People's creativity is shown in special medical agony options to deteriorate the state of health.
Please note that I have put the original German text to the end of this review. Just if you might be interested.
In the retrospective, many things are unbelievable and it is difficult to gauge the suffering of the patients, or rather victims. But how did these questionable approaches devoid of any good clinical practice and scientific method develop? What were the causes of so many wrong turns?
Many advanced cultures already had well-developed and advanced treatments, therapies, hygiene and rudimentary surgery. With the collapse of the empires, all knowledge was lost and dark ages with massive backlashes befell. The body was portrayed as a sinful, temporary shell and enriched with abstruse fantasy tropes. The disturbed relationship to sexuality, death and bodily functions led to the ban on essential achievements of the past. Medical research had been silenced by the taboo on researching corpses (or even examining living people).
The worldview, disturbed by the ideologies of humans, was reflected in medicine in manifold ways. Illness was often not soberly and objectively seen as a natural condition to be treated but as something of cosmic origin. Be it a punishment, a sign or a reward. Jay, sicknesses of martyrs and saints, what a piece of luck to get infected, I mean chosen by higher entities.
The craving for reputation by the quacks and charlatans fed the superstition of the uneducated population. The "doctors" knew that they always needed a good story that could be adapted to the various faiths — mystical, fantastic explanations as a prologue to the spectacular treatment. This randomly and accidentally caused either more damage than the disease or had no use at all. In exceptional cases, it helped.
The theme is an excellent illustration of what delusion can do. How to use the credulity of people to build institutionalized power complexes. These spread confused heresies into all areas of life. Today, in the Western world, this can only be seen in the form of charlatanry and scientifically proven ineffective healing methods and therapies. But only a few generations separate the reputable medicine from fits that seem like a mixture of splatter horror and black comedy. Accordingly, one has to decide as a reader, depending on personality, whether one laughs or is shocked.
Today, the obstacle of modern medicine is the problem of one-sidedness. For example, the Human Genome Project, which deducted funding from all other research areas. Furthermore, the research was unilaterally pushed in one direction and paid too little attention to all different approaches and theories. Ironically, there are now no further results. On the contrary, the underestimated RNA played a much more significant role than expected. Subjectively speaking, one could have come to the conclusion earlier that the source code RNA has something to do with the software DNA. But whatever. This could be further excavated by other examples from recent history and the future will certainly unveil more bias.
It opens a very likely option. That many of the fundamental doctrines of relevant authorities are partially or wholly wrong which might bring paradigm shifts in some medical disciplines in the future. Not even to mention psychology and psychiatry, which are much harder to analyze and quantify.
How will our actual healing methods be evaluated in the retrospective? These non-individualized therapies based on pharmacological hammers and sometimes unsafe treatments. That fallible people cut into other people with sharpened steel. The interdependence of politics and the pharmaceutical industry. And how little we knew about the body and its functional mechanisms. To seek humility in the mistakes of the past would be good to prevent that such erroneous paths are not gone longer than necessary.
Die Kreativität der Menschen schlägt sich in verhaltenskreativen Optionen zur Verschlechtbesserung des Gesundheitszustandes nieder.
In der Retrospektive mutet vieles unglaublich an und man kann das Leid der Patienten, oder eher Opfer, nur schwer ermessen. Nur, wie kam es zu diesen fragwürdigen Ansätzen, die jeder guten klinischen Praxis und wissenschaftlicher Herangehensweise entbehrten? Was waren die Ursachen so vieler Irrwege?
Viele Hochkulturen hatten bereits gut entwickelte und weit fortgeschrittene Behandlungen, Therapien, Hygiene und Chirurgie. Mit dem Kollaps der Reiche ging all das Wissen verloren und dunkle Zeitalter mit massiven Backlashs brachen herein. Der Körper wurde als sündige, vorübergehende Hülle dargestellt und mit abstrusen Fantasytropes angereichert. Das gestörte Verhältnis zu Sexualität, Tod und Körperfunktionen führte zum Verbot sinnvoller Errungenschaften der Vergangenheit. Die medizinische Forschung wurde durch das Tabu, an Leichen (oder selbst an lebenden Menschen) zu forschen, still gelegt.
Das durch die Ideologien der Menschen gestörte Weltbild schlug sich in vielfältiger Weise auf die Medizin nieder. Krankheit wurde häufig nicht nüchtern und objektiv als ein zu natürliches, zu behandelndes Leiden gesehen, sondern als etwas von kosmischen Ursprung. Sei es als Strafe, Zeichen oder Belohnung.
Die Profilierungssucht der Quacksalber nährte den Aberglauben der ungebildeten Bevölkerung. Die "Ärzte" wussten, dass sie immer eine gute Geschichte, die sich für die verschiedenen Glaubensgebäude adaptieren ließ, brauchten. Mystische, fantastische Erklärungen als Prolog für die spektakuläre Behandlung. Diese richtete rein zufällig entweder mehr Schaden an als die Krankheit oder nutzte nichts. In Ausnahmefällen half es.
Die Thematik ist eine schöne Veranschaulichung, was Verblendung anrichten kann. Wie sich die Leichtgläubigkeit der Menschen ausnutzen lässt, um institutionalisierte Machtkomplexe zu errichten. Diese verbreiten wirre Irrlehren in alle Bereiche des Lebens hinein. Heute sieht man das, in der westlichen Welt, nur noch in Form von Scharlatanerie und wissenschaftlich erwiesen wirkungslosen Heilverfahren und Therapien. Doch nur eine Zeitspanne von ein paar Generationen trennt die seriöse Medizin von Anwandlungen, die wie eine Mischung aus Splatter Horror und schwarzer Komödie anmuten. Entsprechend muss man als Leser entscheiden ob man je nach Naturell lachen oder mit aufgerissenen Augen schockiert sein soll. Ich lachte mit weit aufgerissenen Augen.
Heute liegt der Hemmschuh der modernen Medizin in dem Problem der Einseitigkeit. Etwa das Human Genom Projekt, dass von allen andere Forschungsrichtungen die Fördermittel abzog. Weiters wurde die Forschung einseitig in eine Richtung gedrängt und alle anderen Ansätze und Theorien viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ironischerweise kommt man jetzt zu keinen weiteren Ergebnissen. Im Gegenteil, die unterschätzte RNA spielte eine viel größere Rolle als angenommen. Subjektiv gesagt, hätte man zwar früher darauf kommen können, dass der Quellcode RNA etwas mit der Software DNA zu tun haben können. Aber whatever. Dazu könnte man noch weitere Beispiele aus jüngerer Vergangenheit ausgraben und die Zukunft wird noch genug ans Tageslicht fördern.
Es eröffnet eine sehr wahrscheinliche Option. Dass viele der als unantastbare Lehrmeinung von wichtigen Autoritäten geltende Ansätze teilweise oder ganz falsch sind. Was in einigen medizinischen Disziplinen in Zukunft Paradigmenwechsel mit sich bringen dürfte. Von Psychologie und Psychiatrie, die sich noch viel schwerer analysieren und quantifizieren lassen, ganz zu schweigen.
Wie man unsere Heilmethoden in der Retrospektive betrachten wird? Diese nicht individualisierte, auf pharmakologische Hämmer und mitunter unsicheren Therapien fußenden Verfahren. Dass fehlbare Menschen mit Stahl in andere Menschen schnitten. Die Verflechtungen von Politik und Pharmaindustrie. Und wie wenig wir über den Körper und seine Funktionsmechanismen wussten. In den Fehlern der Vergangenheit Demut zu suchen wäre gut, um derartige Irrwege nicht länger als notwendig beschreiten zu müssen.