Der Geist des Riesengebirges als Hüter verborgener Schätze, als Beherrscher von Wind und Wetter, als Machthaber über das Reich der Naturgewalten – so tritt er uns in Otfried Preußlers Rübezahlgeschichten entgegen: geheimnisvoll, groß und mächtig wie das Gebirge selbst.
Otfried Preußler (sometimes spelled as Otfried Preussler) was a German children's books author. His best-known works are The Robber Hotzenplotz and The Satanic Mill (Krabat).
He won the Deutscher Jugendliteraturpreis in 1972 for Krabat. He has sold roughly 50 million copies worldwide.
He was born in Liberec (German: Reichenberg), Czechoslovakia. His forefathers had lived in this area since the 15th century, working in the glass industry. His parents were teachers. After he graduated school in 1942, in the midst of World War II, he was drafted into the Wehrmacht Heer. Although he survived the military action on the Eastern Front, he was taken prisoner as a 21-year-old lieutenant in 1944. He spent the next five years in various POW camps in the Tatar Republic.
After his release in June 1949, he was lucky to find his displaced relatives and his fiancée, Annelies Kind in the Bavarian town of Rosenheim. They celebrated their wedding that same year.
Between 1953 and 1970 he was initially a primary school teacher, then a school principal in Rosenheim. There his talents as a storyteller and illustrator were put to good use, and often the stories he told the children would later be written down and published.
Preußler died on February 18, 2013 in Prien, Chiemsee.
Otfried Preußler entstammt noch einer alten Zeit, als Kinderbücher nicht entweder flache Verblödungsgehilfen oder alternativ Sex-and-Crime für 5-Jährige waren: Seine Sprache ist kultiviert und gebildet, nicht ganz einfach, mit viel böhmischem und schlesischem Lokalkolorit gefärbt. Nicht per-press auf Kinder getrimmt, sondern auch für Erwachsene lesenswert, auf literarischem Niveau.
Die vorliegende Sammlung von Geschichten über den Herrn des Riesengebirges liest sich dann auch entsprechend. Eine kurze Einführung zu jeder Geschichte, die eine Motivation für deren Inhalt enthält, leitet auf die kurzen, meist nur wenige Seiten langen Geschichten hin. Die schöne Zweiteilung in das "erste Dutzend" und das "zweite Dutzend", mit einer Vor-, Mittel- und Nachgeschichte gefällt mir auf einer ästhetischen Ebene sehr gut. Die Geschichten selbst sind meist eher Anekdoten, aus verschiedenen Quellen wie Musäus und anderen nacherzählt, die verschiedene Aspekte Rübezahls (ich hoffe, er vergibt mir die Verwendung dieses Schmähnamens!) beleuchten: Der Helfer der Armen und Bedrängten, der Schrecken der Unterdrücker und Gierigen, der unheimliche erbarmungslose Geisterspuk, der hintersinnige humorvolle Trickser.
Viele schöne Aquarellzeichnungen (leider nur in schwarzweiß) lockern den Inhalt auf. Das Papier ist sehr dick, so dass der 200-Seiten-Band viel mächtiger wirkt, als es der Inhalt hergibt - vor allem, da recht großzügig mit Schriftgröße und Weißraum gearbeitet wurde.
Gewiß kein Vergleich zu Preußlers Meisterwerk "Krabat" - aber doch eine Lektüre, auch zum Vorlesen, die Kindern wie Erwachsenen gefallen wird.