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Fliegen, tanzen, wirbeln, beben: Vignetten eines Frauenlebens - Mit einem Essay von Virginia Woolf (Manesse Bibliothek 10)

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«Man entgeht der Herrlichkeit des Lebens nicht.» Katherine MansfieldGute Tage, schlechte Tage, Augenblicke himmlischer Glückseligkeit oder solche tiefer Bestürzung – aus allem macht die Sprachkünstlerin Katherine Mansfield reinste Poesie. Ihr Tagebuch gewährt Einblick in ein bei aller Kürze überreiches überreich an Hochgefühlen und Selbstzweifeln, überreich an musischen Begabungen, Liebeswagnissen, Dramen und Schicksalsschlägen. Die Auswahl reicht von ersten Talentproben der zwölfjährigen Neuseeländerin Kathleen Beauchamp bis hin zur brillanten Tagebuchprosa einer gereiften Schriftstellerin. Hier in Neuübersetzung vorgelegt, faszinieren die Texte durch gedankliche Tiefe, Intimität, Empfindungsreichtum und den Zauber der poetischen Weltbetrachtung. Mit einem Nachwort von Dörte Hansen!

385 pages, Kindle Edition

Published October 15, 2018

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About the author

Katherine Mansfield

1,041 books1,241 followers
Kathleen Mansfield Murry (née Beauchamp) was a prominent New Zealand modernist writer of short fiction who wrote under the pen name of Katherine Mansfield.

Katherine Mansfield is widely considered one of the best short story writers of her period. A number of her works, including "Miss Brill", "Prelude", "The Garden Party", "The Doll's House", and later works such as "The Fly", are frequently collected in short story anthologies. Mansfield also proved ahead of her time in her adoration of Russian playwright and short story writer Anton Chekhov, and incorporated some of his themes and techniques into her writing.

Katherine Mansfield was part of a "new dawn" in English literature with T.S. Eliot, James Joyce and Virginia Woolf. She was associated with the brilliant group of writers who made the London of the period the centre of the literary world.

Nevertheless, Mansfield was a New Zealand writer - she could not have written as she did had she not gone to live in England and France, but she could not have done her best work if she had not had firm roots in her native land. She used her memories in her writing from the beginning, people, the places, even the colloquial speech of the country form the fabric of much of her best work.

Mansfield's stories were the first of significance in English to be written without a conventional plot. Supplanting the strictly structured plots of her predecessors in the genre (Edgar Allan Poe, Rudyard Kipling, H. G. Wells), Mansfield concentrated on one moment, a crisis or a turning point, rather than on a sequence of events. The plot is secondary to mood and characters. The stories are innovative in many other ways. They feature simple things - a doll's house or a charwoman. Her imagery, frequently from nature, flowers, wind and colours, set the scene with which readers can identify easily.

Themes too are universal: human isolation, the questioning of traditional roles of men and women in society, the conflict between love and disillusionment, idealism and reality, beauty and ugliness, joy and suffering, and the inevitability of these paradoxes. Oblique narration (influenced by Chekhov but certainly developed by Mansfield) includes the use of symbolism - the doll's house lamp, the fly, the pear tree - hinting at the hidden layers of meaning. Suggestion and implication replace direct detail.

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Profile Image for leilanis_books ..
231 reviews11 followers
June 16, 2021
Katherine Mansfield - Fliegen, tanzen, wirbeln, beben

Mit einem Essay von Virginia Woolf

«Man entgeht der Herrlichkeit des Lebens nicht.» Katherine Mansfield

Zutiefst privater Einblick in das Seelenleben einer außergewöhnlichen Frau, der wir ganz nahe kommen durch ihre Tagebucheinträge. Hier habe ich auch zum ersten Mal so richtig begriffen, was den Unterschied ausmacht zwischen Memoiren und der Veröffentlichung von Tagebucheinträgen. Handelt es sich um Memoiren, ist dem Schriftsteller bewusst, dass es später einmal gelesen werden soll. Tagebuchenträge sind das privateste schlechthin. Und so fühlte ich mich oftmals wie eine Voyeurin die unerlaubt durch ein Schlüsselloch schaut. Und doch ermöglicht uns dieser Blick eine unfassbare Nähe zu Katherine Mansfield.

Ihr Tagebuch gewährt Einblick in ein bei aller Kürze überreiches Leben: überreich an Hochgefühlen und Selbstzweifeln, überreich an musischen Begabungen, Liebeswagnissen, Dramen und Schicksalsschlägen.

Die kleine Manesse Ausgabe ist wunderschön und in der Neuübersetzung vorgelegt, faszinieren die Texte durch gedankliche Tiefe, Intimität, Empfindungsreichtum und den Zauber der poetischen Weltbetrachtung. Manches ist voll von dem überschäumenden Wunsch nach dem Leben, dann wieder voller Melancholie. Ein tiefer Blick auf den Seelengrund einer außergewöhnlichen Frau. Ich habe stets die Metapher vor Augen gehabt, von der Kerze die an beiden Enden brennt und deren Hitze sie am Ende selbst verglüht. Katherine Mansfield starb 1923 im Alter von nur 34 an Tuberkulose.

„Und, ich trieb, trieb dahin – wo, woher, wohin ? Ich trieb in einem großen, grenzenlosen Purpurmeer. Hin und her warf mich die Macht der Wellen, und das schwache Murmeln vieler Stimmen drang an mein Ohr. Ein Gefühl unaussprechlicher Einsamkeit durchdrang mein Gemüt. Ich wusste, dieses Meer war ewig. Ich war ewig. Und ewig war dieses Rufen.“
Profile Image for Gedankenlabor.
877 reviews125 followers
June 8, 2021
>>Ich muss streiten um vergessen zu können; ich muss bekämpfen, um mich selbst wieder achten zu können. Ich muss mich nützlich machen, um wieder an das Leben glauben zu können. Ich will arbeiten, ich will mit dem Glück, um die Zufriedenheit kämpfen. ...<<

„Fliegen, tanzen, wirbeln, beben“ - Auszüge aus den Tagebüchern von Katherine Mansfield, einer wie ich finde sehr interessanten Frau, die ihre Lebensjahre dem Kampf für die eigene Freiheit und Individualität widmete, ihre Träume träumte und letzten Endes zwar frei war und doch auch immer wieder mit den Hürden des Lebens konfrontiert wurde.
Durch diese Sammlung ihrer Tagebuchauszüge streift man durch ihr Leben, durch ihre Seele, durch ihre Träume und all das, was sie beschäftigt. Vieles wirkt überspitzt, manchmal irgendwie aufgedreht und dann ist die Melancholie doch wieder allgegenwärtig. In ihren Zeilen findet sich so vieles, was zeigt, wie komplex ihr Charakter war und doch einfach... Katherine's Aufzeichnungen zeigten mir eine ganz bezaubernde, bunte Seele, die irgendwie in den dunklen Schatten festsaß und letztlich nicht nur eine perfektionistische Berufung, ein Ventil im Schreiben fand sondern irgendwie auch um ihr Leben schrieb, denn dieses währte aufgrund von Krankheit leider nicht sehr lang ...

Fazit: Für mich ein sehr besonderes Buch in seiner Gänze und wieder eines der Bücher, die ich immer mal wieder zur Hand nehmen werde, da man so glaube ich doch immer wieder neues für sich hier entdecken kann.
Profile Image for  Ariadne Oliver.
118 reviews17 followers
April 27, 2019
Teilweise sehr schöne Zeilen und Skizzen. Eher etwas für Leute, die sich bereits mit Katherine Mansfields Werk und/oder Leben beschäftigt haben. Enthält ein sehr gutes Nachwort von Dörte Hansen.
Profile Image for Verena.
396 reviews
December 23, 2020
"Ich zermartere mir den Kopf heute Morgen, aber einigermaßen vergeblich." Die Auszüge aus Katherine Mansfields Tagebüchern ermöglichen einen zutiefst privaten Einblick in das Leben der neuseeländischen Autorin, die 1923 im Alter von nur 34 an Tuberkulose starb und als Meisterin der Kurzgeschichte bekannt ist. Sie fühlt VIEL und für all diese Gefühle, Gedanken, findet sie Worte, beherrscht dabei die Sprache auf grandiose Art und Weise. Das dem Leben so typische Gefühls- und Gedankenchaos lässt sie von tiefen Empfindungen für ihre zahlreichen Liebhaber*innen zur Reflektion über Karfreitag, ihren Gesundheitszustand, Beobachtungen von Mitmenschen oder auch kleinen Vögelchen am Fenster springen; dazu Szenenentwürfe ihrer Geschichten oder literarischer Passagen, die sie berührten. Zentral ist über die Jahre hinweg immer wieder ihre Gesundheit bzw. der Mangel an Gesundheit - körperlich und seelisch ist sie geprägt von der Krankheit, an der sie letztendlich sterben wird: "Aber vielleicht ist das für Leute, die nicht krank sind, Unsinn. Sie sind nie auf dieser Straße unterwegs gewesen. Wie können sie sehen, wo ich stehe?" Hinzu kommt ihre Einstellung gegenüber ihrer Arbeit, die fast auf krankhaften Perfektionismus deutet: sie ärgert sich darüber, dass sie nie ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird, prokrastiniert, zerstört teilweise ihre Geschichten; ihren Erfolg erwähnt sie mit keiner Silbe. Ich habe für "Fliegen, Tanzen, Wirbeln, Beben" länger gebraucht als für andere Rezensionsexemplare, aber hätte es schade gefunden, die einzelnen Tagebucheinträge in einem Rutsch durchzulesen. Sie haben mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht auf Mansfields Kurzgeschichten.
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