Frieda ist immer noch der Wildfang ihrer Backfischjahre, bei jeder Gelegenheit, die sich ihr bietet, entzieht sie sich dem strengen Blick der Mutter, um sich im Familienunternehmen, einem Kakaohandelskontor mit kleiner Schokoladenmanufaktur, umzuschauen. Ernst, ihr alter Freund aus Kindertagen, ist immer an ihrer Seite. Als ihr älterer Bruder Hans aus dem Krieg nach Hause kommt, ändert sich Friedas Leben von einem Moment auf den anderen. So sehnlich sich die Familie seine Rückkehr gewünscht hatte, so wenig haben sie damit gerechnet, wie sehr ihn das Erlebte aus der Bahn warf. Eigentlich sollte er die Leitung des traditionsreichen Kontors übernehmen und es durch die wirtschaftlich schwierige Zeit bringen, doch daran ist nicht zu denken. Und plötzlich sieht sich Frieda in einem Konflikt zwischen familiärer Verantwortung und eigenen Gefühlen, der unlösbar scheint.
Lena Johannson wurde 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren. Nach der Schulzeit auf dem Gymnasium machte sie zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin, bevor sie sich der Tourismusbranche zuwandte. Ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen konnte sie später in ihrem Beruf als Reisejournalistin miteinander verbinden. Vor einiger Zeit erfüllte sich Lena Johannson einen Traum und zog an die Ostsee.
Die Geschichte von Frieda beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg, was ich an sich schon spannend finde. Eine schwierige und spannende Zeit! Zudem spielt die Geschichte in Hamburg, und es geht um Kakao und Schokolade. Also schon drei Gründe, die dieses Buch für mich interessant machten! :-) Ich hatte dann auch tatsächlich sehr viel Freude mit dem Buch und habe Frieda und ihre Familie/Freunde sehr gerne begleitet. Die Charaktere konnten mich alle überzeugen; ich hatte von allen ein gutes Bild vor Augen. Auch die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und das Kriegstrauma, das Friedas Bruder Hans durchlebt, wurden sehr glaubhaft dargestellt. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird und freue mich darauf, die Charaktere bald "wiederzusehen"!
No conocía a la autora pero cuando me enteré de la publicación de esta novela, hace unos cuantos meses, sabía que la leería sí o sí era una de las novedades que más me llamaban la atención de 2022. No sé si fue por las expectativas o por qué pero no me acabó de convencer del todo.
Y eso que la historia prometía, me leí las primeras cincuenta páginas en un suspiro, pero llega un momento en el que la historia parece que no avanza, el ritmo va cayendo y no encuentras dónde agarrar. Lo mejor del libro es la ambientación, la autora ha hecho un buen trabajo de documentación y ha sabido transmitirlo de manera fluida. La Primera Guerra Mundial había acabado recientemente, los pocos supervivientes de la guerra vuelven a sus casas con el horror de las trincheras grabado a fuego en sus mentes, de tres mil soldados alemanes que partieron tan solo seiscientos y pico lograron volver con vida. Dos de ellos son muy importantes para nuestra protagonista.
Para mí lo que falló es el plano afectivo, no me ha gustado cómo ha llevado las interacciones entre los personajes ni las evoluciones de los mismos. Y es una pena porque al principio prometía mucho pero creo que enredó demasiado la trama y no acababa de atar cabos, la protagonista (Frieda) parecía que andaba como pollo sin cabeza tomando decisiones. Esta fue la sensación que tuve a partir de la página ochenta más o menos y me reafirmé al ver cómo terminó la historia: de sopetón y sin mucha coherencia.
Si buscáis una novela romántica, no es vuestro libro. Hay algún que otro flirteo pasadas las cien páginas pero apenas le da protagonismo y eso que tenía dos parejas muy interesantes y completas para explorar, pero acabó por dan tumbos y para mí perdieron todo el sentido.
Os puedo recomendar esta historia si buscáis una novela entretenida histórica y os llama la atención el contexto. Para mí lo mejor es esto, la idea de fabricar y comercial cacao a pesar de todas las dificultades y prohibiciones de la época y cómo intentaban sortear los chivatazos y las sanciones. También me ha gustado cómo se centra en la vuelta de los soldados a casa, cómo les cuesta integrarse de nuevo a la sociedad y cómo se quedan atrapados en la oscuridad de las trincheras en sus mentes.
Una lástima que una novela que tenía todos los ingredientes para ser una gran historia, pase desapercibida e incluso en algunas partes resulte decepcionante. Y el final... como una tableta de chocolate de 90% de cacao.
Hamburg, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die Familie Hannemann handelt in ihrem Kontor mit Kakao, auch wenn die wirtschaftliche Lage so kurz nach dem Krieg eher schwierig ist. Tochter Frieda hat von ihrem Vater die Möglichkeit bekommen in einer kleinen Manufaktur mit Schokoladenrezepten zu experimentieren. Dafür brennt sie, das möchte sie auch für eine Ehe nicht aufgeben. Doch leider sind die Zeiten schwierig und auch Frieda soll ihren Beitrag leisten um die Firma am Leben zu erhalten. Und zwar nicht mit neuen Rezepten, sondern mit einer reichen Heirat.
Wir begleiten Frieda durch die schwierigen Jahre vom Ende des Krieges bis nach der Währungsreform. Frieda hat großes Glück mit ihrem Vater, der ihre Hochzeit tatsächlich nur als letzten Ausweg sieht, wenn es gar nicht anders geht und ihr auch nicht unbedingt irgendjemanden aufdrängen will. Er erkennt auch, dass ihr tatsächlich mehr an der Firma liegt als ihrem Bruder Hans, der verwundet aus dem Krieg zurück kommt und sich im Nachkriegsleben so gar nicht zurecht findet.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, es liest sich flüssig und das Kopfkino läuft von Anfang an. Frieda ist am Anfang tatsächlich sehr Ich-bezogen und setzt durch ihre Art auch die Freundschaft zu ihrer Freundin Clara aufs Spiel. Aber im Laufe der Geschichte wird sie erwachsener und beginnt nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere, bedürftigere Menschen Verantwortung zu übernehmen. Das Verhältnis zu ihrem Bruder ist tatsächlich nicht einfach, liebt sie ihren großen Bruder doch sehr, muss aber sehen, dass er sein Leben nicht nur nicht auf die Reihe bekommt, sondern auch noch bewusst zerstört. Auch die Liebe stellt sie vor schwierige Entscheidungen. Einerseits möchte sie sich verlieben, andererseits möglichst unabhängig bleiben und am liebsten die Firma des Vaters übernehmen. In den damaligen Zeiten alles nicht so einfach. Aber sie reift an diesen Entscheidungen und lernt Kompromisse zu machen. Das Buch beleuchtet grob die Verhältnisse im Hamburger Gänge-Viertel und in den Waisenhäusern. Allerdings bleibt das alles recht oberflächlich, da Frieda in ihrem Alltag nur selten Berührungspunkte dorthin hat und sich eher theoretisch damit auseinandersetzt. Allerdings muss man ihr zu Gute halten, dass sie versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Und ihr ist durchaus bewusst, dass sie großes Glück mit ihrer Herkunft hat.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses sehr gut lesbare interessante Buch!
Lena Johannson kann erzählen, das hat sie schon in etlichen historischen Romanen gezeigt. Nun begleiten wir sie ins Hamburg der Zeit nach dem ersten Weltkrieg.
Frieda als Tochter eines Kakaohändlers möchte gern in das Kontor ihres Vaters einsteigen und eine Ausbildung machen, ist doch ihr Bruder im Krieg gewesen und psychisch beeinträchtigt. Doch das ist nicht zeitgemäß, besonders ihre Mutter strebt lieber eine günstige Verheiratung ihrer Tochter an.
Frieda hat sich im Laufe des Romans positiv entwickelt, es machte Spaß, ihr beim ausprobieren von neuen Rezepturen zuzuschauen. Dazu ihr Ideenreichtum, wie sie die Schokolade vermarkten könnte.
Ihr Bruder Hans dagegen ist ein armer Tropf, doch lässt er sich zu sehr hängen. Ich hatte irgendwann kein Mitleid mehr mit ihm. Schade, dass ihm seine Familie nicht helfen konnte.
Die Geschichte wird noch spannender, als zwei Männer in Friedas Leben sind, dazu noch der gute Ernst, der sich als wahrer Freund erweist.
Sehr gelungen fand ich auch die Schilderung der historischen Ereignisse und Gegebenheiten wie die Armut der Bevölkerung nach dem Krieg, die dazu führte, dass ein Sülzenfabrikant fast gelyncht wurde, weil er die Armut mit schlechter Ware ausnutzte. Bedrückend jedoch fand ich, dass schon damals die jüdischen Mitbürger unter Repressalien zu leiden hatten und als Sündenböcke herhalten mussten. Dazu die Veränderung der Stadt Hamburg mit dem Bau des Chilehauses.
Für mich war das ein gelungener Roman mit einem interessanten Thema in einer spannenden Zeit. Ich freue mich auf eine Fortsetzung.
Selten, aber manchmal eben doch lese ich auch mal was historisches. Vor allem interessiert es mich, wie das Leben der Leute damals war. Dieses Buch spielt zwar vordergründig in der gehobenen Gesellschaftsschicht, aber auch diese hat so ihre Probleme, z.B. die Repressalien nach dem Weltkrieg oder die Inflation. Sehr interessant fand ich die Thematik der posttraumatischen Belastungsstörungen bei Kriegsheimkehrern, die damals ja gar nicht als solche diagnostiziert und behandelt wurden. Die Kerle sollten sich gefälligst zusammenreißen. Keep calm and carry on. Klar, dass das nicht immer gut ging.
Der Leser begleitet hauptsächlich Frieda, wie sie durch Hamburg wandert (und dabei auch kleine, aber wirklich nur sehr kleine Einblicke in das Leben der armen Leute erhascht) und sich immer neue Schokoladenkompositionen ausdenkt. Ihr Vater ist für damalige Verhältnisse sehr liberal eingestellt und lässt ihr in ihrer Experimentierküche völlig freie Hand, was Frieda unendlich glücklich macht. Denn vor 100 Jahren fielen den feinen Damen lediglich Repräsentations- und Reproduktionsaufgaben zu. Für alles andere gab es Personal. Frieda hat allerdings ihren eigenen Kopf und will den durchsetzen. Auch als es darum geht, einen Ehemann für sie zu suchen.
Der Titel des Buches klingt sehr herrschaftlich, passt aber gar nicht zu diesem Buch, da die Familie erst ganz am Ende dorthin umzieht und die Villa auch überhaupt keine Bedeutung für die Geschichte hat. Das Ende war für mich irgendwie unbefriedigend, zu abrupt. Aber eine kurze Recherche bestätigte meine Vermutungen: es gibt bald schon einen 2. Teil. Vielleicht wird da Friedas kleine Schokoladen-Manufaktur dann auch zur 'Dynastie', von dem im Titel schon so vollmundig die Rede ist.
Die Geschichte einer Schokoladen-Dynastie Klappenbroschur, 433 Seiten Aufbau Taschenbuch 978-3-7466-3444-9 12,99 € *) Inkl. 7% MwSt.
Klappentext Das Schicksal einer Schokoladen-Dynastie. Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Nicht nur, weil ihr Herz für einen anderen schlägt. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Familie zu retten, ohne ihre Liebe zu verraten?
Authentisch und berührend: Nach dem Vorbild eines Hamburger Kakao-Kontors
Zur Autorin Lena Johannson, 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie als Reisejournalistin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen verbinden konnte. Seit ihrem ersten Roman „Das Marzipanmädchen“, der 2007 erschien, arbeitet sie als freie Autorin. Sie lebt an der Ostsee. Erster Satz Frieda blinzelte, sie musste ihren Augen mit den Händen abschirmen, so hell waren die Strahlen der Sonne. Meine Meinung Ich lese momentan ja sehr gerne historische Romane. Daher bin ich an dieser Neuerscheinung natürlich nicht dran vorbei gekommen. Man lernt hier Frieda kennen, die 1919 mit ihrer Familie in Hamburg lebt. Die Familie handelt mit Kakao und Frieda setzt sich sehr dafür ein, eine Schokoladenmanufaktur mit einzubinden. Sie ist einfach keine der Mädchen/Töchter, die ihre Erfüllung nur als Ehefrau, Hausfrau und Mutter sieht. Ihr Vater setzt da natürlich mehr auf seinen Nachfolger, den Sohn Hans. Dieser kommt allerdings angeschlagen aus dem Krieg zurück. Meine Videorezension
Kniha, která je ženským románem s historickou tématikou. Asi kdybych těch knih v podobném stylu nepřečetla tolik, líbila by se mi. Tak ji beru jako průměr? Zatím to jde v lince jako knihy Jacobs nebo jiných německých autorů. V každém případě, pokud máte tyto ženské romány rádi, bude se vám líbit.
Gut erzählt manchmal ein wenig kitschig, manchmal auch ein wenig unrealistisch für die Zeit aber ein schöner Roman für windige Herbsttage. Ich freu mich schon auf den nächsten Band
Hamburgo, poco después de la Primera Guerra Mundial. La familia Hannemann comercia con cacao, a pesar de que la situación económica es bastante difícil tan pronto después de la guerra. Su padre le dio a su hija Frieda la oportunidad de experimentar con recetas de chocolate en una pequeña fábrica. Eso es lo que le apasiona, y no quiere renunciar a ello por un matrimonio. Pero desafortunadamente los tiempos son difíciles y se supone que Frieda también debe hacer su parte para mantener viva la empresa. Y no con nuevas recetas, sino con un prospero matrimonio. Desde la primera página,, me cautivó el mundo de Hannemann y Tietz. Una fábrica de chocolate que lucha por sobrevivir después de la Primera Guerra Mundial. La gente está golpeada por la guerra y apenas puede permitirse los alimentos básicos. Para muchos, el lujo de una tableta de chocolate se vuelve intangible
El estilo de escritura es fluido y fácil de leer, así que terminé de leer este libro en un par de tardes. Las descripciones son maravillosas y reflejan vívidamente la época. Sentí que realmente me transportaba en el tiempo.
Frieda me gustó desde el principio, una joven fuerte que sabe defenderse. Disfruté mucho acompañándola durante los cinco años que transcurre este libro. Todos los personajes, ya fueran protagonistas o secundarios, están bien trabajados y descritos, de modo que podía imaginarlos bien, Literalmente cobraron vida. En conclusión, un buen inicio de saga a la que estoy deseando seguir leyendo.
„Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie, würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Nicht nur, weil ihr Herz für einen andren schlägt. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Familie zu retten, ohne ihre Liebe zu verraten?“ (Klappentext des Buches)
Ich bin ehrlich, normalerweise meide ich historische Liebesromane so gut ich kann. Doch da dieser sich nicht nur mit Schokolade beschäftigt, sondern auch noch in Hamburg spielt, wurde ich schwach und wollte ihm mal eine Chance geben, wobei ich auch nach dem Lesen immer noch nicht weiß, ob das nun eine gute oder schlechte Entscheidung war.
Was mir bei diesem Buch extrem gut gefallen hat, war, das Hamburg des frühen 20. Jahrhunderts näher kennenzulernen. Der Dialekt, der damals je nach Stand in der Gesellschaft unterschiedlich ausgeprägt war, die Einschränkungen durch den Krieg und generell die damaligen Verhältnisse, wie es mit den Rechten der Frauen aussieht, all das war total interessant, vor allem für jemanden, der gar nicht mal so weit weg davon aufgewachsen ist. Weil ich mich aber bei weitem nicht zu den Menschen zähle, die man als historisch begeistert bezeichnen könnte, habe ich mich am meisten gefreut, wenn mal ein Straßenname oder eine Bahnhaltestelle genannt wurde, mit der man auch zu heutiger Zeit noch etwas anfangen kann.
Es wird aus der Sicht der 3. Perspektive auf Frieda, die Tochter des Schokoladenherstellers Hannemann, erzählt. Frieda ist eine aufgeweckte, einfallsreiche junge Frau, die so gar nichts von den Aufgaben hält, die einer Dame zur damaligen Zeit eigentlich zugesprochen wurden. Sie will nicht nur stillsitzen und hübsch aussehen, sie möchte sich einbringen und selbst was erreichen, statt nur die Trophäe am Arm eines reichen Mannes zu werden, den sie nicht mal liebt. Und dieser fortschrittliche, fast schon rebellische Gedanke hat mich beeindruckt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich keine besonders tiefe Verbindung zu ihr aufbauen konnte, dafür war mir das Setting und die ganze Atmosphäre zu altbacken.
Teilweise haben mich nämlich die Verhältnisse und Ansichten der vergangenen Zeit, so spannend und fremdartig sie für mich als Leser auch gewesen sein mögen, echt genervt. Immer dieses Untergraben und Kleinmachen der Frauen, das hat mich höllisch aufgeregt, auch wenn es vielleicht mal so Gang und Gebe war. Für mich ein eindeutiges Zeichen, in Zukunft wieder die Finger von historischen Romanen zu lassen. Wer mich ebenfalls furchtbar aufgeregt hat, war Friedas Mutter. Eine schreckliche Figur mit ekelhaftem, selbstsüchtigen Charakter, der man guten Gewissens unterstellen könnte, sich nur für sich selbst und ihren guten Ruf zu interessieren.
Trotz des angenehmen Schreibstils musste ich beim Lesen viele Pausen einlegen, um mal wieder runterzukommen, und hab zur Verdaulichkeit der Geschichte immer wieder mein „New Adult“-Currently Reading eingeschoben, um einen Genrewechsel zu haben.
Mein Fazit: Schuster, bleib' bei deinen Leisten. Ich sollte in Zukunft wieder an meinen Romantasy-Jugendbüchern und College-Romanzen festhalten, statt Genreausflüge zu wagen, das tut meiner Gelassenheit eindeutig nicht gut. ^^ So interessant die Reise ins Hamburg der 20er-Jahre auch gewesen sein mag, so frustrierend war sie auch, besonders was die Hexe von Mutter und die allgemeine Sicht des Frauenbildes angeht.
Das Buch sprang mir ins Auge weil es in Hamburg spielt und ich sehr gerne Bücher lese die hier spielen. Irgendwie gibt es mir das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, wenn ich die Straßennamen kenne und Protagonisten da langlaufen wo ich auch schon war oder vielleicht sogar da wo ich wohne.
Vor Büchern aus der Vergangenheit habe ich bisher allerdings immer einen großen Bogen gemacht, ich kann nicht einmal sagen warum. Geschichte war nie meins in der Schule, ich war auch immer sehr schlecht in dem Fach (mangelndes Interesse wohl) aber dieses Buch hat wochenlang zu mir gesprochen, und so habe ich ihm endlich nachgegeben und es bei Netgalley angefragt. Riesig groß war meine Angst ob ich denn reinkommen würde in die Story.
Ich war von der ersten Seite – ja vom ersten Satz an gefangen in der Welt von Hannemann und Tietz. Eine Schokoladenfabrik die nach dem ersten Weltkrieg ums überleben kämpft. Die Menschen sind gebeutelt vom Krieg und können sich kaum die Grundnahrungsmittel leisten. Der Luxus einer Tafel Schokolade rückt für viele in ungreifbare Ferne. Aber das Familienunternehmen trotzt allen Widrigkeiten.
Allen voran die sympathische Frieda. Als jüngster Sproß der Manufaktur macht sie sich schon mit 16 die Gedanken, dass sie nicht von einem reichen Ehemann abhängig sein will, sondern sie will im Unternehmen mitarbeiten. Für ihren Vater ist das nicht denkbar, der streng konservative Mann sieht ihren Bruder Hans in der Nachfolge und belächelt Friedas Streben nach Wissen und Selbstständigkeit. Aber Frieda gibt nicht auf. Sie sieht eine Chance als ihr Vater schwer erkrankt und übernimmt die Aufgabe eines großen Festes und einer Präsentation von neuen Pralinen. Ganz langsam kann sie ihren Vater und auch andere von ihrem Können und ihrer Strebsamkeit überzeugen. Ich bin ein großer Fan von Frieda. Sie ist eine Kämpferin und ein herzensguter Mensch der sein letztes Hemd für andere geben würde.
Der geplante Nachfolger Hans hingegen kam als Schatten seiner selbst aus dem Krieg wieder. Lange galt er als verschollen und selbst als er wieder auftaucht ist er eigentlich nicht wirklich da. Ihn interessiert das Familienunternehmen nicht, er suhlt sich im Selbstmitleid und jammert Tagein Tagaus dass er entstellt durch den Krieg sowieso kein Bein mehr auf die Erde kriegen würde. Fängt an zu trinken und sich mit Frauen zu treffen und entfernt sich immer mehr von seiner Familie und seinen Verpflichtungen.
Nochmal sehr spannend wird es als Frieda sich verliebt und sich zwischen der Firma und ihrer jungen Liebe entscheiden muss.
Ich bin hin und weg von diesem tollen Buch. Ich könnte weinen, dass es vorbei ist und ich auf Teil 2 noch bis Ende 2019 warten muss) Die Autorin hat so toll recherchiert und es ist mir peinlich aber ich als Hamburgerin habe viel gelernt und sie hat das Interesse an der Hamburger Geschichte in mir geweckt, weshalb ich mir gleich 3 Geschichtsbücher bestellt habe und all das nachzuholen was ich jetzt nicht wusste. Sie hat Geschichte für mich greifbar gemacht und mich behutsam und liebevoll herangeführt.
Das hanseatische Flair hat mich vollends ergriffen als Lena Johannson nicht nur Plattdeutsche Unterhaltungen sondern sogar die Alsterschwäne die weit über Hamburgs Stadtmauern hinweg bekannt sind – eingewoben hat. Absolute ausdrückliche Leseempfehlung von mir.
Das Buch sprang mir ins Auge weil es in Hamburg spielt und ich sehr gerne Bücher lese die hier spielen. Irgendwie gibt es mir das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, wenn ich die Straßennamen kenne und Protagonisten da langlaufen wo ich auch schon war oder vielleicht sogar da wo ich wohne.
Vor Büchern aus der Vergangenheit habe ich bisher allerdings immer einen großen Bogen gemacht, ich kann nicht einmal sagen warum. Geschichte war nie meins in der Schule, ich war auch immer sehr schlecht in dem Fach (mangelndes Interesse wohl) aber dieses Buch hat wochenlang zu mir gesprochen, und so habe ich ihm endlich nachgegeben und es bei Netgalley angefragt. Riesig groß war meine Angst ob ich denn reinkommen würde in die Story.
Ich war von der ersten Seite – ja vom ersten Satz an gefangen in der Welt von Hannemann und Tietz. Eine Schokoladenfabrik die nach dem ersten Weltkrieg ums überleben kämpft. Die Menschen sind gebeutelt vom Krieg und können sich kaum die Grundnahrungsmittel leisten. Der Luxus einer Tafel Schokolade rückt für viele in ungreifbare Ferne. Aber das Familienunternehmen trotzt allen Widrigkeiten.
Allen voran die sympathische Frieda. Als jüngster Sproß der Manufaktur macht sie sich schon mit 16 die Gedanken, dass sie nicht von einem reichen Ehemann abhängig sein will, sondern sie will im Unternehmen mitarbeiten. Für ihren Vater ist das nicht denkbar, der streng konservative Mann sieht ihren Bruder Hans in der Nachfolge und belächelt Friedas Streben nach Wissen und Selbstständigkeit. Aber Frieda gibt nicht auf. Sie sieht eine Chance als ihr Vater schwer erkrankt und übernimmt die Aufgabe eines großen Festes und einer Präsentation von neuen Pralinen. Ganz langsam kann sie ihren Vater und auch andere von ihrem Können und ihrer Strebsamkeit überzeugen. Ich bin ein großer Fan von Frieda. Sie ist eine Kämpferin und ein herzensguter Mensch der sein letztes Hemd für andere geben würde.
Der geplante Nachfolger Hans hingegen kam als Schatten seiner selbst aus dem Krieg wieder. Lange galt er als verschollen und selbst als er wieder auftaucht ist er eigentlich nicht wirklich da. Ihn interessiert das Familienunternehmen nicht, er suhlt sich im Selbstmitleid und jammert Tagein Tagaus dass er entstellt durch den Krieg sowieso kein Bein mehr auf die Erde kriegen würde. Fängt an zu trinken und sich mit Frauen zu treffen und entfernt sich immer mehr von seiner Familie und seinen Verpflichtungen.
Nochmal sehr spannend wird es als Frieda sich verliebt und sich zwischen der Firma und ihrer jungen Liebe entscheiden muss.
Ich bin hin und weg von diesem tollen Buch. Ich könnte weinen, dass es vorbei ist und ich auf Teil 2 noch bis Ende 2019 warten muss) Die Autorin hat so toll recherchiert und es ist mir peinlich aber ich als Hamburgerin habe viel gelernt und sie hat das Interesse an der Hamburger Geschichte in mir geweckt, weshalb ich mir gleich 3 Geschichtsbücher bestellt habe und all das nachzuholen was ich jetzt nicht wusste. Sie hat Geschichte für mich greifbar gemacht und mich behutsam und liebevoll herangeführt.
Das hanseatische Flair hat mich vollends ergriffen als Lena Johannson nicht nur Plattdeutsche Unterhaltungen sondern sogar die Alsterschwäne die weit über Hamburgs Stadtmauern hinweg bekannt sind – eingewoben hat. Absolute ausdrückliche Leseempfehlung von mir.
Diese Rezension enthält zwei Spoiler, die ich gekennzeichnet habe. Ich habe das Buch in einer Verlosung des Verlags gewonnen. Meine Meinung ist davon unabhängig.
Frieda war für mich eine sympathische Protagonistin, der ich gern in das Hamburg der Jahre 1919 – 1924 gefolgt bin und mit der ich wunderbar mitfiebern, mitleiden, mich mit freuen etc. konnte. Da ich in Hamburg lebe, gab es für mich einiges wiederzuerkennen und es war interessant zu lesen, wie damals die Verhältnisse waren. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin die historischen Begebenheiten gründlich recherchiert hat. Der Titel ist ein bisschen irreführend, denn um besagte Villa geht es eher am Rande, im Vordergrund stehen Frieda und ihre Erlebnisse, sowie der Betrieb ihrer Eltern mitsamt der von ihr geliebten Schokoladen-Manufaktur. Die Arbeit in derselben wird immer wieder anschaulich und lebendig geschildert. Der Sprachstil der Autorin trägt außerdem dazu bei, dass man sich in eine historische Epoche versetzt fühlt, außerdem sorgt sie mit Hamburger Plattdeutsch und anderen regionalen Begriffen für jede Menge Lokalkolorit, was ich sehr gelungen finde. Auch die Nebenfiguren sind plastisch ausgearbeitet, sie haben ihre Ecken und Kanten.
Kritikpunkte: Diese kann ich nicht ohne zwei Spoiler benennen.
- Spoiler 1 -
Frieda verliebt sich im Laufe der Handlung in einen Mann, der sich später als Engländer entpuppt (der auch nicht in Hamburg aufgewachsen ist). Das ist für mich ein Logikfehler, denn ein Engländer, der in England aufgewachsen ist, wird selbst wenn er lupenreines Deutsch sprechen kann, zumindest ansatzweise einen Akzent haben, es sei denn es handelt sich um ein Ausnahme-Sprachtalent. Das hätte man dann allerdings erwähnen müssen, also dass dieser Mann Frieda mit dem Fehlen eines englischen Akzents täuschen konnte.
- Spoiler 2 - Während eines Großteils der Handlung ist Frieda in besagten Engländer verliebt. Aufgrund äußerer Umstände werden sie getrennt. Das streckt sich über 300 Seiten hin. Im letzten Drittel des Buches lernt sie dann allerdings einen anderen Mann kennen und am Ende des Buches ist sie so weit, dass sie sich mit diesen verlobt. Die Handlung an sich fand ich nicht schlecht. Aber dass Friedas Bekanntschaft mit jenem anderen Mann, einem Dänen, auf so engen Raum (bzw. so wenig Seiten, im Vergleich zum Rest) zusammengestaucht wird, fand ich ungünstig, zumal ich lange Zeit damit gerechnet habe, dass Frieda trotz aller Schwierigkeiten am Ende doch noch mit ihrem geliebten Engländer zusammenkommt. Außerdem wirkt ihre Beziehung zu jenem Dänen auf mich forciert, sie wird mehr oder weniger mit ihm verkuppelt. In dem Zusammenhang fand ich es auch weniger gelungen, dass es mehr erzählt als anschaulich gezeigt wird, warum sie den Dänen sympathisch findet. Man hätte hier zum Beispiel mehr mit Dialogen arbeiten können, die leider teilweise einfach zusammengefasst werden.
- Spoiler Ende -
Fazit: Alles in allem ein unterhaltsamer, historisch authentisch wirkender Roman mit einer sympathischen Protagonistin.
„Heutzutage reicht es längst nicht mehr aus, wohlhabend zu sein, du musst als Erster eine Idee haben.“ (Zitat Seite 56)
Inhalt Frühjahr 1919 in Hamburg. Der Krieg ist zu Ende, doch Hans Hannemann, einziger Sohn und Erbe des angesehenen Handelshauses Hannemann & Tietz, war bisher nicht unter den Heimkehrern. Frieda Hannemann, die jüngere Schwester von Hans, interessiert sich für das Familienunternehmen, liebt Kakao und entwickelt hochwertige Schokoladeprodukte, die erfolgreich in Produktion gehen. Doch die Eltern sehen es als ihre einzige Aufgabe und Pflicht an, einen standesgemäßen, vermögenden Mann zu heiraten, der bereit ist, sein Geld in die Firma zu investieren und diese damit vor dem Bankrott zu retten. Frieda weigert sich, doch wie geht es weiter?
Thema und Genre Dieser historische Frauenroman spielt in der Hansestadt Hamburg und schildert die Situation Deutschlands in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen, die angespannte Wirtschaftslage, Hunger und Inflation. Ein Thema ist die beginnende Eigenständigkeit der jungen Frauen, die im Gegensatz zum traditionellen Wertebild der Elterngeneration steht. Natürlich geht es auch um den Import von Kakao und die Erzeugung von hochwertiger Schokolade.
Charaktere Hauptprotagonistin ist die junge Frieda Hannemann. Sie träumt von einer Ausbildung im Familienunternehmen und von persönlicher Unabhängigkeit. Sie will mehr vom Leben als ihre Mutter, eine typische Frau ihrer Zeit, die den Haushalt mit den Bediensteten führt und einen gehobenen Lebensstandard pflegt. Frieda gelingt es, ihre Pläne umzusetzen, wenn es um Schokolade geht, doch wenn es um ihre persönliche Zukunft geht, zögert sie und beugt sich immer wieder den familiären Zwängen.
Handlung und Schreibstil Sehr gut ist die Stadt Hamburg in dieser Zeit geschildert, nicht nur die prächtige Seite der Handelshäuser, sondern auch der Alltag und die Armut der einfachen Menschen. Die Geschichte ist in der personalen Erzählperspektive Friedas geschrieben. Die Handlung ist im Stil eines typischen Frauenromans aufgebaut, im Mittelpunkt die gute, etwas naive und zögerliche Heldin, die von kleineren und größeren Schicksalsschlägen bedroht wird.
Fazit Wer einen vielschichtigen Generationenroman erwartet, wird von diesem typischen Frauenroman mit einer teilweise nervend naiven Hauptprotagonistin enttäuscht sein. Wer sich jedoch in diesem Genre wohlfühlt, wird sicher Freude an dieser schokoladigen Geschichte mit historischem Hintergrund haben.
Hamburg, 1919: Frieda ist die jüngste Tochter einer traditionsreichen Kaufmannsfamilie, die nicht nur mit Kakao handelt, sondern auch eine kleine Schokoladenmanufaktur besitzt. Dort verbringt Frieda ihre Zeit am liebsten um zu experimentieren und neue Rezepte auszuprobieren. Dort möchte sie in Zukunft gerne arbeiten, doch ihr Vater hat andere Pläne für sie, denn er will sie mit einem Mann verheiraten, um das Überleben der Firma zu sichern. Kann sich Frieda dem entziehen und das Erbe der Familie retten?
Dieser Roman, der im wundervollen Hamburg spielt, hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, so dass ich dieses Buch schnell fertig gelesen habe. Die Beschreibungen waren sehr bildhaft und spiegelten die damalige Zeit anschaulich wider. Ich fühlte mich richtig in die Zeit versetzt. Frieda mochte ich von Anfang an. Sie war eine starke junge Frau, die für sich einstand und sich zu behaupten wusste. Ich habe sie unheimlich gerne über die fünf Jahre, die dieses Buch spielt, begleitet. Alle Personen, egal ob Haupt- oder Nebenrolle, wurden gut ausgearbeitet und beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Sie erwachten regelrecht zum Leben. Die Darstellung der damaligen Zeit und Geschehnisse empfand ich sehr authentisch, da merkt man die hervorragende Recherche der Autorin. Die Atmosphäre wurde wirklich erstklassig transportiert, insbesondere die große Schere zwischen arm und reich. Aber auch die örtlichen Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen, wozu auch der Stadtplan am Ende des Buches zusätzlich beitrug. Bei mir kam einfach ein richtig tolles Zeitgefühl auf und ich habe den Roman sehr genossen. Auch die Spannung war super vorhanden, denn ich war neugierig, wie sich Friedas Leben entwickelt, wie es um das Familienunternehmen bestellt ist und was dieser Roman überhaupt alles parat hält.
Eine rundum gelungene Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
Ich habe dieses Buch gelesen als ich öfter mal in Hamburg unterwegs war. Die Buchreihe gefällt mir, wurde richtig gut in das Hamburg von früher mitgenommen.
Kdyby Dickens psal červenou knihovnu, vypadalo by to asi nějak takhle. Ale historický i místopisný reálie zajímavý, poválečný Hamburk má rozhodně atmosféru.
La cosa che mi ha colpito maggiormente di questo romanzo è la sua estrema attualità nonostante le vicende narrate siano lontane un secolo esatto dai nostri giorni: la soglia di povertà che si innalza, l’inflazione galoppante, le speculazioni finanziarie creano le basi per una grande crisi economica gestita in malo modo da una classe politica lontana anni luce dalla cruda realtà che la maggior parte della gente vive. Questo causa una crescita dei partiti estremisti e continue agitazioni sociali che sfociano anche in episodi di particolare violenza. In questo contesto, quando le conseguenze delle pesanti clausole del Trattato di Versailles, imposto alla Germania alla fine della prima guerra mondiale, rischiano di bloccare l’economia dell’intero paese, Frieda Hannemann vive gli scampoli della sua adolescenza nella casa paterna, sede anche dell’azienda di famiglia che si occupa dell’importazione, del commercio e della lavorazione del cacao. È una ragazza curiosa e intelligente, scaltra, attenta e osservatrice: ha voglia di imparare e di affiancare il padre nel suo ufficio, ma l’erede designato è il fratello Hans, che torna dalla guerra traumatizzato e ferito nel corpo e nell’anima. Per lei i genitori hanno altri progetti: trovarle un marito di buona famiglia con un capitale che possa donare nuova linfa alle casse dell’azienda, che comincia a risentire delle severe imposizioni cui tutto il popolo tedesco si trova a sottostare. Tuttavia, Frieda vuole essere padrona della sua vita, viverla secondo le proprie regole, poter scegliere con chi dividerla e, soprattutto, essere indipendente economicamente. Il mondo non sembra affatto pronto per le sue idee e tanto meno Amburgo e la sua classe dirigente. Frieda, però, non demorde e, carica di ottimismo, a volte anche infondato, si butta nel lavoro dando prova delle proprie potenzialità. Toccherà a lei, infatti, salvare l’attività e le sorti stesse della famiglia, rinunciando in fondo a una piccola parte di sé. Il romanzo è particolareggiato e molto descrittivo, anche perché l’autrice stessa è nata a Amburgo. Si nota subito una grande ricerca topografica e storica della città e delle sue tradizioni commerciali e culturali. Il ritmo non è costante: a volte stagna in particolari minuziosi, altre sembra imprimersi anomale accelerazioni. Frieda suscita fin da subito una certa simpatia: è altruista e ingenua, romantica e sognatrice. Crede che tutto sia possibile mettendoci buona volontà, ma è destinata a scontrarsi ben presto con la realtà. Tuttavia, sa fare quello che ogni donna si ritrova a compiere davanti alle difficoltà della vita: non si chiede come e se ce la farà, abbassa la testa e va avanti in ogni modo. Di lei mi è rimasto l’aroma delle sue creazioni al cioccolato e il dolceamaro del finale, che tocca a molte di noi. I personaggi maschili fanno da corollario a Frieda, che domina quasi tutta la scena. La villa degli amori sospesi è, dunque, un romanzo dalla lettura attuale, uno spaccato di un passato lontano ma che ci rilancia continui rimandi, un inno alla forza delle donne e alla loro lungimiranza, un invito alla rottura degli schemi qui evidenziato in molti particolari dei personaggi secondari. Assolutamente da leggere.
I personaggi che entrano in gioco sono molti. Tra meravigliosi scenari, paesaggi ben descritti, ecco che la storia di Frieda entra in scena.
Una ragazza intraprendente, nata in un mondo prettamente maschile, dove la visione della donna è unicamente legata alla casa e alla capacità di gestire le faccende domestiche.
Ribelle, indomita, intelligente e tuttofare, Frieda assumerà il controllo della fabbrica del padre a discapito del fratello nullafacente.
“Siete una donna, qualcun altro può farlo per voi. – cosa? pensare? – si certo!”
Improvviserà nuove ricette, nuovi macchinari e nuove procedure di lavorazione del cacao e quando il mondo la vorrebbe felicemente sposata con un buon partito, ecco che la sua indole ribelle si oppone alle etichette.
“Apprezzo la tua testardaggine e il tuo spirito combattivo, mi piacciono il tuo senso del dovere e il tuo atteggiamento così anseatico. Sono incantato dalla tua bellezza e dal tuo fascino. Mi sono innamorato di te, Frieda.”
E diciamo che ero arrivata alla fine del libro sperando in queste bellissime parole, Frieda e il suo carattere saranno domati?
Un libro ben descritto dove le descrizioni dei paesaggi e dei protagonisti riescono a riempire i vuoti.
È stata una bella lettura, ricca di avvenimenti, tra un rosa e uno storico.
Sehr unterhaltsame Lektüre über eine Familie zu Ende des ersten Weltkrieges. Es wird sehr anschaulich beschrieben wie sich die Stadt verändert und wie das Leben. Eine Gesellschaft im Wandel. Die Geschichte der Familie in deren Mittelpunkt Frieda steht bewegt einen sehr. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.