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»Michael Theurillat beherrscht die hohe Kunst des Kriminalromans wie kaum ein Zweiter.« Berner Zeitung


Lenz ist ein großartiger universeller Kriminalroman über das drängendste Thema unserer Zeit: den Terrorismus. Kommissar Eschenbach gerät zwischen die Fronten und kämpft für die Wahrheit in einer Welt aus dubiosen Hintermännern, falschen Fährten und hochgefährlichen Verdächtigungen.


Als Kommissar Eschenbach aus seiner Auszeit zurückkehrt, ist die Welt eine andere. Tochter Kathrin ist bei ihm ausgezogen, seine Vertretung - die kühle, distanzierte Ivy Köhler - bleibt im Dezernat und sagt ihm den Kampf an. Der größte Schock ist jedoch, dass sein alter Freund und Kollege Ewald Lenz verschwunden ist - und unter Terrorverdacht steht. Lenz soll mit seinem enormen Insiderwissen und seinen technischen Fähigkeiten die Seiten gewechselt haben. Ivy Köhler hat ihn geradezu zum Abschuss freigegeben. Da wird ein Toter in Zürich gefunden, Walter Habicht, 62, soll aus Einsamkeit Selbstmord begangen haben. Doch der Kommissar glaubt nicht daran und beginnt sich mit dem Toten fast obsessiv zu beschäftigen, ist er doch im selben Alter wie er. Als Eschenbach ein rares Goldstück aus der Wohnung des Toten ihn Ivy Köhlers Schreibtisch findet, stellt er sich gegen das Dezernat und ermittelt auf eigene Faust.

299 pages, Kindle Edition

Published October 26, 2018

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About the author

Michael J. Theurillat

9 books18 followers
Michael J. Theurillat (born 1961) is a Swiss writer of crime fiction. Born in Basel, he studied business administration, art history and history. In 2000, he quit his job as an executive with the Swiss bank UBS so as to be able to write full-time.

Theurillat's novels follow the investigations of Kommissar Eschenbach, an investigator with the Zurich police. They have been commercially successful; his third novel, Sechseläuten, was at the head of Swiss bestseller lists following its publication. The Basler Zeitung called him one of Switzerland's most successful crime writers.

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32 reviews
November 12, 2018
„Die Bedeutung des Einzelnen für die Welt“ oder „Wo ist Lenz, wenn man ihn braucht?“

Zum Inhalt:
Kommissar Eschenbach kehrt nach seiner mehrmonatigen Auszeit bei der Tochter in den USA nach Zürich zur Kantonspolizei zurück. Doch während seiner Abwesenheit hat sich das Klima in seiner Abteilung, der er als Leiter der Zürcher Kriminalpolizei vorsteht, massiv verschlechtert. Maßgeblich daran beteiligt: Dr. Christine Saager, Polizeichefin, die eine Ivy Köhler als interimistische Leiterin aus dem Hut gezaubert hat, die zudem nach Eschenbachs Rückkehr nicht wieder ausscheidet, sondern als dessen Stellvertreterin im Team bleiben soll!
Und dann der gerade am Tisch liegende Fall eines erst nach mehreren Tagen in seiner Wohnung tot aufgefundenen Siebzigjährigen! Wieso drängt Ivy Köhler derart, den Fall als „natürlichen Tod“ zu schließen, zumal Eschenbach beim „ersten Hinsehen“ Ungereimtheiten auffallen?
Er beschließt, dem Ganzen unter dem Radar von Saager/Köhler nachzugehen und sein Netzwerk vertrauenswürdiger Personen zu nutzen! Doch wo ist einer seiner wichtigsten Freunde und Informationsquellen, Ewald Lenz, der pensionierte Polizeiarchivar? Was für eine Weltentdeckung macht er in seiner Mühle? Und wieso sieht Ivy Köhler in Lenz plötzlich ein Bedrohungspotential mit internationalen terroristischen Verbindungen?

Meine Meinung:
Plot:
Da ich bislang bis auf Martin Suter keine Schweizer KrimiautorInnen oder in der Schweiz spielende Krimis gelesen habe, war ich auf Michael Theurillats LENZ schon sehr gespannt, da sowohl der Klappentext als auch die Leseprobe eine Reise in die Schweiz und Pharmaindustrie versprachen.

Schnell erahnte ich, dass meine literarische Reise noch viel weiter gehen wird, denn ich wurde Dank des flüssigen und inspirierenden Erzählstils Theurillats mit einer außergewöhnlichen Freundschaft dreier ehemaliger Studienkollegen, dem weltweiten Streben nach Geld, Macht und Einfluss inklusive der damit einhergehenden militärischen Verstrickungen bishin zum Syrien-Krieg und brillanten gesellschafts-politischen und philosophischen Betrachtungen zur Informations-(Un-)Kultur unserer heutigen Zeit überrascht. Und ich war auch erstaunt, wie allein man in einem westlichen Land dastehen kann und zu welchen „Stilblüten“ man sich genötigt sieht …

Besonders spannend fand ich dabei, die weltweiten Geschehnisse aus der Sicht eines „neutralen“ Schweizers präsentiert zu bekommen, der zudem kritisch den Anteil seines Heimatslandes am weltweiten Geschehen hinterfragt.

Protagonisten:
Theurillats beschreibt seine Charaktere derart gut, dass ich mich schnell in sie einfühlen konnte. Besonders gelungen ist ihm die Skizzierung von Kommissar Eschenbachs, der mir von Beginn an sympathisch war, nicht zuletzt, weil er sich treu bleibt, weiter „schnüffelt“, auch wenn andere ihn davon abhalten wollen: einerseits, weil er es als seine polizeiliche/gesellschaftliche Pflicht ansieht und andererseits, weil er persönlich am Verbleib seines Freundes interessiert ist und last but not least wegen seines Lebensmottos „Es komme schon alles gut.“
Zudem – im Vergleich zu vielen anderen Krimi-Kommissaren - erfrischend, dass er sich eine Aus-Zeit gegönnt hat, eine innige Beziehung zu seiner Tochter führt und auf langjährige Freunde zurückgreifen kann.

Auch Ewald Lenz, der die Wahrheit der Bibliotheken liebt, wird wunderbar charakterisiert, weshalb auch gut nachvollziehbar ist, weshalb Eschenbach den Austausch mit ihm schätzt, wenngleich sowohl er als auch ich als Leserin nicht jedem Gedankengang von Lenz inhaltlich zustimmen können, Lenz uns aber zumindest dazu bringt, nachzudenken und einen eigenen Standpunkt zu schärfen oder überhaupt erst einzunehmen.

Neben Eschenbach und Lenz sind es auch die NebendarstellerInnen wie zB Rosa Mazzoleni (Sekretärin mit italienischen Wurzeln) und Claudio Jagmetti (team-intern als Eschenbachs Vertretung Auserkorener) sowie der Pathologe, die mir Lust machen, die gesamte Eschenbach-Reihe kennenzulernen.

Schweizer Lebensgefühl:
Am Alltagsleben der Protagonisten lässt sich neben geographischen Details Zürichs auch gut in die hiesige Lebensart einfühlen, wie zB ins Sprüngli oder Tabaklädeli zu gehen oder sich Friandises zu gönnen. Die Viersprachigkeit – vor allem Schweizer-Deutsch, Italienisch und Französisch – blitzt vielerorts auf, erschließt sich jedoch bei mangelnden Schweiz- oder den jeweiligen Sprachkenntnissen nicht gänzlich. Dafür wird man mit einer internationalen Note – dem Umgangs-Englisch Eschenbachs, der gerade aus den USA zurückkehrt, versöhnt (holy shit).

Fazit:
Ein Schweizer Krimi, der sich über die Genre-Grenze hinaus als überraschend geistreicher, unterhaltsamer und inspirierender Roman entpuppt. Eine klare Leseempfehlung an alle, die sich mit weltweiten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen auseinandersetzen wollen.
343 reviews5 followers
November 21, 2018
Wie gut kennt man seine Freunde? Als Kommissar Eschenbach aus seiner Auszeit zurückkehrt, ist die Welt eine andere. Nach drei Monaten in den USA ist er nicht mehr derselbe. Oder doch? Auch in Zürich ist vieles anders: Tochter Kathrin ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und seine Stellvertreterin, die kühle Ivy Köhler, spielt nicht mit offenen Karten. Eschenbach nimmt die Herausforderung in aller Gelassenheit an. Er rollt einen Fall neu auf, der kurz vor dem Abschluß steht. Bald schon merkt er, dass er geschnitten wird, weil sein Freund Lenz zu den Verdächtigen gehört. Eschenbach hält das für einen großen Irrtum. Ewald Lenz ist ein brillanter Geist. Trotzdem hatte er nie wirklich Karriere gemacht. Er arbeitete im Polizeiarchiv Zurüch und führt ein unauffälliges Leben. Kommissar Eschenbach ist einer der wenigen Freunde, die er hat. In der Vergangenheit hat Lenz dem Kommissar immer wieder Informationen zugespielt, ohne die Quellen preiszugeben. Nun ist Lenz selbst ins Fadenkreuz internationaler Ermittlungen geraten. Er soll mit seinem enormen Insiderwissen und seinen technischen Fähigkeiten die Seiten gewechselt haben. Ivy Köhler hat ihn geradezu zum Abschuss freigegeben. Als der Kommissar seinen Freund damit konfrontieren will, ist Lenz verschwunden. Eschenbach muss sich entscheiden und ermittelt gegen alle Widerstände. Er ahnt nicht, dass dieser Fall weit über die Grenzen der Schweiz hinausreicht. Dann wird ein Toter in Zürich gefunden, er soll aus Einsamkeit Selbstmord begangen haben. Doch der Kommissar glaubt nicht daran und beginnt sich mit dem Toten fast obsessiv zu beschäftigen, ist er doch im selben Alter wie er. Lenz ist ein großartiger universeller Kriminalroman der hinter die Kulissen des drängensten Thema's unserer Zeit: den Terrorismus führt - visionär und brandaktuell! Kommissar Eschenbach gerät zwischen die Fronten und kämpft für die Wahrheit in einer Welt aus dubiosen Hintermännern, falschen Fährten und hochgefährlichen Verdächtigungen. Je weiter Eschenbach mit seinen Nachforschungen in die besseren Kreise vordringt, desto tiefer gerät er in einen Sumpf aus Intrigen, Lügen und Korruption. Ein ungewöhnlicher Blick nach Zürich. In diesem gut erzählten Krimi erfährt man einiges über Land und Leute. In der teilweise langweiligen Krimiwelt ist diese Geschichte eine echte Erfrischung, sie ist spannend, kurzweilig und vom Stil her unkompliziert.
118 reviews4 followers
November 7, 2018
Zwischen Schweiz, Schwarzwald und Syrien. „Lenz“ beginnt zunächst wie ein klassischer Krimi: Nach einem mysteriösen Prolog wird die Leiche eines alten Mannes entdeckt, wobei Kommissar Eschenbach einige Ungereimtheiten auffallen. Seine Stellvertreterin im Polizeipräsidium legt ihm bei der Ermittlung jedoch Steine in den Weg. Parallel dazu entwickelt sich die Handlung in eine ganz andere Richtung: Der titelgebende Ewald Lenz tut einem alten Freund einen Gefallen und bringt der gemeinsamen Freundin Isabela ein Päckchen von der Schweiz in den Schwarzwald, wo sie zurückgezogen im extremen Luxus lebt. Dadurch verwickelt sich Lenz ungeahnt in eine internationale Verschwörung.

Die typische Ermittlungsarbeit fehlt hier, weshalb sich das Buch weniger wie ein typischer Krimi und mehr wie ein gesellschaftskritischer Roman liest. Besonders der Handlungsfaden von Lenz und Isabela ist davon geprägt, dass sie auf ihr Leben zurückblickt und darüber erzählt. Zwar hat sie viel Brisantes erlebt, jedoch fühlt sich die rückblickende Erzählweise nicht besonders spannend an. Zudem kommen einige Passagen etwas oberlehrerhaft daher, wenn der Autor Wissen abspult (z.B. in der Erklärung der Geschichte der Züricher Uni oder in Isabelas Aufzeichnungen zum Syrien-Konflikt). Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Informationen besser in die Handlung integriert worden wären. Sie stehen oft einfach nur als separater Absatz da.

Interessant finde ich die gesellschaftskritischen Aspekte des Romans, z.B. die Meinungsmache in Zeiten der Digitalisierung, der Nahostkonflikt etc. Auch wenn ich nicht mit allen Aussagen des Autors übereinstimme, fand ich, dass er einige sehr aktuelle Themen geschickt in die Handlung eingebracht hat. Hier hätte ich mir einen stärkeren Fokus auf die politischen und gesellschaftlichen Aspekte gewünscht. Der Krimi-Teil, der mit dem Fortschritt der Handlung immer weiter vernachlässigt wird, wirkte für mich etwas an den Haaren herbeigezogen, um Eschenbach in die Handlung zu integrieren.

Dies war mein erster Eschenbach-Krimi. Vermutlich fehlte mir ein bisschen die Bindung an die Charaktere, um das Buch richtig genießen zu können. Doch die Geschichte an sich ist in sich abgeschlossen und war auch ohne Kenntnisse über die Vorgänger ohne Probleme verständlich. Michael Theurillat pflegt einen äußerst ansprechenden Schreibstil, sodass sich das Buch schnell lesen ließ.
390 reviews
November 9, 2018
Gelungene Gesellschaftskritik

Eschenbach war erst drei Monate in den USA, muss sich erst wieder im Kommissariat einleben und überraschend seinen Platz behaupten. Seine Stellvertreterin hat das Kommissariat während seiner Abwesenheit etwas anders geführt, hat andere Vorstellungen und zeigt sich wenig zur Zusammenarbeit mit dem Kommissar bereit – zumal dieser sich nicht mit einer einfachen Erklärung Köhlers zu einem möglichen Selbstmord abspeisen lassen will. Parallel dazu entspinnt sich eine Geschichte dreier alter Freunde, die recht außergewöhnlich ist. Lenz, der mit Eschenbach befreundet ist, tut seinen alten Freunden einen Gefallen und stößt im Schwarzwald auf schier Unglaubliches…

Wer höchste Spannung bei Ermittlungen, sowie Mord und Totschlag ohne Ende erwartet, wird wahrscheinlich nicht ganz so begeistert sein von dem Buch. Die Spannung ist eher subtil vorhanden und man fragt sich über weite Strecken auch, worauf das Ganze hinausläuft. Mir gefiel die Aktualität des Themas, die Erzählweise fernab von 08/15, der Tiefgang der Geschichte und die Nachdenklichkeit, die der Roman immer und immer wieder bei mir auslöste. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, obwohl die Themen es in sich hatten, ist alles sehr leicht verständlich – bei aller Komplexität- und schnell zu lesen.

Mein größter Kritikpunkt ist, dass es für mich kein Krimi, sondern vielmehr eine Gesellschaftskritik darstellt – diese hat mich allerdings ziemlich überzeugt. Die Rückblicke von Lenz und seiner Freundin Isabela waren interessant (spannend ist aber doch noch was anderes), die angesprochenen Konfliktherde auf der Welt und die Meinungsmache vor dem Hintergrund der Digitalisierung, etc.
Es war mein erstes Buch des Autors, aber ich werde gerne weitere von ihm lesen. Verständlich war das Geschehen komplett auch ohne die Vorgänger zu kennen.
733 reviews5 followers
January 17, 2019

Meinung :
Zu Anfang, dies ist ein wirklich gutes Buch, aber die Genrebezeichnung Kriminalroman, ist leider (in meinen Augen) etwas unpassend, ein ruhiger Roman, mit einzelnen Spannungselementen, trifft es eher.
Denn das Buch beginnt recht seicht und ohne großartige Spannungsmomente, zwar ist eine gruselige und atmosphärische Stimmung zu Anfang nicht von der Hand zu weisen, doch auch diese lässt im Verlauf der Geschichte stetig nach.
Für mich ist dieses Buch eher ein Roman, mit gut platzierten Spannungelementen, die den Leser auch zum weiterlesen animieren, allerdings nie in die Region eines spannenden Kriminalromans kommen. Der Schreibstil, ist wie vom autor gewohnt, wirklich mehr als hervorragend, er versteht es gezielt Atmosphäre und gut gezeichnete Charaktere zu erschaffen. Erst zum Ende hin entwickelt sich das Buch zu einem Kriminalroman und auch die Spannung begibt sich zum Schluss (ca. 50 Seiten vor dem Ende ) zu einem überaus überzeugenden Schluss. Doch diese Entwicklung kommt natürlich zu spät. Dennoch ist dieses Buch für mich keines Falls schlecht, denn es hat keine ersichtlichen Fehler, außer der ungeschickt gewählten Genrebezeichnung. Denn der Schreibstil ist wirklich hervorragend, wenn auch sehr leise, ruhig und atmosphärisch und weniger auf die Spannung fokussiert

Fazit :
Dieses Buch ist ein überzeugender, seichter (Spannungs)roman, der erst zum Ende hin an Fahrt aufnimmt, aber durch seinen Schreibstil zu überzeugen weiß !
Profile Image for Violet Winter.
49 reviews1 follower
January 22, 2024
Michael Theuriallt's Buch "Lenz" entführt den Leser in eine spannende Welt, in der ich, wie immer bei den Romanen über Kommissar Eschenbach und seine Fälle, nicht nur mit fesselnder Spannung, sondern auch mit interessantem Wissen belohnt werde. Die Geschichte bietet unter anderem einen faszinierenden Einblick in die Münze aus dem Jahr 1933, was dem Leser ein zusätzliches, wissenswertes Element verleiht. Die Authentizität der Protagonisten:innen, angefangen bei Lenz bis hin zu Eschenbach und Co., trägt dazu bei, dass man sich mit den Figuren verbunden fühlt.

Für Leser, die sich mit Themen wie Geheimdienste, USA, NATO, Krieg, Öl und Gas auseinandersetzen, bietet dieses Buch eine besonders lohnende Lektüre. Die Handlung bleibt dabei unblutig, und die Möglichkeit, mitzuraten, fesselt von Anfang bis Ende. "Lenz" ist somit nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern auch eine vielschichtige Erzählung, die durch ihre authentischen Charaktere und das eingeflochtene Hintergrundwissen überzeugt. Ein absolutes Muss für Liebhaber intelligenter und mitreissender Geschichten!
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
October 28, 2018
Zum Inhalt:
Als Kommissar Eschenbach aus seiner Auszeit zurückkehrt, ist alles anders. Seine Tochter ist ausgezogen, seine Vertretung bleibt und sagt ihm den Kampf an. Zu allem Übel ist sein Freund und Kollege Lenz verschwunden und steht unter Terrorverdacht. Hat er wirklich die Seiten gewechselt?
Meine Meinung:
Eigentlich habe ich gedacht, dass mich hier ein spannendes Buch erwartet. Der Klappentext, die Leseprobe, der Autor, eigentlich passte da alles. Aber irgendwie bin ich bis zum Schluss nicht in die Geschichte reingekommen und habe bildlich gesprochen bis zum Ende gefremdelt. Der Schreibstil an sich hat mir jedoch ganz gut gefallen, nur die stoty war nicht so meins. Sicher ist es dem Autoren gelungen Fiktion und Wahrheit gut zu verknüpfen aber es war einfach nicht meine Geschichte, nicht mein Genre, weil es für mich nicht so richtig ins Genre Krimi passte.
Fazit:
Bin nicht überzeugt.
Profile Image for Nicola.
216 reviews
December 4, 2023
Didn’t enjoy it; wasn’t my sort of thing. Hard to rate a German novel but it seemed like a lot of research shoehorned into fiction.
Profile Image for Arcimboldis World.
138 reviews8 followers
June 22, 2020
Krimis mit viel Lokalkolorit erlebten in den letzten Jahren einen Riesenboom, ein Ende nicht abzusehen. In der Schweiz, in Zürich, war Michael Theurillat mit seinem eigenwilligen, aber doch sehr sympathischen Kommissar Eschenbach wohl einer der ersten, die damit Erfolg hatten...
Mit "Lenz" hat Theurillat seinen mittlerweile sechsten Krimi in dieser Reihe vorgelegt und einmal mehr liest man ihn mit grosser Freude, sind einem doch sämtliche Protagonisten bestens vertraut. Da ist erneut die, manchmal etwas zickig erscheinende, gute Seele des Kommissariats Rosa Mazzoleni oder der ewig mumpfelige Claudio Jagmetti und natürlich - dieses mal sogar selbst in den Fall involviert - der ehemalige Kollege und Freund Eschenbachs und Namensgeber dieses Falles: Ewald Lenz, pensionierter Archivar der Dienststelle. Zunächst weiss man nicht so recht, um was es geht, aber nach und nach führen die unterschiedlichen Fäden und (dieses mal auch sehr internationalen) Handlungsstränge zueinander und das grosse Ganze erschliesst sich dem Leser...Dieser Fall ist relativ politisch und das muss man mögen. Es geht um die Hintergründe des Syrienkrieges, die Verstrickungen von Russland, den USA, Arabien und selbstverständlich auch europäischer Länder und Regierungen. Auch Machenschaften des Schweizer Nachrichtendienstes werden im Laufe der Handlung immer deutlicher und tangieren letztendlich Eschenbach auch persönlich. Vieles erscheint mir ein wenig an den Haaren herbeigezogen und sehr konstruiert. Aber wer weiss das schon. Zu den bisher erschienen Eschenbach-Romanen von Theurillat "Im Sommer sterben", "Eistod", "Sechseläuten", "Rütlischwur" und "Wetterschmöcker" hatte ich einen besseren Zugang, sie waren mir sympathischer. Dennoch, alleine der mittlerweile liebgewonnenen Figuren wegen, wird Theurillat wohl weiterhin auf meiner Krimi-Leseliste bleiben - alleine schon wegen Eschenbachs kurzen Abstechern auf einen Espresso bei "Sprüngli"...
Profile Image for Melanie.
29 reviews1 follower
December 9, 2018
Dieser sechste Teil der Kommissar Eschenbach-Reihe, war zugleich der erste für mich. Trotzdem konnte ich mich gut in die Story einfinden, was sicher nicht zuletzt an dem zwar intelligenten, aber dennoch leicht zu verfolgenden Schreibstil des Autoren Michael Theurillat liegt. Dieses Buch ist ein Krimi, der ohne allzu großen Spannungsbogen bestehen und mich mit hochbrisanten politischen Themen überzeugen konnte.

Ich möchte inhaltlich nicht zu sehr auf das Buch eingehen, da es mir bei den Themen Politik und Terrorismus schwer fällt es einigermaßen logisch zu schreiben, ohne zuviel zu verraten. Mich persönlich hat mehr das Thema Terrorismus und das Strippen ziehen im Hintergrund gefesselt, als die handelnden Figuren. Einmal mehr wurde klar, dass viele Nachrichten und Berichterstattungen manipulieren und lenken sollen, wie es den großen Herrschaften und ihren Interessen am besten dienlich ist. Macht, Geld und Egoismus stehen über das Leben des kleinen Menschen.

Lenz erzählt abwechselnd zwei Handlungsstränge die zeitlich etwas versetzt laufen, was mich anfangs etwas verwirrt hat, dem ich jedoch später recht gut folgen konnte.

Ein interessanter Krimi, der mich zwar nicht atemlos, aber erschrocken zurück gelassen hat. Einerseits wecken Themen dieser Art mein Interesse für Politik, andererseits will ich gar nicht zu genau wissen, wie wir als einfaches Volk hinters Licht geführt und belogen werden, damit Machthaber ihre Interessen durchsetzen können.
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