Menschen? Diese Wesen, mit Gesichtern so bleich wie der Mond? Mit der schlaffen Haut, die im Wind flattert? Sie reden laut, schreien sich an, ohne Respekt für den Geist des Waldes. Wo sie laufen, fliegen die Vögel davon, erstarren die Insekten. Alles zerfällt. Der Wald hat Angst.
Daboka und ihre jüngere Schwester gehören zu einem kleinen indigenen Stamm, der friedlich in den dunkelgrünen Tiefen des Regenwaldes lebt – bis eines Tages Männer mit großen, stinkenden Maschinen kommen. Sie wollen Straßen und Ölplattformen bauen. Dafür schaffen sie ohne Skrupel alles aus dem Weg, was sie stört. Bäume, Tiere, Menschen … Daboka muss kämpfen. Um ihr Leben und für ihren Wald.
Die Geschichte eines starken Mädchens, inspiriert von einer wahren Begebenheit.
Am Ende des Regenwaldes fällt sofort durch sein ungewöhnliches Design auf. So hat das Buch ein längliches und schmales Design. Das schaut richtig cool aus und sticht auch heraus. Leider war das lesen dann ein bisschen unhandlich, oder vielleicht auch einfach ungewohnt. Da das Buch aber nur ca. 80 Seiten hat, war dies aber auch nicht schlimm. Für diese Geschichte hat sich das etwas schwierige Lesen auf jeden Fall gelohnt.
Daboka und ihre jüngere Schwester gehören zu einem kleinen indigenen Stamm. Der Stamm lebt völlig autonom und hat nichts mit den Menschen um sich herum zutun. Die Kinder kennen nur ihre Welt und haben keine Ahnung von dem, was es da draußen noch alles gibt. Leider bleibt dies nicht so. Eines Tages kommen Männer mit großen, stinkenden Maschinen, diese wollen Straßen für Ölplattformen bauen.
Diesen Menschen ist es egal, dass Daboka und ihr Stamm im Urwald leben. Sie beseitigen was ihnen im wegsteht, dabei nehmen sie keine Rücksicht. Nicht auf die Natur und die Tiere und auch nicht auf die Menschen.
So wird Daboka entwurzelt. Die Autorin schafft es sehr gut auf diesen wenigen Seiten ihre Geschichte zu erzählen. Und auch dieses Gefühl von Heimatlosigkeit mit einzubringen, die Verzweiflung und den tiefen Wunsch, wieder zurückzukehren in den Urwald, in ihre Heimat. In meinen Augen auf jeden Fall eine empfehlenswerte Geschichte, die mit ihrer Eindringlichkeit betroffen macht und den Leser mitnimmt.
Ein kleiner Einblick in die Ausbeutung des Regenwaldes aus der Sicht eines indigenen Mädchens.
Dieses Buch lässt mich nachdenklich und traurig zurück. Schon seit Ewigkeiten will man die indigenen Völker Südamerikas schützen. Vor uns Menschen schützen. Vor denjenigen, die den Wald niederbrennen, Straßen bauen und Erdölabbau betreiben.
Dieses Buch schafft es eine eindrückliche Botschaft zu hinterlassen, indem es aus der Sicht der Eingeborenen geschrieben ist. Denn das, was dort geschrieben ist, ist kein Einzelfall.
Habe das Buch seit Jahren zuhause herumliegen und endlich beschlossen, es zu lesen. Es ist eine unfassbar rührselige Geschichte, die auch auf nur unter 100 Seiten sehr bewegend ist. Obwohl ich nur wenige Minuten für das ganze Buch gebraucht habe, wurde ich in den paar Minuten sehr berührt.
De savoir que des génocide au eu lieux de trop nombre fois dans l'histoire, mais qu'ils ont encore lieu aujourd'hui... c'est terrible. Aujourd'hui on n'a plus le droit de vivre hors de la société, peut importe le pays ou l'endroit du monde les tribus ne sont jamais à l’abri de la convoitise et de la cupidité de la société actuelle. Un livre qui fait réfléchir...
Daboka und ihre jüngere Schwester gehören zu einem kleinen indigenen Stamm, der friedlich in den dunkelgrünen Tiefen des Regenwaldes lebt – bis eines Tages Männer mit großen, stinkenden Maschinen kommen. Sie wollen Straßen und Ölplattformen bauen. Dafür schaffen sie ohne Skrupel alles aus dem Weg, was sie stört. Bäume, Tiere, Menschen … Daboka muss kämpfen. Um ihr Leben und für ihren Wald. Die Geschichte eines starken Mädchens, inspiriert von einer wahren Begebenheit. Nominiert für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis
Cover:
Das Cover fand ich ehrlich gesagt nicht sonderlich ansprechend, auch wenn die Nachricht dahinter sehr wichtig ist. Zu sehen ist hier ein grünes Blatt, durch das eine Straße führt. Mehr nicht. Das ist an sich schon eine gute Assoziation zur Geschichte, aber irgendwie nicht der Eyecatcher, um neugierig zu machen. Außerdem fand ich es bei meinem Buch recht ärgerlich, dass es verkehrt herum eingebunden wurde. Wenn man liest, hängt das Cover dann also auf dem Kopf. Das nenn ich mal eine klassische Fehlproduktion.
Eigener Eindruck:
Daboka ist ein indigenes Mädchen, welches fernab der Zivilisation im Regenwald lebt. Als der stamm sich zum jährlichen Fest zu den Verwandten aufmachen will, wird ihr Weg von einer unbekannten schwarzen Schlange unterbrochen. Aus Angst kehrt der Stamm zu seinem Dorf zurück. Dort erinnert sich der Stammesälteste an alte Geschichten und macht sich auf den Weg, um die drohende Gefahr von seinem Stamm abzuwenden. Aber er kommt nicht wieder. Stattdessen kommt ein Mann zu ihnen ins Dorf um zu vermitteln. Der Stamm soll mit in die Zivilisation kommen, denn die schwarze Schlange ist eine Straße. Als sich die Dorfbewohner weigern, werden sie kurz darauf von den weißen Menschen angegriffen und getötet. Einzig Daboka und ihre Schwester sowie ein männliches Stammesmitglied überleben. Daboka und ihre Schwester werden in die Zivilisation entführt, wo sie zuerst wie Tiere gehalten werden. Nachdem Ärzte sie untersucht haben, kommen sie zu einer Frau, bei der sie fortan wohnen sollen. Während sich Daboka immer wieder nach dem Regenwald sehnt, beginnt ihre Schwester recht schnell das neue Leben anzunehmen. Doch für Daboka steht fest, dass sie von hier verschwinden müssen…
Die Geschichte von Daboka behandelt das hoch brisante Thema der Regenwaldabholzung sowie das Verdrängen der indigenen Stämme aus ihrem natürlichen Umfeld. Dass die Menschen dabei nicht einmal davor zurückschrecken und die Indios sogar töten ist nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern bittere Realität. Und wenn sie es nicht durch Waffen tun, sind es meist unbekannte Krankheiten, die eingeschleppt wurden und die Zahl der Indios noch mehr reduzierten beziehungsweise reduzieren. Die Geschichte, die hier vorlegt soll nachdenklich stimmen und aufklären. Das gelingt ziemlich gut, wie ich finde. Das Buch ist sehr angenehm geschrieben, sodass man sich schnell in die Geschichte einfinden kann. Auch die Charaktere sind sehr gut gestaltet und man kann sich schnell mit deren Situation identifizieren. Einzig ein paar mehr Details und ein bisschen mehr Länge hatte ich mir gewünscht, denn ein paar Fragen bleiben offen. Was ist wirklich mit dem Stammesältesten passiert? Was wird auch Daboka und ihrer Schwester? Werden die Taten der Angreifer irgendwann vor Gericht gebracht? Das wäre schon irgendwie befriedigender gewesen das zu wissen.
Fazit:
Die Geschichte berührt und regt zum Nachdenken an. Auf jeden Fall sollte so ein Buch vielleicht auch in der Schule drangenommen werden, um zu zeigen was der Mensch anrichten kann und zu welchem Preis.
WARUM WOLLTE ICH ES LESEN? Das Buch hat eine eigenartige Form, nur ganz wenige Seiten und greift das Thema Abholzung des Regenwaldes und Vertreibung der indigenen Bevölkerung auf. Und das aus Sicht eines indigenen Mädchens. Ich war sehr neugierig, wie das alles umgesetzt wurde.
HAT ES MEINE ERWARTUNGEN ERFÜLLT? Ich wusste nicht so recht, was mich überhaupt erwartet und war so sehr gespannt auf die Geschichte. Meine wenigen Erwartungen wurden dann aber weitestgehend erfüllt
WAS HAT MIR GUT GEFALLEN? Auf wenigen Seiten und in dieser besonderen Form entwickelt das Buch eine große Sprachgewalt und konnte mich so emotional direkt überzeugen.Marion Achard hat es geschafft, dass ich mich in Daboka hineinversetzen kann und mit ihr fühlen kann und das macht einen Großteil des Buches aus und ist in meinen Augen enorm wichtig für das Verständnis der Geschichte. Ebenso wie dieThematik überhaupt. Ich finde es schön, dass sie so viel Raum in einem so tollen Verlagsprogramm, wie das des Magellan Verlags bekommen hat.
WAS HAT MICH GESTÖRT? Man merkt dem Buch seine Kürze an und das ist sehr schade. Obwohl ich immer finde, dass gerade kürzere Bücher oft mehr Emotionen vermitteln und auch in gewisser Weise sehr besonders sind, hat hier dennoch etwas gefehlt. Die Handlung war teils gehetzt und teils nicht ganz ersichtlich. Zudem fand ich es so schön, in Dabokas Gedanken abzutauchen, dass ich es gerne etwas länger getan hätte. Ich bin mir sicher: Allein mit hundert Seiten mehr, hätte ich nicht glücklicher mit einem Buch sein können.
FAZIT. Eine interessante Idee, viele Emotionen und ein besonders Format: Das macht Am Ende des Regenwaldes aus. Und dennoch fehlte es mir an Tiefgang und Story. Das BUch hätte gut 100 Seiten mehr vertragen, dann wäre es mit Sicherheit perfekt gewesen. | ★★★★☆