Wieder mal ein typischer "Leo Lukas"! Macht Spaß, ist nicht langweilig und bringt die Zyklushandlung nicht wirklich weiter, obwohl die beiden Rhodans einen Erfolg feiern, der sich aber erst in den nächsten Bänden auch als solcher erweisen muss. Das Setting ist schön, auf dem Neptun-Mond Triton (einer der drei größten Monde des Sonnensystems, genau weiß man das noch nicht, da erst eine Raumsonde am Neptun vorbeigeflogen ist und nur verwaschene Bilder senden konnte) existiert ein bekenntnisoffenes Kloster, in der sich Mönche und Nonnen für ihre Meditiationen zurückgezogen haben. Bruder Geo Lichtblau begeistert sich in die jahrhundertealte Kunst des Bierbrauens, er weiß alles darüber und läßt jeden, auch den Leser, mit seinen Kenntnissen nicht alleine. Eines Tages begegnet er dem Aggregat Etain, einem Mitglied von Lotho Kereates schöner Familie. Sie ist offensichtlich geschwächt und bedient sich mittels eines Kusses mit lebenswichtigen Hormonen, als es daraufhin im Klosterkrankenhaus zu einer Häufung von Krankheiten kommt, die durch Melatonin- und Serotonin-Mangel herrühren, beschließt die Äbtission, die LFT zu informieren, so kommen die beiden Rhodans und Atlan auf die Spur Lotho Kereates. So wollen unbedingt das Aggregat gefangen nehmen und in Besitz von Kereates Raumschiff FLORENCE LAMAR kommen... Das Vorhaben gelingt (mit einigen Mühen), die LAMAR wird zerstört (offensichtlich ein Bluff) und Kereate meldet sich bei Rhodan. Im Gespräch kommt heraus, daß Kereate es auf Wanderer abgesehen hat, er will das unbedingt. Im weiteren wird klar, dass Atlan sich auf die Suche nach der Stadt Aures begeben wird um auf die Spur von Adam von Aures zu kommen, das wird wohl die Handlung in den nächsten Bänden bestimmen... Mit diesem Roman wurde nicht nur das geklärt, sondern auch eine kleine Geschichte des Bierbrauens, daß William Lassell, der Endeckter Tritons, ein Bierbrauer war, war mir neu und es schließt einen schönen Kreis zwischen den Bierbrauen und dem kalten Neptun-Mond...
Mir hat es Spaß gemacht: Leo Lukas hat einen immer leicht ironischen Stil, viele Anspielungen (sogar auf Vonnegut "Die Sirenen des Titan"). Ein bierbrauender Mönch in einem Kloster auf einem Neptunmond.... typisch Lukas halt.