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Feuerschwingen

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Gold! Für Inka und Iberer der wichtigste Rohstoff ihrer Weltraumflotten, seit sie die Erde verließen – und ein Zankapfel, der die alte Feindschaft ihrer Völker neu befeuert.

Umso verbissener suchen zwei ungleiche Männer nach dem sagenhaften Eldorado. Manco, Sonnenstaffelpilot der Inka, wittert ein Abenteuer, während Gonzalo,suspendierter Kommandant einer iberischen Sterngaleone, den eigenen Ruf retten will. Doch als Manco und Gonzalo auf der Erde stranden, müssen sie zähneknirschend zusammenarbeiten. Plötzlich steht mehr auf dem Spiel als Rätsel und Reichtum, aber kann das Zweckbündnis der beiden anders als mit Verrat enden?

341 pages, Kindle Edition

Published December 26, 2018

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About the author

Sabrina Železný

35 books5 followers
Sabrina Železný (*1986) ist Autorin und freie Lektorin. Sie schreibt sowohl Phantastik als auch Realistisches – verbindendes Element ihrer Projekte ist der Lateinamerika-Bezug, sei es als realer Schauplatz oder als magisch angereicherte Alternativgeschichte. Vor allem mit dem Andenraum ist sie dank zahlreicher Reisen und Aufenthalte vertraut, außerdem studierte sie Kulturanthropologie in Deutschland und Peru. Sie lebt mit exzentrischen Plüsch-Alpakas, einem überfüllten Bücherregal und einer Horde hübscher Rollenspielwürfel in Berlin.

Ihre Inkapunk-Space-Opera "Feuerschwingen" war für den SERAPH 2018 nominiert, ihr Roman "Kondorkinder" erhielt 2022 den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar.

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Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for reherrma.
2,152 reviews38 followers
March 20, 2020
Ich habe mir lange überlegt, ob ich zu diesem Roman überhaupt etwas schreibe, zu sehr habe ich mich durch die Lektüre gekämpft. Unter normalen Umständen hätte ich den Roman nach wenigen Seiten in die Ecke geschmissen oder wahrscheinlich erst gar nicht gekauft, aber durch den Lesezirkel unserers SF-Stammtisches wollte ich doch eine einigermaßen faire Review abgeben.
Mag sein, dass ich, was das Genre SF angeht, etwas voreingenommen bin, aber sorry, es handelt sich hier um einen Etikettenschwindel, das ist kein SF-Roman, auch wenn man immer wieder den Vergleich zu Star Wars oder Firefly heranzieht, beide Vergleiche sind jedoch auch keine Science Fiction, sondern Fantasy oder allerhöchstens SciFi. Auch mit der Tatsache, dass es sich hier um eine alternative Zukunft handelt und buchstäblich damit alles mögliche und denkbare beschrieben werden könnte, damit kann ich mich nicht abfinden, denn im Begriff SF ist das das Wort Science enthalten und wo war hier eine einigermaßen nachvollziehbare wissenschaftliche Spekulation ? Inkas und Iberer sind die Hauptmächte im Imperium, sie fliegen mit Papier-Raumschiffen durch die Gegend und behalten immer ihre ethnischen Eigenheiten, die sie vieleicht schon vor 500 Jahren während der spanischen Eroberung Südamerikas gehabt haben (Inkas sind lieb und lügen nicht, die Iberer sind verschlagen, gewalttätig, immer hinter dem Gold/Eldorado her und ganz üble Rassisten). Der ganze Roman wird beherrscht von diesen Klischees und Vorurteilen, außerdem ist mir all dieses esoterische Brimborium zutiefst zuwider und gehört m.E. nicht in einen ernsthaften SF-Roman, aber das ist nur meine subjektive Meinung. Die Action-Szenen sind m.E. größtenteils konstruiert und z.T. überflüssig, die gesamte Handlung und die SF-Stilmittel (KI-Hologramme, Androiden, Raumschiffe, gesellschaftliche Spekulationen) empfand ich als infantil und fantasielos.
Dass die Autorin schreiben kann, (und sich in der Geschichte Südamerikas auskennt) das bezweifle ich gar nicht, die Dialoge sind lebendig und die Interaktionen, z.B. Mancos mit seiner Schwester sind sehr feinfühlig und schön geschrieben, das Genre SF hat die Autorin, meiner Ansicht nach, jedoch verfehlt... Sorry !
Profile Image for Stephan.
289 reviews7 followers
February 21, 2020
Feuerschwingen postuliert eine Zukunft, in der die Menschheit die Erde verlassen hat, und in die "Zwillingsgalaxien" ausgewandert ist. Dort existieren Gesellschaften, die sich stark an Kulturen des 15.-19. Jahrhunderts orientieren. Neben den Inka und den Iberern, die im Zentrum der Handlung stehen, werden auch das französische Kaiserreich und die "Danubier" erwähnt, und die scheinbar englischen Kaperflieger.

Das Buch schildert die Begegnung des Inka Manco und des Iberers Gonzales, die im Lauf diverser gemeinsam und getrennt erlebter Erfahrungen ihre ursprüngliche Abneigung überwinden und zu Freunden werden.

Von der ersten Szene des Buchs war ich eher angetan - die beiden Protagonisten begegnen sich in einer Raumbar und sticheln sich gegenseitig. Das ist natürlich ein Klischee, ich empfand es aber eher als eine bewusste Anleihe aus den Traditionen des Genres. Leider ist es bei diesem guten Eindruck nicht geblieben. Die zentralen Charaktere sind inkonsistent, die Nebendarsteller sind eindimensional, und Handlung und Worldbuilding kann man nur mit "Sentimentalität schlägt Logik" beschreiben.

Im einzelnen: In der Anfangsszene wirken die beiden Protagonisten wie alte Raumhasen, die schon viel herumgekommen sind, die sich und ihre Schwächen kennen, und genug Zeit hatten, um ihre Abneigung reifen zu lassen. Aber im Rest des Buches wirken sie bestenfalls wie pubertierende Teenager, ohne Lebenserfahrung, ohne ernsthafte Ausbildung, und ohne mehr als nur marginale Kenntnis ihrer Umgebung. Die "überraschende Wendung" riecht man schon im ersten Drittel.

Der wichtigste Antagonist ist ein sadistischer Kannibale, sein Gehilfe ein Möchtegern-Vergewaltiger, und die französische Korsarin ist nicht nur edel und gut, sondern hat auch nichts anderes zu tun, als unsere Helden immer mal wieder zufällig zu treffen und dann von A nach B zu schippern. Die "Zwillingsgalaxien" sind politisch wie astronomisch unplausibel - ich habe nicht den Eindruck, dass die Autorin eine klare Vorstellung davon hat, was eine Galaxis ist. Die Kulturen der Inka und der Iberer sind oberflächliche Karikaturen - technisch weiterentwickelt, gesellschaftlich auf dem Stand des 15. Jahrhunderts. Klar, einen Freischuss hat jeder SF-Autor oder jede Autorin. Aber der ist mit dem Konzept "Inka/Iberer im Weltraum"aufgebraucht. Hier passt auch sonst nichts zusammen.

Von daher: Das Buch ist keine Science Fiction, sondern eine unheilige Mischung aus Young Adult Romance und schlechter Fantasy mit ein paar oberflächlich eingetünchten SF-Elementen (Raumschiffe, Hologramme, Datenkristalle). Die Handlung wird durch Zufälle getrieben - es scheint so, als hätte die Autorin an nichts Interesse als den Beziehungen ihrer Helden. Für einen echten Young-Adult-Roman sind mir die Vergewaltigungs- und Folterphantasien zu dunkel. Es gibt eine Reihe von Fantasy-Elementen, von dem Kampf gegen die Killer-Lamas über die "magischen" Hologramm-Steine bis zum abschließenden Schwertkampf. Aber dann gibt es Raumschiffe, die in wenigen Stunden von Planet zu Planet fliegen, zur alten Erde aber ein "Portal" brauchen. Aus unklaren Gründen braucht der Betrieb von Raumschiffen Gold - ob als Baumaterial oder als Treibstoff bleibt offen, aber es scheint sich zu verbrauchen - zumindest bei Inka und Iberern. "Kaperflieger" und Korsaren scheinen das Problem nicht zu kennen. "Kredenzialkarten" werden scheinbar (zwillings-)galaxienweit als Identitäts- und Zahlungsmittel akzeptiert - selbst in ansonsten verfeindeten Staaten, und bei Kulturen wie den Inka mit ihrem ansonsten völlig fremdartigen Aufzeichnungs- und Zahlensystem.

Am stärksten sind die romantischen Szenen. Auch ist das Buch sprachlich ok. Aber wer kauft nur dafür einen SF-Roman? Tut mir leid, aber ich kann das Buch nicht empfehlen.
Profile Image for Irifev.
194 reviews5 followers
February 12, 2020
Da ich von der Autorin bisher recht begeistert war, bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen - die es leider nicht erfüllen konnte.
Zwar ist das Buch selbst solide bis gut geschrieben, der SciFi-Hintergrund wirkte für mich aber oft nur wie eine Kulisse. Auch konnte mich die Geschichte nie wirklich fesseln - ich hatte nicht das Gefühl, dass es auf etwas anderes als ein Happy End zusteuern könnte. Die Beziehungsgeschichte war m.E. auch zu vorhersehbar, und hat mich am Ende hin eher gestört - auch wenn das der Epilog etwas gerettet hat.
Die Umsetzung der kulturellen Eigenheiten der beiden Völker war größtenteils gelungen - auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass die Inkas immer noch nicht wissen, was ein Rad ist. Die Evolution war bei den Lamas recht fleißig, was ein interessantes Element war. Auch die Tatsache, dass Inkas nicht lügen dürfen, war diverse Male geschickt in die Handlung eingebaut.
Fazit: Ich werde als Leser Sabrina treu bleiben - aber eher bei historischen Geschichten als im SciFi-Genre.
Profile Image for Callibso.
982 reviews20 followers
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February 20, 2020
Aufgrund der eskalierten Twitter-Diskussion schreibe ich keinen Review, sondern nur ein kurzes Statement:

Das Buch hat einige beeindruckende Szenen, z.B. am Anfang. Insgesamt hat es mir aber nicht gefallen.
Es spielt mit Themen der klassischen Space Opera Topics (Raumschiffe etc.), kümmert sich dann aber nicht um den Unterbau (d.h. alles, was es braucht um plausibel zu sein).
Ich fand den Weltenbau, der mit Inkas und Spaniern in unserer Welt verankert ist, nicht überzeugend, da diese sich in keinster Weise weiterentwickelt haben und immer noch so sind, wie vor 500 Jahren.
Ich fand die Handlung zu voraussehbar, die Schauplätze nicht exotisch und die Inkakultur-Anteile zu gering.
1 review
February 26, 2020
Es ist kein SF. Eher ein kleiner, netter Liebesroman. Ist ja auch nicht schlimm, der ist allemal gut und unterhaltsam geschrieben. Warum man dazu Inkas, Iberer und Lamas braucht, erschließt sich mir nicht. Die Protagonisten hätte man vielleicht etwas ausführlicher und tiefer gestalten können, aber das geht hier noch. Leider ist das Ende des Buches schon sehr sehr frühzeitig klar und offensichtlich.
Was ich eher als merkwürdig bis verstörend wahr nehme, ist die vom Verlag bei Twitter angestoßene Diskussion (in der Twitter Diskussion wird ausdrücklich auf Goodreads verwiesen, somit sollte die Nennung hier ok sein). Hier wird mit einer Wucht und einer Wut auf die augenscheinlich als ungerecht empfundenen Rezessionen auf Goodreads von verschiedenen Personen "eingedroschen". Gänzlich unangenehm wird mir das Ganze dann aber, als ich mitbekomme, dass eine der austeilenden Personen Jurymitglied der Phantastischen Akademie ist. Das verschlägt mir die Sprache.
Profile Image for PeterS.
43 reviews
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February 19, 2020
DNF
Es tut mir leid, aber ich muss das Buch nach ca. 30% abbrechen.
Es ist einfach nicht meins.
Ich gebe deshalb keine Sternebewertung, werde aber meine Beweggründe darlegen:

Ich habe das Buch im Rahmen unseres Lesezirkels gelesen, und mich schon darauf gefreut: Eine Autorin, die sich selbst bei Twitter als @lamahueterin bezeichnet, Inkas und Lamas im Weltraum, das gibt schonmal eine positive Grundstimmung, das empfinde ich als sehr originiell.

Genau das ist der Roman für mich auch, aber er hat mich einfach nicht gepackt: bei mir ist keine Spannung aufgekommen: mir reicht bei einem Roman nicht, dass schrittweise Geheimnisse gelüftet werden und die Protagonisten sich entwickeln, gerade bei einem SF-Roman, der in einer fiktiven Zukunft (und hier auch in einer Parallel-Welt) spielt, brauche ich für einen Spannungsbogen nach meinem Geschmack einen gesellschaftlichen, gerne auch ein wenig technischen Unterbau, der die Geschichte für mich authentisch macht und mich reinzieht.
Das war für mich ganz klar nicht der Schwerpunkt des Romans: auch waren die Protagogonisten für mich eher schablonenhaft gezeichnet (das was andere Rezensionen als Klischees bezeichnet haben: der Inka, der nicht lügen kann, der Iberer, der Gewalttätig, rücksichtslos, rassistsich, etc. ist): zwar haben die Protagonisten sich entwickelt, das hat mir aber nicht gereicht.

Abgesehen davon empfand ich den Roman als solide und gut geschrieben, die Grund-Idee des Romans ist herrlich originell und klar, Lamas gehen immer. In diesem Sinne:
Vorgeschmack auf die Stammtisch-Diskussion
Profile Image for Alvar Borgan.
62 reviews6 followers
February 15, 2020
Sabrina Zeleznýs Roman "Feuerschwingen" zeigt wieder mal, dass sich bei Kleinverlagen schöne Entdeckungen machen lassen!

Inkas im Weltraum - das klang für mich zunächst seltsam. Doch dann fiel mir auf, dass "Star Wars" auch nichts anderes ist als Samurai im Weltraum. Und Sabrina Zelezný versteht von Inkas zweifellos mehr als Georg Lucas von japanischer Kultur.

Sprachlich ist der Roman besonders stark, wenn es um Gefühl und Atmosphäre geht. Gleich die ersten Seiten, auf denen sich der Held von seiner kleinen Schwester verabschiedet, sind wundervoll. Die Actionszenen fand ich weniger mitreißend. Ich tue mich schwer damit, zu begründen, warum mich manche Teile des Romans mehr ansprachen als andere, aber es war so.

Und lernen kann man aus dem Buch auch etwas: Es kann nicht schaden, Passwörter gelegentlich mal zu wechseln …
Profile Image for Saskia Dreßler.
92 reviews1 follower
February 23, 2020
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich fand es toll, dass einmal ein Blick auf andere Kulturen geworfen wurde und ich finde, dass sehr gut mit den bekannten Vorurteilen, während des Romans gebrochen wird.
Der einzige Kritikpunkt, den ich vielleicht habe, ist, dass mir bei den Karperfliegern die Motivation für die ganzen Intrigien ein bisschen fehlt. Hier hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen dazu gehabt.
Aber sonst fand ich den Roman kurzweilig und unterhaltsam. Er spielt mit verschiedenen Annahmen und er ist sprachlich gut geschrieben. Ich hatte meine Freunde beim Lesen.
Profile Image for Emma.
741 reviews30 followers
November 26, 2021
Ein sehr unterhaltsames SciFi-Buch mit schöner Prämisse und kleinen Schwächen.

Vor allem der Klappentext hat mich auf eine falsche Fährte gelockt und ich hatte im Mittelteil ziemlich mit Schwierigkeiten zu kämpfen, weil ich davon ausgegangen war, dass dieses Buch einen Inker und einen Iberer im Weltall dabei begleitet, wie sie auf der Erde von Einst nach Eldorado suchen. Tja, das fasst das erste Drittel ganz gut zusammen - aber dann sind sie auf der Erde fertig, das Geheimnis um Eldorado gerät etwas in den Hintergrund und die Zwistigkeiten zwischen den Völkern und den beiden Männern, die noch nicht erkennen, dass da eine Romanze zwischen ihnen aufkeimt, sowie ein böser Kaperflieger mit hohen finsteren Plänen für die Galaxis treten in den Vordergrund. An sich waren diese Handlungsteile alle sehr unterhaltsam und lasen sich spannend, aber ich war doch etwas angefressen, dass der verlassene Planet und das Geheimnis erledigt sein sollten und vorbei waren. Da hatte ich einfach völlig falsche Erwartungen - und deshalb finde ich den Klappentext schlecht. Er sollte schon die richtigen Erwartungen wecken oder zumindest nicht so sehr in die Irre führen ... natürlich ist das eine Kunst für sich, aber die ist hier verfehlt.

Etwas, das ich sehr spannend fand, das auf dem Klappentext auch gänzlich fehlt, ist das Thema Hologramme und wie es sich mit den Inka aber auch Iberern verhält. Hologramme, ihre Strahlung, ihre Gefahren, ihr Potential - sie spielen eine unglaublich große Rolle für das Buch und für Manco, der in ein Hologrammmädchen verliebt ist. Leider verliert er sich dabei immer mehr in der Strahlung und deren Folgen ...
Einige Aspekte hätte ich mir noch mehr ausgearbeitet gewünscht, da war das World Building nicht ganz vollständig - bzw. die Erzählung ist da sehr schnell drüber gesprungen, auch wenn es vielleicht ausführlicher hätte sein können. Abgesehen von Pacha und dem starken ersten Drittel war die Atmosphäre manchmal etwas sehr generisch, ob Raumschiff oder Planet der Iberer oder Inka, man konnte das alles nicht richtig auseinander halten.

Alles in allem eine Leseempfehlung für Liebhaber von SciFi, die weder auf Hard SciFi stehen noch etwas gegen leichte historische Einschläge oder eine (sehr zarte) Liebesgeschichte zwischen zwei Männern haben und sich an meinen Kritikpunkten nicht stören würden. Man sollte sich auf jeden Fall eine eigene Meinung bilden und den Klappentext ignorieren.
11 reviews2 followers
January 21, 2020
Killerlamas, furchtbar. Waren doch mal so niedliche Tiere.
Viel interessanter ist aber, wie den beiden Helden das schlechte Gewissen plagt.
Ich bin gespannt, wie das Geschichte endet.
Profile Image for Jersy.
1,218 reviews109 followers
December 23, 2023
Erstmal zu der ganzen Diskussion, ob das nun Science Fiction ist oder nicht: Es ist eine Abenteuergeschichte im Weltall mit mehr Fokus auf die Beziehung der Protagonisten zueinander als auf Technik und futuristische Ideen. Was das für euch ist, dürft ihr selber entscheiden, für mich spielt es für meine Meinung über das Buch kaum eine Rolle.
Mein einziger großer Kritikpunkt ist, das man diese Handlung schon tausendmal gesehen und gelesen hat: Zwei die eigentlich verfeindet sein sollten lernen sich zu vertrauen, einer bricht das Vetrauen, fühlt sich schlecht, bla bla bla. Das macht den Großteil des Buches leider vorhersehbar.
Allerdings wird das durch die Figuren, die Ideen der Autorin und die Art, wie es geschrieben ist so gut wie ausgeglichen. Manco und Gonzalo haben eine tolle Chemie, sind beide sehr interessant und haben ihre Probleme, gegen die sie ankämpfen müssen. Die Dinge, die sie erleben, sind spannend geschildert, außerdem hat das Buch Lust gemacht, mehr über südamerikanische Geschichte zu lernen und liest sich fließend weg.
Gerade die sehr persönlichen Momente zwischen den Charakteren sind berührend geschrieben, ohne unnötig sentimental zu wirken.
Ich finde es besonders rückblickend sehr spannend, dass das hier größtenteils ein Romance - Plot mit entsprechenden Tropes ist, ich aber dadurch, dass ich Null damit gerechnet habe, es damals dennoch genießen konnte, obwohl mich Liebesgeschichten total abschrecken.
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,247 reviews
January 31, 2025
Darum geht’s:

Die Inka und die Iberer haben die Erde schon lange verlassen und leben als verfeindete Völker in Zwillingsgalaxien weit weg von ihrem ursprünglichen Heimatplaneten. Der Inka Manco meint, den Weg zu einem riesigen Goldschatz zu kennen, und als der Iberer Gonzalo das mitbekommt, zwingt er Manco, ihn mitzunehmen. Die beiden belauern und misstrauen sich, bis sie gezwungen sind, doch zusammenzuarbeiten.

Meine Meinung dazu gibt’s hier
Profile Image for Kat.
50 reviews18 followers
January 4, 2019
Phantastisches Abenteuer im Weltraum mit einem kräftigen Schuss Geschichte und Kultur.

Zwei völlig unterschiedliche Abenteurer, die aufeinander treffen: Gonzalo, ein raubeiniger iberischer Kommandant, und Manco, erfolgreichster Staffelflieger der Inka. Beide sind auf der Suche nach dem legendären Eldorado - oder wohl eher, dem Gold, das sie dort zu finden hoffen -, und beiden ist klar, dass nur einer von ihnen Erfolg haben kann.

Eine ungewöhnliche Mischung von Zukunft und Vergangenheit, die zurecht den Begriff Inkapunk verdient.
Profile Image for Katherina.
Author 36 books32 followers
February 12, 2025
Das Buch lag bei mir seit dem BuCon 2018 auf dem Stapel ungelesener Bücher. Als auf dem Ohneohren-Server eine Leserunde dafür ins Leben gerufen wurde, dachte ich, dass ich das Buch endlich von diesem Stapel befreien sollte - und erstes Spontanfazit: Warum habe ich es bitte nicht schon damals gelesen?!

Es ist ein gutes Buch, auch wenn es ein paar Punkte gab, für die ich einfach gern gewarnt worden wäre, ehe ich zu lesen beginne. So war ich anfangs recht misstrauisch, wie der Umgang mit Süchten in diesem Buch vonstatten gehen würde - gleich die ersten Szenen spielen in einer zwielichtigen Spelunke und sowohl Manco als auch Gonzalo frönen dem Alkohol. Und weil Alkoholsucht in unserer Gesellschaft so normalisiert ist und auch gar nicht hinterfragt wird, und auch solche Spelunkenszenen ein geradezu klassisches Element in vielen Unterbereichen der Fantastik ist, hatte ich ein ungutes Gefühl.
Aber letzten Endes geht das Buch sehr reflektiert mit dieser Sucht - und anderen Süchten (wie der von Manco nach Kommunikation mit den Hologrammen) um. Es ist realistisch, manchmal schmerzhaft realistisch, aber beide Charaktere werden mit dem Substanzenmissbrauch deutlich konfrontiert. Ich fand das gut gelöst, aber dies wäre dann eine Warnung für Lesende, die nicht unvorbereitet in die Geschichte reinfallen möchten.

Ich mochte die Welt unglaublich gern. Ehrlich gesagt so gern, dass ich mir Spin-Offs wünschen würde, in denen meine dringlisten Fragen geklärt werden könnten:
- Wann und warum wurde in dieser alternativen Historie eigentlich die Erde verlassen, um im Weltraum zu siedeln?
- Es gibt Kosaken, ein französisches Kaiserreich, die Iberer und die Inka (erwähnt werden außerdem Moche) - aber wen gibt es sonst noch so? Was machen die? Wie sehen deren Raumschiffe aus?
- was für Androiden gibt es sonst noch, und was können die?
- was wird eigentlich nach dem Ende des Buches aus Ravenne und Asiri?
Ich wäre gern noch in der Welt der Feuerschwingen geblieben und hätte einfach erkundet. Dass der Roman das nicht liefert, ist keine Kritik - der erzählt nun mal die Geschichte der zwei sehr ungleichen Feuerschwingen und nicht mehr, nicht weniger. Ich will damit im Gegenteil ausdrücken, dass ich die Romanwelt drumherum als so lebendig empfand, dass ich gern zwischendurch die Hauptfiguren stehen gelassen hätte, um in der Weltgeschichte herumzuerkunden.

Das Abenteuer, das hier erzählt wird, ist aber auch nicht ohne. Neben waschechten menschlichen und nichtmenschlichen Monstern, vor denen es zu entkommen (oder die es zu besiegen) gilt, müssen beide auch mit ihren ganz eigenen Dämonen zurechtkommen. Schicht für Schicht entfaltet sich, warum Gonzalo eigentlich so unfassbar aggressiv auf Mancos Umgang mit Hologrammen reagiert - und warum Manco so geworden ist, wie er ist.
Dass die beiden außerdem sich im Laufe der Handlung als Desasterqueers (liebevoll gemeint) herausstellen, ist die Kirsche auf der Sahnetorte, auch wenn es ein paar Mal zu Situationen führt, in denen ich die zwei gern mit den Stirnen aneinandergedoingt hätte.
Die Suche nach Eldorado wird dabei zu einer Projektionsfläche, vor der sich innere und äußere Kämpfe entfalten dürfen - so lange, bis es plötzlich um etwas Größeres geht.

Weitere Content Notes, die dabei helfen könnten, abzuschätzen, ob das Buch was für euch wäre:

Für mich war das Ausmaß gut händelbar, obwohl gerade der letzte Punkt einer ist, mit dem ich oftmals nicht gut umgehen kann.
Profile Image for Roxane Bicker.
Author 19 books28 followers
April 2, 2020
Inkapunk. Schon mal davon gehört? Nein? Dann solltest Du dieses Buch lesen!
In einer fernen Zukunft haben Iberer und Inkas die Erde verlassen und den Weltraum erobert. Doch die beiden Reiche verbindet eine uralte Feindschaft, ein instabiler Waffenstillstand und die Gier nach Gold. Der Inka Manco glaubt, den Weg zum uralten Goldland Eldorado gefunden zu haben und kehrt dafür zur Erde zurück. Doch der Iberer Gonzalo hat sich als blinder Passagier in das Schiff des Inka geschlichen und will ihm das Geheimnis abjagen. Doch bereits auf der Erde zeigt sich, das das Schicksal für die beiden Männer einen ganz anderen Weg vorgezeichnet hat, als sie sich vorgestellt haben und das die Zukunft der beiden Sternenreiche in ihren Händen liegt.
Was für ein tolles Buch! Die Autorin versteht es hervorragend, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verknüpfen und die uralte Suche nach dem legendären Eldorado neu zu erzählen. Wobei, diese Suche ist das Geringste an der Geschichte. Viel mehr steht die Entwicklung von Manco und Gonzalo im Vordergrund, wie aus Feindschaft sich langsam Vertrauen, Freundschaft und (*pssssst* Spoiler!) auch schließlich Liebe entwickelt. Die gegenseitige Zuneigung, die sich zunächst keiner der beiden eingestehen will, ist so schön beschrieben und es wird der Romanze auch so viel Zeit gegeben, das es wunderbar zu begleiten ist und ich richtiggehend mitgefiebert habe.
Sprachlich wunderbar und vielfältig, spannend aufgebaut, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte - und dann doch das Ende hinausgezögert habe, weil ich einfach nicht wollte, dass diese wunderbare Geschichte vorbei ist.
Mein bisheriges Lesehighlight des Jahres und eines der wenigen Bücher, die ich gleich wieder von vorne anfangen könnte - wenn der Lesestapel nicht so hoch wäre...
Weil ich nicht mehr als 5 Sterne vergeben kann, gibt es als Bonus noch 5 Lamas oben drauf! 🦙🦙🦙🦙🦙
Eine absolute Lese-Empfehlung!
Profile Image for Jesse Kilior.
Author 1 book1 follower
October 13, 2020
Überraschend & Authentisch

◇ Spontan hat mir direkt gefallen, dass die beiden Protagonisten alles andere als perfekt sind. Gonzalo flucht zu viel und hat ein Alkoholproblem. Manco hat ein anderes Suchtproblem.
◇ Die Welt an sich hat mich nicht ganz so überzeugt, vor allem, was die Interaktionen mit technischen Geräten anging erschien mir vieles zu umständlich (z.B. wird zum Bestätigen ein Ja auf einen Bildschirm geschrieben).
◇ Gefallen haben mir die Parallelen zu realen Orten und sehr schöne, sehr bildliche Beschreibungen.
◇ In manchen Dingen war es meiner Meinung nach zu einfach für die Protagonisten, zum Beispiel als sie sich Zugang zu einem verschlossenen Raum verschaffen müssen, zufällig den Code noch von früher kennen und der sich auch seither nicht geändert hat.
◇ Die Thematik Hologramme und das hin und her driften zwischen Realität und Erinnerungswelt ist ein großes Thema, das mit stellenweise etwas zu viel Raum einnahm.

◇ Gefallen haben mir auch die vielen unterschiedlichen Formen von Lamas (ok, nicht alle 😂)
◇ Letztendlich liegt der Hauptfokus aber auf der Beziehung zwischen den zwei Protagonisten und die ist meiner Meinung nach gelungen dargestellt.
Sie gehen einen langen Weg, irgendwo zwischen Hass und Verrat, entstehender Freundschaft und vielleicht sogar mehr. Hier barg die Handlung immer wieder Überraschungen und man wusste, wie die Protagonisten selbst, nicht woran man ist und hat richtig mitgefiebert.

Fazit: Etwas anders als erwartet, da die ursprüngliche Quest (Eldorado) schnell einer neuen gewichen ist, spannende Wendungen, authentische Protagonisten und am Ende eine sehr positive Gesamtmessage. Ein schönes Buch, wenn auch nicht in jedem Aspekt komplett überzeugend.
2 reviews
February 22, 2020
Das Werk versucht in den trüben Gewässern derjenigen zu fischen, die überall und jederzeit einen Angriff auf ihre propagierte Diversität und Gendergerechtigkeit sehen. Dabei ist das Buch und der 
Plott völlig lieblos und austauschbar gehalten. Nehmen wir statt Inkas Schnee im Tal (ruhig, sanft und tief) und statt Iberer das im Berg hängende Schneebrett (drohend, unberechenbar und latent zerstörerisch). Das Buch, der Plott, bleibt gleich.
Diese amateurhafte Unausgegorenheit wird man im gesamten Werk nicht mehr los. Was hier von manchen hineininterpretiert wird ist schon bemerkenswert. Dabei ist dieses Werk nur eines: Schlecht.

Euer MuchoMachoGrandeOldWhiteMan
Profile Image for Hendrik.
Author 2 books1 follower
February 7, 2023
Inkas im Weltraum? Irgendwie anders, als man denkt!
+++++ Achtung, diese Rezension enthält leichte Spoiler +++
Sabrina Železnýs erster Science-Fiction-Roman „Feuerschwingen“ macht vieles anders, als man denkt – zumindest ging mir es so.
In einer fernen Zukunft sind die Inka nicht untergegangen, sondern haben wie viele andere Völker der Erde den Schritt in den Weltraum vollzogen. Auf der Jagd nach Gold, einer nach wie vor wichtigen Ressource, schließen der Iberer Gonzalo und der Inka Manco einen zeitweiligen Pakt, sind sie doch beide auf der Suche nach dem legendären El Dorado. Dass die Völker nach wie vor wie auch zu Kolonialzeiten verfeindet sind, macht die ganze Sache nicht einfacher. Mutierte Lamas übrigens auch nicht.
Dies ist die Ausgangssituation von Sabrina Železnýs „Feuerschwingen“ (der soweit ich weiß im NaNoWriMo entstanden ist). Im weiteren Verlauf der Handlung entwickelt sich der Roman jedoch in eine sehr andere Richtung. Dies muss man mögen. Wer jedenfalls glaubt, dass es die ganze Zeit um die Jagd nach El Dorado geht und darauf hinfiebert, wer es zuerst findet, wie es dort aussieht und wer sich das Gold unter den Nagel reißt, der wird vermutlich enttäuscht werden.
Vermutlich fällt es mir darum auch schwer, den Roman zu bewerten. Denn die Geschichte von Manco und Gonzalo ist lustig, spannend, dramatisch, schön und wie alle Bücher der Autorin von einer besonderen sprachlichen Eleganz und Magie, die zum Träumen anregt und einfach Spaß macht, zu lesen. Sie ist nur (auch) etwas anderes, als sie zu Beginn suggeriert zu sein. Sie ist keine reine Schatzsuche, keine Schnitzeljagd, kein Indiana Jones im Weltraum. Auch der Science-Fiction-Aspekt ist im Übrigen schwächer, als man erwarten mag und vielleicht manchem Science-Fiction-Fan lieb ist. Es gibt Raumschiffe und fremde Planeten und Strahlenwaffen, aber an vielen Punkten tritt das Genre in den Hintergrund und große Teile der Geschichte könnten auch in einem anderen Setting ohne große Änderungen funktionieren.
Das klingt nach großer Kritik, die es aber nicht sein soll. Ich habe Mancos und Gonzalos Reise sehr genossen und mit ihnen gelacht und gelitten. Mir ist es nur wichtig, einmal darauf hinzuweisen, dass die Reise anders verläuft, als man am Anfang vielleicht denkt (jedenfalls ging es mir so). Aus diesem Grund gebe ich „Feuerschwingen“ eine 8/10. Der Roman macht Laune und unterhält gut, mich persönlich haben andere Geschichten der Autorin wie „Das Geheimnis des Mahagonibaums“ oder „Kondorkinder“ aber noch stärker verzaubert.
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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