»Ein kulinarischer Krimi-Genuss« Bunte. Eigentlich wollte der Luxemburger Koch Xavier Kieffer seine Jugendliebe Ketti Faber niemals wiedersehen – an ihre gemeinsame Zeit in Paris erinnert er sich nicht allzu gerne zurück. Doch als die Patisseurin ihn einlädt, ihre neue Schokoladenmanufaktur in der Nähe von Brüssel zu besichtigen, kann er nicht widerstehen.Kurz darauf wird Ketti brutal ermordet. Hat ihr Tod etwas mit jener mysteriösen Plantage in Westafrika zu tun, von der die Manufaktur ihren besonderen, fair angebauten Kakao bezog? Und was hat es mit dem Luxemburger Botschafter der Republik Kongo auf sich, der in etwa zur selben Zeit verstarb wie Ketti Faber? Kieffer beginnt zu ermitteln und kommt einem Verbrechen von ungeheuren Ausmaßen auf die Spur. Und er lernt, dass Schokolade eine sehr bittere Angelegenheit sein kann. »Hillenbrand ist ein eleganter Stilist, der es versteht, komplexe Geschichten leichthändig zu entwickeln.« Hamburger Abendblatt
Eine würdige Fortsetzung der Reihe um Xavier Kieffer - Die Entwicklung der Protas geht stringent weiter aber auch das Thema Kakao wird wieder spannend serviert. Nebenher wird der Autor auch weiterhin seinem Ruf als Reiseführer für Luxemburg gerecht
Mein Freund Pekka ist auch wieder dabei :-)
Ich bin schon jetzt gespannt, welchen Lebensmittelskankal Tom Hillenbrand beim nächsten Roman betrachtet. Nur dass Julius Eichendorff (carsten Sebastian Henns Ermittler) noch immer nicht aufgetaucht ist, verwundert mich wieder ;-)
Ich habe alle Bücher mit Xavier Kieffer, dem luxemburgischen Koch, mit Vergnügen gelesen und seither ist Luxemburg und seine Küche fest auf meinem Reiseplan ;-) Deshalb war ich voller Vorfreude auf den nächsten Fall, in dem er sicherlich wieder wider Willen ermitteln wird. Und so ist es auch. Dieses Mal lernt er durch seine längst vergangene Jugendliebe Ketti, eine erfolgreiche Patisseurin, das schmutzige Geschäft um und mit dem Kakao kennen. Als Ketti ermordet wird und in seinen Armen stirbt, macht er sich auf die Suche nach ihrem Mörder, der offensichtlich Einiges zu verbergen hat. Auch in diesem sechsten Band der kulinarischen Krimireihe erfährt man Vieles über einen bestimmten Lebensmittelbereich; dieses Mal über die Herstellung von Kakao und der Produktion von Schokolade, die einen vielleicht (mich auf jeden Fall) zukünftig kritischer ins Regal greifen lässt. Tom Hillenbrand hat gut recherchiert und klärt seine Leserinnen und Leser über die Pflanzenvielfalt, schwierige Anbau- und Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern sowie den Wirtschaftsfaktor Kakao in Europa auf. Wie in vielen armen Ländern, die für reiche Staaten landwirtschaftliche Produkte liefern, sind die Arbeitsbedingungen auch im Kakaobereich häufig katastrophal: Kinderarbeit, fehlende Schutzbestimmungen, miserable Bezahlung. Wer denkt schon an so etwas, wenn man sich genüsslich ein zart schmelzendes Schokoladenstück in den Mund schiebt? Tom Hillenbrands Verdienst ist es auf jeden Fall, sich dessen bewusst zu werden und eventuell beim nächsten Schokoladenkauf etwas genauer hinzuschauen, wo die Ware herkommt. Doch so gut diese Absicht sein mag, so sehr fällt leider der Krimi dagegen ab. Statt einem einzigen Handlungsstrang gibt es statt dessen derer gleich drei und für mich war das mindestens einer zuviel. Beispielsweise wirkten die Russen völlig fehl am Platz und dieser Eindruck hielt sich bis zum Ende (auch wenn dadurch eine herrliche Lösung für den Gabin herbeigezaubert wurde). Dafür fiel mir der 'Essensanteil' in diesem Buch viel zu klein aus - dieses Mal bekam ich beim Lesen nicht ein einziges Mal richtig Appetit auf etwa den Huesenziwwi. So bin ich etwas unentschlossen: sehr lesenswerte Informationen in einem eher lauen Krimi - drei Sterne müssen reichen ;-)
Für mich der bislang beste Teil. (Vielleicht hing das auch damit zusammen, dass ich während der Lektüre in Luxemburg war und mit dem Aufzug von/ins Pfaffenthal gefahren bin, kurz bevor ich an der besagten Stelle im Buch war.)
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Wir wollen alles – und das sofort, billig und aus aller Herren Länder. Nur ab und zu meldet sich unser schlechtes Gewissen. Den Konsequenzen dieser Konsumentenmentalität kommt Tom Hillenbrand auf spannende und informative Weise auf die Spur. In „Bittere Schokolade“ ermittelt Xavier Kieffer nun schon zum sechsten Mal im kulinarischen Milieu. Der Kriminalroman ist im November 2018 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und umfasst 480 Seiten. Als der luxemburgische Koch Xavier Kieffer nach vielen Jahren seine ehemalige Freundin wiedertrifft, engagiert diese sich inzwischen als Pattiseurin für sozial verträglichen Kakao- bzw. Schokoladenanbau und –handel. Doch kurze Zeit darauf wird sie vor seinen Augen niedergeschossen; für Kieffer natürlich ein Grund, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei führen seine Ermittlungen tief in den Dschungel des alles andere als koscheren Kakao- und Schokoladengeschäfts. Hillenbrands Roman überzeugt nicht in erster Linie durch seine durchgängige kriminalistische Spannung im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr durch seine nicht weniger dramatische Thematik. Zwar stößt man beim Lesen immer wieder auf äußerst spannungsgeladene Passagen, wenn Kieffer z.B. in einer Hauruckaktion seine eigenen Nachforschungen auf der afrikanischen Kakaoplantage von Varanga anstellt oder in einem fulminanten Showdown Verbrechern gegenübersteht, doch ist das eigentlich Ungeheuerliche der Einblick in das spekulative Geschäft mit dem Kakaoanbau, der sich bestimmt auf beliebig viele Branchen übertragen lässt und zum Nachdenken anregen sollte – ein Thema, das mich persönlich schon lange beschäftigt. Dabei ist die Handlung von Anfang bis Ende logisch aufgebaut, lässt es aber dennoch nicht an Überraschungsmomenten missen. Weitere gesellschaftskritische Themen, die in diesem Roman angesprochen werden, sind das Hofieren des Essens, wenn Kieffer auf seine Hausmannskost setzt, die Dominanz der digitalen Medien, wenn z.B. Valéries Verlag am Rande des Ruins steht, und eine immer wieder einfließende Kritik an der Europapolitik, hier personifiziert in Kieffers Freund Pekka Vatanen. Nicht zuletzt erhalten Leser/innen einen liebevollen Einblick in luxemburgische Besonderheiten. Sehr gut gefallen haben mir Hillenbrands Sprache und Stil. Die Sprache ist eine angenehme Mischung aus Anspruch, wenn z.B. Begriffe wie „quichottenhaft“ verwendet werden, und Flapsigkeit. Auch das Luxemburgische kommt nicht zu kurz, und typische Gerichte werden am Ende in einem Glossar erklärt - alles in allem abwechslungsreich, gut und flüssig zu lesen. Ist das Thema des Buches an sich auch ernst zu nehmen, fehlt es dennoch nicht an einer klug eingestreuten Prise Humor: „Kieffer wollte nicht selten abstürzen, sondern überhaupt nicht.“ Dieses ist der erste der kulinarischen Krimis, die ich gelesen habe. Und ich muss festhalten: Mit Xavier Kieffer hat Tom Hillenbrand einen mir wirklich sympathischen Protagonisten geschaffen – nicht mehr der Jüngste, Kettenraucher und in mancherlei Hinsicht herrlich unbedarft spontan (Wer reist schon so völlig unvorbereitet in den Kongo?), kommt er auf unorthodoxe Weise doch ans Ziel. Auch alle anderen Charaktere sind wandelbar, detailliert und sorgfältig gezeichnet. Der Titel ist Programm, das Cover für alle Schokoladenfans eine Augenweide: Wer träumt nicht von diesem cremigen Genuss? Mir jedenfalls läuft – trotz des weniger schönen Hintergrunds – bei dessen Anblick das Wasser im Mund zusammen. Insgesamt hat mir dieser Krimi in vielerlei Hinsicht große Lesefreude bereitet und Denkanstöße geboten, und es wird bestimmt nicht der letzte Roman um diesen außergewöhnlichen Amateur-Ermittler gewesen sein, den ich gelesen habe. Für mich jedenfalls das erste Highlight des Jahres und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Obwohl es schon mehrmals die Gelegenheit gab, war ich das erste Mal in Xavier Kieffers Küche. Bittere Schokolade ist bereits das 6. Buch aus der Reihe und kann problemlos ohne Kenntnis der vorherigen Bücher gelesen werden.
Xavier Kieffer ist ein Genussmensch. Ich denke, dass jeder gute Koch ein Genießer sein muss. Aber nicht nur gutes Essen bringt Genuss, auch der Konsum von alkoholischen Getränken und Tabak zählt zweifelsohne dazu. Nun sind die Mengen von Alkohol und Tabak, die als Genuss empfunden werden, für jeden Menschen sehr unterschiedlich. Die Mengen von Zigaretten, die geraucht und die Mengen von Riesling Flaschen, die geleert wurden, sind nicht hart an der Grenze, sondern darüber.
Trotzdem mag ich Xavier sehr, er ist sympathisch und der trinkfeste Finne Pekka ist ein Freund, den man sich nur wünschen kann.
Xaviers Jugendliebe Ketti – als Patisseurin auch in der Genussbranche tätig - wird brutal ermordet, sie stirbt in seinen Armen. Ihr Tod scheint etwas mit jener mysteriösen Plantage in Westafrika zu tun zu haben, von der Ketti ihren besonderen, fair angebauten Kakao bezieht. Ihre letzten Worte lassen Xavier nicht los und er beginnt zu ermitteln.
Der flüssige Schreibstil von Tom Hillenbrand und die spannenden Handlungen machten es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Zudem gab es einige Themen, über die ich mehr erfahren wollte. Ich wusste nicht, dass die Deutschen - mit mehr oder weniger gutem Gewissen - fast zwei Tafeln Schokolade pro Woche essen, denn auch bei Schokolade mit dem Fair Trade Siegel kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.
Auch Luxemburg Stadt hat durch die bildhafte Beschreibung des Autors vor meinen Augen Gestalt angenommen. Zentrum und Altstadt liegen oben auf einem Plateau, das Stadtviertel, in dem Kieffer wohnt, liegt unten am Fluss Alzette. Den gläsernen Aufzug der Alzette Schlucht kann ich mir dank Google nun so vorstellen, wie er in Wirklichkeit ist. Viel gelernt habe ich auch durch das Glossar am Ende des Buches mit Erklärung der luxemburgischen Hausmannskost. Eine Bestellung im »Deux Eglises« wäre ab sofort kein Problem mehr für mich.
Mein Fazit: Bittere Schokolade ist spannend, fesselnd und sehr informativ. Der Plot ist sehr gut konstruiert und gibt viel Stoff zum Nachdenken. Ein gelungener kulinarischer Krimi, der mich hungrig auf mehr von Xavier Kieffer gemacht hat. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Xavier Kieffer ist wieder da - der luxemburgische Koch mit eigenem Restaurant begibt sich in “Bittere Schokolade” wieder in sehr spezielle Ermittlungen im Bereich der Lebensmittel.
Bekannt hartnäckig kann Kieffer sein, wenn er etwas auftut, das ihm nicht behagt. Dieses Mal verbeißt er sich mehrfach in Schokolade und lässt nicht eher los bis er den Mord an einer alten Freundin und so einiges mehr aufgeklärt hat.
Dieser Band ist stark auf Luxemburg-Stadt fokussiert, vieles passiert hier oder im nahen Umkreis. Neben Kieffers Nachforschungen bekommt der Leser einen sehr schönen Eindruck von der Stadt, auch wenn hier doch mindestens ein Killer herumläuft. Aber nur im Buch natürlich!
Wie man es von Tom Hillenbrand gewohnt ist, bettet er seine fiktive Krimihandlung wunderbar ein und fusioniert seinen Plot mit detaillierten Hintergrundinfos, in diesem Fall alles über Schokoladeherstellung, Kakaoanbau und Handel mit den Bohnen und der Schokolade. Zwischendrin blitzt durchaus auch Gesellschaftskritik durch und auch wirtschaftliche Aspekte werden angesprochen.
“Bittere Schokolade” ist ein gelungener Krimi und hinterlässt trotz des Titels immer noch Lust auf die braunen Tafeln. Auch wenn der eine oder andere nach der Lektüre hier mal genauer hinsieht.
Gdy zaczynałam słuchanie tej książki, byłam przekonana, że to ostatni tom kryminałów kulinarnych z Xavierem Kiefferem w roli głównej. Tymaczem kolejny tom ukaże się już w listopadzie tego roku. Mimo że nie są to rasowe kryminały, to pozostałam przy kontynuacji tej serii, bo niesie ona w sobie ogromny ładunek edukacyjny o kulinariach z całego świata. W tym tomie Hillenbrand na tapet wziął kakao. Przyznam, że przed lekturą o produkcji tego ważnego składnika czekolady miałam niewielkie pojęcie, teraz mogłabym wziąć udział w dyskusji na temat odmian tej rośliny.
Hillenbrand uwodzi mnie właśnie tym, że udaje mu się wpleść ogrom informacji w całkiem składną akcję. A jak Kieffer wplątuje się w akcję kakao? Okazuje się, że przypadkiem spotyka w Luksemburgu swoją była dziewczynę, z którą łączyła go nader burzliwa znajomość, zakończona niezbyt polubownie.
La historia de un chef en Luxemburgo que, sin quererlo, termina investigando un asesinato.
Aunque es interesante la combinación del mundo culinario con una historia de detectives, la intención de que la novela sea didáctica acerca de la industria del chocolate hace que el relato pierda gracia en distintos pasajes.
All in all a good and exciting read. From time to time it felt a bit as if the author wanted to tell you all that he researched for this book, but if you like food (especially chocolate) and a fast-paced crime-story, you‘ll like this.
Das Buch war nicht schlecht, aber leider hat es mich nicht so überzeugt. Dies ist allerdings Geschmackssache. Die Charaktere haben mich nicht überzeugt, haben in mir keine Gefühle ausgelöst. Die Story an sich hat mich leider nicht gereizt das Buch weiterzulesen, weshalb es ziemlich lange gedauert hat, das Buch zu Ende zu lesen. Mir hat das Wichtigste gefehlt, nämlich dass ich heftige Gefühle empfinde. Weder die Charaktere, noch fie Story konnten mich da überzeugen.
Schokolade und Schokolade und noch mehr Schokolade. Der Koch Xavier Kieffer ermittelt in der Schokoladenwelt: er sucht nach dem Mörder seiner Jugendliebe Ketti Faber. Ein spannender Krimi für alle Schokoladenliebhaber, ein genussvoller Appetitmacher auf Alles was mit Kakaobohnen zu tun hat und ein gelungener Wegweiser von Luxemburg...mit Spezialitäten und Köstlichkeiten aus der luxemburgischen Küche.