung habe sich seit dem zweiten Weltkrieg durchgehend verringert. Dies könnten diverse Berufsgruppen bestätigen. Zum einen kenne ich keinen Vertreter einer der genannten Berufsgruppen, der das unterzeichnen würde, zum anderen wird dies auch von der Autorin nicht ansatzweise belegt. Auch die von Beginn an erwähnte Opfersprache, sowie die Erfolgssprache st0ßen mir sauer auf. Sie werden unhinterfragt gesetzt und ohne auf sie einzugehen auch durchgehend verwendet.
Doch zunächst war ich glücklich darüber, das Buch weitergelesen zu haben. Zu Überdenken, was man sagt, wie man es sagt, welche Wörter man benutzt und wie diese Wörter auf einen wirken, dass empfinde ich als wichtige Elemente. Man kann mit Sprache viel erreichen. Wörter haben Macht. Aber sie sind nicht allmächtig. Der letzte Satz stimmt nicht mit dem Buchinhalt überein. Es liest sich für mich eher, als könnte Sprache ohne Beschränkung die Realität ändern. Zugegeben, dieser Nachgeschmack schwingt vor allem durch den als Ausklang bezeichneten Nachwort mit. Hier wird betont, dass es nicht, ja, überhaupt nicht, an den äußeren Umständen läge, noch an den Mitmenschen, wie es um einen stehe. Einzig und allein Sprache wäre entscheidend. Diese Behauptung ist mir sehr zuwider. Denn letztlich sagt sie doch auch wieder, dass man selbst Schuld ist. Es wird auch nicht erwähnt, dass man ggf. Hilfe gebrauchen könnte. Ausgenommen hiervon ist natürlich der Autorin Projekt.
Anfang Kapitel 2 wurde dreimal betont, dass man seine Mitmenschen nicht zu bekehren versuchen soll und deren Sprachgebrauch unkommentiert lassen soll. Das ist mir sehr aufgefallen. Danach bleiben weitere Äußerungen dieser Art aus. Man mag meinen, dies wäre ja auch nun zu Genüge getan. Aber gerade danach wird es immer spiritueller und ideologischer und die Heilsversprechen werden immer größer, während die Erfolgsgeschichten in Überzeichnung wetteifern. Auch anderweitig zeichnet sich eine rechte Sprachgläubigkeit hervor. Nicht einmal allgemein. Nein, die Autorin gibt vor, wie Worte zu wirken haben. Welche positiv, welche negativ und vor allem, welche in unsere Sprache überhaupt eine Daseinsberechtigung haben. Auch die etymologische Auslegung erwähnter Begriffe wirkt mir vollkommen willkürlich, während bei anderen auch gerne der Ursprung unter den Tisch fallen gelassen wird.

Bevor ich mich nun ewig über das Buch auslasse, ziehe ich mein Fazit:
Interessante Ansätze, nichts belegt, viel willkürliches Gerede, dass sich als unverrückbare Wahrheit darstellt. Ich sehe von Empfehlung völlig ab.
Profile Image for Ingo.
100 reviews2 followers
May 27, 2020
Ein Satz im ersten Kapitel hat mir erst etwas irritiert: "Ich bereite eine Prüfung vor. Darum lerne ich heute noch zwei Stunden." Präzise wäre wohl ... "Ich bereite mich auf ...". Besonders in einem Buch, in dem es um präzisen Sprachgebrauch geht. Alles in allem dennoch ein Buch, das einem sicher viele Ungenauigkeiten im Sprachgebrauch aufzeigt und den Leser motivieren soll, doch zu sagen, was er wirklich meint. Allerdings geht der menschliche Sprachgebrauch doch sehr über das strikt "literale"/"wörtliche" hinaus. Wir gebrauchen Sprache nicht, wie sie ein Computer gebrauchen würde, sondern nehmen vielfach Wortersetzungen vor, die im genauen Sinne nicht korrekt sind. Natürlich ist "Könntest Du bitte das Fenster öffnen?" keine Frage, dennoch beinhaltet die "Handlungsaufforderung" so vorgebracht viel mehr als ein strengeres: "Öffne bitte das Fenster". Hier schwingen Feinheiten mit, die ungenau sind, und die ein Computer nicht versteht, bei denen aber in der menschlichen Rezeption viel viel mehr im Hintergrund abläuft. Diese 2. Ebene der Kommunikation wird im Buch leider überhaupt nicht berücksichtigt. Aber natürlich ist es besser, wenn man auch diese Feinheiten bewusst gebraucht ... und dabei wird das Buch helfen.
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