Weihnachten ist das Fest der Liebe und des Teilens, aber auch das Fest der Vergebung und der Erinnerung an ein Wunder, das heute noch Menschen in aller Welt rührt. Ray Bradbury erzählt davon auf ungewöhnliche Art: Bei ihm gibt es auch ein Fest auf dem Mars, dem Friedhof, im Beichtstuhl und in Dublin.
Ray Douglas Bradbury was an American author and screenwriter. One of the most celebrated 20th-century American writers, he worked in a variety of genres, including fantasy, science fiction, horror, mystery, and realistic fiction.
Bradbury is best known for his novel Fahrenheit 451 (1953) and his short-story collections The Martian Chronicles (1950), The Illustrated Man (1951), and The October Country (1955). Other notable works include the coming of age novel Dandelion Wine (1957), the dark fantasy Something Wicked This Way Comes (1962) and the fictionalized memoir Green Shadows, White Whale (1992). He also wrote and consulted on screenplays and television scripts, including Moby Dick and It Came from Outer Space. Many of his works were adapted into television and film productions as well as comic books. Bradbury also wrote poetry which has been published in several collections, such as They Have Not Seen the Stars (2001).
The New York Times called Bradbury "An author whose fanciful imagination, poetic prose, and mature understanding of human character have won him an international reputation" and "the writer most responsible for bringing modern science fiction into the literary mainstream".
Dieses schmale Büchlein mit 70 Seiten habe ich von meinem Mann beim Kochen vorgelesen. Mich hat sehr überrascht, das Ray Bradbury überhaupt Weihnachtsgeschichten geschrieben hat, bisher kannte ich von ihm allerdings auch nur den Klassiker 'Fahrenheit 451'. Die Kurzgeschichten in diesem Band haben alle einen Horror-Touch und erinnern damit an Edgar Allan Poe, jedoch hat mich Ray Bradbury bei weitem mehr überzeugt. Zum einen ist die Sprache viel verständlicher (was sicherlich zeitlich bedingt ist), zum anderen sind es nicht in jeder Geschichte die gleichen Motive und die gleiche Symbolik. Was die Erzählungen gemein haben, ist natürlich das Weihnachtssetting, wobei sich auch dieses in jeder Geschichte unterschiedlich darstellt. Am Ende geht's nie um das Fest an sich, sondern um das Miteinander, um Vergebung, Versöhnung und Empathie. Für die Kürze des Buchs ist es erstaunlich tiefgründig und hat meine Erwartungen damit weit übertroffen.
Ich habe es geliebt: Bradbury at his best, mal wieder. Vier Geschichten über die notwendigsten, schwersten und schönsten Fähigkeiten unseres Lebens... gepackt in kleine, gefühlvolle und poetische Geschichten. 1. ...wir brauchen keinen menschgemachten Firrlefanz (wie Weihnachtsbäume oder Kerzen), denn in der Natur, die uns tiefschwarz und unendlich umgibt, gibt es schon alle Wunder: wir müssen nur hinsehen. 2. ...einem Menschen (den Eltern) zu sagen, dass man sie liebt - sich verletzlich, offen und schamvoll zu zeigen, ist das schwerste überhaupt... für viele Menschen, behaupte ich. - und wir alle ersehnen eine Chance, unsere Gefühle kundzutun...oder einen Ort, an dem wir das können. In dem Fall ist es ein winterlicher Friedhof und die Erlösung durch den Vater, der zuerst sagt "Ich liebe dich." 3. ...wir leben so verankert mit Schmerz, Schuld, Verwundbarkeit, Sehnsucht nach Liebe und Scham - und wir alle brauchen Absolution, sogar der Priester, der sie geben soll. Liebe zeigen, Gefühle zeigen und sich dafür schämen ist menschlich - und Selbstliebe praktizieren ist so wichtig, um selbst-Absolution zu erlangen. 4. ... wir können nur geben. Bemitleiden, analysieren, verfolgen, ablehnen, verurteilen bringt genauso wenig wie helfen wollen manchmal... am besten, wir geben, geben, geben, so viel wir können.Nicht Geschenke, nicht Geld - (auch) - aber vor allem Augen, Herz und Seele... schaut hin! Besonders die, die offen geben, werden gesehen und können: sehen.
Das sind die vier wahren Geister der Weihnacht für mich. Bradbury hat wieder die Essenz des Menschseins getroffen und ich bin ihm auf ewig dankbar.
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