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Das Bauhaus: Werkstatt der Moderne

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Das Bauhaus – heute ein Synonym für Architektur und Design der klassischen Moderne – wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet. Zu den Mitgliedern zählten Wassily Kandinsky, Paul Klee, Oskar Schlemmer und Ludwig Mies van der Rohe. Sie alle wirkten mit, ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, um Kunst und Design, Handwerk und Technik miteinander zu verbinden. Winfried Nerdinger geht kenntnisreich auf die zentralen Ideen und die Form der Lehre am Bauhaus ein und stellt anschaulich die wichtigsten Personen und Produkte sowie die politischen und ökonomischen Zusammenhänge vor.

128 pages, Kindle Edition

Published September 18, 2018

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Winfried Nerdinger

63 books1 follower

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September 6, 2020
Obwohl dem Bauhaus als Schule eine leider nur kurze 14-jährige Existenz beschieden war, so haben sich doch dessen Ideen umso mehr auf Architektur und Produktdesign ausgewirkt, als man es hätte ahnen können. Das Bauhaus hat sich sogar selbst als Begriff so tief in das gesellschaftliche Gedächtnis eingraben können, ohne dass kaum jemand wirklich beschreiben kann, was das Bauhaus eigentlich war und wofür es stand, ja schlimmer noch: teilweise wird das Bauhaus sogar überhöht und romantisch verklärt.

Das knapp 130 Seiten umfassende Buch beschreibt prägnant und verständlich die Geschichte und die Ideen des Bauhauses von der Entstehung in Weimar bis zum faktischen Ende 1933 in Berlin. Es geht kurz auf die Verbreitung der Bauhaus-Idee nach dem Zweiten Weltkrieg ein und entmystifiziert die aktuell grassierende Überhöhung des Bauhauses.

Der Aufbau des Buches ist mit einem kurzen Vorwort und mit anschließenden sieben überschaubaren und chronologisch angeordneten Kapiteln einfach gehalten, ja, man könnte fast sagen funktional. Die Bilder werden endlich mal aus dem Text heraus referenziert und werden nicht mittig als bloßer Bonus integriert sondern sind tatsächlich mal in der Nähe des jeweiligen Textbezuges integriert. Vorbildlich! Selbstverständlich fehlt ein Bildnachweis und ein Personenregister nicht. Selbst Verweise auf ausgewählte Literatur führt das Buch auf.

Beim Lesen des Buches musste ich an Jony Ive denken. Im Grunde macht auch er das, was das Bauhaus als Idee präsentierte: Funktionalität und Form vereinigen, auch wenn er bei der Magic Mouse 2 leider einen Aussetzer hatte.

Das Bauhaus hatte immer das Problem, dass dessen Ideen so radikal anders waren, dass sie den gängigen Vorstellungen nicht entsprachen und daher sehr auf Ablehnung stieß, was schließlich auch zum Ende der Schule führte. Der Architekt Gottfried Semper hatte die schlechte Idee eines "allgemeine[n] Volksunterricht des Geschmacks", was ja schon aufgrund dessen absurd ist, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat und wir glücklicherweise schon lange die Zeit hinter uns gelassen haben, in der noch deutlich mehr als heute jedem von der Gesellschaft vorgegeben wurde, was ihm zu gefallen hat. Doch leider müssen wir immer noch dafür kämpfen, dass Jungen und Mädchen sich so anziehen dürfen, wie sie wollen und in welcher Farbe auch immer und mit welcher Frisur auch immer. Lila, Kleid und Puppen sind weder am Jungen noch am Manne fehl am Platze, solange es ihm gefällt! Mädchen und Frauen können tragen und tun, was ihnen beliebt. So schwer ist das doch alles nicht!

Eine interessante Unterscheidung zwischen maschineller Produktion und Handwerk führt John Ruskin auf, indem er dem ersteren die Herstellung von "Surrogate[n] und tote[n] Gegenstände[n]" vorwirft und dem Handwerk mystifizierend eine "Beseelung" von Alltagsgegenständen zuschreibt, die erst durch das Handwerk einen Wert erhalten.

Das Buch ist aufgrund der Knappheit, der Form und der verständlichen Schreibweise für alle zu empfehlen, die sich über das Bauhaus informieren wollen. Möglicherweise können dann viel mehr Leute den Begriff "Freischwinger" mit dem Bauhaus assoziieren und diesen ulkigen erst mal nicht sehr vertrauenserweckenden Schwingstühle mehr Beachtung schenken.
Profile Image for Larissa.
Author 1 book19 followers
April 4, 2020
Dieses Buch gibt einen guten Überblick über ein Konzept, dass, lange nach seinem Zerfall noch immer mythisiert wird. Eine kurze, bewegte Geschichte mit etwas zu vielen Eckdaten, als dass ein guter Lesefluss entstehen könnte. Dennoch lesenswert :) (würde 3.5 Sterne geben, wenn ich könnte).
Profile Image for Magdalena Unknown.
1 review
May 18, 2023
Sehr hilfreich für das Kunst Kolloquium!

Alle wichtigen Infos über das Bauhaus sind enthalten sowie sehr differenziert dargestellt, und das in knapper Form. Empfehlenswert!
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