Illy ist ein Wildfang, besitzt einen scharfen Verstand und einen Urgroßvater namens Tatka. Der ist ein Auslaufmodell: Berserker im Greisengewand, letzter Fassbinder Tirols, Anhänger der untergegangenen K.u.K.-Monarchie und bald schon der älteste Mann im Dorf. Wenn Illy an ihren freien Nachmittagen bei ihm in der Werkstatt sitzt, lauscht er mit seinem guten Ohr ihren Berichten, erzählt vom untergegangenen Kaiserreich und weiht Illy ins Fassbinder-Handwerk ein. Sie wiederum teilt mit ihm jedes Geheimnis, etwa, dass in dem Atlas, den sie gerade erst in der Schule bekommen hat, ein seltsamer Name steht: Tristan Unger. Tatsächlich verliebt sich Illy Jahre später in Tristan, einen Außenseiter, der so gar nicht in die Tiroler Dorfidylle passen will. Die Eltern verbieten ihr den Umgang, nur Tatka deckt die junge Liebe. Doch Illy erkennt eines Tages selbst, dass sie eine Entscheidung treffen muss. Noch ahnt sie nicht, dass die Konsequenzen dieser Entscheidung sie ein Leben lang begleiten werden.
Das Buch hat mich eiskalt erwischt 🥺 Die Beziehung zwischen Illy und ihrem Uropa Tat‘ka hat mich tief berührt und an meine eigenen Großeltern erinnert. Dazu das herrliche Setting in den Bergen Österreichs, ich liebe es!
Dieses Buch ist so gefühlvoll geschrieben. Ich fühlte mich selbst sehr an meine Großeltern erinnert. Wir schauen Illy episodenhaft beim Erwachsen werden zu und bekommen mit, welch starkes Band sie mit ihrem Ur- Großvater Tat‘ ka verbindet. Es geht hier um die erste Liebe,vielleicht auch um die Letzte, Verluste, Trauer und Schuld aber auch um Hoffnung, Heimatverbundenheit und um das Entwachsen aus Kinderschuhen. Aber auch um das Zurückkehren und Bleiben. Tat‘ka ist für Illy eine liebevolle Bezugsperson und gleichzeitig findet sie einen Rückzugsort bei ihm, fühlt sich auch ohne viele Worte verstanden und beginnt als junge Erwachsene selbst zu verstehen. Ich habe das Buch so gerne gelesen. Tat‘ka und Illy wurden liebevoll gezeichnet. Mir hat Tat‘kas Humor und seine liebenswerte Sturheit sehr gefallen. Illys Eltern blieben etwas blass, aber das sollten Sie wahrscheinlich auch, da somit die sehr besondere Beziehung zu ihrem Ur-Großvater herausgestellt werden konnte. Für mich werden beide Protagonisten in ganz liebevoller Erinnerung bleiben. ❤️
"Eine Zeitlang war nur das Klappern meines Löffels zu hören, der sich scheinbar ohne mein Zutun über das Eis hermachte. Bissen um Bissen führte ich in den Mund, kaute, schluckte, blieb hungrig. Als ich den Löffel schließlich niederlegte und die Hand sinken ließ, legte Tat'ka seine, vierfingrig und sonderbar warm, darauf. Plötzlich war das Leben erträglich. Minus und Minus gibt Plus."
Gut durchdachte, herzerwärmende Großvater-Enkelin Geschichte voll österreichischem Lebensgefühl.
Schlaglichtartig in fünf Tagen (zu je einem Kapitel) folgen wir der jungen Illy von ihrer Kommunion (1986) bis zur Beerdigung ihres Urgroßvaters (2004). Illy erlebt Liebe und Leid, doch immer gestützt durch die liebevolle Beziehung zu ihrem Urgroßvater, der ihr am Ende den Weg zu einem Neuanfang aufzeigt. Ein Buch über die erste Liebe, erste Verluste und einer besonderen Familienverbindung.
Illy, die eigentlich Leonore heißt, war schon immer anders. Sie ist ein Wildfang mit einem scharfen Verstand. Auch ihr Urgroßvater Korbinian Hofer, den sie liebevoll Tat'ka nennt, ist ein ungewöhnlicher Mensch. Der Mann im Greisenalter ist der letzte Fassbinder Tirols und der Älteste in seinem Dorf. Obwohl die beiden viele Jahre trennen und sie ein ungleiches Gespann sind, verbringen sie gerne ihre Zeit miteinander. Wenn Illy an ihren freien Nachmittagen bei ihm in der Werkstatt sitzt, erzählt er ihr Geschichten und erklärt ihr sein Handwerk. Die Urenkelin teilt mit ihm wiederum ihre Geheimnisse. Doch eines Tages muss Illy erkennen, dass sie eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen treffen muss…
„Fünf Tage im Mai“ ist ein berührender Roman von Elisabeth R. Hager.
Meine Meinung: Der Roman besteht aus fünf Kapiteln. Jedes ist einem Tag im Mai zugeordnet, aber in unterschiedlichen Jahren: 1986, 1996, 1998 und 2004. Dazwischen gibt es Zeitsprünge. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Illy. Dieser Aufbau gefällt mir gut.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und anschaulich. Er ist geprägt von einem warmherzigen Blick auf den Urgroßvater. Gestört hat mich, dass so viel Dialekt im Text eingebaut ist. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir jedoch leicht.
Uropa und Urenkelin stehen im Mittelpunkt des Romans. Mit seiner eigenwilligen, aber liebevollen Art ist mir Tat'ka schnell ans Herz gewachsen. Auch Illy war mir schon nach wenigen Seiten sympathisch. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt wird sehr gut deutlich. Beide Charaktere wirken absolut authentisch.
Die Geschichte setzt weniger auf Spannung als auf ruhige Töne. Dennoch ist der Roman nicht langweilig, was nicht nur der eher geringen Seitenzahl geschuldet ist. Mich konnte die Geschichte durchaus emotional berühren, denn es geht um Themen, die viele ansprechen: Liebe, das Erwachsenwerden, Freundschaft, Verlust und einiges mehr.
Das Cover wirkt sehr modern und gleichzeitig nostalgisch. Das gefällt mir gut. Inhaltlich erschließt es sich mir leider nicht. Allerdings ist der Titel des Romans umso passender gewählt.
Mein Fazit: „Fünf Tage im Mai“ von Elisabeth R. Hager ist eine anrührende Lektüre, die mir unterhaltsame Lesestunden beschert hat.
Freinderl Freinderl was für eine schöne Geschichte. Gelesen von der Autorin ein tolles Hörerlebnis. Das hat es für mich noch authentischer gemacht mit der österreichischen Aussprache der Wörter. Ich musste ganz oft an meinen eigenen Uropa denken.
Die kluge und wilde Illy wächst in einem Tiroler Bergdorf auf, wo sie fast jede freie Minute in der Werkstatt Ihres Uropas Tat'ka verbringt. Tat'ka, der letzte Fassbinder Tirols, ist ein starker und eigenwilliger Mann, der gelegentlich bei den anderen Dorfbewohnern aneckt, aber immer bedingungslos für seine Urenkelin da ist und seine Lebensklugheit an Illy weiter gibt. Wir treffen die beiden über einen Zeitraum von 20 Jahren, immer an einem Tag im Mai, der jeweils für eine entscheidende Phase im Leben Illys steht. Dieser wunderbare Roman, in dem Elisabeth Hager von Liebe, schlechten Freunden, Schuld und Abschieden schreibt, hat mich tief berührt, wie es schon lange kein Buch mehr geschafft hat. Ich konnte "Fünf Tage im Mai" gar nicht mehr aus der Hand legen und habe nun für's Erste ;) ein neues Lieblingsbuch.
Ully ist eine junge Frau, die in einem Dorf in Tirol aufwächst. Im Alter von fünfundzwanzig Jahren lässt sie uns rückblickend an fünf Maitagen teilhaben, die einschneidende Ereignisse in ihrem Leben markierten oder sie auf auf eine andere Art und Weise besonders prägten. Große Bedeutung spielt in ihrem Leben dabei stets ihre innige Beziehung zu ihrem Urgroßvater, den sie liebevoll Tat‘ka nennt. Er ist ihr Vorbild, Lehrer und Leitstern auf ihrem Weg. Kein anderer Mensch in ihrem Leben bringt ihr so viel Verständnis entgegen und lehrt sie so viel über das Leben. Er begegnet ihr mit Geduld, Zuneigung und Weisheit. Einen Einschnitt in diese innige Beziehung markiert einzig die Phase ihrer ersten großen Jugendliebe, die ihr Leben auf den Kopf stellt und schließlich ein verhängnisvolles Ende nimmt.
Fehlerfrei und lückenlos schlüpft die Autorin zunächst im ersten Buchabschnitt in die Perspektive eines Kindes, um in den zwei darauf folgenden Abschnitten nahtlos in die Sichtweise einer Jugendlichen überzugehen und schließlich die letzten beiden Kapitel der Erwachsenenperspektive zu widmen. Wer sich noch gut an seine eigene Kindheit erinnert, der wird sich unweigerlich darin wiederfinden, wie für die kleine Ully ein aus Erwachsenenperspektive wahrscheinlich nicht so großes Vergehen, das sie sich hat zu Schulden kommen lassen, nach und nach so große Ausmaße annimmt, dass es in einer Art Fiebertraum kulminiert. („Durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Die Seele ist ein Vierklee. Jedes vierte Blatt ist verstrahlt.“) In den Kapiteln, die Ullys Jugendzeit gewidmet sind, ist es geradezu beklemmend, wie präzise die Autorin die Gefühle beschreibt, die einen in dieser äußerst schwierigen Phase begleiten. Die Sehnsucht danach irgendwo dazuzugehören und diese große Einsamkeit, die einen überkommt, wenn man das dann schließlich erreicht, aber feststellt, dass einen nichts mit den anderen verbindet („Ich saß im Auto wie eine schlecht gestochenes Piercing, das über kurz oder lang aus dieser fröhlichen Gemeinschaft herauseitern würde.“). Auch die Erwachsenenperspektive überzeugt mit ihrer Gefühlssektion auf ganzer Linie („Es war möglich, den Schmerz zu bannen, indem man ihn mit anderen teilte. Es war möglich, zwischen den Menschen unsichtbare Brücken aus Wörtern zu bauen, auf denen die Gefühle von einem zum anderen wandern konnten.“
Und genau das gelingt der Autorin Elisabeth R. Hager ebenfalls mit uns. Sie baut unsichtbare Brücken aus Wörtern, die die Gefühle der Erzählerin zu den Lesern wandern lassen. Sie schafft mit „Fünf Tage im Mai“ ein überaus dichtes, intensives und wortgewaltiges Meisterwerk. Es bezaubert, fasziniert, bestürzt und ergreift. Ihr gelingt das fast Unmögliche – den Leser sowohl intensiv fühlen als auch denken zu lassen – ohne Pause für Unnötiges, Belangloses. Das Geschriebene ist mehr als nur Wort, Metapher, Botschaft. Nichts weniger als wahrhaftes Leben ist es, das aus jeder Wortpore dringt, uns aus jeder Schriftzeile entgegen schlägt und aus jeder Buchseite atmet. „Fünf Tage im Mai“ ist ein durch und durch authentisches, wahrhaftiges Werk. Und es ist nicht etwa so, dass wir die Gedanken- und Gefühlswelt der Erzählerin lediglich nachempfinden – nein, unser Leseerlebnis steht ihrem Erleben an Intensität in nichts nach. Und ist es nicht genau das, was große Literatur ausmacht? „Fünf Tage im Mai“ ist wahrlich ein großes Werk, das Veränderung initiiert.
„Von allem, was danach geschah, kenne ich nur meinen Teil der Geschichte, aber das ist im Leben ja immer so.“
Familienromane sind eher nicht in meinem Leserepertoire zu finden, allerdings hat mich ''Fünf Tage im Mai'' von Elisabeth Hager vollends überzeugt – wohl auch, weil es eben kein typischer Familienroman ist.
Illy wohnt in einem kleinen Dorf in Tirol, wo sie mit ihrer Familie, allen voran ihrem Großvater Tat'ka, lebt. Die beiden haben eine sehr innige, ja freundschaftliche Beziehung, die durch den großen Altersunterschied nicht gehemmt wird. Der Roman erzählt die Geschichte von fünf bedeutenden Tagen im Mai, die wegweisend für Illys Leben sind. Tat'ka ist ein weiser Mann, schon beinahe 100 Jahre alt und lässt seine Enkelin an seiner Weisheit teilhaben. Er hilft ihr zum Beispiel bei ihrer Kommunion, als ihr ein Malheur passiert, sie hilft ihm bei seinem eigenen und findet seine Zähne wieder... so werden eben unterschiedliche Tage im Mai beschrieben, die wichtig für Illy sind und ihre Beziehung zu ihrem Großvater noch vertiefen. Ist der Grundton der Erzählung zu Beginn noch sehr heiter und ungezwungen, werden in späteren Kapiteln die einzelnen Tage im Mai doch auch dramatisch und ernster – eben wie das Leben selbst: manchmal fröhlich, ein andermal traurig. Bei all diesen Ereignissen steht immer die Beziehung zwischen Tat'ka und seiner Enkelin in Vordergrund, die so herzerwärmend ist, das man teilweise Tränen in den Augen hat beim Lesen.
Elisabeth Hager hat eine wundervolle Sprache, Orte werden sehr detailliert und wortgewandt beschrieben, ohne den Leser aber zu langweilen. Sie fängt gekonnt das Leben in einem kleinen Dorf mit all seinem Tratsch und kleinen Dramen ein, dass ich oftmals schmunzeln musste und mich an mein eigenes Heimatdorf erinnerte.
Das Buch selbst ist liebevoll gestaltet, der farblich etwas trist wirkende Schutzumschlag gefällt mir sehr gut, und wenn man ihn abnimmt, hat das Buch eine wunderbare Holzoptik, die auf Tat'kas Beruf, Fassbinder, verweist.
Alles in allem hat mich das Buch sehr berührt und mir viel Freude beim Lesen gemacht, sodass ich es guten Gewissens jedem weiterempfehlen kann.
Sieben Jahre alt ist Illy, die Ich-Erzählerin, als das Buch an einem Maitag beginnt; 25 Jahre, als es wiederum an einem Maitag endet. Dazwischen treffen wir sie an drei weiteren Tagen im Mai, an denen sich wie auch am Anfang und Ende Dinge ereignen, die Auswirkungen haben auf Illys künftiges Leben. Es ist eine Idylle, die fast zu schön ist um wahr zu sein. Die kleine Illy, geliebt und umsorgt nicht nur von ihren Eltern, sondern besonders von ihrem Urgroßvater Tat'ka, der immer für sie da ist und Zeit hat, ihr zuzuhören; sie besser versteht als ihre Eltern, auch als sie älter wird. Doch die Idylle bekommt mit dem Älterwerden Illys Risse und als ein entsetzliches Unglück geschieht, scheint für sie die Welt nur noch grau in grau zu sein. Aber Tat'ka steht ihr auch jetzt zur Seite, mit seinen fast 100 Jahren. Es ist ein sehr gefühlvolles Buch, mit viel Liebe für diesen wundervollen Urgroßvater, der in jeder Hinsicht ein Vorbild war für die kleine und auch große Illy. Man liebt und leidet mit der Ich-Erzählerin mit, so sehr, dass gelegentlich ein, zwei Tränen fließen können. Ab der zweiten Hälfte des Buches nimmt jedoch die Zuneigung der Autorin zu gefühlvollen und bildhaften Darstellungen und Vergleichen für meinen Geschmack etwas überhand. "Vom Alkohol genährt, wuchs der Hass ins Unermessliche und nahm den klugen Menschen, der er war, in Geiselhaft." oder "Ich saß im Auto wie ein schlecht gestochenes Piercing, das über kurz oder lang aus dieser fröhlichen Gemeinschaft herauseitern würde." brachten mich mehr zum Lachen oder Gruseln, als dass ich mit der Ich-Erzählerin mitfühlen konnte. Doch alles in allem ist es für ein erstes Buch (ist es doch, oder?) nicht schlecht und macht Lust, mehr von dieser Autorin zu lesen.
Fünf Tage im Mai erzählt von der innigen Beziehung einer jungen Frau zu ihrem Urgroßvater und dem Leben in Tirol. Schon als Kind war der alte Tat´ka für die kleine Illy eine positive Bezugsperson, das endete auch nicht als llly älter wurde. Als Jugendliche verliebte sich Illy in den rebellischen Tristan. Er ist ein sensibler, aber schwieriger Typ. Keine glückliche Beziehung. Nach einem drastischen Vorfall hat Illy ihre Heimat verlassen und kommt erst 4 Jahre später zurück, als Tat`ka kurz vor seinem 100. Geburtstag steht.
Der Roman ist durchgängig gut zu lesen. Tat´ka ist ein Original und die Icherzählerin trotz ihrer Probleme sympathisch. Es gibt zwar viele Romane, die alte Originale und Mädchen zeigt, oft humorvoll, aber meistens auch übertrieben. Bei Illy und ihrem Urgroßvater, einem starken Fassbinder, halte ich die Tiefe ihrer Zuneigung aber für glaubwürdig. Ta´kas ist ein Fels in der Brandung, ein Maßstab, aber auch tolerant und verständnisvoll. Dass sein Handwerk mit ihm sterben wird, missfällt ihm und bis zuletzt ist er noch tätig, obwohl die Kräfte langsam nachlassen. Seine Geradlinigkeit ist beeindruckend. Berührend, wenn er Illy von seiner ersten Liebe erzählt, die lange tot, aber unvergessen ist.
Zum Ende hin versteht man auch, was bei Illy und ihrem ehemaligen Freund vorgefallen ist. Sie akzeptiert es und langsam wird sie wirklich erwachsen.
Der Roman ist kurz, aber kompakt. Tatsächlich wird nicht mehr Raum für diese Geschichte benötigt. Eine gute schriftstellerische Leistung der Autorin Elisabeth R.Hager und ein Roman, den man weiterempfehlen kann.
Illy und ihr Urgroßvater, von ihr Tat'ka genannt, leben in einem kleinen Dorf in den Tiroler Alpen. Fünf Tage im Mai erzählt von Illys Erwachsenwerden im Dorf, das wie so oft nur eine schöne Fassade ist, hinter der sich tragische Ereignisse verbergen. Illy erzählt von fünf Tagen die wichtige Daten in ihrem Leben sind, sie beginnt bei ihrer Erstkommunion und endet als sie einige Jahre, nachdem sie von zu Hause weggezogen ist, wieder zu Besuch kommt und sich den schwierigen Ereignissen stellt, die sie fast fluchtartig weggetrieben hatten.
Die Autorin Elizabeth Hager erzählt in wunderbar poetischer und leichtfüßiger Sprache die manchmal schwierige Geschichte. Sie vermittelt oft nur durch Andeutungen die Schwere der Auswirkungen vergangener Geschehnisse. Sie kann mit ihrer bildhaften Sprache die Atmosphäre/Stimmung des Frühlings in den Bergen transportieren, bei denen das schönste sonnige Wetter unmittelbar umschlagen kann und dunkle Wolken ein drohendes Gewitter ankündigen.
Illy wirkt sehr authentisch und erzählt der Leserin ihre ganz eigene Geschichte, die geprägt ist von der ach so harmonischen Idylle des Landlebens, die in Wirklichkeit meistens ganz anders aussieht.
Ich war überrascht wie sehr das Buch mich am Ende mitgenommen hat, Illy und ihr Uropa sind mir im Lauf der Geschichte ans Herz gewachsen und die letzten Seiten waren sehr emotional!
Eine vielversprechende Autorin: Ich bin schon gespannt auf das nächste Buch und lasse deshalb ein bisschen Platz nach oben. Von mir 4 von 5 Sternen.
Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend und vor allem der zu Anfang flüssige und einnehmende Schreibstil der Autorin konnte mich sehr begeistern . Auch ist die Idee, die hinter der Geschichte steckt wundervoll und sehr schön ausgedacht , dennoch beinhaltet dieses kurzweilige und schöne Büchlein auch ein paar kleinere Schwächen . Denn obwohl es die Autorin wirklich toll versteht , die wundervolle Geschichte glaubhaft abspielen zu lassen , fehlte mir manchmal der Tiefgang der Geschichte . Die zarte Liebesgeschichte , die sich im Laufe der Geschichte entwickelt bleibt recht oberflächlich , dennoch kann man mit den Charakteren in manchen Passagen mitfühlen, da sie sehr lebensnah und authentisch geschildert wurden. Auch spielen die gut nachvollziehbaren Probleme des Lebens eine große Rolle, gerade die schwierigen Phasen werden dem Leser wunderbar und sehr tiefsinnig näher gebracht . Die Beziehung zwischen den Protagonisten sind voller Tiefgang , da sich die Emotionalität so realitätsnah abspielt, dennoch konnte mich dieses Buch nicht auf ganzer Linie ergreifen oder mich emotional anrühren
Fazit : Ein solides Buch, mit einem sehr schönen Schreibstil, welches mich nicht auf ganzer Linie einnehmen konnte und dennoch ist es ein solides, schönes Buch über das Leben und die Generationen mit einem sprachgewaltigen Schreibstil, der einzunehmen weiß
Illys Urgrossvater Tat'ka lebt ein selbstbestimmtes Leben. Als letzter Fassbinder Tirols, Anhänger der untergegangenen K.u.K.-Monarchie und bald schon der älteste Mann im Dorf. Illy lauscht gerne seinen Weisheiten, wenn sie ihn in seiner Werkstatt besucht. Als sie in ihrem Schulatlas den Namen Tristan Unger entdeckt, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung, bei der jedoch Tat'ka ihre beständige Stütze bleibt.
Die Geschichte findet in einem Tiroler Dorf statt und erzählt, was in fünf verschiedenen Tagen im Mai unterschiedlicher Jahre passiert ist. So verfolgt man Illys Entwicklung vom Kind zur jungen Frau. Neben der gut transportierten Atmosphäre der Dorfidylle ist besonders die Kunst der Autorin hervorzuheben zwischenmenschliche Gefühle, wie Liebe und Trauer, zu Papier zu bringen. Die Beziehung zwischen Illy und ihrem Urgrossvater ist sehr herzlich und am liebsten will man auch so einen Menschen in seinem Leben haben. Sehr berührend.
Ein Buch, das vom alltäglichen Leben und der Stärke des Zwischenmenschlichen erzählt. Definitiv 5 Sterne wert.
Ach Frau Hager, war das schön! 💛 Fünf Maitage lang dürfen wir Illy über die Jahre hinweg bis ins Erwachsenenalter begleiten. Immer als Konstante mit dabei ist Tatka, ihr Urgroßvater, in den ich mich sofort verliebt habe vor lauter Kauzigkeit, Weisheit und bedingungsloser Liebe. Wir wachsen mit Illy in einem Tiroler Dorf auf, schauen zu wie sie sich verliebt, Schmerz erfährt und sich nach einem tragischen Ereignis in Schuldgefühle verstrickt und abkapselt. Sie lebt nur mehr auf Sparflamme - und wieder ist es Ihre besondere Beziehung zu Tatka, die ihr die Kraft gibt sich dem Leben wieder zu öffnen. . Zwar bin ich nicht in Tirol aufgewachsen, aber doch zur etwa gleichen Zeit wie Illy. So oft habe ich mich selbst wiedererkannt, musste schmunzeln , bekam Heimweh und einen Kloß im Hals vor lauter Nostalgie. Elisabeth R. Hager hat sich mit ihrem wunderbaren Roman direkt in mein Herz geschrieben. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden, über Schuld, über das Sich-Selbst-Vergeben und eine Hommage an unsere geliebten Alten.
Illy und ihr Urgroßvater mögen sich sehr. Während er schon uralt ist, startet sie erst so richtig ins Leben. Und sie verbringen sehr gerne Zeit zusammen. Die Autorin lässt uns daran teilhaben indem sie von 5 Tagen, jeweils im Mai, erzählt und das über Jahre hinweg.
Meine Meinung:
Ab und an bekommt Bücher in die Finger, die anders sind. Im Grunde passiert in dem Buch nicht wirklich viel und dennoch ist es ein Buch, dass einen irgendwie berührt und das nachwirkt. Ich mochte das Buch sehr und die Protagonisten waren einfach liebenswert und man hätte sie gerne weiter begleitet. Natürlich hätte man irgendwann nur noch Illy begleiten können, da Tatka nun doch irgendwann leider gestorben ist. Etwas gewöhnungsbedürftig war sicher die Sprache ansich, da sich einiges an Dialekt im Buch findet, aber daran gewöhnt man sich relativ schnell.
Elisabeth R. Hager zeigt auf ruhige, aber nichts desto weniger eindrückliche Art, wie manche Menschen, die uns lange Zeit begleiten, uns beeinflussen und unser Leben prägen. Sie erzählt von Illy und der Beziehung zu ihrem Urgroßvater- und zwar nur von 5 Tagen, an denen jeweils prägende/Wegweisende/bedeutende Dinge passieren. Es wird die besondere Beziehung zwischen den beiden hervorgehoben und herausgestellt, wie er ohne große Worte doch Einfluss auf seine Urenkelin ausübte. Das Buch wirkt sehr "erfahren" und "weise" - die Lebenserfahrung geht beim Lesen nur so über.
Eine Tolle Idee, die mit einem angenehm zu lesenden Schreibstil umgesetzt wurde. Das schönste, ist das Gefühl, welches der Autorin gelungen ist, in diesem doch recht dünnen Buch unterzubringen.
Dieser Roman liegt schon eine Weile auf meinem SuB und ist nun passend für den Monat Mai aus meinen Regal befreit worden. Außerdem habe ich ihn für die #Subcolourchallenge auf Instagram und bei meiner #12für21 Challenge gelesen.
Die titelgebenden fünf Tage im Mai spielen sich nicht innerhalb einer Woche ab, sondern es sind Tage aus Illys Kindheit und aus ihren Tagen als Jugendliche, die ihr Leben sehr prägten. Wir befinden uns jeweils im Mai der Jahre 1986, 1996, 1998 und 2004. Sie werden nicht chronologisch hintereinander erzählt. Und so begleiten wir zuerst Illy als Kind, die am liebsten ihre Zeit bei ihrem Urgroßvater Korbinian Hofer, genannt Tatka, verbringt. Der alte Mann ist der letzte Fassbinder Tirols und hinter seinem harten Kern versteckt sich ein sehr weiches Herz. Er ist stur, hat sein Haus beim Kartenspielen gewonnen und liebt seine Urenkelin Illy über alles - und sie ihn. Nach der Schule verbringt sie die meiste Zeit bei ihm in der Holzwerkstatt. Als Illy ihren ersten Atlas mit nach Hause bringt, freut sie sich sehr darüber. Damals wurden viele Schulbücher nicht neu gekauft, sondern sie wurden weitergegeben. Als Illy in ihrem Atlass den Namen Tristan entdeckt, ist sie zuerst enttäuscht. Noch ahnt sie nicht, dass genau dieser Tristan in ihrem Leben eine große Rolle spielen und sie die Konsequenzen daraus für immer begleiten werden.
Was für eine Geschichte! Ich muss zugeben, dass sie mich wirklich kalt erwischt hat! Dieser einfühlsame Roman, der ruhig beginnt und bei dem man sich anfangs noch fragt, wohin er führen wird, berührte mich zutiefst. Neben diesen schicksalträchtigen fünf Tagen im Mai bewegt vorallem die Verbindung zwischen Illy und ihrem Urgroßvater. Sie zeigt auf, dass diese Bindung auch Durststrecken aushalten und man sich trotzdem nahe sein kann. Zu Beginn ist Illy noch ein Kind, ein kleiner Wildfang, der sich am liebsten in der Werkstatt ihres Großvaters aufhält. Die beiden teilen ihre Geheimnisse miteinander und haben ein sehr herzliches Verhältnis zueinander. Als Illy älter wird und sich verliebt, steht nur ihr Tatka hinter dieser Liebe. Ihre Eltern verbieten ihr den Umgang mit dem Außenseiter. Es wird fortan nur ihr Urgroßvater sein, der ihr weiterhin zuhört und Illy später einen wichtigen Teil seiner Vergangenheit preis gibt.
Diese 221 Seiten birgen sehr viel Tiefgang und Inhalt. Es beginnt leicht und mit einer Portion Humor, als Illy sich bei ihrer Erstkommunion übergibt, weil sie verbotener Weise schon vor dem Heiligen Sakrament eine Hostie gegessen hat und nun ihre Schuldgefühle sich auf den Magen schlagen. Danach erleben wir die rebellische Illy, die keine familiären Verpflichtungen eingehen will, sich erwachsen fühlt und ihren eigenen Weg gehen möchte. Doch die rosarote Brille der ersten Verliebtheit ist bald verschwunden und Illy erlebt sehr viel Schmerz, der ihr den Halt im Leben nimmt. Die Jahre vergehen und dann steht der 100. Geburtstag von Tatka an und Illy kommt nach längerer Zeit zurück in ihr Heimatdorf...
Die Figuren sind authentisch und großartig gezeichnet. Sie sind voller Wärme, haben Ecken und Kanten und sind mitten aus dem Leben gegriffen. Die Gefühle und der Schmerz werden so lebendig dargestellt, dass man sie durch die Zeilen spüren kann. Die wundervolle Sprache der Autorin berührt und die bildhaften Szenen fühlten sich an, als wäre ich mittendrin gewesen. Manche Erlebnisse und Begegenheiten erinnerten mich an meine eigenen Teenagerjahre. Zusätzlich spielt die Geschichte in einem Dorf in Österreich, womit ich mich noch mehr identifizieren konnte, da ich selbst in einem lebe. Die Freundschaft zwischen Urgroßvater und Urenkelin ist groß, warm und spürbar. Sie gibt diesem Roman einen ganz besonderen Charme und das gewisse Etwas. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Fazit: Eine herzerwärmende und ruhige Geschichte mit viel Tiefgang. Diese 221 Seiten lassen einem nachdenklich zurück und haben mir wunderbare Lesestunden gebracht. Ich empfehle diesen Roman sehr gerne weiter!
"Fünf Tage im Mai" nimmt uns mit auf eine Reise des Erwachsenenwerdens. Im Zentrum der Geschichte steht Illy, die in der Idylle ihres österreichischen Dorfes aufwächst, behütet und geliebt, vor allem von ihrem Uropa, den sie liebevoll Tat'ka nennt. Zwischen den Jahren 1986 und 2004 begegnen wir Illy - wie der Titel schon sagt - an insgesamt fünf Tagen jeweils im Mai, die für ihr Leben eine in irgendeiner Weise prägende Bedeutung haben.
Mit meiner Meinung zu diesem Buch falle ich wohl ein kleines bisschen raus, da die überwiegenden Stimmen doch sehr begeistert sind. Ich fand es durchaus ganz schön, ja. Leider haben mich die ganz großen Emotionen aber nicht gepackt. Und das trotz dieser wunderbaren Urgroßvater-Enkelin-Prämisse, die mich das Buch aufgrund meiner eigenen sehr engen Beziehung zu meinen Großeltern erst kaufen ließ. Warum? Ich glaube, dafür war es mir hier und da doch ein wenig zu kurz. Grade landen wir in einem schönen Moment, ich finde situativ und emotional rein, da ist das Kapitel dann auch schon wieder vorbei und es folgt ein großer Zeitsprung und eine Neuorientierung ist nötig. Die Form mag ich zwar grundsätzlich, sie hat das tiefe Eintauchen in dieser Kürze aber natürlich erschwert. Zudem steht vor allem im ersten Teil auch Illys Beziehung zum Urgroßvater gar nicht so sehr im Vordergrund, wie ich es erwartet (und mir gewünscht) habe. Stattdessen richtet sich der Fokus eher auf die erste Liebe. Das ist im Prinzip absolut passend in einer coming-of-age Geschichte. Leider konnte ich diese aber einfach in keinster Weise begreifen und nachempfinden, so, wie sie sich letztlich entwickelt. Hier hat sich bei mir eher Ablehnung eingestellt, was es mir dann im Gesamten wahrscheinlich etwas schwer gemacht hat.
Ganz intensiv bleibt mir dann trotzdem das vorletzte Kapitel in Erinnerung, das endlich ein langes, tiefgründiges, lebensweises und unglaublich emotionales Gespräch zwischen Illy und Tat'ka liefert, von denen ich mir einfach mehr gewünscht hätte.
Es war ein schönes Buch mit einigem Witz, Freude, aber auch tiefer Traurigkeit, die Sprache war ganz schön, das Setting wirklich toll, den Aufbau fand ich im Prinzip sehr geschickt, aber der ein oder andere Kritikpunkt lässt mich insgesamt bei "nur" 3 Sternen auskommen. Damit ist es trotz Sterneabzug natürlich noch eine Empfehlung für alle, die ruhige coming-of-age Geschichten genießen können, für mich persönlich aber kein Highlight.
Zum Inhalt: Ein Roman über die tiefe Freundschaft einer jungen Frau mit ihrem Urgrossvater. Zu Beginn ist Illy noch ein Kind, das sich am liebsten in der Werkstatt ihres Grossvaters aufhält. Die beiden teilen Geheimnisse miteinander und haben ein sehr herzliches Verhältnis zueinander. Auch als Illy älter wird bleibt es ihr Urgrossvater, der ihr immer zuhört und ihr gegenüber stets Verständnis zeigt.
Meine Meinung: Das Buch hat mich angesprochen, da ich selber zwei kleine Töchter habe, die eine sehr enge Bindung zu ihrem Grossvater haben. Ich merke schon heute wie prägend diese Beziehung auch für ihre Zukunft sein wird. Diese Geschichte ging mir aus diesem Grund sehr nahe. Die Autorin schrieb eine sehr einfühlsame Geschichte in welcher fünf schicksalsträchtige Tage im Mai im Zeitraum von 18 Jahren beleuchtet werden. Genau so könnte sich das Erwachsenwerden einer jungen Frau zutragen. Eine berührende und herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Schicksal und Heimat.
Ein kurzes, aber sehr emotionales Buch, dass mich wirklich am Ende zum Weinen gebracht hat. Das schaffen nicht so viele Bücher. Deshalb noch ein Danke an Lovelybooks , von denen ich es bekommen habe. Da es nicht in mein übliches Beuteschema fällt, hätte ich es mir selbst nie gekauft.
Es geht in dem Buch um Illy und ihren Urgroßvater, den sie Tat'ka nennt und der der letzte Fassbinder Tirols ist. Es spielt tatsächlich an fünf Tagen im Mai, an verschiedenen Stationen in Illys Leben. Obwohl es so kurz ist, reißt es viele unterschiedliche Themen an, auch sehr emotionale wie Trauer und Verlust.
#lesejahr2019 #alphaliteraturpreis #elisabethr.hager erzählt in einfacher berührender Weise eine Urenkel-Urgroßvater Geschichte, eine Geschichte von urgroßväterlicher Liebe, knorriger Bergigkeit, und auch eine Geschichte vom Scheitern und Wieder Aufstehen. Mehr soll nicht verraten werden, nur gehofft, dass nun die unbändige Lust entsteht, selbst zu erfahren, wie sich das Leben von Illy zwischen 1986 und 2004 entwickelt. #leseempfehlung
Ein besonderes Buch, das mich sehr berührt hat, vor allem natürlich die Beziehung der Protagonistin zu ihrem Urgroßvater. Super schön geschrieben und viele weise Gedanken. Ich fand den Aufbau auch sehr gelungen - die fünf verschiedenen Tage im Mai in verschiedenen Lebensphasen - wie schon der Titel sagt. Ein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird!
Das Buch erzählt von fünf Tagen im Leben von Illy, die mit ihrem Uropa eine innige Beziehung hat, die jenseits von jeglichem Kitsch ist. Einige Passagen im Buch, vor allem am Ende, haben mich nachdrücklich beeindruckt. Ich hatte das Gefühl in diesem Dorf in Tirol zu sein und die Leute und die Landschaft direkt mitzuerleben. Von der Autorin werde ich sicher noch mehr lesen.
Ein kleiner Schatz in meiner Büchersammlung. Mich hat die Geschichte mitgerissen, es ist sehr emotional, hat Tragik und und auch eine leichte Traurigkeit. Aber auch Humor hat seinen Platz. Sehr lesenswert.
Kommt auf leisen Sohlen und ohne erhobenen Zeigefinger - ist für mich deswegen sehr eindringlich. Kein unbedingtes Muss, aber ein sehr gutes Sollte man gelesen haben.