Dieses Weihnachten wird alles anders - außer dass Bastian Geschenke immer noch einpackt wie ein Dreijähriger mit Gipsarmen. Bastian wird Heiligabend nicht zu Hause sein. Zum ersten Mal. Und das muss er seiner Mutter jetzt irgendwie beibringen. Fehlt zur Besinnlichkeit nur, dass die “nicht ganz einfachen” Eltern seiner neuen Freundin Bastian für einen Volltrottel halten. Und die haben ihn noch nicht mal kennengelernt ..
Die Fortsetzung von 7 Kilo in 3 Tagen. Aber man kann beide Bücher separat voneinander lesen. Nur wenn man beide lesen will, dann in der richtigen Reihenfolge. Auch der (2te) Band war wieder recht unterhaltsam, wobei er mit dem ersten nicht mithalten konnte. Aber bei Bastis Fehltritten bleibt kein Auge trocken. Wer gerne anderen dabei zusieht, wie der sich absolut daneben benimmt und von einem ins andere Fettnäpfchen tritt, dann nur ran.
Bastian kehrt zu Weihnachten zu seinen Eltern nach Hause zurück. Doch dieses Jahr wird es anders, denn Basti hat eine neue Freundin. Und mit der möchte er Heiligabend verbringen. Doch geht das im Hause Kollinger, deren Traditionen fast so alt sind wie das Fest selbst, überhaupt?
In seinem neusten Buch “Alle anderen können einpacken“ nimmt Christian Huber aka Pokerbeats seine Leser wieder mit in den jährlichen Weihnachtswahnsinn der Familie. Während man im Vorgänger “7 Kilo in 3 Tagen“ die komplette Familie und ihre Gepflogenheiten kennenlernt, wird man jetzt mit Bastis Versuch, irgendwie ein eigenes Weihnachten zu feiern, konfrontiert. Und das ist mehr als witzig.
Der Autor erzählt mit seinem lockeren, pointierten Stil aus dem weihnachtlichen Alltag. Ich konnte mich nicht zwischen laut lachen und nickend zustimmen entscheiden, so dass ich schlussendlich wie eine Robbe klatschend auf meinem Sessel lag.
Dabei verzichtet Christian Huber auf Albernheiten und erzählt fast schon liebevoll von Fauxpas. Aber auch Momente fürs Herz kommen nicht zu kurz.
Ein rundum gelungener Roman für die Weihnachtszeit. Und das Schöne: Er wird auch beim zweiten, dritten, drölfzigsten Lesen nichts an seiner Witzigkeit verlieren, quasi “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in Buchform. Klare Empfehlung!
Es ist wieder Weihnachten. Ein Jahr später. Bastian, sein Bruder samt Frau und Sohn Lenny, sowie Opa mit Lebensgefährtin und Fahrer trudeln im Hause Kollinger ein und wollen Weihnachten zusammen verbringen. Na ja, Basti möchte den Heiligen Abend gerne bei Carina verbringen (aus dem letzten Teil), denn die ist jetzt seine Freundin. Das weiß nur noch niemand, weder in ihrer, noch in seiner Familie. So entstehen wieder ganz viele lustige, abstruse und auch vorhersehbare Dinge, denn ein erstes Kennenlernen ist ja bekanntlich immer schwierig.
Den Charme und das Neue des ersten Teils erreicht dieser nicht. Es steht diesmal nicht das Fressgelage im Vordergrund, sondern der minutiöse Badplan für neun Personen und Bastians gefühlte Unfähigkeit bei fast allem. Es ist aber auch alles eine Frage der Logistik. Oliver Rohrbeck zuzuhören ist wie immer ein Schwelgen in Nostalgie.
Die Zweideutigkeit des Titels ist mir fast bis zum Ende verborgen geblieben, was definitiv schon mal einen halben Stern mehr ausmacht.
Kein Muss - aber unterhaltsam. So voller schwarzem und sarkastischen Humor wie das erst Buch ist dieses leider nicht aber wer wissen möchte wieso Basti seinen Freund bei seinem bald-Schwiegervater einbrechen lässt & warum er gemeinsam mit seinem 91-jährigen Großvater in der Dusche landet (das ist super witzig!) sollte sich an dieses Werk machen.
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