Der alte Jakob ist mit seinem umgebauten VW-Bus, einigen überholten Straßenkarten und einem Monatsvorrat an Instantkaffee auf der Autobahn unterwegs. Sein Ziel: in Tschechien historische Dampflokomotiven zu fotografieren. Auf einer Raststätte liest er Miro auf, einen schweigsamen Jungen, der aus Alltagsgeräuschen Soundschleifen komponiert und die verschollene Jugendliebe seiner Großmutter aufspüren will. Gemeinsam macht sich das ungleiche Paar auf die abenteuerliche Fahrt nach Osten …
Das neue Buch von Simone Veenstra dreht sich um die Reise von Senior Jakob und dem jugendlichen Miro, die im T2 VW-Bus „Bienchen“ in die Vergangenheit/Zukunft aufbrechen. Ein wunderbares Roadmovie durch Tschechien, Slowakei, Österreich, Kroatien und Franken, das anhand der beiden unterschiedlichen und sehr liebevoll ausgearbeiteten Figuren unterhaltsam deutsch-deutsche Geschichte aufbereitet.
Ich habe vor einigen Jahren schon mal ein Buch der Autorin gelesen und es für gut befunden. Nun hatte ich Glück, das neue Buch "Auf nach irgendwo!"von Simone Veenstra testlesen zu dürfen. Um es kurz zu sagen: Ich bin begeistert von dieser Geschichte! Ich fange an mit dem farbenfrohen, liebevoll gestalteten und gut durchdachten Cover (man findet wirklich alles im Buch), das bei mir sofort die Lust aufs Buch geweckt hat. Die Geschichte selbst dreht sich um Jakob und Miro, die sich beide unabhängig voneinander auf eine Reise begeben. Jakob, Ende 60, mit DDR-Vergangenheit, hat sein Zuhause verloren und möchte mit seinem VW-Bus "Bienchen" nach Tschechien und dort Dampflokomotiven fotografieren. An einer Raststätte trifft er auf den jungen Miro, der ihn vor bösen LKW-Fahrern rettet. Miro hat sich in den Kopf gesetzt, die Jugendliebe seiner Großmutter zu finden, dazu muss er nach Zagreb. Die beiden Männer fahren gemeinsam weiter, und es entwickelt sich eine richtige Freundschaft zwischen dem jungen und dem alten Mann. Zusammen erleben sie eine unvergessliche Reise, die von Tschechien über Österreich, die Slowakei, Ungarn schließlich nach Zagreb führt, wo der junge Miro mit Hilfe von Jakob nach dem Mann sucht, den seine Großmutter nie vergessen hat. Meine Meinung: Ich habe ein sehr unterhaltsames Buch gelesen, das ich sehr gern weiterempfehle. Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen, die Geschichte hat Tiefgang und ich habe auch ein bisschen Geschichtliches gelernt. Von mir gibt es dafür 5 Sterne!
... dann kann er was erleben. So ergeht es auch dem alten Jakob, der sich mit seinem Bienchen, einem alten VW-Bus, auf eine Reise begibt, die so ganz anders verläuft, wie es sich Jakob noch zu Anfang ausgemalt hat. Als er dann auf einer Raststätte auch noch den jungen Tramper Miro aufliest, findet sich Jakob plötzlich in einem ganz besonderen Roadtrip wieder, der länderübergreifend immer tiefer auch mit Musik, Freundschaft und der großen Liebe verknüpft ist.
Wer schon immer mal wieder beim Lesen dieses besonders wohlige Gefühl der positiven Gänsehaut erleben wollte, der greift bei diesem Buch auf jeden Fall zu.