Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.
Inge Löhnig (born 1957 in Munich) is a German author, best known for her series of crime novels about investigator Konstantin Dühnfort. She also publishes under the pen name of Ellen Sandberg.
Auch dieser zweite Band hat mich richtig packen können. Von der ersten bis zur letzten Seite fand ich die Geschichte sehr spannend und durchdacht. Es geht um zwei Leichen bzw. nur Leichenteile, die zufällig entdeckt werden. Wie sich herausstellt, wurden die Toten ermordet - und das schon vor gut 70 bis 80 Jahren! Gina Angelucci, Ermittlerin für Cold Cases, nimmt sich des Falles an. Die Recherchen führen zurück ins Jahr 1944. Ich fand es sehr fesselnd, wie sich mit der Zeit immer mehr entschlüsselt und wie die Vergangenheit immer noch die Gegenwart beeinflusst hat! Dabei gibt es auch immer wieder mal Passagen, die direkt im Jahr 1944 spielen, so dass wir die handelnden Figuren von damals auch recht gut kennenlernen. Insgesamt war für mich alles sehr schlüssig, sehr spannend und mitreissend!
Bei Bauarbeiten für ein Gewerbegebiet werden im fiktiven Altbruck im Aushub Knochen von zwei Personen gefunden. Die unvollständigen Skelette müssen rund 70 Jahre im Boden gelegen haben und wären eher ein Fall für die forensische Anthropologie. Doch Gina Angelucci, frisch aus der Elternzeit zurück und inzwischen für ungelöste Altfälle zuständig, übernimmt den Fall. Dass Angehörige Vermisster endlich Gewissheit erhalten, ist der Münchener Ermittlerin ein Anliegen, seit in ihrer Jugend eine Freundin verschwand und nie gefunden werden konnte. Eine Isotopenanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass eine der toten Personen aus dem Baltikum stammte, die andere aus dem Ort. In unmittelbarer Nähe einer ehemaligen Heeresmunitionsanstalt liegt es nahe, dass die Tote dort vor 1945 als Zwangsarbeiterin eingesetzt war. Wo sind die restlichen Knochen, wie starben die Personen und in welcher Beziehung standen sie zueinander, fragt sich Angelucci nun. Mit der Recherche 70 Jahre zurück liegender Ereignisse muss nicht nur Gina sich beeilen; die wenigen Zeitzeugen haben nicht mehr lange zu leben.
Gina sticht mit ihren Ermittlungen in ein Wespennest. In Altbruck wurde die Geschichte des Zwangsarbeiterlagers bisher offensichtlich nicht aufgearbeitet und die Eröffnung des Gewerbegebietes scheint den beteiligten Unternehmen dringender zu sein als alles andere. Ihre Ermittlungen über den jungen Benedikt führen Gina in einen seit Generationen verfeindeten Familienclan. Wer profitiert bis heute vom ungeklärten Tod des jungen Mannes, fragt man sich hier als Leser.
Erzählt wird die Geschichte eines realen Knochenfundes mit fiktiven Personen am fiktiven Ort in mehreren Handlungssträngen und in Rückblicken ins Jahr 1944. (Vorbild für die Munitionsfabrik war laut Autorin die Heeresmunitionsanstalt Hohenbrunn.) Wer die junge Zwangsarbeiterin ist und wie sie nach Altbruck gelangte, wissen Leser des Romans bald. Die Handlung bis zur Überführung des Täters fand ich von diesem Punkt an historisch interessant, aber für einen Krimi wenig spannend. Das Zusammenführen aller Handlungsfäden zu einer plausiblen Lösung zeigt anrührend, wie Jahrzehnte zurückliegende Vermisstenfälle bis heute in die betroffenen Familien wirken und wie wichtig deshalb die Klärung dieser Schicksale ist. Dass Tino aus seiner Elternzeit mit Tochter Chiara bereits seine Fühler nach einer Stelle bei der Kripo ausstreckt, lässt hoffen, dass es mit Tino und Gina in igendeiner Form weitergehen wird ...
Wieder ein absolut gelungenes Meisterstück! Ich habe auch diesen Band geradezu verschlungen. Diesmal Trient es Gina in eine ehemalige Munitionsfabrik der Nazis, und wie bei Inge Löhnig oft hängen noch viel mehr Menschen, Schicksale und Leben mit an der Sache als nur der Mordfall.
Ich war wieder einmal von Anfang and gefesselt und konnte kaum aufhören zu lesen bis ich endlich wusste was nun vor so langer Zeit passiert ist!
Sehr guter Krimi, der vom Stil her typisch deutsch ist würde ich sagen - und meine das keinesfalls negativ! Trotzdem es sich um einen Cold Case handelt, schafft die Autorin es, auch im heutigen Zeitstrang eine gewisse Spannung in der Geschichte zu erzeugen. Und strickt dabei eine verzwickte aber wahrscheinlich gar nicht so unrealistische Familiengeschichte. Auf jeden Fall eine interessante!
Die Ereignisse von damals werden in eingestreuten Rückblenden ebenfalls Stück für Stück offenbart. Und damit macht Inge Löhnig gleich auch noch auf das Schicksal von Zwangsarbeitern in Nazideutschland aufmerksam. Ein Thema, über das ich selbst im Grunde gar nichts weiß und zu dem man auch fast nie was in den Medien hört. Das Thema wurde erfolgreich verdrängt, insofern fand ich gut hier mal etwas darüber zu lesen.
Irritiert hat mich einzig die häufige Erwähnung von Ginas alter Schulfreundin. Bis auf die Tatsache, dass Gina immer mal wieder an sie denkt, hat es sonst keinerlei Relevanz. Wahrscheinlich wird hier schon die Grundlage für einen nächsten Teil gelegt, aber es fühlte sich hier immer fehl am Platz an. Gut integriert in die Krimigeschichte fand ich hingegen das Privatleben von Gina und ihrer Familie, das war sehr authentisch dargestellt.
Gina Angelucci und Tino Dühnfort sind Eltern geworden. Ihre kleine Chiara ist ein Sonnenschein, allerdings hat sie das Down-Syndrom. Nun ist es ander Zeit für Tino in Elternzeit zu gehen und Gina fängt wieder an zu arbeiten. Als erstes kommt ihr ein Fall auf den Tisch, bei dem 2 Skelette in Altbruck gefunden wurden. Sie scheinen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zu stammen. Gina und ihre Kollegen fangen an zu ermitteln und graben Stück für Stück einen eher unrühmlichen Teil der Geschichte Altbrucks aus. Im Krieg wurde dort von Zwangsarbeitern aus dem Osten Munition hergestellt. Nun stellt sich die Frage, was den beiden Toten passiert ist. Währenddessen werden Gina und Tino auf eine Frau aufmerksam, die ihnen nachzustellen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass diese es auf das Liebste der beiden abgesehen hat.
Ich habe diesen neuen Band rund um Gina und Tino innerhalb eines Tages verschlungen, so sehr war ich davon gefesselt. Sowohl der Fall in Altbruck, als auch die Geschichte um die Stalkerin fand ich sehr spannend. Mit dem Fall in Altbruck zeigt Inge Löhnig, dass die Vergangenheit eben nicht immer vergangen ist, sondern auch die Gegenwart immer noch beeinflusst. Auch wenn viele das gerne verleugnen und sich damit nicht mehr auseinandersetzen wollen. Inge Löhnig bezieht auch die aktuelle politische Situation mit in ihr Buch ein, so geht es um Denkmäler für Zwangsarbeiter und das Erstarken der Rechten in Bayern kurz vor der Landtagswahl. Mir hat die Art und Weise, wie das in die Handlung einfliesst, sehr gut gefallen.
Die Geschichte der Zwangsarbeiterin Kairi wird aus ihrer Sicht erzählt, hier verlässt das Buch die Gegenwart. So bekommt man als Leser mehr Hintergründe mit, als die Ermittler selbst herausfinden können. Auch der Sichtwechsel zu Toni, der einzigen Überlebenden, die noch berichten könnte was wirklich passiert ist, fand ich stilistisch gut gelöst. So gibt es für den Leser eine vollständige Aufklärung des Falles, während für Gina manche Vermutungen nicht mehr bestätigt werden können. So gelangt das Buch zu einem runden und umfassenden Ende, das allen Beteiligten mehr als gerecht wird.
Das Buch hatte von der ersten Seite an etwas von heimkommen. Ich war sofort wieder im Fluß und es fühlte sich an, wie Freunde zu besuchen, die man lange nicht mehr gesehen hat. Ich hoffe Inge Löhnig bietet uns noch mehr Gelegenheiten Tino und Gina weiter zu begleiten, ich würde mich auf jeden Fall sehr darüber freuen.
Der zweite Fall für Gina Angelucci. Während Tino Dühnfort jetzt in Elternzeit gegangen ist, um sich um die gemeinsame Tochter zu kümmern, hat Gina einige Cold Cases auf ihrem Schreibtisch. Doch ihr wirkliches Interesse wird erst geweckt, als eine Frau die Skelette zweier Menschen auf einer Baustelle findet. Obwohl die Toten schon vor siebzig oder achtzig Jahren umgebracht worden sind, finden Gina und ihr Team tatsächlich Anhaltspunkte, die ein weiteres Ermitteln rechtfertigen, denn Mord verjährt nicht, nicht einmal, wenn er im zweiten Weltkrieg begangen wurde.
Tatsächlich war ich von diesem Buch angenehm überrascht, haben mich doch die letzten Dühnfort-Krimis, die ich las, gelangweilt. Hier jedoch wurde nicht nur ein Fall aus der Vergangenheit präsentiert, sondern gleichzeitig ein schöner Abriss aus der Geschichte dieser Zeit entwickelt. Außerdem bezieht die Autorin sehr klar Haltung gegen Nazis - alte wie neue, damit hat sie bei mir eh schon mal Punkte gut gemacht. Das Einzige, was ich wirklich arg überflüssig fand, war der Erzählstrang um die "Insektenfrau", der hätte echt nicht sein müssen und da musste ich mich schon fast ein bisschen zwingen weiterzulesen und nicht zu überblättern. Alles in allem hat mir dieser Fall gut gefallen und ich bin gespannt zu erfahren, was Gina im nächsten Fall zu ihrer verschwundenen Klassenkameradin in Erfahrung bringt.
Mit "Unbarmherzig" legt Inge Löhnig ihren zweiten Krimi über die Münchner Kommissarin Gina Angelucci und ihre Cold Cases vor. Auf einem Kiesablageplatz in Altbrück in der Nähe Münchens werden die vermutlich 70 bis 80 Jahre alten Knochen zweier Menschen gefunden. Nach der ersten Analyse scheint ein Mann erschossen worden zu sein. Bei der anderen Person handelt es sich wohl um eine Frau aus Lettland. Schnell richten sich die Ermittlungen auf ein Baugebiet in der Nähe und es kommt der Verdacht auf, dass es sich bei der Frau um eine Zwangsarbeiterin in einem Heeresmunitionslager Ende 1944 handelt.
Der Krimi zeigt wie üblich den Lauf der sich schwierig gestaltenden Ermittlungen. Wie will man einen vermeintlichen Mörder finden, wenn der Fall bereits so lange zurück liegt? Es gibt noch einige Zeugen im Ort des Geschehens. Und diese erinnern sich an gewisse Umstände aus der Zeit um 1944. In Rückblenden werden die schlimmen Lebensumstände geschildert, unter denen damals Fremd- und Zwangsarbeiter und Gefangene ihre Arbeiten in dem Munitionslager verrichten mussten. Dabei tauchen dann auch nach und nach die beiden Ermordeten auf. Man erlebt ihre Situationen und Zwänge und Ängste der dort arbeitenden Menschen. Aber auch das damalige Dorfleben gegen Ende des 2. Weltkriegs wird anschaulich geschildert. Was sich damals ereignet hat und wie Gina Angelucci ein Puzzlestein nach dem anderen zusammenfügt, schildert Inge Löhnig sehr genau und akribisch. Der Schreibstil ist sehr gut und man möchte gar nicht aufhören zu lesen, wenn wieder eins der 52 Kapitel im Buch gelesen ist. Neben diesen Ermittlungen gibt es noch einen weiteren Erzählstrang, der Gina in ihrem privaten Umfeld betrifft und bedroht. Und hier nimmt Inge Löhnig kurz Bezug zu ihrem ersten Buch zur Reihe (Gedenke Mein), so dass man auch kurz erfährt, was zuvor geschehen ist. Allerdings ist der erste Band keine Voraussetzung. Gina ist eine mir sehr sympathische Ermittlerin. Mir imponiert, wie sie mit ihrer Tochter, die an dem Down-Syndrom leidet, im privaten Umfeld umgeht und für sie einen Platz in der Gesellschaft sucht und sich mit den Blicken anderer abfindet. Sie ist aber zugleich auch in ihrem Beruf sehr zielstrebig und unnachgiebig und lässt sich auch nicht durch andere einschüchtern, sei es der Bürgermeister, sei es der Staatsanwalt.
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Die Auflösung des Falles war nicht vorhersehbar und der Schluß in den beiden letzten Kapitel war für mich sehr emotional. Ich werde mir auch den ersten Band holen und freue mich auf die Fortsetzung.
Dem Buch gebe ich volle 5 Sterne.
Ich danke dem Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.
Inhalt: Nach zwei Jahren Elternzeit kehrt Gina Angelucci wieder zur Kriminalpolizei zurück. In der Abteilung für „Cold Cases“ befasst sie sich mit einem Knochenfund in einem kleinen Dorf. Die beiden bei Bauarbeiten gefundenen Skelette lagen wahrscheinlich seit 70-80 Jahren in der Erde und weisen Anzeichen von Schussverletzungen auf.
Meine Meinung: In ihrem neuesten Krimi geht es Inge Löhning eher ruhig an. Es geht nicht nur um die reine Klärung der Identität und Todesumstände der beiden gefundenen Skelette, die Gina gegen die Anweisungen der Staatsanwaltschaft vorantreibt. Ihr ist es zuallerallererst ein Anliegen den Toten einen Namen zu geben und dadurch den eventuell noch lebenden Angehörigen endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Lieben zu geben. Auf ihrer Suche nach der Wahrheit stoßen die Ermittler rasch auf ein dunkles Kapitel in der Dorfgeschichte während des Zweiten Weltkrieges. Ein Jahrzehnte währender Familienstreit wirft zusätzlich Fragen auf. Eingebettet in das aktuelle Geschehen im Dorf geben in Kursivschrift eingeschobene alte Tagebucheinträge das damalige Drama wieder. Mir hat die Mischung aus Kriminalfall, Familiengeschichte und historischem Roman gut gefallen, auch wenn die Spannung meiner Meinung nach ein wenig zu kurz kam. Dafür taucht aber in Ginas privaten Umfeld eine plötzliche Bedrohung für ihre Familie auf…
Fazit: Wieder einmal ein gut gelungener und lesenswerter Krimi aus der Feder von Inge Löhning, der diesmal verschiedene Elemente geschickt miteinander verbindet.
Erinnerte mich eher an die Romane, die die Autorin unter ihrem Pseudonym Ellen Sandberg schreibt...aber trotzdem spannend mit den gewohnten Charakteren
Alte Schuld In Inge Löhnigs „Unbarmherzig“ bearbeitet Gina Angelucci ihren zweiten Fall als Spezialistin für ungelöste Fälle bei der Münchener Kripo. Dieser 384-seitige Kriminalroman ist im Mai 2019 bei Ullstein erschienen. Nach zweijähriger Elternzeit nimmt Gina Angelucci gerade wieder ihren Dienst bei der Münchener Kripo auf, als im nahegelegenen Altbruck auf einem Kiesabladeplatz Knochen einer männlichen und einer weiblichen Leiche entdeckt werden, die dort vor 70 bis 80 Jahren verscharrt worden sind. Trotz erheblicher Widerstände nimmt sich Gina dieses Falles an, der sie tief in die nationalsozialistische Vergangenheit dieses Örtchens führt – und an der Fehde zweier Familien teilhaben lässt, die schon Jahrzehnte währt. Krimis und Romane, die sich mit der Aufarbeitung der deutschen NS-Vergangenheit beschäftigen, gibt es zuhauf, und gerade in den letzten Jahren hat man – nicht zuletzt aufgrund der erneut erstarkenden Rechten – das Gefühl, ihre Zahl nähme wieder zu. Und Stoff, den es aufzuarbeiten gibt, bietet die Geschichte genug; in diesem Roman geht es um das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in einem kleinen bayrischen Dorf. Nach einem Prolog aus der Vergangenheit, in dem der Mord geschildert wird, geht es unmittelbar in der Gegenwart mit dem Auffinden der Knochenreste weiter. Obwohl der Kommissarin immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, schafft sie es, die Identität der Leichname aufzudecken und nach und nach ihre Geschichte zu enthüllen. Interessant ist, dass am Ende der Fall für die Leserinnen und Leser logisch und nachvollziehbar aufgeklärt wird, für die Protagonistin und andere Romancharaktere am Ende jedoch einige Fragen offen bleiben. Dabei schafft es die Autorin, ein kontinuierliches Spannungslevel, freilich ohne besondere Höhen und Tiefen, aufrechtzuerhalten und somit die Leserschaft bis zum Ende miträtseln und spekulieren zu lassen. Der Roman ist auf zwei Zeitebenen geschrieben: Neben den aktuellen Ereignissen gibt es von Zeit zu Zeit kursiv gedruckte Einschübe aus der Vergangenheit, die das Geschehen immer wieder in einem neuen Licht erscheinen lassen. Somit ist man als Leser/in immer wieder eingeladen, sich die Zusammenhänge selbst zusammenzureimen. Das Thema Nationalsozialismus und Rechte durchzieht den gesamten Roman: Sei es die Geschichte an sich, unser Umgang mit der Vergangenheit, die Frage nach der Akzeptanz von Migrant/innen oder unsere Akzeptanz von Behinderten (Gina selbst hat ein Kind mit Down-Syndrom). Leider erschien mir an manchen Stellen hier der aktuelle Bezug ein wenig zu viel des Guten, z.B. als sich auch noch ein anderer Kripo-Mitarbeiter als Rechter entpuppt. Insgesamt hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass einige Themen eher oberflächlich angegangen wurden, z.B. wenn es auch um das Schicksal der baltischen Republiken geht. Da es sich um eine Romanreihe handelt, kommt natürlich auch Ginas Geschichte und die ihrer Familie nicht zu kurz, aber auch als Neueinsteiger/in in diese Reihe kann man diesem Geschehen problemlos folgen. Allerdings hat die Autorin auch hier Dinge aufs Tapet gebracht, die meiner Meinung nach überflüssig sind. Löhnigs Sprache ist schnörkellos und flott zu lesen, es fehlt auch nicht an sprachlichem Lokalkolorit, sodass man beim Lesen schnell voranschreitet. Jedoch fehlt es mir an der einen oder anderen Stelle an Tiefe, besonders bei der Schilderung vom Schicksal der Zwangsarbeiter/innen. Selbiges gilt für die Charaktere, die zwar durchweg lebensnah gezeichnet sind, aber dennoch etwas blass wirken. Insgesamt handelt es sich bei „Unbarmherzig“ um einen solide konstruierten Kriminalroman. Von mir gibt es mit drei von fünf Sternen eine Leseempfehlung, doch restlos überzeugen konnte mich der Roman nicht. Dazu fehlt es an Tiefgründigkeit und Spannung.
"Die Rechten waren wieder da. Vermutlich waren sie nie weg gewesen. Und jetzt, wo der Wind sich drehte, krochen sie aus den Löchern und hofften, dass ihre Stunde kommen würde." (Buchauszug) Im idyllischen Altbruck, nahe München werden die Knochen von zwei Leichen gefunden. Anscheinend liegen sie hier schon mehrere Jahre, was Ginas Fall natürlich erschwert. Doch Gina möchte unbedingt herausfinden, wer diese beiden Toten waren und was damals geschah. Dann findet man heraus, dass beide erschossen wurden und das die männliche Leiche von Altbruck stammt und die Frau aus Lettland. Sehr wahrscheinlich war sie eine Zwangsarbeiterin aus der ehemaligen Munitionsfabrik (MUNO) die es damals gab. Gina Angelucci die Spezialistin für Cold Case Fälle der Kripo München und ihr Mann Tino Dühnfort sind zudem inzwischen glückliche Eltern. Trotz Herzfehler und dem Down-Syndrom, sind die beiden froh über die kleine Chiara. Doch eine seit kurzer Zeit werden sie von einer Frau beobachtet. Gina und Toni ist nicht wohl bei der Sache, weshalb sie nachforschen, wer die Frau ist.
Meine Meinung: Das düstere Cover steht bezeichnend für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, das in diesem Buch behandelt wird. Der Schreibstil ist unterhaltsam, locker, informativ, mitunter witzig und spannend, mit mehrere Handlungsstränge, die gut ineinander zusammenlaufen. Nicht nur das die Autorin hier eine besondere Thematik mit dem Down-Syndrom anschneidet, das in den letzten Jahren heiß diskutiert wurde. Sondern vor allem der Kriminalfall, der uns in die Nazivergangenheit des Jahres 1944 führt, ist sehr interessant. Außerdem geht es noch um eine gefährliche Stalkerin, die Gino und ihrer Familie das Leben schwer machen möchte. Die MUNO die hier in dem Buch erwähnt wird, ist nur fiktiv, sie steht jedoch für eine der vielen Munitionsfabriken, die es zur Kriegszeit in unserem und in Nachbarländern gab. Dort mussten hauptsächlich Kriegsgefangene, Juden und Zwangsarbeiter arbeiten. Dass man damals junge Menschen aus dem Baltikum einfach so verhaftet hat, um sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland zu bringen, fand ich schon sehr erschreckend, könnte ich mir jedoch durchaus vorstellen. Ebenso fand ich realistisch dargestellt, wie auch heute noch das Denken diese gefährlichen Regimes in manchen Köpfen ist. Wir sehen es ja heute tagtäglich wie Rassenhass und Antisemitismus wieder zugenommen hat. Dazu noch eine Familienfehde, die seit Jahrzehnten zwischen zwei Familien herrscht. Alles aufgeheizt durch unausgesprochene Worte und durch einen Vermissten, den man für tot erklärt hat. Für mich ein wirklich guter Fall, den Gina hier nur mit sehr viel Engagement lösen durfte. Kein Wunder, das sie so beharrlich blieb, vermisst sie doch selbst schon seit Jahren ihre beste Freundin Hermine. Ebenso aussagekräftig wurden die Charaktere dargestellt, alle voran die toughe, motivierte und herzliche Gina, die aber auch mal durchgreifen kann, wenn es sein muss. Und gerade in Elternzeit verweilende Tino Dühnfort der mir mit seiner herzlichen Art leidtat, als Gina ihn so herunter machte für etwas, wo er nichts dafür konnte. Ein Krimi der sehr gut gerade in unser heutige angeheizte, aggressive Stimmung passt, weil sie genau zeigt, wie bösartig der Mensch sein kann. Von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
Kann man ein Verbrechen aufklären, dass 75 Jahre in der Vergangenheit begangen wurde? In Altbruck werden zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte unter der Erde gelegen haben. Gina Angelucci übernimmt die Ermittlungen. Sie ist Spezialistin für Cold Cases, Es dauert nicht lange uns sie findet heraus, dass es sich um eine männliche und eine weibliche Leiche handelt. Die Frau scheint wohl eine Zwangsarbeiterin aus dem Baltikum zu sein und der Mann scheint aus der Gegend Altbruck zu sein. Doch nicht nur die Frage wer die beiden waren beschäftigt Gina, denn sie wird von einer Frau verfolgt.
Dieses Buch habe ich nur so verschlungen. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seite ohne mit Abhackungen für Spannung zu sorgen. Für mich war dieses Buch ein Pageturner ohne gleichen. Das Cover gefällt mir sehr gut. Viele Kriminalromane haben Cover in solch einem Stil. Sie haben jetzt keinen direkten Zusammenhang mit dem Inhalt aber schlimm finde ich es nicht. Ich habe zuerst den Titel nicht so recht zuordnen können aber jetzt nach der Lektüre finde ich, dass er sehr gut zu einem Charakter der Story passt.
Den Einstieg in die Geschichte fand ich sehr passend. Denn gleich im Prolog erfährt man, wie die beiden Menschen gestorben sind. Ab da ist man sofort in der Story drin. Erst dachte ich, dass das Kapitel, in dem es um den Fund der Leichen ging, etwas zu detailliert ist, aber im Laufe der Lektüre ist mir bewusst geworden, dass es gewollt ist, da Ella mit den Leichen verstrickt ist, denn der Mann ist ihr eigener Onkel, der eigentlich 1944 an der Front gestorben sein sollte. Langsam beginnt Gina das Lügenkonstrukt zu durchschauen.
Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen. Sie waren anschaulich beschrieben und man konnte sich auch gut in sie heineinversetzen und nachvollziehen warum sie so handeln wie sie handeln. Ich mochte es sehr, dass um die Toten eine richtige Geschichte mit Intrigen gesponnen wurde, die auch gut abgeschlossen wurde. Keine Fragen wurden offen gelassen, obwohl die Ermittlerin nicht alles genau herausgefunden hat. Da hat man als Leser zum Glück etwas mehr Wissen, zum Glück auch erst zum Schluss, damit man das ganze Buch lang mitraten konnte, wer denn zum Schluss der Täter war. Auch wenn dieses Buch der zweite Teil einer Reihe ist, so hat man als Leser nie das Gefühl vorher etwas verpasst zu haben. Wenn etwas wichtig war, dann wurde es noch einmal wiederholt aber nicht zu detailiert, sodass sich ein Leser, der den ersten Teil kennt, langweilen würde. Da wurde auf jeden Fall der richtige Weg gewählt. Auch wurden Andeutungen zum (hoffentlich) nächsten Buch gemacht. Wenn dieses so herauskommen wird, dann werde ich es auf jeden Fall auch lesen, da ich unbedingt wissen will, was mit Ginas Freund Hermine passiert ist. Mir gefällt es sehr, dass nicht nur der Fall der beiden Leichen hier ihre Geschichte findet, sondern auch andere Strenge verwoben werden. Auch, dass es zum Teil um 1944 handelt und man somit einen besseren Einblick in das Geschehene erhält hat mir sehr gut gefallen. So konnte man noch tiefer in die Geschichte hineintauchen. Für mich ist dieses Buch durch und durch gelungen und ich kann es nur weiter empfehlen.
Da mir das erste Buch von Inge Löhnigs Dühnfort Spin-Off sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, mit welchem Cold Case Gina Angelucci dieses Mal konfrontiert wird. Nachdem Gina zuvor 3 Bücher lang schwanger war, hat mich der große Zeitsprung von mehr als zwei Jahren zunächst einmal irritiert und ich war enttäuscht, so viel im Privatleben des Polizistenpaars verpasst zu haben. Nach zwei Jahren Elternzeit kehrt Gina an ihren Arbeitsplatz zurück, genau rechtzeitig,um einen neuen Fall an Land zu ziehen. In der Gemeinde Altbruck wurden zwei Skelette mit Einschusslöchern gefunden, die vermutlich schon seit dem zweiten Weltkrieg dort lagen. Auch wenn ihr Vorgesetzter dagegen ist, möchte Gina den beiden Opfern ihre Namen zurückgeben und eventuelle Hinterbliebene kontaktieren. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart begleiten wir Gina bei ihren Ermittlungen und bei dem Versuch, Zeitzeugen zu finden. Parallel dazu schildern Rückblicke ins Jahr 1944 die Geschichte der Zwangsarbeiterin Kairi.. Zwangsarbeit ist ein Thema, über das ich noch keine Bücher gelesen habe und so hatte „Unbarmherzig“ definitiv einige interessante Aspekte zu bieten. Insgesamt konnte mich Inge Löhnigs Schreibstil wieder überzeugen. Man ist schnell in der Geschichte drin und es kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Übermäßige Spannung allerdings leider auch nicht. Für einen Krimi war mir diese Handlung nicht packend genug. Mir fehlte auch die konkrete Mördersuche und die Gefahr, die damit einhergeht. Mit den ausführlichen Rückblicken in die Kriegszeit sowie den familiären Verwicklungen und Geheimnissen würde ich „Unbarmherzig“ eher in die Kategorie der Familiendramen, die ich grundsätzlich auch gerne lese, einordnen.
Ich hatte von dieser Serie etwas den Anschluss verloren und konnte deswegen in den letzten Wochen zwei Dühnfort Krimis und die beiden Gina Bücher lesen. In der geballten Masse fiel mir auf, dass Gina und Tino in ihrem Privatleben irgendwie immer dasselbe machen. Ständig müssen sie schnell noch einkaufen, da sie nie etwas zu essen zu Hause haben und scheinbar nicht für mehrere Tage planen. Fast täglich geht es entweder zu Marco in die Espressobar, in den Biergarten oder auf den Küchenbalkon. Tino sieht toll aus und Gina ist zu dick. Ich finde es schade, dass die Kapitel, die das Privatleben umreißen, so wenig Abwechslung bieten. Die Stalkerin, die sich an Gina rächen wollte, konnte es das Ganze auch nicht wirklich aufpeppen. Dieser Handlungsstrang erschien mir so konstruiert, dass es nicht mehr war, als ein Seitenfüller. Kaum näherte sich die Haupthandlung dem Ende, hatte die Stalkerin ihr großes Finale.
Auch wenn die letzten Zeilen etwas negativ klangen, habe ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Hauptsächlich, da ich das Ehepaar Dühnfort / Angelucci so gut leiden kann und ich mich immer freue, etwas Neues von ihnen zu hören. Tino scheint mit dem Gedanken zu spielen, die Abteilung zu wechseln. Dühnfort als Profiler – hier ist Potenzial für einen ganz neuen Ansatz in der Krimiserie. Ich bin gespannt, wie er sich entscheiden wird.
Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.
Dies war mein erstes Buch von Inge Löhnig und sie hat mich damit direkt als Fan gewonnen. Löhing hat mit Gina Angelucci eine sympathische und resolute Hauptfigur geschaffen. Gina ist nicht zu stark oder zu sehr Superheld. Sie macht auf mich einen cleveren aber normalen Eindruck und z.B. zu erfahren, dass sie sich die gleichen Sorgen macht, wie die meisten arbeitenden Mütter, hat den positiven Eindruck verstärkt. Mir hat es gefallen, mit welcher Empathie Gina an den Fall herangegangen ist und dass sie nichts mehr wollte, als den Fall aufzuklären. Ihr Partner Holger ist dabei ein netter Sidekick, der zwar nicht viel im Vordergrund steht aber trotzdem wichtig für den Fall ist. Obwohl ich den Vorgängerband nicht kenne, hatte ich auch bezüglich der Ehe mit Tino nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlen. Die wichtigsten Dinge wurden nebenbei noch mal wiederholt, so dass ich immer auf dem richtigen Stand war. Der Fall ist gut recherchiert und neben vergangenen Themen, wie der Zwangsarbeit im zweiten Weltkrieg, geht es auch viel um aktuelle Themen, wie den Rechtsruck der in einigen Teilen Deutschlands passiert. Man merkt dabei deutlich, welche Stellung die Autorin bezieht, dies bindet sie jedoch so geschickt in die Story ein, dass in keiner Weise wie etwas wirklich Politisches daherkommt. Die gesamten Ermittlungen waren für mich sehr spannend. Ich habe mitgerätselt und auf jeden weiteren Hinweis gewartet. Jedes Puzzleteil was sich hinzufügte, hat alles noch interessanter gemacht. Die Spannungskurve ist konstant hoch geblieben. Neben dem eigentlichen Fall taucht dann auch noch eine Stalkerin auf, um die sich Gina und Tino kümmern müssen, was eine weitere Spannungsebene bedeutete. Das hat mir gefallen, denn so kam nicht dieser eingekapselte Eindruck auf, als würden die Ermittler immer nur für den einen Fall exisiteren. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich werde die anderen Bücher auf jeden Fall noch lesen.
Was ist passiert? Im Schuttablageplatz einer Baufirma werden Teile zweier Skelette gefunden. Nach einer ersten Untersuchung wird klar, dass die beiden in der Zeit des Nationalsozialismus gestorben sind. Potentiell durch einen Mord. Das ruft die Polizistin Gina auf den Plan. Sie ist für alte Fälle zuständig und möchte den Toten ihre Namen zurückgeben und wenn möglich herausfinden wer sie getötet hat. Sie stößt dabei auf viele Probleme. Denn die meisten die ihr dabei helfen könnten sind bereits tot. Und die, die ihr helfen könnten schweigen. Außerdem werden ihr von verschiedenen Figuren Steine in den Weg gelegt.
Meine Meinung: Rein optisch bin ich nicht unbedingt ein Fan von dem Buch, da ich diese Hochglanzoptik nicht wirklich mag. Allerdings gefällt mir die Prägung. Das Buch ist wirklich leicht zu lesen. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, hatte ich keine Probleme mich unter den Charakteren zurechtzufinden. Das Buch springt immer wieder in der Zeit und erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Der Autorin ist es aber gut gelungen, dass man den Faden nicht dabei verliert. Die Figuren sind finde ich schön ausgestaltet und der Umgebung hat sie wirklich Leben eingehaucht. Man kann sich die Munitionsfabrik und die Arbeitsumstände wirklich vorstellen. Auch die Einschübe über Erfahrungen mit der rechten Szene finde ich sehr gelungen, denn leider ist das ja nun wirklich nicht aus der Luft gegriffen. Solche Situationen gibt es leider einfach viel zu häufig. Ich finde schön, dass Ginas Ziel ist den Hinterbliebenen Gewissheit über den Verbleib ihrer Angehörigen zu geben. Das Ende, als sie Kairis Knochen zu deren Bruder gebracht hat, hat mir tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben. Was ich allerdings relativ unnötig fand, ist die Nebengeschichte mit der Psychopathin die sich an Gina rächen möchte. Sie hat zwar nicht wirklich gestört aber irgendwie auch nicht richtig gepasst.
Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch voller Spannung und Ungewissheit. Ich habe es in einem Rutsch verschlungen und da es mich am Ende wirklich zu Tränen gerührt hat, bekommt es von mir verdiente fünf Sterne.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, da ich ein großer Fan von Tino Dühnfort und seiner Liebsten Gina Angelucci bin. Am Ende des letzten Bandes kam ja sogar endlich der lang ersehnte Nachwuchs: die kleine Chiara. Nicht ohne Probleme, aber ein großes Glück, das auch in diesem Band wieder ein wichtiges Thema ist. Gina hat ihren Dienst wieder angetreten und Tino übernimmt bei der Kinderbetreuung.
In ihrer "Cold Case"-Abteilung bekommt sie es mit einem mysteriösen Skelettfund zu tun. Die Knochen liegen dort schon seit ca. 70 - 80 Jahren und zunächst sträubt sich der Staatsanwalt, überhaupt Ermittlungen zu erlauben, denn schließlich ist der mutmaßliche Mörder bestimmt schon selbst tot. Doch Gina setzt sich mit ihrer manchmal recht eigenwilligen Art wieder mal durch und begibt sich auf eine schwierige Suche.
Die Recherchen führen sie zurück bis in die letzten Kriegstage und mitten hinein in einen uralten Familienzwist in dem kleinen Ort, in dem die beiden Skelette gefunden wurden.
Der Schreibstil ist grandios, einfach toll zu lesen, alles kann man sich bestens vorstellen und man ist emotional immer voll dabei. Auch die Personen sind so sympathisch und für mich als Fan der Reihe war es ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren. Sehr gut fand ich auch die wechselnden Kapitel, in denen wir immer wieder in die Vergangenheit blicken dürfen und die Erlebnisse damals hautnah geschildert bekommen. Es geht um Nationalsozialismus, Verblendung, Zwangsarbeit und vieles mehr ... eine absolut interessante Thematik, die mich wirklich berührt hat. Man merkt auch, dass die Autorin prima recherchiert hat, ich lese hierzu immer gerne die Danksagung am Ende bzw. hier noch eine Anmerkung.
Ein tolles, spannendes Buch, das ich absolut weiterempfehlen kann. Natürlich wird alles eindrücklicher, wenn man den Vorgängerband und die Dühnfort-Reihe bereits kennt, aber auch als Neuleser wird man keine Probleme haben, die Figuren ins Leserherz zu schließen.
Gina Angelucci ist Ermittlerin von Cold Cases und setzt sich ehrgeizig dafür ein, dass ein Knochenfund genauer untersucht wird und das mutmaßliche Verbrechen aufgedeckt wird, damit mögliche Hinterbliebene endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen haben. Doch ahnt sie nicht, dass dieser Fall sie weit in die Vergangenheit eintauchen lassen wird und einige unschöne Wahrheiten ans Licht kommen...
Der Anfang der Geschichte fiel mir erstaunlicherweise schwer. Ich bin weder mit den Charakteren klar gekommen, noch mit dem alten Fall, der mich nicht einnehmen konnte und das erste Drittel war sehr zäh und langweilig. Danach wurde es glücklicherweise besser und langsam entstand Sog, der mich fesseln und begeistern konnte.Wo ich anfangs die historischen Elemente uninteressant und öde fand, machten gerade diese Hintergründe und Geschehnisse für mich einen großen Teil der Spannung aus und ich konnte mich außerordentlich gut auf die damaligen Handlungen einlassen und Interesse entwickeln. Auch wenn es sich um einen kalten Fall handelte, der zugegeben, nicht so aufregend und atemberaubend war wie aktuelle Fälle, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Die ganzen Geheimnisse und Ungewissheiten trieben mich stetig an weiterzulesen und ich wollte endlich Klarheit haben. Schön abgerundet wurde das durch die privaten Probleme der Ermittlerin, die einen schönen Kontrast zum Fall geboten haben und Abwechslung gebracht haben. Gina Angelucci als Protagonistin war mir insgesamt nicht sehr sympathisch und auch nicht so greifbar, nach und nach habe ich mich allerdings mit ihr arrangiert und fand sie ganz okay. Der Schreibstil bereitet mir anfangs Probleme, die sich nach einem Drittel legten, sodass ich die Geschichte vollständig genießen konnte.
Fazit: Ein toller Krimi, zu dem ich am Anfang keinen Bezug herstellen konnte, der mich ab der Mitte dann vollkommen packen und begeistern konnte.
Eine Frau findet beim Radfahren in einem bayrischen Ort menschliche Knochen, mit einer Liegezeit von sieben bis acht Jahrzehnten. Lohnt es sich da noch Ermittlungen anzustellen? Der Täter wird schließlich selbst schon verstorben sein und die Vergangenheit sollte man ruhen lassen – finden zumindest einige, nicht so Gina Angelucci, die Spezialistin für Cold Cases, die gerade wieder frisch aus der Elternzeit ins Berufsleben einsteigt. Auch dieser zweite Fall um Gina hat mich wieder von Beginn an gefesselt und bis zum Schluss begeistert. Es ist ein klassischer Krimi, der hauptsächlich in der Gegenwart spielt, aber starke Bezüge zum zweiten Weltkrieg hat. Wie soll man nach so langer Zeit noch die Namen zu den beiden Skeletten herausfinden können? Warum wurden die beiden Personen getötet und einfach verscharrt, sodass sie lange nicht gefunden wurden? Gina und ihre Kollegen ermitteln im Ort und nach und nach ergibt sich ein Bild, sodass weiter ermittelt wird. Werden tatsächlich beide Opfer identifiziert und vielleicht sogar das Motiv für die Tat ermittelt werden können? Ein sehr spannendes Konstrukt der Autorin, die parallel dazu auch Ginas Privatleben nicht zu kurz kommen lässt, aber mit einer ebenfalls spannenden Wendung versieht. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und rund, die Autorin wartet mit einigen Überraschungen auf und der Bezug zum dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte ist sehr gut gelungen. Die Charaktere sind interessant und spannend gezeichnet – kurz und gut: ich habe keinerlei Kritikpunkte. Auch das Ende, bei dem ich so gewisse „Befürchtungen“ hatte, hat die Autorin sehr gut aufgelöst. Dieser Fall lässt sich auch wunderbar ohne den (super empfehlenswerten) ersten Teil lesen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Es war mal wieder Zeit für einen ordentlichen Krimi, den ich in „Unbarmherzig“ gefunden habe. Die Autorin Inge Löhnig versteht ihr Handwerk und bietet in ihrem neuen Buch genau das, was man sich von einem soliden Kriminalroman erwarten darf. Gute Schreibe, durchdachter Fall und ein interessantes Setting, treffen auf vielseitige Charaktere und gescheite Ermittler. Der einzige Kritikpunkt liegt in einem Nebenhandlungsstrang, der für mich überflüssig war, ansonsten bin ich absolut zufrieden mit diesem Buch.
Besonders das Thema der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs fand ich als Hintergrund sehr interessant, erfährt man doch in Deutschland recht wenig über das Baltikum während der Kriegszeit. Aber nicht nur der Krieg als solcher ist Thema, auch der Bezug zur sich heute wieder ausbreitenden rechten Gesinnung ist da. Ein heißes Eisen, das die Autorin damit anfasst, das sie aber zu händeln weiß.
Gefallen hat mir neben dem Thema auch die Polizistin Gina. Sie scheint eine ganz normale Frau zu sein ohne Depressionen, Drogensucht oder Sonstigem was Ermittlern oft zu schaffen macht, was ich als Leserin aber wirklich anstrengend finde. Sie, ihr Mann Tino und ihr kleines Töchterchen wirken einfach wie eine herrlich normale Familie.
Ganz so normal waren die Bewohner von Altenbruck zwar nicht, trotzdem waren sie für mich das eigentliche Highlight des Krimis. Einzeln interessant aber vor allem im Zusammenspiel miteinander haben sie der Geschichte ihren Stempel aufgedrückt und konnten mich wirklich unterhalten.
Fazit: 4 1/2 Sterne Eine klare Empfehlung für die Krimifans unter euch.
In einem Dorf werden alte Knochen gefunden und Gina Angelucci wird mit den Ermittlungen betraut. Wer waren diese beiden Menschen und warum wurden sie ermordet? Wie immer in der Abteilung für Cold Cases geht es weit zurück in die Vergangenheit. Wird Gina auch diesen namenlosen Toten ihre Identität zurückgeben können ?
In diesem Fall geht es um eine alte Munitionsfabrik, Zwangsarbeiter und das NAZI- Regime.
Meine Meinung:
Ich staune immer wieder darüber, wie die Autorin es schafft alles so perfekt miteinander zu verweben und den Webfaden dabei grazil um Alles zu schlingen. Um die perfekt ausgestalteten Nebencharaktere , die Ermittler in ihren Persönlichkeiten und die verschiedenen Zeitebenen.
Die Mischung aus persönlichem Leben von Tino und Gina und Fallanalyse ist perfekt ausgewogen und der Kriminalfall bestens ausgearbeitet.
Wie schreibt man also eine Rezension zu einem , meiner Meinung nach, perfekten Buch ? Lest am besten selbst, der Schreibstil ist absolut klar und man kann diesen Fall auch lesen, wenn man keinerlei Vorkenntnisse der Reihe hat. Sympathische ,bodenständige Ermittler ermitteln in einem Fall, der bis zuletzt spannend ist und eine gute Auflösung bietet. Ich liebe es , dass die Bücher von Frau Löhnig so ruhig daherkommen, keine ,nicht enden wollende Action mit persönlicher maximaler Gefährdung aller Beteiligten, sondern ein ruhiger, dennoch extrem spannender Krimi.
Gina Angelucci kehrt nach der Elternzeit zur Kripo München zurück. Ihr erster Fall führt in ein idyllisches Dorf, in dem zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt waren. Gina macht sich an diese scheinbar unlösbare Aufgabe. Doch dann gibt es einen Hinweis, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt.
Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Der flüssige Schreibstil ließ sich sehr gut lesen. Die Beschreibungen waren detailliert und bildhaft, so dass gute Bilder vor Augen hatte. Obwohl ich den ersten Band um Gina Angelucci nicht kenne, hatte ich keinerlei Probleme, in die Geschehnisse hineinzufinden und die Zusammenhänge zu verstehen. Die Charaktere wurden gut beschrieben und detailliert ausgearbeitet. Ich konnte sie mir gut vorstellen und sie auseinanderhalten. Die jeweiligen Gedanken und Entscheidungen etc. waren schlüssig und nachvollziehbar, insbesondere die Ermittlungen von Gina. Der Plot war prima durchdacht und die Zusammenhänge nicht durchschaubar. Die Verbindungen reichten bis in den zweiten Weltkrieg zurück, was ich sehr interessant fand. Die Spannung wurde sehr gut aufgebaut und hielt sich auf Grund falscher Fährten bis zum Ende bei mir. Neben dem Kriminalfall gab es auch im Privatleben von Gina und ihrem Mann Tino eine Gefahr zu meistern, was die Story für meinen Geschmack prima abrundet.
Ein spannender und fesselnder Krimi, der mir gut gefallen hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Als Quereinsteiger in Inge Löhnigs Romanwelten um Tino Dühnfort kam ich gut in das Buch hinein, auch wenn die Vorgeschichte ein wenig fehlt. Gina Angelucci ist bereits mehrfach in den Romanen aufgetreten, dies ist der zweite Band, in der sie als Hauptfigur im Mittelpunkt steht und Cold cases bearbeitet. Der neue Fall reicht weit zurück, bis in die schlimmste Zeit in Deutschland in den vierziger Jahren. Die Passagen der Vergangenheit um die ermordete Kairi sind gut gemacht. Aber am Besten gefallen mir die Gegenwarts-Abschnitte um Tino und Ginas Privatleben. Sie haben mit Chiara ein gemeinsames Kind und Tino ist in Elternzeit, während Gina wieder ermittelt. Sie ist sehr engagiert. Chiara ist ein besonderes Kind. Das Familienleben ist sehr schön dargestellt, aber es gibt auch eine Bedrohung durch eine gestörte Frau, die Gina die Schuld für den Tod ihres Bruders gibt und sich rächen will. Dadurch entsteht eine Anspannung. Als Leser nimmt man lebhaft daran teil. Ansonsten schreibt Inge Löhnig ruhig und gelassen. Sorgfältiges Schreiben ist wichtiger als dauerhafte Action. Am Ende bin ich beeindruckt von Ginas Engagement im Fall, der doch so weit zurückliegt. Es ist ihr wichtig, zu vermitteln, dass auch die Schicksale der Figuren der Vergangenheit ihre Bedeutung haben und ihr Tod nicht unaufgeklärt bleiben soll.
Nach mehr als 70 Jahren werden in der Näher von München auf einem Kiesplatz die sterblichen Überreste von zwei Menschen gefunden. Kommissarin Gina Angelucci, die bei der Mordkommission für "Cold Case" Fälle zuständig ist übernimmt gemeinsam mit ihrem Partner die Aufklärung des Falles. Wer waren die beiden Toten und was geschah mit ihnen? Ist es nach all den Jahren noch möglich, einen Täter ausfindig zu machen?
Die Idee des Buchs ist grundsätzlich äußerst interessant. Neben der aktuellen Ermittlungsarbeit wird der Leser auch immer wieder in das Jahr 1944 und in eine Munitionsfabrik geführt. Das Schicksal der Menschen die dort arbeiten mussten wird dem Leser eindrücklich Bewusst gemacht.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und sehr gut zu lesen. Als Kritikpunkt ist leider anzumerken, dass das Buch nach gewisser Zeit ziemlich vorhersehbar war und phasenweise die Spannung verloren ging. Dies tat zwar der sehr interessanten Geschichte keinen Abbruch, enttäuschte aber ein wenig meine Erwartung eines spannenden Thrillers.
Nichtsdestotrotz bin ich bereits neugierung auf das nächste Buch um Gina Angelucci.
Ein paar Gedanken nach dem Lesen: Der Krimi-Anteil inklusive Spannung war eher mau. Dafür war der Roman aber super atmosphärisch hinsichtlich seiner Lokalisation in Bayern. Die Dialoge wurden soweit es ging im bayrischen Dialekt gehalten, also zumindest so, dass ich als Nicht-Bayerin den Dialekt im Ohr hatte aber den Text trotzdem noch verstanden habe :)
Die historischen Aspekte waren gut eingearbeitet und waren soweit ich das beurteilen kann auch gut recherchiert. Die Rückblicke waren sehr hilfreich zum Verständnis und flossen gut in Romanverlauf ein.
Insgesamt hat mich der Roman sehr gut unterhalten aber leider nicht vollends gecatcht. Das gegenwärtige Problem der Protagonistin, fand ich zu leicht gelöst. Den Fall der Vergangenheit zu durchschaubar, zu wenig Spannungselemente. Die Beziehungen zwischen den gegenwärtigen Charakteren und deren Handlungen und Dialoge fand ich realistisch und nachvollziehbar, einfach stimmig. Im. Vergangenheitsteil war das nicht so. Gerade die Beziehung zwischen den zwei Opfern entwickelte sich völlig aus dem Nichts heraus und trug nicht die Dramatik, die sie eigentlich verdient hätte.
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Meine Meinung zum Buch: Inge Löhnig zählt seit fast 5 Jahren zu meinen absolut favorisierten Schriftstellerinnen im Genre des Kriminalromans und zu den wenigen deutschen Autorinnen des Genres, die ich gerne lese und auch in diesem Buch schafft sie eine Spannung, die mich bis zur letzten Seite nicht losließ. Die Story beginnt mit einem höchst mysteriösen Fall, der in der Vergangenheit verankert zu sein scheint und der die volle Aufmerksamkeit der Leitenden Ermittler fordert und den Leser von Seite eins an, in seinen Bann zieht. Denn in detaillierter Manier, versteht es die Autorin Spannung langsam und steigernd aufzubauen und dies stets mit einer faszinierenden Portion atmosphärischer Präzision, die im deutschen Thriller fast einzigartig ist. Intensiv durchlebt der Leser die Geschichte, bis zum Ende, an dem ich höchst erstaunt und überrascht, über die Auflösung zurückblieb.
Mein Fazit: Ein Kriminalroman ohne Fehler und mit viel Spannung ! !
Fall 2 für Gina Angelucci, Mutter, Partnerin und Spezialistin für “Cold Cases” in München. Aus ein paar realen Dokumenten und Begebenheiten spinnt Inge Löhnig einen Kriminalroman um Heimat, Verbrechen und Schuld. Die Motive, nach denen Menschen Verbrechen begehen und begangen haben, sind oftmals “banal”, die Geschichten wie es dazu kam dafür meist sehr vielfältig.
Dies trifft auch auf diesen Roman zu. Sobald in Altbruck, einem fiktive Dorf nach München, menschliche Knochen gefunden werden und Gina und Kollegen sich mit allen Mitteln in ihre Ermittlungen vertiefen, gerät das Buch zum Pageturner.
Kurze Kapitel und schnelle Handlungswechsel zwischen Ginas Arbeit, ihrem Privatleben und dem Leben in Altbruck mitsamt den Problemen der Bewohner bringen angenehme Abwechslung rein. Gespickt wird alles mit Rückblicken ins Jahr 1944, dem Jahr, als die Morde an den nun gefundenen Opfern begangen wurden.
Es ist faszinierend zu lesen, wie die Abteilung für ungelöste Fälle mit einer Mischung aus der üblichen Tatortarbeit, modernen wissenschaftlichen Methoden, mühsamen Befragungen und (Internet-) Recherche langsam und stetig Puzzleteil für Puzzleteil zusammensetzen und Identitäten, Umstände, Beteiligte, Mitwisser langsam freilegen.
Das Ende hat mehrere Facetten und lässt einen zwiegespalten zurück. Es ist wohl wie im realen Leben auch: Es gibt schöne Momente, berührende und solche, die man gerne anders gehabt hätte. Nicht alles lässt sich klären, Krimis sind kein Wunschkonzert.
Das war ein schönes Wiedersehen mit Tino und Gina. Die Eltern der kleinen Chiara mit dem Down-Syndrom. Familienentwicklung, Kollegen, Historie und Alltag der Ermittler in einer Geschichte trefflich untergebracht. Der Lesesoog war riesig, so dass ich nur 2 Tage gebraucht habe.
Die beiden /drei als Familie zu sehen, die Probleme meistert, einen Alltag hat und trotzdem erfolgreich arbeitet ist gut gelungen. Endlich auch ein Arbeitsplatz, der ohne die 'bösen' Vorgesetzten auskommt. Der Ausflug in die Geschichte hat mir sehr gefallen, die Lage bei den Zwangsarbeitern im Rückblick durch das Tagebuch ist trefflich gelöst. Hat es auch die Geschichte von Nachtauge - (Titus Müller) gut in meinem Kopf ergänzt.
Ich freue mich auf weitere Fälle, die Tino oder Gina lösen auch weil die Familie so gut zusammenhält.
Zum Inhalt: Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Meine Meinung: Im Grunde fand ich das Buch echt langweilig, da die Story einfach nicht so richtig in die Gänge kam. Auch bei einem Kriminalroman erwarte ich eine gewisse Spannung. Diese kam für mich so überhaupt nicht auf. Da mir die Spannung fehlte, fand ich auch den Schreibstil auch eher mässig. Die Protagonisten waren teilweise nicht uninteressant, besonders Kairi möchte ich da erwähnen, aber insgesamt blieb die Geschichte eher blass und langweilig. Fazit: Eher langweilig
Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Sowohl die persönlichen Aspekte der Ermittelnden Figuren, als auch der Fall selbst waren sehr spannend und sorgten dafür, dass ich das Buch kaum weg legen konnte. Da das Buch unterschiedliche Geschichten mit unterschiedlichen Protagonisten beleuchtet, sind die einzelnen Kapitel aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was ich persönlich sehr erfrischend fand. Leider ist das der zweite Teil um die Ermittlerin Gina Angelucci und den ersten Teil habe ich nicht gelesen, Inge Löhnig schreibt aber so gut, dass ich alles für dieses Buch relevante wusste und ich werde mir den ersten Teil auf jeden Fall auch noch zu Gemüte führen. Wenn ich könnte, gäbe ich 6 Sterne.
Zum Inhalt: Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Meine Meinung: Im Grunde fand ich das Buch echt langweilig, da die Story einfach nicht so richtig in die Gänge kam. Auch bei einem Kriminalroman erwarte ich eine gewisse Spannung. Diese kam für mich so überhaupt nicht auf. Da mir die Spannung fehlte, fand ich auch den Schreibstil auch eher mässig. Die Protagonisten waren teilweise nicht uninteressant, besonders Kairi möchte ich da erwähnen, aber insgesamt blieb die Geschichte eher blass und langweilig. Fazit: Eher langweilig