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Unter uns nur Wolken

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Mag die Erinnerung auch gehen, die Liebe bleibt. Tom ist Sein Großvater Florian hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab. Während bei Florian das Gestern verschwindet, sucht Tom im Heute verzweifelt eine Pflegerin. Doch keine will bleiben, denn sobald Tom die Wohnung verlässt, wird der charmante alte Herr zum Ekelpaket. Bis Ani vor der Tür steht. Ohne Wohnung, dafür mit Liebeskummer. Alle Versuche, Ani zu vergraulen, scheitern. Allmählich beginnt Florian sich ihr zu öffnen und gegen das Vergessen anzuerzählen. Vor allem von seiner großen Liebe Greta. Und verändert damit nicht nur sein Leben, sondern auch das von Ani und Tom... Berührend und ein Generationenroman, der unter Lachen zu Tränen rührt.

284 pages, Kindle Edition

First published December 7, 2018

15 people want to read

About the author

Anna Pfeffer

12 books7 followers
Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.

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5 stars
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1 (1%)
1 star
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Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for auserlesenes.
364 reviews17 followers
February 4, 2019
Thomas Hartmann, der von allen nur Tom genannt wird, hat ein Problem: Sein Großvater Florian hat nicht nur den Tod seiner geliebten Frau Greta zu verkraften, sondern auch die Diagnose Alzheimer erhalten. Der Zustand des alten Mannes verschlechtert sich stetig, doch mit seiner Bar hat Tom eigentlich schon genug zu tun. Er kann sich nicht ständig um seinen Opa kümmern. Doch was tun? Alle seine bisherigen Pflegerinnen hat der sture Senior vergrault. Auch Anika Bayer hat eigentlich keine Lust auf den Job. Sie muss jedoch Geld verdienen und braucht ein Dach über den Kopf, nachdem ihr Ex Noah ihr gestanden hat, sie mit ihrer besten Freundin betrogen zu haben. Und so müssen Ani und Florian widerstrebend ihre Zeit miteinander verbringen…

„Unter uns nur Wolken“ ist ein berührender Roman des Autorenduos Anna Pfeffer.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus einigen Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Tom und Ani – jeweils in der Ich-Perspektive. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und anschaulich. Er ist gekennzeichnet durch viel wörtliche Rede sowie ungewöhnliche Sprachbilder und Vergleiche. Leider sind in der ersten Auflage noch einige Rechtschreib- und Tippfehler übersehen worden. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aber leicht.

Mit Ani und Tom stehen zwei Personen im Vordergrund, die einige menschliche Schwächen haben, mir aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sehr sympathisch sind. Obwohl Florian sich redlich Mühe gibt, sich von seiner schlechtesten Seite zu zeigen, hat auch er mein Mitgefühl. Ich habe die Geschichte der drei Protagonisten gerne verfolgt. Vor allem das Verhalten von Ani und Tom finde ich authentisch. Ob sich Demenzpatienten tatsächlich so aufführen (können) wie Florian, kann ich schlecht beurteilen. Mich würde es jedoch nicht stören, wenn sich das Autorengespann diesbezüglich einige literarische Freiheiten herausgenommen hätte.

Inhaltlich hatte ich erwartet, dass die Krankheit Alzheimer noch mehr erklärt wird und stärker im Fokus steht. In der Geschichte dreht sich zwar vieles um die Tatsache, dass Florian daran erkrankt ist. Aber andere Themen wie das Fremdgehen von Anis Exfreund, der Narzissmus ihrer Mutter, Toms problematische Beziehung zu seinen Eltern und einiges mehr nehmen viel Raum ein. Das macht die Geschichte abwechslungsreich und unterhaltsam, aber bringt nur wenig neue Erkenntnisse über den Demenz-Aspekt. In diesem Punkt hätte mich ein wenig mehr Tiefgang gefreut. Dennoch konnte mich der Roman immer wieder berühren. Gut gefallen hat mir dabei, dass er sowohl ernste und traurige Passagen als auch humorvolle Momente beinhaltet.

Das Cover finde ich ansprechend gestaltet. Der Titel klingt sehr poetisch und fantasievoll, geht aber ein wenig am Thema vorbei.

Mein Fazit:
„Unter uns nur Wolken“ von Anna Pfeffer ist ein Roman, der für schöne Lesestunden sorgt.
Profile Image for Pocahontas.
214 reviews10 followers
June 19, 2019
Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht. Der Schreibstil war leicht und locker. Die Geschichte voller Herzenswärme, Humor, mit einer besonderen emotionalen Tiefe. Ein wunderbares Buch, das zum Nachdenken anregt, und in das man sich verliebt.
Profile Image for iulia Lambrino.
60 reviews4 followers
September 14, 2019
Ich hab dieses Buch sehr schnell fertig gelesen. Eine schone und entspannende Geschichte die dich leicht zum lachen bringt.
Florian ist ein alter Mann der an Alzheimer erkrankt ist und eine Pflegerin braucht. Seine schwere Personalität erinnert mich an Ove( aus "Ein Mann Namens Ove" von F. Backman) der auch bis zu Letzt seine Seele geöffnet hat.

Ich würde dieses Buch empfehlen, ins besonderen zu allem die Ove mochten.
69 reviews
September 19, 2019
Klappentext:

Tom ist ratlos: Sein Großvater Florian hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab. Während bei Florian das Gestern verschwindet, sucht Tom im Heute verzweifelt eine Pflegerin. Doch keine will bleiben, denn sobald Tom die Wohnung verlässt, wird der charmante alte Herr zum Ekelpaket. Bis Ani vor der Tür steht. Ohne Wohnung, dafür mit Liebeskummer. Alle Versuche, Ani zu vergraulen, scheitern. Allmählich beginnt Florian sich ihr zu öffnen und gegen das Vergessen anzuerzählen. Vor allem von seiner großen Liebe Grete. Und verändert damit nicht nur sein Leben, sondern auch das von Ani und Tom.

Meinung:
Wie gewohnt ist der Schreibstil der beiden Autorinnen locker, leicht und lässt sich unblaublich gut lesen. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Tom und Ani geschrieben und dadurch erlebt man die Gedanken und Gefühle der beiden hautnah mit. Ich fand es richtig gut, dass ein Thema wie Alzheimer nicht nur von seiner furchtbaren Seite gezeigt wird, sondern dass Szenen auch mit Humor und Ironie begleitet wurden. Alzheimer ist eine schlimme Erkrankung, aber ich bin froh, hier nicht auf eine traurige und trübsinnige Geschichte gestoßen zu sein. Was mir persönlich etwas zu schnell ging war die Geschichte zwischen Tom und Ani. Dafür, dass aus den beiden eine Liebesgeschichte wird, haben sie sich meiner Meinung nach doch viel zu wenig gesehen und Kontakt miteinander gehabt. Alles in allem mag ich auch dieses Buch der beiden Autorinnen sehr.
1,048 reviews9 followers
March 29, 2021
Seit Till Schwaigers Film " Honig im Kopf betrachten wir Alzheimer nicht nur als eine Krankheit die sehr grausam für alle Beteiligten ist sondern auch etwas das die Familie mehr zusammenschweißt und das man aushalten kann.
Dieses Buch macht es sich nicht so leicht, obwohl es auch ein Liebesroman ist und die Krankheit als Transportmittel nutzt, sondern lässt nicht nur die Familie sondern vor allem den Betroffenen zu Wort kommen.
Ich stelle es mir schrecklich vor, gesagt zu bekommen, Sie haben Alzheimer und dann jeden Tag zu merken, ich habe wieder etwas vergessen was mir einmal sehr wichtig war. Genauso geht es Florian. Er benötigt Hilfe und weiß es, er hat noch mehr gute wie schlechte Tage und ist ungeheuer wütend. Diese Gefühle kommen deutlich hervor und seine Handlungen in denen er seine Vergesslichkeit spielt oder anderswie provoziert sind ein Ausdruck der Ohnmacht. Die Autorin bringt uns Lesern zwischen Lachen und Weinen die Protagonisten näher die sehr liebenswert agieren und die Hoffnung wecken das wir auch so viel Mut und Kraft wie diese aufbringen wenn wir in einer ähnlichen Situation geraten.
Profile Image for Heike.
1,110 reviews
March 22, 2020
eine wundervolle, wenn auch zuweilen traurige Geschichte

Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, weil mich das Thema persönlich sehr belastet.

Aber der Inhalt klang irgendwie dennoch schön und machte mich so neugierig, dass ich endlich den Mut gefasst, und es gehört habe.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Natürlich ist das Verhalten von Florian sehr extrem und entspricht hoffentlich nicht dem einer wahren Person, aber das fand ich nicht schlimm. Es hat einfach aufgezeigt, dass man an seinen Aufgaben wächst und es für jeden Topf den passenden Deckel gibt.

Der Sprecher hat mir ebenfalls sehr zugesagt und auch das Cover finde ich gelungen.

Rundherum alles zu meiner Zufriedenheit und ich werde das Buch, wie auch das Hörbuch, sicher weiterempfehlen
263 reviews
October 24, 2021
Großvater und Enkel. Und Greta fehlt. Und sehr zufällig muss Ani versuchen, ob sie helfen kann. Liest sich so gut, wie ich Anna Pfeffers "Tausend Tode" schon kannte. Eigentlich viereinhalb Sterne!
Profile Image for engelchen2211.
119 reviews4 followers
December 7, 2018
Eine wunderschöne Geschichte die mich voll berührt und mich mitten in mein Herz getroffen hat.
Cover:
Ist voll süß gestaltet und gefällt mir sehr gut, der Klappentext weißt auf ein ernstes Thema hin, mich hat er jedoch neugierig gemacht!

Wow, Alzheimer ein Thema, das uns alle erwischen kann, mich hat die Thematik des Buches interessiert und so war ich sehr gespannt auf die Geschichte, natürlich auch auf die Umsetzung. Ich habe eine kleine Vorstellung davon bekommen, was es bedeutet alle wichtigen Dinge des Lebens zu vergessen und zu verlernen. Die Story war sehr emotional und rührend geschrieben, teilweise hat sie mich sehr aufgewühlt, ich konnte jedoch auch über die Streiche des Hauptprotagonisten Florian sehr lachen, am Schluss hatte ich doch tatsächlich Pipi in den Augen. Anna Pfeffer hat für mich sowieso einen sehr packenden Schreibstil, er ist flüssig, locker, spannend und witzig. Auch wenn sich das Buch der Thematik Alzheimer widmet, so ist es keineswegs trist oder bedrückend, sondern eher ermunternd und fröhlich, den es ist ja auch eine Liebesgeschichte. Ich konnte mich gut in die jeweiligen Darsteller einfühlen, ich fand sie sehr authentisch dargestellt. Wie schockierend muss es sein, für Florian so eine Diagnose zu bekommen, ich konnte ihn gut verstehen, das er in den Momenten, wo es ihm gut ging, keinen Aufpasser wollte und habe mich daher kringelig gelacht, was er sich alles einfallen lassen hat, um die Pflegerinnen loszuwerden. Auch wenn er am Anfang sehr griesgrämig rüberkommt, merkt man, das ganz viel Liebe in ihm steckt, vor allen zu seinem Enkel. Tom, ein sehr junger attraktiver Barbesitzer, ist mit der Situation seines Großvaters voll überfordert und ratlos, vor allem da er alle Pflegerinnen ablehnt und vergrault. Dann ist da noch Ani, eine junge hübsche Frau, mit ihrer freundlichen, hilfsbereiten, nie jammernden und stets das Beste wollenden Art, trotzdem hat sie immer Pech, sie nimmt aus ihrer Not heraus den die Stelle bei den zweien an, obwohl sie keine gelernte Pflegerin ist. Ich fand Ani ganz taff, wie sie mit der Situation umgegangen ist, auch wenn sie teilweise mit der Ruppigkeit von Tom und Florian überfordert war, in den Situationen hat sie mir echt leidgetan. Auch die Nebendarsteller sind gut gezeichnet. Da hat mir am besten Günther der Freund von Florian gefallen, wie schlau in ein nobles Pflegeheim zu ziehen! Doch lest die Geschichte selber, es lohnt sich!
Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte die mich voll berührt und mich mitten in mein Herz getroffen hat. Bei dieser Geschichte liegen Freud und Leid sehr nahe beieinander. So viele Emotionen! Eine süße Liebesgeschichte! Für mich ein unbedingtes muss! Ein dickes Dankeschön den Autorinnen für die Lesestunden!
460 reviews2 followers
January 23, 2019
"Ein warmherziger Roman"

Toms Opa Florian leidet unter Alzheimer, lehnt aber jede Hilfe ab. Trotzdem macht Tom sich auf die Suche nach einer Pflegerin. Das ist allerdings nicht einfach, weil Florian sich jedes Mal zu einem Ekelpaket entwickelt und jede Pflegerin schnell das Weite sucht. Bis Ani vor der Tür steht. Sie hat Liebeskummer und ist ohne Wohnung und lässt sich nicht vergraulen. So langsam beginnt Florian sich ihr gegenüber zu öffnen und gegen das Vergessen zu erzählen, auch von seiner großen Liebe Greta.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen und dabei sehr bildhaft, so dass ich alles bestens vor Augen hatte und die Seiten regelrecht dahin flogen.
Die Charaktere wurden durchweg authentisch und detailliert beschrieben, besaßen Tiefe und wirkten menschlich. Tom und Ani fand ich sofort sehr sympathisch und liebenswert. Florian fand ich ebenfalls sympathisch, auch wenn er sich zwischendurch so manche Aktionen erlaubt hat, die teilweise ganz schön heftig und gemein waren. Es wurde prima dargestellt, was er für ein Schlitzohr war.
Florian leidet unter Demenz, will das aber nicht akzeptieren. Insofern gab es in diesem Roman ein realistisches und berührendes Thema. Allerdings hätte das Fortschreiten der Erkrankung sowie Florians Entwicklung gerne noch detaillierter ausgearbeitet und eingebaut werden können.
Die Story selbst fand ich schön und interessant, ich habe die Personen gerne begleitet und war gespannt, wie alles endet. Sehr gut gefiel mir der Humor, der mich so manches Mal grinsen ließ. Ich war in der Lage, die Charaktere zu verstehen und mit ihnen mitzufühlen. Auch die Liebesgeschichte, die sich entwickelte, fand ich passend und lesenswert. Das Ende war stimmig und gefiel mir, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu glatt ablief.

Ein schöner Roman, der mir eine tolle Lesezeit beschert hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Profile Image for Liss.
442 reviews9 followers
February 9, 2019
Ich mag Anna Pfeffers Bücher sehr gerne. Leider konnte mich dieses nicht so sehr überzeugen. Ich hatte das Gefühl, dass unnötig Streit und Konfliktpunkte gesucht wurden um das Buch noch ein bisschen länger zu machen. Denn schon so ist das Buch mit seinen 280 sehr kurz, was mich ja eigentlich nicht stört. Ich mag kurze knackige Büchlein, allerdings wirkte vor allem der letzte Streit irgendwie gekünstelt.

Ani ist als frisch gebackene Pflegerin echt taff. Sie hat Mumm, sich den fiesen Kommentaren von Florians Großvater zu stellen und kriegt es irgendwann auch richtig hin. Man merkt richtig gut, wie sie dazu lernt, wie sie von ihm lernt, seine Art mit etwas umzugehen. So kann sie nach einiger Zeit auch richtig damit umgehen.

Florian hingegen hat mir nicht so gut gefallen. Zum einen blieb er ziemlich blass, zum anderen handelte er für mich gelegentlich unverständlich, was es für mich schwer machte ihn mit Ani zu verbinden, die mir ans Herz gewachsen war. Er wirkte oft sehr kalt und gefühlslos. Irgendwie fehlte die innige Verbindung zu seinem Großvater, die seine harten Handlungen und Entscheidungen rechtfertigten. Im Großen blieb die Geschichte doch sehr blass und oberflächlich, sowohl die zwischen Ani und Florian als auch die mit Florians Großvater, da die Tricks, die sein Großvater anwandte sich auch irgendwann wiederholten.

Fazit

Leider konnte mich diese Geschichte nicht so gut überzeugen, wie viele andere der zwei Autorinnen. Florian wirkte für mich zu gefühlslos und unwichtig seinem Großvater gegenüber, sodass ich viele seiner Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte. Darunter litt auch die Verbindung zu Ani. 3/5 Punkte.
Profile Image for Angelique's Leseecke.
1,041 reviews5 followers
June 11, 2019
Thema Demenz gut umgesetzt, traurig, emotional, aber auch humorvoll

*Inhalt*
Florian hat Alzheimer und vergrault eine Pflegerin nach der anderen. Sein Enkel Tom ist darüber nicht erfreut, denn er muss ja arbeiten. Doch bei Ani ist alles anders… sie braucht diesen Job dringend, sie hat Liebeskummer, keine Wohnung und keinen Job. Sie beißt sich durch und bekommt langsam Zugang zu Florian…

*Meine Meinung*
"Unter uns nur Wolken" von Anna Pfeffer ist ein emotionaler Roman über das Leben mit einem demenzkranken Angehörigen. Der Schreibstil des Autorenduos ist trotz des ernsten Themas leicht und locker.

Die Charaktere sind lebendig und authentisch, in Florian habe ich meine Oma gesehen. Sie konnte auch sehr charmant sein, aber dann auch ziemlich boshaft. Diese Krankheit ist echt fies und ich habe tageweise ziemlich dran zu knabbern. In die Hilflosigkeit von Tom kann ich mich sehr gut hineinversetzen und ich habe sehr mit ihm gelitten.
Ani hat von heute auf morgen alles verloren und findet nun im Haushalt von Florian und Tom etwas Halt. Deshalb lässt sie sich auch nicht von den manchmal echt fiesen Streichen von Florian vertreiben.

Die Geschichte wird abwechselnd von Ani und Tom erzählt, so bekommt man beide Sichten zu sehen. Das gefällt mir richtig gut. So ist es ziemlich leicht, sich in die beiden hineinzusetzen.

*Fazit*
Diesen Roman habe ich sehr gerne gelesen, er ist nachdenklich, humorvoll und hat mich sehr berührt. Von mit bekommt er eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
128 reviews1 follower
January 9, 2019
Unter uns nur Wolken von Anna Pfeffer

Klappentext:
Mag die Erinnerung auch gehen, die Liebe bleibt.

Tom ist ratlos: Sein Großvater Florian hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab. Während bei Florian das Gestern verschwindet, sucht Tom im Heute verzweifelt eine Pflegerin. Doch keine will bleiben, denn sobald Tom die Wohnung verlässt, wird der charmante alte Herr zum Ekelpaket. Bis Ani vor der Tür steht. Ohne Wohnung, dafür mit Liebeskummer. Alle Versuche, Ani zu vergraulen, scheitern. Allmählich beginnt Florian sich ihr zu öffnen und gegen das Vergessen anzuerzählen. Vor allem von seiner großen Liebe Greta. Und verändert damit nicht nur sein Leben, sondern auch das von Ani und Tom.

Meine Meinung:
Mit diesem Buch haben die Autorinnen mal wieder bewiesen, wie toll sie schreiben können. Die Geschichte ist so wunderschön. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, außerdem sehr emotional und berührend.
Ani ist einfach ein Schatz. Ich fand es so toll wie sie mit Florian umgegangen ist. Auch Florian hat mir gut gefallen. Er ist der Typ harte Schale, weicher Kern, der sich einfach noch nicht eingestehen kann, dass er es allein nicht mehr schafft.
Tom liebt seinen Opa, denn er ist bei ihm und seiner Oma Greta aufgewachsen. Er möchte auf keinen Fall, dass Florian ins Heim muss und das versucht er um jeden Preis. Dabei geht er auch über seine eigene Grenze.

Fazit: wundervolle berührende Geschichte, absolute Leseempfehlung
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
December 1, 2018
Zum Inhalt: 

Florian hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab. Sein Enkel sucht dringend eine Pflegerin, doch bisher ist jede abgehauen, sobald sie mit Florian alllein war, denn dieser kann richtig ekelig werden. Ani ist anders, ihr gelingt es zu Florian vorzudrinfen.

Meine Meinung:

Das ist ein Buch,  dass die bösartige Alzheimererkrankung mal so ganz anders angeht. Gerade Ani, die den alten Herrn auf ihre ganz eigene Art nimnt, fand ich dabei grandios dargestellt. Sie ist eine Persönlichkeit der besonderen Art und hat mir gut gefallen. Tom gerät oftmals fast ins Hintertreffen, weil Ani einfach viel leichter mit Florian umzugehen weiß. Dennoch ist auch er bemerkenswert dargestellt. Ich fand den Schreibstil ansprechend und angenehm lesbar. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und ich habe sie gerne ein Stück ihres Weges begleitet. 

Fazit:

Nicht schlecht. 

Profile Image for Michaela.
169 reviews
January 6, 2019
Aufgrund der Kurzbeschreibung habe ich mir eine unterhaltsame Geschichte mit Herz und Humor erhofft und genau das habe ich auch bekommen. Florian ist ein verbitterter alter Mann, der an seiner Schwäche und dem Tod seiner geliebten Frau verzweifelt, denn die Krankheit hat ihn noch nicht völlig im Griff und er weiß meistens ganz genau was er tut und was ihm fehlt. Anfangs ist das oft noch recht lustig, bis einem das Lachen im Hals stecken bleibt, wenn er ohne jegliches Mitgefühl seine grausamen Spielchen treibt. Doch immer wieder lässt ihn sein Gedächtnis im Stich und zurück bleibt ein trauriger und einsamer Mensch.

Es geht hier aber nicht nur um Florian, sondern auch um Ani und Tom, die ihre ganz eigenen Probleme haben. Jeder von Ihnen braucht auf seine Art und Weise Unterstützung und Hilfe.

Mit viel Herzenswärme und Humor erzählt die Autorin die Geschichte dieser drei vom Leben geprüften Menschen. Die Story verliert nie ihre Leichtigkeit und lässt doch ahnen was Alzheimer für einen Menschen und sein Umfeld bedeutet.

Diese schöne und unterhaltsame Geschichte habe ich gerne gelesen und dank des angenehm leichten Schreibstils der Autorin sind die Seiten nur so dahingeflogen.
Profile Image for Angelika Altenhoevel.
260 reviews
December 31, 2018
Zum Inhalt: 

Florian hat Alzheimer und lehnt jede Hilfe ab. Sein Enkel sucht dringend eine Pflegerin, doch bisher ist jede abgehauen, sobald sie mit Florian alllein war, denn dieser kann richtig ekelig werden. Ani ist anders, ihr gelingt es zu Florian vorzudrinfen.

Meine Meinung:

Das ist ein Buch,  dass die bösartige Alzheimererkrankung mal so ganz anders angeht. Gerade Ani, die den alten Herrn auf ihre ganz eigene Art nimnt, fand ich dabei grandios dargestellt. Sie ist eine Persönlichkeit der besonderen Art und hat mir gut gefallen. Tom gerät oftmals fast ins Hintertreffen, weil Ani einfach viel leichter mit Florian umzugehen weiß. Dennoch ist auch er bemerkenswert dargestellt. Ich fand den Schreibstil ansprechend und angenehm lesbar. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und ich habe sie gerne ein Stück ihres Weges begleitet. 

Fazit:

Nicht schlecht.
Profile Image for Kristall86.
345 reviews4 followers
January 7, 2019
Florian leidet an Alzheimer. Eines steht fest: helfen lassen will er sich nicht dabei. Auch sein Enkel Tom ist völlig ratlos. Aber dennoch will er seinem Opa Florian mit einer Pflegerin helfen. Keine der Damen will bleiben. Warum? Sobald Florian sein bekanntes Terrain seiner Wohnung verlässt, wird er zu einem anderen Menschen. Aber eines Tages steht Ani vor seiner Tür und die hat so viel Mumm, das sie sich nicht so leicht vergraulen lassen will. Die beiden entwickeln eine gewisse Bindung zu einander und Florian öffnet sich ihr. Er will gegen das Vergessen ankämpfen - allein schon wegen Greta, seiner großen Liebe. Das er dabei alles aus den Angeln hebt, merkt er erst später....

Anna Pfeffer hat den Roman „Unter uns nur Wolken“ geschrieben. Ihr Sprachstil ist dabei flüssig und klar. Es hat mir gut gefallen ihr zu folgen und in das Seelenleben der Protagonisten einzutauchen. Dennoch muss ich gestehen, steckt mir hier zu viel Humor und Ironie in der Story drin. Alzheimer/Demenz etc. sind bedrückende Themen die wir nie unter den Teppich kehren sollten. Natürlich muss man dadurch auch nicht immer nur trübselige Geschichten darüber erzählen, aber diese hier war mir einfach zu flapsig und zu witzig aufgebaut. Natürlich habe ich hier und da gelacht, auch geweint und auch oft nachgedacht wie ich wohl selbst handeln würde. Dabei bin ich immer wieder auf den Punkt gekommen, das dieses Themen doch ernster ist als hier von Pfeffer beschrieben. Die Geschichte an sich ist sehr gut aufgebaut. Die Protagonisten wirken recht stimmig und gut durchdacht. Gerade Florian hat mir mein Herz beseelt beim lesen. So ein liebenswürdiger Charakter....aber das ist alles Geschmacksache und jeder Leser sollte sich selbst seine Meinung darüber bilden. Pfeffer muss aufpassen das sie nicht zu unglaubwürdig rüber kommt mit ihrer Ironie...da gehört viel Feingefühl dazu und das hat nicht jeder Autor.
Ich kann dieses Buch empfehlen aber nicht mit 5 Sternen bewerten, dafür ist der Ernst des Lebens über das Thema Demenz/Alzheimer doch zu traurig und zu ernst.

Ich danke dem Verlag und NetGalley für das kostenlose Leseexemplar.
Profile Image for Karschtl.
2,256 reviews61 followers
February 4, 2019
Die Geschichte dieses Buches wird abwechselnd erzählt aus der Sicht von Ani - einer jungen Frau ohne Job, Arbeit, Wohnung oder Geld - und Tom - einem jungen Mann, der händeringend jemanden sucht, der sich um seinen demenzkranken Opa Florian kümmert.
Ich finde, dass es diese Erzählform hier gar nicht gebraucht hätte, das hätte genauso wunderbar nur aus einer Sichtweise und gerne auch mittels eines personalen Erzählers geschrieben werden können. Gespannt verfolgt habe ich nur die Kapitel von Ani, für mich war Tom keine gleichwertige Hauptperson in diesem Buch - wenn dann war das eher Florian. Dessen Perspektive hingegen wäre sehr interessant gewesen!

Ich habe Ani sehr bewundert, wie tapfer sie bei diesem Job geblieben ist, der wahrlich kein leichter ist. Gut, sie hatte kaum Alternativen. Aber ständig diesen Boshaftigkeiten von Florian ausgesetzt zu sein hätte ich nicht lange durchgestanden. Denn der alte Mann war ja ziemlich ausdauernd mit seinen Schikanen. Aber Ani hat sich zum Glück nicht den Kräuteraufstrich vom Brot nehmen lassen.

Ich habe lange Zeit gerätselt, wieso das Buch diesen Titel hat. Gegen Ende hin wird es dann klar. Allerdings bin ich mir gar nicht so sicher, ob dieser Titel für die gesamte Geschichte so gut passt. Denn es geht im Buch sehr viel weniger um Florian und seine Greta, wie es uns die Kurzbeschreibung + nun auch Titel glauben machen will.
Die Cover-Illustration, finde ich optisch sehr ansprechend, aber sie hatte eigentlich auch eine ganz andere Erwartung an die Art der Geschichte in mir geweckt. Im Rückblick deute ich Ani nun als eine Art Mary Poppins für Florian.

Doch das sind alles nur Details am Rande und keine wirklichen Kritikpunkte, denn ich habe die Geschichte um Ani und Florian, und auch Tom, wirklich sehr gerne gelesen.
Profile Image for Silke Zapatka .
81 reviews1 follower
January 29, 2019
Anna Pfeffer jat ein zauberhaftes, einfühlsames und tolles Buch geschrieben, das mit dem Thema Alzheimer auf ganz besondere Weise umgeht.

Tom kümmert sich um seinen Großvater Florian, der an Alzheimer leidet. Da er aber auch noch eine Bar leitet, muss er sich Hilfe suchen. Annika sucht nach einer Trennung dringend einen neuen Job und eine neue Bleibe. Da sie die einzige ist, die mit dem widerspenstigen Florian einigermaßen klar kommt, zieht sie bei Tom und Florian ein. Der erkrankte, alte Mann tut alles, um Annika wieder los zu werden, aber die ist genauso stur...

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Toms und aus Annikas Sicht, das fand ich spannend, denn so hatte man direkt beide Sichtweisen, wenn es spannend wurde.

Ein wenig hat das Buch mich an "Ziemlich beste Freunde" erinnert, was ja erstmal nicht das Schlechteste ist. Die Lovestory, die neben der Erkrankung eine kleine Rolle spielt, hätte es für micht nicht gebraucht, aber auch die war ganz toll beschrieben.

Ein tolles Buch, das Lust auf mehr von der Autorin macht.
Displaying 1 - 19 of 19 reviews

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