Ich wollte es so gerne mögen... Meine Oma hat mir diesen biografischen Roman zum Geburtstag geschenkt, da ich im September eigentlich selbst ein Auslandsstudium beginnen sollte, schien die Thematik ideal.
Wie man an meiner Bewertung erkennen kann, konnte mich die Geschichte dann doch nicht so ganz von sich überzeugen. Es geht um die Liebesgeschichte zwischen Pietro und Heddi, sowie um die Liebe Heddis zur Stadt Neapel. Letztere war wirklich sehr transparent und schön, weshalb ich noch mal mehr Lust habe eines Tages dorthin zu reisen. Desweiteren haben mir die Szenen aus Heddis Studentenleben gut gefallen, da es einige parallelen zu meinem eigenen gibt. Auch wenn das Geschehen in den 90ern angesetzt ist, denke ich, dass viele Punkte auch heute noch so in den Leben von Erasmusstudenten verankert sind und diese kleinen Einblicke konnten mich ein wenig darüber trösten, dass mein Auslandsstudium (erstmal) nicht stattfindet.
Das waren die Dinge, die mir gut gefallen haben und dazu zählen auch die Mails von Pietro und Heddi, die zwischen den einzelnen Kapiteln eingefügt worden. Prinzipiell mochte ich auch Heddi und konnet mich teilweise auch mit ihr identifizieren, da wir einige Gemeinsamkeiten haben (früh ins Ausland, leben in einer Gastfamilie, Studentenleben in einer WG, Linguistikstudium ...). Was mich wirklich gestört hat, war, dass ich zu den anderen Charakteren einfach keine Verbindung aufbauen konnte, obwohl sie mir alle sympathisch waren außer Gabriele und Pietro. Ich glaube ehrlich gesagt, dass Pietro für mich in dieser Geschichte das große Problem war. Erstmal geht es ja schon damit los, dass ich den Name Pietro automatisch mit Pietro Lombardi verbinde :D, das ist ja nicht so schlimm, weil ich diesen eigentlich recht amüsant finde, jedoch wurde ich mit Heddis Pietro einfach nicht warm. Ich konnte bis zum Ende nicht verstehen, was genau sie in ihm gesehen hat, war sogar eher der Meinung, dass sie ohne ihn besser dran gewesen wäre. Die Mails, in denen bereits am Anfang klar wurde, dass die Beziehung scheitern würde und das auch noch vor allem Pietros Schuld war, hat mein Bild von ihm auch nicht wirklich verbessern können..
Da diese Beziehung natürlich mit der Haupinhalt des Romans war und diese mich nicht überzeugen konnte, kann ich dem Werk naürlich keine besonders hohe Wertung geben. Dennoch war es auch kein absoluter Flop, weshalb es noch 3/5 Sternen geworden sind.