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Narzißmus: Eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen

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In der vorliegenden Arbeit über Narzißmus entwirft Kohut eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen. Er widerlegt damit die Ansicht, daß Patienten, die unter Störungen dieser Art leiden, der psychoanalytischen Behandlungstechnik schwer zugänglich seien, weil deren wichtigstes Instrument, nämlich die Übertragung, das heißt die Aktualisierung früher Objekterfahrungen in gegenwärtigen Beziehungen, besonders zum Analytiker, ja nicht funktionieren könne. Nachdem er in langjährigen Untersuchungen zu einer größeren begrifflichen Klarheit des oft noch sehr spekulativen Konzepts des Narzißmus beigetragen hat, zeigt er nun anhand ausführlicher und anschaulicher Falldarstellungen, wie diese als schwer behandelbar geltenden Patienten einer psychoanalytischen Therapie doch zugänglich sein können. Dabei kommt er auch zu vielen scharfsinnigen Aussagen über den psychoanalytischen Prozeß im allgemeinen.

400 pages, Paperback

First published January 1, 1971

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About the author

Heinz Kohut

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Heinz Kohut was an Austrian-born American psychoanalyst best known for his development of Self psychology, an influential school of thought within psychodynamic /psychoanalytic theory which helped transform the modern practice of analytic and dynamic treatment approaches.

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December 10, 2021
Heinz Kohut - Narzißmus. Eine Theorie der psychoanalytischen Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen

“Unter optimalen Bedingungen erfährt das Kind eine schrittweise Enttäuschung durch das idealisierte Objekt - oder, anders ausgedrückt: die Beurteilung des idealisierten Objekts durch das Kind wird zunehmend realistisch - was dann zu einer Rücknahme der narzisstischen Besetzungen von der Imago des idealisierten Selbst-Objektes und ihrer schrittweisen (oder in der Ödipalphase massiven, aber phasenentsprechenden) Verinnerlichung führt, d. h., zum Erwerb dauerhafter psychischer Strukturen, die intrapsychisch die Aufgaben übernehmen, die das idealisierte Selbst-Objekt vorher erfüllt hatte. Wenn das Kind jedoch den traumatischen Verlust des idealisierten Objektes oder eine traumatische (schwere und plötzliche oder nicht phasenadäquate) Enttäuschung von ihm erlebt, dann wird die optimale Verinnerlichung verhindert. Das Kind erwirbt nicht die benötigte Struktur, seine Psyche bleibt an ein archaisches Selbst-Objekt fixiert, und die Persönlichkeit bleibt das ganze Leben hindurch in einer Weise von gewissen Objekten abhängig, die man als intensive Form von Objekthunger bezeichnen könnte. [Diese Objekte] werden nicht ersehnt, sondern gebraucht, um die Funktionen eines Sektors des psychischen Apparates zu ersetzen, der in der Kindheit nicht gebildet werden konnte. [...] Dies gilt zum Beispiel für Menschen, die süchtig werden. Ihr Trauma ist sehr häufig eine schwere Enttäuschung durch die Mutter, die wegen ihrer mangelhaften Einfühlung in die Bedürfnisse des Kindes (und aus anderen Gründen) diese Funktionen nicht ausreichend übernehmen konnte, die der reife seelische Apparat später überwiegend selbst erfüllen sollte.”
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