Apfelschmand auf Ungarisch entspringt dem Frauenzeitschrifts-Eskapismus-Genre, in dem eine mit Allem und Nichts unzufriedene Anfang-30-Jährige in unbekannte Ferne aufbricht, ihr langweiliges Leben zurücklässt und einen aufregenden Lover findet. Als Zugaben gibt es hier Weihnachten, Fettgebäcke, Kuchen, eine unerklärliche Fixierung der Protagonistin aufs Kinderkriegen und Heiraten und wiederholte Relativierungen der eigenen Libido.
Abgesehen von der dürftigen Geschichte würde dem Buch ein aufmerksames Korrekturlesen guttun. Das Ende ist so offen, dass man einen zweiten Teil vermutet, den ich aber nicht gefunden habe und auch nicht lesen würde.