Eine atemlose Flucht durch eine Megacity. Und Millionen schauen zu.
»Meine Zuschauer lieben die Gefahr. Zumindest, wenn ich sie erlebe und sie durch meine Augen dabei zuschauen dürfen.«
Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.
Ich war mir eigentlich gar nicht sicher, ob dieses Buch überhaupt meinen Geschmack trifft. Ist es nicht schön, eine Rezension einfach ein Mal so zu beginnen? Und wisst ihr was? Das beschreibt es eigentlich sehr gut. Ich habe das Cover gesehen und habe mit einem Thriller gerechnet. Gelb ist auch nicht so meine Farbe und dann gab es da diesen Klappentext. Dieser Klappentext, der mich wirklich neugierig gemacht hat, weil es ein wenig nach “Nerv” klang und doch so anders wirkte.
Außerdem habe ich irgendwie mehr ein klassisches Jugendbuch erwartet. Etwas, was mich unterhalten würde. Etwas “seichtes” für zwischendurch und bekommen habe ich eine gewaltige Story.
Eine Story, die einem die Luft zum Atmen nimmt. Die einen auf Trab hält, um die nächste Ecke jagt und immer wieder Überraschungen bereit hält. Leute, ich habe wirklich versucht eine sachliche Rezension zu schreiben, aber es geht einfach nicht.
Das Thema ist so realistisch wie ernst. So bildgewaltig und fassungslos zurücklassend, dass ich nach diesem Ende nicht wirklich etwas mit mir und meinem Leben anfangen konnte. Ich lese zwischendurch gerne Jugendthriller. Aber mit einer solchen Aktion habe ich wirklich nicht gerechnet.
Der Protagonist Emilio ist wie du und ich. Nur das seine Welt in zwei geteilt ist. Auf der einen Seite haben wir die perfekte Welt voller reicher Kids und Familien, die das perfekte Leben in… Perfektion zu leben scheinen. Auf der anderen Seite gibt es die Welt von Emilio. Armut, Schutt, Müll, Gestank, zu wenig Wohnraum. Was aber beide verbindet ist Eyevision. Eine Internetseite, die es den Teilnehmenden ermöglicht eine halbe Stunde lang durch ihre Augen zu streamen was sie wahrnehmen. Auch Emilio ist einer von ihnen. Klingt cool oder? Ist es ja eigentlich nichts anderes als ein V-Log aus Ego-Perspektive. Dachte ich auch. Spannend und aktionreich steigen wir ein. Springen über Dächer, denken uns Geschichten aus, erzählen halbe Wahrheiten und das alles für ein bisschen Reichweite und Geld. Kommt dir bekannt vor?
Sollte es auch. Denn dann passiert Emilio das unfassbare, er bringt jemanden um. Und wer jetzt SPOILER schreit, entspannt euch, es wird noch krasser. Dies ist erst der Anfang.
Dieses Buch zeigt so unfassbar gut die Gefahren unserer heutigen Gesellschaft auf. Des dauerhaften online seins. Wozu Menschen fähig sind, die einen vielleicht nur über das Internet kennen. Wozu ein Programm in der Lage ist und dein ganzes Leben beeinflussen kann.
Und wisst ihr was? Ich fand es krass. Krass, wie realistisch all dies ist, obwohl es ja “nur” Fiktion zu sein scheint. Krass, was Emilio durchmachen musste. Krass, wie sich alles entwickelt und wozu Kapitalisten, unsere Gesellschaft und vielleicht auch “Freunde” in der Lage sind, wenn Geld und Reichweite im Spiel ist. Ich fand es krass. Es hat mich bewegt, aufgerüttelt und sprachlos zurückgelassen. Es hat mir die Luft zum Atmen genommen, nur um mich dann wieder 100 m tief fallen zu lassen. Ich war ein Teil der Aktion. Habe gehofft, gebetet, Fassungslosigkeit gespürt, geflucht, geweint. Ja, ich habe so gehofft, dass gewisse Dinge nicht passiert sind, es ist doch ein Jugendthriller. Und doch musste ich der Wahrheit ins Auge blicken.
Der Klappentext von "Cainstorm Island" hat mich sehr neugierig gemacht, er klang nach actionreicher Unterhaltung in einem dystopischen Setting.
Der Einstieg war auch sehr vielversprechend. Mir hat die Idee sehr gefallen wie die Firma Eyevision die Erlebnisse von Emilio überträgt und später dann mehr und mehr die Kontrolle übernimmt. Dies hatte sehr viel Potenzial für Action und Spannung. Leider jedoch hat mich die Geschichte irgendwann komplett verloren und ich bin überhaupt nicht mehr mitgekommen. Die Handlung hat mich mehr und mehr gelangweilt und ich habe komplett den Faden zur Geschichte verloren. Am Ende war ich einfach froh durch zu sein. Die Entwicklungen waren mir zu wirr und mir fehlt ein roter Faden.
Auch die Charaktere sind mit irgendwie sehr fremd geblieben, am ehesten konnte ich noch zu dem Protagonisten Emilio eine Verbindung aufbauen, aber auch das nur sehr grob.
Das Setting fand ich eigentlich sehr interessant, hätte mir hier aber ein wenig mehr world-building und Informationen gewünscht.
Leider konnte mich die Geschichte nicht so packen wie erwartet und hat meiner Meinung nach einiges an Potenzial verschenkt. Schade um eine interessante Idee.
Emilios Welt ist in zwei Teile geteilt. Auf der einen Seite gibt es das perfekte Asaria, eine Welt, voller reicher Familien, die all das besitzen, was ihr Herz begehrt; eine Welt, in der nicht nur arme, sondern auch Menschen ausgestoßen werden, die als nicht “normal” gelten. Kranke, Behinderte, Verbrecher, etc. pp. werden abgeschoben, damit das Land “rein” bleibt. Auf der anderen Seite liegt Cainstorm, die Welt von Emilio; eine Welt voller Armut, Müll, Schutt, Krankheiten, Tod, Platzmangel, Gestank … So unterschiedlich die beiden Welten auch sind, gibt es eine Sache, die sie miteinander verbindet: Eyevision, ein riesiger Internetkonzern, der es Teilnehmenden ermöglicht, eine halbe Stunde am Tag durch ihre Augen zu streamen und dadurch Geld zu verdienen, vergleichbar mit Youtube Bloggern, nur mit dem Unterschied, das Menschen wie Emilio sich nicht bei Unboxings filmen, sondern bei Dingen, die viel gefährlicher und spannender sind, immerhin ist es wichtig, so viele Zuschauer wie nur möglich zu bekommen, um auch möglichst viel Geld zu verdienen. Das Angebot von Eyevision, als lebende Kamera zu fungieren, kam Emilio also gerade recht. Seine Familie kann sich kaum über Wasser halten, doch mit Emilios Einkünften schaffen sie es zumindest, ihre Miete zu zahlen. Während Emilio die Risiken und Gefahren einfach so hin nimmt und sich täglich beim Fassaden klettern filmt, war sein Vater Serge von Anfang an dagegen, dass sein Sohn sich von ihrem größten Feind, Asaria, “versklaven” lässt.
In einem postapokalyptischen Szenario gerät Emilio in einen scheinbar ausweglosen Konflikt zwischen einer mächtigen Gang und dem wohl größten IT-Konzern dieser Welt. Diese Geschichte verdeutlicht uns die Gefahren unserer heutigen Gesellschaft und des ständigen und dauerhaften online seins. Es zeigt uns, wie skrupel- und rücksichtslos Menschen sein können, wenn es um die Anzahl der Likes und Views geht und auch wie ein einziges Programm, das Leben nicht nur beeinflussen, sondern vollends auf den Kopf stellen kann.
Die Verbreitung und Entwicklung der Technik sowie der Digitalisierung spielt in unser aller Leben eine immer größer werdende Rolle und kaum einer macht sich Gedanken darüber, welche Gefahren dies mit sich bringt. Und gerade diese Tatsache bietet unheimlich viel Stoff für neue Geschichten. Auch Marie Golien ist auf diesen Zug mit aufgesprungen und behandelt in ihrem Erstlingswerk mithin ein Thema, das aktueller nicht sein könnte.
Und dennoch … dennoch konnte mich das Buch leider nicht überzeugen.
Das Worldbuilding kommt leider zu kurz; um einiges zu kurz. Immer mal wieder werden Aspekte angerissen, aber nie wirklich zu Ende geführt. Die Idee mit diesen zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, dieser starke Kontrast zwischen arm und reich, empfand ich als unglaublich spannend und interessant, die Umsetzung allerdings weniger gelungen. Durch die fehlenden Informationen und das fehlende Worldbuilding war diese Welt für mich kaum zu greifen; nichts davon wirkte real, nicht so, als könnte es tatsächlich einmal eintreten. Ich finde dystopische Settings dann gelungen, wenn sie mir das Gefühl geben, dass es in unserer Welt einmal tatsächlich so aussehen könnte. Hier blieb dieses Gefühl leider aus. Auch die politischen und sozialen Verhältnisse wirkten irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Wobei das Punktesystem auf Asaria schon irgendwie cool ist.
Leider hält sich die Autorin auch sehr mit ausführlichen Beschreibungen zurück. Es scheint fast so, als wäre sie während des Schreibens davon ausgegangen, dass der Leser bereits das fertige Bild in seinem Kopf hat; dasselbe Bild im Kopf hat, wie sie während des Schreibprozess. Ich hatte nicht eine Sekunde lang das Gefühl, dabei zu sein. Außerdem erschienen mir die Lösungen und Auswege, die Emilio immer wieder aus lebensgefährlichen Lagen raus reißen, als unlogisch. Vielleicht auch deshalb, weil es zu abrupt geschah und die Beschreibungen fehlten. Die Handlung wirkte sehr sprunghaft und unrealistisch; irgendwie fehlte mir hier ein roter Faden. Es wird einfach viel zu viel behauptet und viel zu wenig gezeigt. Das Gefühl blieb einfach aus; das Gefühl, zu sehen, was Emilio gerade tut. Das Gefühl, mitten drin zu sein.
Aus diesem Grund war es mir auch leider unmöglich, meine Distanz zu den Figuren zu überwinden. Sie wirkten auf mich allesamt flach, nicht authentisch genug, ohne Ecken und Kanten – sie waren einfach da, aber irgendwie auch nicht. Wie Geister ließen sie sich von der Handlung treiben. Ich kann nicht mal sagen, ob ich einen der Charaktere überhaupt sympathisch fand. Nicht wirklich. Auch auf romantischer Ebene ist bei mir einfach kein einziger Funke übergesprungen. Die Beziehungen zwischen den Figuren war meiner Meinung ebenso oberflächlich, wie meine Beziehung als Leser zu ihnen.
Ich hätte mir hier einfach viel mehr Tiefgang gewünscht; insbesondere bei einer Thematik wie dieser. Ebenso hat mir an viel zu vielen Stellen einfach die Logik gefehlt; vieles machte einfach keinen Sinn, war – trotz das es Fiktion ist – einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen und teilweise auch sehr klischeehaft.
Irgendwann hat mich die Geschichte dann leider vollkommen verloren; die Handlung hat mich gelangweilt und das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen, kam einfach nicht auf. Am Ende war ich einfach nur noch froh, als das Buch endlich zu Ende war. Auch mit dem Schreibstil hatte ich meine Probleme, insbesondere mit den Dialogen, die ebenso unecht wirkten, wie die Charaktere selbst.
LOHNT SICH DAS BUCH?
So schade es auch ist, leider konnte mich das Buch – unabhängig von der Wichtigkeit der Thematik und der Message – nicht packen. Trotz allem würde ich es jetzt nicht als absoluten Fehlgriff bezeichnen. Es handelt sich um einen Jugendthriller, den ich eher einem jüngeren Publikum empfehlen würde. Anspruchsvoll ist in meinen Augen leider anders und bedauerlicherweise fehlte mir hier zu viel, als das mich das Buch wirklich hätte unterhalten oder begeistern können. Ich bin froh drum, dass es immer mehr Bücher, insbesondere auch im Jugendbuchbereich gibt, die auch die Gefahren der Digitalisierung und Technik aufzeigen, denn auch hiermit gehen manche junge Menschen einfach viel zu sorglos um, dennoch haperte es meiner Meinung nach sehr an der Umsetzung. Leider wurde hier viel zu viel Potential verschenkt. Die Fortsetzung werde ich wohl nicht lesen, denn, um ehrlich zu sein, hat mich selbst der Cliffhanger am Ende ziemlich kalt gelassen.
4,5 Sterne *Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgally zur Verfügung gestellt.* Inhalt Auf der einen Seite des Wassers, in Asaria, leben die Reichen und Schönen. Auf der anderen, auf Cainstorm Island, lebt der Rest in schlechten Verhältnissen, Tür an Tür mit brutalen Gangs. Einer von den Bewohnern Cainstorms ist der Parkourläufer Emilio. Die Firma Eyevision bietet ihm an, ihm einen Chip zu implantieren. Einmal am Tag streamt dieser, für eine halbe Stunde alles was Emilio sieht, um die Bewohner von Asaria zu unterhalten. Er geht diesen Deal ein und alles scheint zu klappen, bis er eines Tages ein Gangmitglied aus Notwehr umbringt, während er live ist. Und so wird Emilio selbst zum Gejagten. Cover Das neue Cover hat mich sofort angesprochen. Die Parkour-Elemente des Buches werden deutlich und der Farbverlauf wirkt zugleich sommerlich und mysteriös.
Schreibstil Das Buch war ein Page-Turner. Der Schreibstil ist so lebhaft, dass ich quasi mit Emilio durch die Straßen gerannt bin. In Gedanken sind die Häuserfronten genauso schnell an mir vorbeigerast wie in der Realität die Seiten.
Meinung Ich habe bei diesem Buch eine coole Jugendbuchdystopie erwartet, doch bekommen habe ich einen atemberaubend spannenden Thriller. Die Geschichte hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich beim Lesen immer wieder die Luft angehalten habe. Für mein Empfinden ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Die Beschreibungen sind an manchen Stellen wirklich brutal und nichts wird verharmlost. Genau deswegen fühlt sich dieses Buch auch so echt an. Keiner der Charaktere ist perfekt, doch für die Meisten empfindet man trotzdem Sympathien. Die Idee, mit den Armen auf der einen Seite und den Reichen auf der anderen, ist für sich gesehen nichts Neues. Doch die Autorin hat es geschafft, der Welt einen ganz eigenen Touch zu geben. Während man beim Lesen immer mehr über die Welt erfährt, kann man nicht anders, als schockiert zurückzubleiben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für jeden, der noch nach einem spannenden, dystopischen Thriller mit Suchtpotential für den Sommer sucht!
Okay Hilfe wo fang ich an. Der Plot des Buches war echt nicht schlecht und actually readable. Das buch war nicht rushed und auch nicht zu sehr in die länge gezogen. Der Cliffhanger am ende war vorher zu sehen aber dennoch will ich low key das 2. buch lesen. Die Charaktere waren…Okayyy aber eine krasse Bindung hatte ich zu keinen von Ihnen außer von dem main Charakter.
Auch nach dem zweiten Mal, fand ich das Buch einfach genial. Es ist spannend, unterhaltsam und lässt sich kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind super ausgearbeitet, wodurch man sich besonders in Emilio, den Hauptcharakter, gut einfühlen kann. Ich freue mich schon auf Band 2.
Emilijus gimė Keinstormo lūšnyne. Keinstormas - tai sala, kurioje apgyvendinti visi, neatitikę Azarijos (tobulos visuomenės) normų. Norėdamas prasimanyti pinigų ir padėti šeimai, Emilijus sutiko, kad „Eyevision“ jam smegenyse įdiegtų lustą, mainais į galimybę užsidirbti. Jis nė nemanė, kad nekalta kasdienė pusvalandžio trukmės tiesioginė transliacija atves jį į pražūtį.
Prieš kelerius metus būtent leidyklos „Debesų ganyklos“ leidžiamos knygos pakeitė mano gana nepopuliarią nuomonę apie fantastinius/distopinius kūrinius, jų literatūrinę vertę. Jeigu iki šiol į juos žiūrėjau skeptiškai, perskaičiusi keletą turinio kokybe ir gilesnėmis idėjomis pasižyminčių knygų, jau galėjau fantastikoje įžvelgti tai, ko nepavykdavo anksčiau (ne tik magiją, burtus, realybės neatitinkančius veiksmus, transformacijas, antgamtiškų galių turinčius herojus ir kt.). Nuo tada pradėjau nepraleisti nei vienos „Debesų ganyklos“ fantastinės knygos, siekiant užpildyti tam tikras, metų sandūroje susidariusias, literatūrines spragas. Ir „Keinstormo sala. Bėglys“ netapo išimtimi. Lūkesčiai jos atžvilgiu buvo didesni nei jų išpildymas, bet apie viską iš eilės, kadangi pagyrų ši knyga taip pat verta.
Nūdienoje, kaip ir šioje istorijoje, egzistuoja du pasauliai. Tik jie nėra oficialūs, priešingai nei knygoje. Gyvename ne viduramžių luominėje visuomenėje, kai nelygybė buvo traktuojama atvirai, be skrupulų, tačiau galime pastebėti, kad ne visi žmonės yra tolerantiški vieni kitų atžvilgiu, o tie, kurie kažkuo išsiskiria iš minios (pavyzdžiui, savita nuomone, išvaizda, negalia, finansine padėtimi ar kt.), neretai ne tik atstumiami daugumos, bet ir žeminami, smerkiami, ignoruojami. Panaši situacija perteikiama ir šioje knygoje - iš Azarijos (dirbtinai sukurto pasaulio) buvo ištremti į Keinstormo salą tie visuomenės nariai, kurie neatitiko jo įkūrėjos sumanytų standartų. Viena vertus, norisi manyti, kad taip niekada nenutiks realybėje (ypač dabar, kai, regis, pasaulis atsidūrė ant susinaikinimo slenksčio ir nežinia, ar nereikės jo kurti iš naujo), kita vertus, iš kitos perspektyvos pastebime, jog to net nereikia, kad vienas pasaulis būtų ne vientisas, o pasidalijęs į kelias priešingas stovyklas.
Viena iš esminių idėjų knygoje yra ir virtualus pasaulis, vis labiau įsigalintis kiekvieno iš mūsų gyvenime. „Eyevision“ implantuotas lustas, mano nuomone, prilygsta socialiniams tinklams ir nuomonės formuotojams, o neretai - tiesiog kiekvienam iš mūsų, kuriančiam turinį arba paprasčiausiai viešai rodančiam savo kasdienybės momentus. Taip teigiu ne be reikalo, o dėl to, kad Emilijus, norėdamas užsidirbti pinigų, kasdien turėjo filmuoti tiesioginius vaizdo įrašus (tiksliau, jie buvo automatiškai, su lusto pagalba, filmuojami ir rodomi), kuriuos galėdavo stebėti milijonai žmonių iš Azarijos. Juos domino lūšnynų gyvenimas, nepriteklius, skurdas, kurio nė su žiburiu nebuvo jų pačių pasaulyje. Nors kontekstas (istorijos ir mūsų realaus gyvenimo) stipriai skiriasi, tačiau prasmė išlieka ta pati, retorinis klausimas formuojamas tokiu pačiu principu - kokia yra viešumo kaina ir kada pastarasis virsta žalingu? Vienas iš galimų atsakymų - pateiktas istorijoje.
Be dviejų pasaulių atskirties sampratos, knygoje analizuojamos atjautos ir gailesčio temos. Bendrame kontekste jos tampa dar ryškesnės ir prasmingesnės, ypač, kai pasaulis, regis, tampa priešu. Nepamirštama ir šeimos svarba žmogaus gyvenime, pastarosios narių tarpusavio santykis, pasiaukojimas, meilė. Paliečiama draugystės tema, kuri itin aktuali, tiek knygos kontekste, tiek realybėje, kadangi yra situacijų, kuriose vienas pats žmogus - bejėgis, o su būriu sąjungininkų juk ir gyventi smagiau. Trumpiau tariant, šioje leidyklos „Debesų ganyklos“ knygoje, kaip ir daugelyje kitų, vyrauja moraliniai/vertybiniai aspektai, kurie svarbūs besiformuojančiai asmenybei.
Knygos pagrindiniai veikėjai - paaugliai/jaunuoliai, kuriems dar visas gyvenimas priešakyje, bet likimas nuo pat jaunų dienų jiems skyrė nelengvą kelią. Jie ne tik turėjo visais požiūriais suaugti ne pagal savo amžių, bet ir nuoširdžiai kovoti už asmeninius vertybinius įsitikinimus, artimuosius, teisę gyventi, priimti pasirinkimus. Žinoma, tai nereiškia, kad veikėjai nepatiria jų amžiui būdingų pirmųjų įsimylėjimo ir aistros momentų, kad kartais aukščiau visko neatsiduria jaunatviškas naivumas, smalsumas, patirties stoka, tačiau tokios charakterio savybės tik suteikia personažams realistiškumo, o pačiame siužete - kuria atomazgos ir kulminacijos užuominas.
Kalbant apie trūkumus, asmeniškai man, buvo truputį per daug smurto detalių (sakyčiau, visas siužetas sukasi aplink jas, o mano pedantiškam stiliui, ypač, kas liečia jaunimo knygas, tai pasirodė nepriimtina, bet gal tai tik pasenęs/stereotipinis požiūris), veiksmo ir netikėtų posūkių, siužeto vietų, kurias ne visada pavyko iki galo suprasti. Jeigu būčiau kiek kitokią nuomonę apie turinį susidariusi prieš pradėdama skaityti (maniau, kad čia bus daugiau nuotykių, azarto, bet ne smurto, žudymo elementų), esu linkusi manyti, kad mano simpatijos būtų didesnės, nuotaika pakylesnė, o įspūdžiai - geresni. Tačiau tai visiškai nereiškia, kad sekančios dalies/(-ių) neskaitysiu („Keinstormo sala. Bėglys“ yra knygų serijos pirmoji dalis), priešingai - entuziastingai noriu sužinoti, kur autorės fantazija ir išmonė nuves toliau, kokių iššūkių ji paruoš veikėjams ir kas jų laukia nesvetingame Azarijos pasaulyje. Pasaulyje, kuriame jie nėra laukiami, kurio gyventojams jie tik malonus eksperimentas. Nuojauta man kužda, kad tikrieji nuotykiai dar tik laukia priešakyje, nes blogiečiai - netapo iki galo nugalėti.
„Keinstormo sala. Bėglys“ - nuotykių, distopinių elementų, trilerio fragmentų ir įtampos kupina knyga, skirta jauniesiems skaitytojams, kuri vyresniųjų dėmesį taip pat patrauks. Lenktynės su laiku, dvigubų standartų taikymas, žmonių atskirtis - knygos detalės, neleidžiančios nei minutei atsitraukti, skatinančios pamatyti ne tik distopinio pasaulio atvaizdą, bet ir filosofiškai pagalvoti, kiek pastarojo slypi realybėje, kurioje gyvename šiandien. Distopinis kūrinys leidžia, o gal net verčia, atidesnį skaitytoją susimąstyti apie ateities pasaulį, kurį kuria ne kas kitas, o mes patys - veiksmais, žodžiais, mintimis. Jeigu nedarysime svarbių veiksmų dabar ir neprisiimsime bent nedidelės asmeninės atsakomybės, ateitis gali būti ne tik miglota, bet ir labai liūdna - tiek socialine, tiek globaline, tiek kultūrine, tiek moraline prasme.
Rekomenduoju mėgstantiems distopines knygas, kuriose iš pirmo žvilgsnio pateiktas pasaulis - prasilenkia su mūsų pasąmonėje esančia realybe, bet atidžiau pastudijavus - jis tampa ne toks svetimas, o, veikiau, savitai tapatus nūdienos dėsniams. Siūlau paskaityti paaugliams ir jaunimui, kuriems patinka ne tik fantastinės, bet ir veiksmo nestokojančios knygos, turinčios dinamišką siužetą, drąsius, bet vis dėlto jaunatviškų problemų ir potyrių neaplenkiamus herojus. Rekomenduoju, jeigu ieškote kažko, kas parodytų ir bent trumpam leistų pajusti, koks gyvenimas žemėje prasidėtų vieną dieną, jei normalus pasaulis nustotų egzistavęs, o jį į savo rankas perimtų vienas asmuo (arba jam pavaldžių žmonių grupė).
„Die ganze Szenerie erinnert mich an Kirchengemälde, in denen die Teufel aus der Hölle kommen, um ihre Opfer zu martern und zu verschleppen.“ [82]
„Cainstorm Island – Der Gejagte“ von Marie Golien ist der erste Band der Reihe "Cainstorm Island". Was für ein fulminanter, temporeicher und spannender Auftakt. Der Protagonist Emilio hat sich einen Chip in den Kopf implantieren lassen, der an seinen Sehnerv angeschlossen ist. So können Zuschauer*innen durch Emilios Augen sehen. Und ganz nebenbei verdient er sich damit bitter benötigtes Geld. Was am Anfang relativ harmlos anfängt wendet sich sehr schnell, denn jeder Akteur hat seine eigenen Interessen. Mir gefällt vor allem der dystopische Blick in die Zukunft. Dabei werden die aktuellen Themen, ein Leben in Reichturm und Überfluss – dem gegenüber steht ein Leben in ärmlichen Verhältnissen -, ein übermächtiger Konzern, Ausbeutung und die Kontrolle des Staates, aufgegriffen. Wunderbar greifen die Themen ineinander und ergeben eine sehr spannende Geschichte. „Und was sie wollen, ist das perfekte Volk ohne Straftäter, ohne Abhängige, ohne Verrückte, ohne Behinderte.“ [190] Ähnlich wie der Protagonist ist auch die Frequenz beim Lesen gesteigert. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Dies liegt auch am guten Schreibstil. Den Leser*innen geht es wie den Eyevision-Kunden. Man ist neugierig, will wissen wie es weitergeht. Und bei diesem fulminanten Ende mit einem bösen Cliffhanger heißt es zum Glück: „Das hier ist nicht das Ende“ [151]. Band 2 wartet.
"Cainstorm Island - Der Gejagte“ ist ein Jugendthriller von Marie Golien, das im dtv Verlag erschienen ist und das derzeit als eBook oder Hardcover erhältlich ist. Inhalt: Alles, was Emilio sieht, wird direkt auf seinem Videokanal gesendet. Je riskanter die Stunts, desto mehr Zuschauer. Je mehr Zuschauer, desto mehr dringend benötigtes Geld - das ist der Deal, den er mit Eyevision, einer Firma aus dem reichen Land Asaria geschlossen hat. Doch als er einen Anführer einer Gang in Notwehr tötet, wird er selbst zum Gejagten. Eine atemlose Flucht durch die Slums von Cainstorm Island beginnt. Und Millionen schauen zu. Meine Meinung: Cainstorm Island ist eines auf jeden Fall: nämlich Spannend. Marie Golien schaffte es, mich an den ersten 25 Seiten ans Buch zu fesseln, sodass ich es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen hatte. Der Spanningsbogen wird direkt aufgebaut: was soll Emilio jetzt tun, nachdem er ein Mitglied der Gang umgebracht hat? Diese Frage bleibt das ganze Buch lang und Emilio ist verzweifelt auf der Flucht. Neben der andauernden Spannung hat das Buch aber auch ziemlich viel Wit bei mir ausgelöst, angesichts der 2-Klassen Gesellschaft in Asaria und Cainstorm Island. Das ist an sich nichts neues, doch die kaltblütigkeit mancher Asaria hat mich wirklich mit Emilio mitleiden lassen. Fazit: Ein guter Jugendthriller, von dem man viel Spannung und Emotionen erwarten kann.
Vielleicht hast du es mitbekommen: Meine zuletzt rezensierten Bücher, „Arena“ und „Ein wirklich erstaunliches Ding“, thematisieren beide die Entwicklung moderner Technik und gehen beide stark auf den Umgang mit sozialen Medien und den Druck, der daraus entsteht, ein. Vor einigen Tagen ist im dtv-junior-Verlag der Auftakt zu einer Jugendthriller-Reihe namens „Cainstorm Island“ erschienen. Auch hier geht es um eine Internetplattform, die durch Videos gespeist wird, die direkt durch die Augen der Filmenden aufgenommen werden. Klingt erst einmal abstrus? Ist es auch. Wie mir diese Lektüre gefallen hat und wem ich sie weiterempfehlen kann, das erfährst du in der folgenden Rezension.
Die Wiesbadener Autorin Marie Golien legt mit „Der Gejagte“ einen temporeichen und überaus spannenden Debütroman hin, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte – sie macht in diesem Buch einfach verdammt viel richtig!
Mit einem direkt ab dem ersten Kapitel mitreißenden und temporeichen Schreibstil kann die deutsche Autoren-Newcomerin ihr jugendliches Lesepublikum mitreißen. Ich fühle mich schnell in die Geschichte integriert und werde schnell mit dem Figurenensemble und dem gesamten Szenario warm. Das ausnahmslos sehr hoch gehaltene Spannungsniveau nimmt zu keiner Zeit Abbruch. Golien schafft es geschickt, ihre Leser ständig durch neue Wendungen und kluge Geschwindigkeitsveränderungen am Ball zu behalten.
In nur knapp mehr als dreihundert Seiten entfaltet sich eine Handlung von großflächiger Tragweite, die durch ihre schillernde Vielfältigkeit hervorsticht. Zwar folgt das Buch einem bestimmten Muster, das der Titel „Der Gejagte“ schon verrät: Es geht eben um eine Jagd. Daraus speist der Roman seine akute Spannung. Dennoch fasziniert der Handlungsverlauf durch seine Unvorhersehbarkeit und Komplexität. Die Autorin strickt geschickt verschiedenste Elemente in ihr Werk mit ein, dass man schließlich von der schieren Überzahl an Antagonisten zu ersticken droht.
Das Figurenensemble kann im Großen und Ganzen ebenfalls überzeugen. Vor allem die Hauptfigur, der Protagonist Emilio, ist es, die durch ihre realistischen und authentischen Charakterzüge emotionale Tiefe bekommt und somit eine empathische Ebene zum Leser aufbauen kann. Die Figurenentwicklung erscheint glaubwürdig, seine Motive und Beweggründe nachvollziehbar. Einzig und allein die Liebesgeschichte ist es, die ein wenig fehl am Platz wirkt. Dafür fehlt es den eher im Hintergrund bleibenden Figuren zu viel an Plastizität, als dass sie sich der drohenden Eindimensionalität entziehen können. Auch skizziert die Autorin v.a. die Antagonisten etwas holzschnittartig und aufgeblasen, dass es fast klischeehaft anbiedernd wirkt. Sie versucht mit allen Mitteln, die aufkommenden sozialen Unterschiede kontrastreich drastisch darzustellen. Dabei schießt sie, meiner Meinung nach, ein wenig über ihr Ziel hinaus. Nicht zu sehr, um dem stetigen Lesefluss Abbruch zu tun, aber der Kritikpunkt schien mir dennoch einer Erwähnung wert zu sein.
Das Szenario, in dem sich die Autorin austobt, ist geschickt ausgewählt und entspricht soweit dem Nerv der Zeit. Zwar wirkt die technische Entwicklung, die hier stark thematisiert wird, ein wenig zu utopisch. Dennoch: Das geschickte Spiel mit den Gefahren der modernen Erfindungen und den tatsächlich realen Gefahren zieht den Leser in seinen Bann. Man merkt hier einfach, welche Freude Golien am Schreiben besitzt.
Insgesamt liegt hier ein geschickter und mitreißender Jugendthriller vor, der seiner Leserschaft auch viele akute Probleme der heutigen Gesellschaft anspricht und ein erschreckendes Zukunftsbild präsentiert, das so unwahrscheinlich aber gar nicht erscheint. Durch einen gemeinen Cliffhanger auf den letzten Seiten des Buchs ist mein Interesse gegenüber geplanten Fortsetzungen definitiv geweckt.
„Cainstorm Island – Der Gejagte“ ist ein äußerst gelungener Debütroman und gleichzeitig Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe, der durch seine atmosphärische Dichte, sein atemloses Tempo und einem interessanten Szenario punkten und begeistern kann.
Ich vergebe gerne starke vier von fünf möglichen Sternen und bedanke mich an dieser Stelle beim dtv-Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
- Actionreich und spannend, aber leider kamen die Gefühle zu kurz! -
* Spoilerfreie Rezension! *
Inhalt
Der 17-jährige Parkour-Sportler Emilio lebt mit seiner hoch verschuldeten Familie auf einem armen Kontinent, der von der Welt der Reichen durch eine unüberwindbare Barriere getrennt ist. Eines Tages erhält er ein unwiderstehliches Angebot: Ihm wird ein Chip ins Gehirn gepflanzt, der jeden Tag live überträgt, was er mit seinen Augen sieht; dafür wird er gut bezahlt. Am Anfang läuft es gut – bis Emilio live auf Sendung aus Notwehr den Anführer einer Gang tötet. Gleichzeitig wird er zum Video-Star und Gejagten…
Übersicht
Einzelband oder Reihe: Band #1 von (aktuell) 2 Erzählweise: Ich-Erzähler, Präsens Perspektive: männliche Perspektive Kapitellänge: kurz Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden! Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: ---
Warum dieses Buch?
Ich habe vor der Lektüre nur Gutes über dieses Buch gehört. Außerdem ist „Cainstorm Island“ eine deutsche Dystopie, was mich zusätzlich neugierig gemacht hat!
Kurzrezension
Das hat mir gefallen…
+ der anschauliche, flüssige, angenehm lesbare (und für Jugendliche perfekt passende) Schreibstil, durch den sich das Buch schnell weglesen lässt. + die vielversprechende, interessante, spannende Grundidee (Junge tötet im Livestream in Notwehr einen Ganganführer und schwebt daraufhin in Lebensgefahr). + den sympathischen Protagonisten, den ich mochte und mit dem ich mitfiebern konnte. + die überraschenden Wendungen, der actionreiche Plot und das Spannungslevel, das konstant hochgehalten wird. + der Feminismus. Es gibt in diesem dystopischen Jugendthriller viele intelligente, mächtige und (körperlich) starke Frauen und keine gegenderten Beleidigungen, und den Bechdel-Test besteht er auch. Ein Punkt wird für die vereinzelt vorkommenden Geschlechterstereotype und uncoole Aussagen (z. B. die, dass eine Frau „schon fast zu muskulös“ sei) abgezogen.
„Mord und Totschlag ziehen bei ihnen [den Zuschauer·innen] immer. Inzwischen kenne ich sie gut. Für ein paar blutige Geschichten an einem langweiligen Donnerstagnachmittag sind sie immer zu haben. Echtes Drama aus sicherer Entfernung.“ E-Book, Position 29
Das lässt mich zwiegespalten zurück…
~ die dystopische Welt, die schon okay war, aber leider nicht viel Neues bietet. ~ die Atmosphäre, die an manchen Stellen noch dichter hätte sein können. ~ die interessanten Themen (Armut, Familie, Zusammenhalt, Freundschaft, Selbstfindung), bei deren Behandlung mir allerdings oft Tiefe fehlte. ~ die Figuren. Einige Charaktere fand ich gut gelungen, andere bleiben leider blass und austauschbar. In mein Gedächtnis gebrannt hat sich leider keiner davon, ich werde sie wohl alle schnell wieder vergessen haben…
„Sie hat Prinzipien, aber sie ist eine Killerin mit blutbespritzter Hose, einem Messer, das in ihrem Gummistiefel steckt, und einer Pistole.“ E-Book, Position 2306
Das hat mir nicht gefallen…
- der Mangel an Emotionen. Es gibt Action und Wendungen im Überfluss, aber die Gefühle bleiben dabei leider auf der Strecke. Das Buch konnte mich emotional nicht wirklich erreichen. - das Drama, das ich in manchen Momenten wirklich übertrieben fand.
Mein Fazit
„Cainstorm Island“ eignet sich perfekt als actionreicher, spannender, recht feministischer Jugendbuch-Snack für zwischendurch – große Gefühle oder zu viel Tiefe sollte man hier aber nicht erwarten. Kurz: Kann man lesen – wer es nicht tut, verpasst aber auch nichts Weltbewegendes.
Rezension Wow, was für ein spannendes Buch! Es hat die Bezeichnung Thriller wirklich verdient, denn es war so packend, dass ich allein in der ersten Hälfte mindestens fünf Herzinfarkte hatte. Schon das erste Kapitel endet mit einem dramatischen Cliffhanger, als Protagonist Emilio bewusst wird, dass er gerade vor laufender Kamera ein Gangmitglied getötet hat. Die folgenden Kapitel brauchen dann keine Cliffhanger mehr, um atemberaubende Spannung zu erzeugen. Die Gefahr, in der Emilio schwebt, seit er den Mann in Notwehr getötet hat, ist immer vorhanden - manchmal nur latent, manchmal offensichtlich. Aber sowohl die direkten Auseinandersetzungen mit der wütenden Gang als auch das Warten auf die nächste Katastrophe waren packend. Dass nicht nur die Firma Eyevision Emilio ständig in den Rücken fällt, sondern auch Nachbarn, andere Charaktere und sogar extra eingeflogene Personen aus Asaria sich an der Jagd auf ihn beteiligen, hat mich regelrecht durch das Buch fliegen lassen.
Emilio ist außerdem ein wunderbarer Protagonist, dem ich mich bereits auf den ersten Seiten verbunden gefühlt habe. Ich habe seine Geschichte hautnah erlebt, weil ich immer das Gefühl hatte, direkt dabei zu sein. Seine Verzweiflung, weil er nicht weiß, wohin, und sein Adrenalin, weil ihm viele Personen nach dem Leben trachten, während andere versuchen, aus seiner Flucht eine möglichst große Show zu machen, habe ich ebenso empfunden wie seine Liebe zu seiner Familie und die tiefe Freundschaft zu seinem besten Freund. Emilio hat mich immer mitgenommen und all seine Emotionen intensiv erleben lassen, sodass ich auch seine Einschätzungen zu den anderen Charakteren geteilt habe. Jedes Mal, wenn sein toller, sympathischer bester Freund einen Auftritt hatte, war ich für einen Moment erleichtert und entspannt. Wenn seine Familie aufgetaucht ist, dann war ich froh, dass sie alle, selbst Emilio und sein Stiefvater, füreinander einstehen. Und Emilios Verbindungsmann zu Eyevision hat jedes Mal solche zornigen Aggressionen in mir hervorgerufen, dass ich ihn genauso sehr vor dem Lauf einer Waffe enden sehen wollte wie Emilio sich das gewünscht hat. Diese Verbundenheit mit Emilio hat die durch die Handlung entwickelte Spannung noch deutlich verstärkt.
Ein weiterer Aspekt, der das Buch zu einer nervenaufreibenden Lektüre gemacht hat, war die Unvorhersehbarkeit. Zum einen wusste ich nie, welche grausame Gemeinheit sich Eyevision als nächstes ausdenken würde. Zum anderen war mir lange nicht klar, worauf das Buch hinauslaufen würde. Die Autorin hat zwar ein dystopisches Setting eingeführt, vor dieser Kulisse aber einen spannenden Thriller spielen lassen. Je mehr sich die Geschichte dem Ende genähert hat, desto unsicherer war ich mir deshalb, wie das Buch enden würde. Zugegebenermaßen war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, aber selbst mit diesem Wissen hätte ich um die Charaktere gebangt. Die Mischung aus Dystopie und Thriller ist der Autorin wirklich gut gelungen. Das Setting hat viel Platz für dramatische Entwicklungen geboten, die gleichzeitig neugierig auf die Hintergründe und den Rest der Welt gemacht haben. Ich kann den zweiten Band kaum erwarten!
Fazit Das Buch ist ein packender Thriller vor einem dystopischen Setting. Vom ersten Kapitel an wird die Spannung immer weiter gesteigert. Es gibt nervenaufreibende Verfolgungsjagden, dramatische Konfrontationen und unvorhersehbare Katastrophen. Protagonist Emilio war mir von Beginn an sympathisch und hat mich seine Emotionen intensiv und hautnah miterleben lassen. „Cainstorm Island – Der Gejagte“ hat mich so mitgerissen, dass ich den nächsten Band kaum erwarten kann, und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern von mir.
Ich bedanke mich beim dtv Verlag und bei Vorablesen für das Rezensionsexemplar.
Emilio ist ein junger Heranwachsender welcher in Armut auf Cainstorm Island lebt. Um seiner Familie finanziell unter die Arme zu greifen, lässt er sich von "Eyevision" einen Chip implantieren. Mit diesem Chip geht Emilio nun täglich 30 Minuten live auf Sendung & zeigt vor Allem den Reichen auf Asaria die Welt durch seine Augen. Schnell steigt die Anzahl seiner Zuschauer bei seinen waghalsigen Trainsurf-Aktionen. Als er versehentlich auf dem Gelände einer Gang landet & in Notwehr dessen Anführer tötet, schauen ihm Tausende live zu. Das Video geht viral & während Emilio um sein Überleben kämpft schauen ihm Millionen dabei zu...
Meinung:
Marie Golien schuf in ihrem Debütroman eine Dystopie welche erschreckend real wirkt & nicht undenkbar erscheint. Dies ist der erste Band einer Dilogie.
Bereits ab der ersten Seite zog mich die Geschichte in ihren Bann und es gab eine spürbare Dynamik die dem Buch zugrunde lag. Diese Dynamik steigerte sich von Seite zu Seite, sodass ich immer schneller und weiter wollte um zu erfahren wie es weiter geht. Jedes einzelne Wort gab mir einen Thrill, als ob ich selbst zuhause an meinem Laptop säße & Emilio zuschauen könnte, wie er um sein Leben aber auch das seiner Liebsten kämpfte.
Emilios Welt ist brutal und es ist erschreckend wie nah sich diese erdachte Realität anfühlt. Eine Welt, geteilt in Arm und Reich, Menschen getrieben von Profit & Macht, die Schaulustigkeit & das Verlieren eines Gewissens. Dinge mit denen wir auch heute bereits konfrontiert sind, aber in diesem Roman dramatisch zugespitzt sind. Was gerade nach dem Beenden des Buches ein ungutes Gefühl in einem zurücklässt.
Emilio selbst ist als Hauptcharakter sehr sympathisch und auch seine Handlungen lassen sich ausnahmslos nachvollziehen. Die Angst, die Wut & auch die Verzweiflung sind spürbar und lassen einen mit ihm zusammen leiden.
Doch auch die anderen Charakter sind so gut beschrieben, dass es leicht ist sich ein Bild von ihnen zu machen, auch, wenn vieles von ihnen dem Leser verborgen bleibt. Manche werden zunächst nur oberflächlich gestriffen, was der Nähe zu ihnen aber keinen Abbruch tut. Nach und nach ändert sich dieses Bild nämlich zusehendst und wir erhalten auch einen Einblick in ihr Leben, ihre Vergangenheit & auch Geheimnisse, die sie mit sich herumtragen.
Die Ausarbeitung des Settings ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Sie wusste ihre Worte gut einzusetzen & ich habe das Gefühl, dass ich bei meinen Streifzügen durch Milescalares sah, was sie sah. Als hätte ich beim Lesen eine Landkarte vor Augen und könne genau abschätzen wo welche Stadt liegt. Auch die Hervorhebung der Unterschiede der Städte hat mir wunderbar gefallen, da jede Stadt für sich einen eigenen individuellen Stil bekam, trotz der Armut von denen alle betroffen sind. Sei es das Umfeld & der Anpassung der Bewohner daran oder einfach der Kleidungsstil der sich von Bezirk zu Bezirk ändert.
Am Ende des Buches erwartet die Leser allerdings ein ganz fieser Cliffhanger!
Fazit:
"Cainstorm Island" ist ein grandioser Pageturner, der alles hat was ein Jugendthriller als auch eine Dystopie benötigen. Diese Geschichte ist ein Blockbuster für alle Lesenden & für Menschen, die beim Lesen gerne außer Atem kommen unumgänglich! Ich kann es kaum erwarten Band 2 zu lesen.
Emilio ist ein junger Heranwachsender welcher in Armut auf Cainstorm Island lebt. Um seiner Familie finanziell unter die Arme zu greifen, lässt er sich von "Eyevision" einen Chip implantieren. Mit diesem Chip geht Emilio nun täglich 30 Minuten live auf Sendung & zeigt vor Allem den Reichen auf Asaria die Welt durch seine Augen. Schnell steigt die Anzahl seiner Zuschauer bei seinen waghalsigen Trainsurf-Aktionen. Als er versehentlich auf dem Gelände einer Gang landet & in Notwehr dessen Anführer tötet, schauen ihm Tausende live zu. Das Video geht viral & während Emilio um sein Überleben kämpft schauen ihm Millionen dabei zu...
Meinung:
Marie Golien schuf in diesem Roman eine Dystopie welche erschreckend real wirkt & nicht undenkbar erscheint. Dies ist der erste Band einer Dilogie.
Bereits ab der ersten Seite zog mich die Geschichte in ihren Bann und es gab eine spürbare Dynamik die dem Buch zugrunde lag. Diese Dynamik steigerte sich von Seite zu Seite, sodass ich immer schneller und weiter wollte um zu erfahren wie es weiter geht. Jedes einzelne Wort gab mir einen Thrill, als ob ich selbst zuhause an meinem Laptop säße & Emilio zuschauen könnte, wie er um sein Leben aber auch das seiner Liebsten kämpfte.
Emilios Welt ist brutal und es ist erschreckend wie nah sich diese erdachte Realität anfühlt. Eine Welt, geteilt in Arm und Reich, Menschen getrieben von Profit & Macht, die Schaulustigkeit & das Verlieren eines Gewissens. Dinge mit denen wir auch heute bereits konfrontiert sind, aber in diesem Roman dramatisch zugespitzt sind. Was gerade nach dem Beenden des Buches ein ungutes Gefühl in einem zurücklässt.
Emilio selbst ist als Hauptcharakter sehr sympathisch und auch seine Handlungen lassen sich ausnahmslos nachvollziehen. Die Angst, die Wut & auch die Verzweiflung sind spürbar und lassen einen mit ihm zusammen leiden.
Auch die anderen Charakter sind so gut beschrieben, dass es leicht ist sich ein Bild von ihnen zu machen, auch, wenn vieles von ihnen dem Leser verborgen bleibt. Manche werden zunächst nur oberflächlich gestriffen, was der Nähe zu ihnen aber keinen Abbruch tut. Nach und nach ändert sich dieses Bild nämlich zusehendst und wir erhalten auch einen Einblick in ihr Leben, ihre Vergangenheit & auch Geheimnisse, die sie mit sich herumtragen.
Die Ausarbeitung des Settings ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Sie wusste ihre Worte gut einzusetzen & ich habe das Gefühl, dass ich bei meinen Streifzügen durch Milescalares sah, was sie sah. Als hätte ich beim Lesen eine Landkarte vor Augen und könne genau abschätzen wo welche Stadt liegt. Auch die Hervorhebung der Unterschiede der Städte hat mir wunderbar gefallen, da jede Stadt für sich einen eigenen individuellen Stil bekam, trotz der Armut von denen alle betroffen sind. Sei es das Umfeld & der Anpassung der Bewohner daran oder einfach der Klediungsstil der sich von Bezirk zu Bezirk ändert.
Am Ende des Buches erwartet die Leser allerdings ein ganz fieser Cliffhanger!
Fazit:
"Cainstorm Island" ist ein grandioser Pageturner, der alles hat was ein Jugendthriller als auch eine Dystopie benötigen. Diese Geschichte ist ein Blockbuster für alle Lesenden & für Menschen, die beim Lesen gerne außer Atem kommen unumgänglich! Ich kann es kaum erwarten Band 2 zu lesen.
Was für eine gelungener Debütroman. Ich bin hin und weg. Die Autorin schickt die Leser in die Welt von Emilio, dieser wohnt in einer Art Riesencity, aber mit vorherrschender Armut, als er das Angebot von Eyevision bekommt, sich einen Chip in den Kopf einsetzten zu lassen, welcher täglich 30 Minuten live geht und so die Bewohner von Asaria daran teilnehmen können. Asaria ist das Gegenteil von Cainstorm. Hier ist das Leben schön, ruhig und irgendwie langweilig, dadurch sind die Bewohner natürlich fasziniert von diesem ganzen Drama auf Cainstorm. Emilio will durch diese Einnahmen seine Familie unterstützen, was ihm auch relativ gut gelingt, allerdings gibt es einen schrecklichen Vorfall und dadurch wird er dann plötzlich zum Gejagten.
Die Geschichte hat mich richtig umgehauen, denn es war von Beginn an spannend und interessant, so wollte ich auch unbedingt wissen, ob Emilio seine Rettung gelingen wird oder nicht. Die Autorin hat einige Überraschungen im Plot, sodass ich begeistert war, denn mit diesen hatte ich nicht gerechnet und ich hatte vorher komplett in eine andere Richtung gedacht hatte. Die Jagd war actionreich und es gibt viele Emotionen. Richtig klasse.
Die Idee mit den Chips war richtig genial und eindrucksvoll umgesetzt, denn ich würde diesen Aspekt der Handlung, als sehr futuristisch bezeichnen. Allerdings waren für mich alle Dinge sehr plausibel erklärt und es scheint, als hätte die Autorin den medizinischen Aspekt sehr gut recherchiert.
Besonders loben muss ich das Setting, denn diese doch sehr dystopisch angehauchte Wellt, könnte auch aus der Realität gegriffen sein und ich denke auch, dass sich die die Autorin hier hat inspirieren lassen. Diese Müllberge, die bei den Armen sind und auch diese gelangweilten reichen Menschen, dass hatte was, wie ich finde. Die Atmosphäre würde ich auch als eher düster bezeichnen, gerade mit der Beschreibung des Überlebenwillens.
Die Protagonisten muss ich durchwegs als gelungen beschreiben. Es gibt eine Nebencharaktere, welche mir gut gefallen haben und die ich auch wirklich realistisch fand. Hervorgestochen ist für mich besonders Emilio, dieser war mir von Beginn an sympathisch und ich empfand ihn auch als authentisch. Ich meine, wer würde nicht seiner Familie helfen wollen. Seine Taten waren für mich auch sehr gut nachvollziehbar.
Der Schreibstil war locker und sehr gut verständlich, sodass das die gesamte Geschichte toll zu lesen war. Diese hat mich von Beginn an gefesselt und die Autorin hat mich mit ihrer Schreibweise absolut überzeugt, denn sie schreibt aus meiner Sicht sehr bildgewaltig und ich konnte mir die Welt toll vorstellen, denn es gibt so viele tolle Details. Die Handlung wird aus der Perspektive von Emilio erzählt, sodass man einer Menge Emotionen teilnehmen darf. Alles war auch richtig gut verständlich und man konnte der Handlung gut folgen.
Das Cover gefällt mir wirklich gut und ich finde es einen richtigen Hingucker.
Fazit: Spannender Thriller, der absolut nicht nur für Jugendliche ist. Das Setting ist der Hammer, denn es regt zum Nachdenken an und von der Handlung war ich einfach begeistert und gefesselt. Absolute Weiterempfehlung von mir.
Wenn man den Klappentext kennt, kann man ganz leicht in das Buch einsteigen. Man begegnet sofort dem Protagonisten Emilio, der uns wortwörtlich durch seine Augen schauen lässt. Mit dem Zeigen seines Lebens verdient er sich Geld, eigentlich wie ein heutiger Influenzer, nur filmt er eben nicht, sondern man sieht durch seine Augen.
Ohne viel Vorrede geht es dann auch gleich zur Sache, was mir sehr gut gefallen hat, denn durch den Klappentext wusste man ja schon, was passieren wird und so wurde nicht viel vorweggenommen. Was mich allerdings sehr überrascht hat, war die Brutalität. Denn auch wenn ich normalerweise ohne mit der Wimper zu zucken blutige Thriller lesen kann, hat mich das in diesem Buch schon sehr mitgenommen. Vielleicht deshalb, weil Emilio ein Jugendlicher ist und einer solchen Brutalität ausgesetzt ist. Denn nicht nur die eigentlichen Taten sind schlimm, sondern auch die Äußerungen der User, die durch seine Auge blicken. Die Gesellschaft scheint einfach nur total abgestumpft zu sein, ein Menschenleben nichts Wert, es geht rein um den Kick. Ich habe es während des Lesens immer wieder mit der realen Welt verglichen und hoffe, dass es solche Ausmaße nie annehmen wird. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Altersempfehlung deswegen sogar höher ansetzen würde.
Gut war, dass es nicht nur Emilio als Helden und die "Schlangen" als Bösewichte gibt, sondern einem beim Lesen immer mehr klar wird, wer denn die eigentlich Schuldigen bzw. Verbrecher sind. Dies geschieht sehr subtil, aber trotzdem, dass man es gut verstehen kann. Die Autorin hält hier dem Leser einen Spiegel vor und zeigt Werte auf, die in der Cainstorm Island- Gesellschaft verloren gegangen sind.
Über weite Teile hat mich das Buch gut abgeholt und ich habe es nicht aus der Hand gelegt. Dann gab es aber immer mehr kleine Kritikpunkte, die sich etwas summiert haben.
Zum einen fehlen mir mehr Hintergrundinformationen, warum die Welt, in der Emilio lebt, so zweigeteilt ist. Die Entstehung dieser Spaltung wird zwar angesprochen, aber warum die Welt wie wir sie kennen nicht mehr existiert, wie weit wir in der Zukunft sind etc. wird nicht angegeben. Hier bin ich aber sehr anspruchsvoll.
Außerdem wird Emilio anfangs als ganz normaler, armer Jugendlicher verkauft, der sich durchs Leben schlägt und dem seine Familie das allerwichtigste ist. Er ist sehr authentisch, trifft sich mit Freunden, ist verliebt etc. Die Entwicklung, die er dann aber durchmacht, war für mich stellenweise unglaubwürdig und ging viel zu schnell. Manche Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, da sie nicht zu seiner Persönlichkeit passten, die anfangs vermittelt wurde. Das fand ich sehr schade.
Am Ende geht dann auch alles etwas zu glatt und zu schnell. Es kommen einige neue Personen dazu, denen aber nur wenig Raum gegeben wird, wodurch sie zu oberflächlich bleiben.
Der Schluss ist dann aber ein richtiger Cliffhanger. Man möchte wissen, wie es weitergeht und auch wenn ich dem Buch insgesamt nur 3 Sterne gebe, werde ich Emilios Geschichte weiterverfolgen, sonst fühlt es sich unfertig an.
Im Auge des Sturms. Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Der 17- jährige Emilio willigt ein, sich von dem Video Center "Eyevision" einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Der Chip ist an den Sehnerv angeschlossen und überträgt täglich 30 Minuten lang, was Emilio in seinem Ghetto erlebt. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Seine Zuschauer lieben die Gefahr. Zumindest, wenn er sie erlebt und sie durch seine Augen dabei zuschauen dürfen. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben. Der Einsatz ist höher als jemals zuvor und Emilio kann sich nicht sicher sein, wem er noch vertrauen kann. Zum Glück erhält er Hilfe von unerwarteter Seite. Ein actionreicher, spannungsgeladener Roman, der mit einem unvorhersehbaren Plot und sympathischen Charakteren aufwartet! Spannend und mitreißend von Anfang bis Ende - diese Geschichte punktet vor allem durch ihre Protagonisten (Underdogs, die zu coolen Helden werden), die Action und die modernste Technik, die der Handlung zugrunde liegt! Auch der auktoriale Erzählstil macht diese Geschichte zu einem einmaligen Leseerlebnis, sie ist rätselhaft und spannend bis zur letzten Zeile. Dieser Jugendroman Marie Goliens ist wie eine Wundertüte. Sie erzählt die spannungsgeladene Geschichte ohne Schönfärberei, verzichtet auf rosarote Brillensicht, schildert dafür authentisch, kraftvoll und sehr poetisch die Gefühlswellen Emilios. Voll Weisheit, Leidenschaft und Güte, ein Panorama menschlichen Schicksals, mitreißend und herzergreifend erzählt. Coole Charaktere, verrückte Stories, modernste Technik und detaillierte Beschreibungen machen dieses Buch aus. Ich bin wirklich begeistert. Toll geschrieben, spannend und mitreißend .... Wahnsinnsbuch!
Geniales Debüt mit viel Action und jede Menge Spannung Das Cover allein weckt ja schon das Interesse, aber der Klappentext macht einem das Buch noch so richtig schmackhaft. Marie Golien ist wirklich ein geniales Debüt gelungen, das mich nach mehr hungern lässt. Ihre erschaffene Welt ist sehr bildhaft dargestellt und man sieht Emilio geradezu selbst, wie er seine Zuschauer und damit auch die Leser durch die Straßen und Gassen seiner Heimat führt. Als Leser fühlt man sich allerdings wie eine Art VIP, da man direkt an seinem Leben teilnehmen kann und darf. Die Idee mit Eyevision, den Zuschauern, die alles live aus den Augen der Chip-Träger mitverfolgen, den verschiedenen "Stars" dieser Videos und was sie den reichen Leuten in der weit entfernten Welt hinter ihrer schützenden Barriere alles zeigen und bieten, das ist der pure Wahnsinn. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Die Thematik ist unglaublich gut umgesetzt und sehr spannend. Die Action bleibt natürlich nicht auf der Strecke und man fiebert immer wieder aufs neue mit, was und wie Emilio alles erlebt und um sein Leben und das seiner Familie kämpft. Denn ein Leben zählt bei Eyevision nicht wirklich, nur die Zuschauerquoten...und das muss Emilio am eigenen Leib erfahren. Als Emilio aus Notwehr ein Bandenmitglied tötet und die Gang hinter ihm her ist, weil sie den Mord durch seine Augen und seinen Kanal mitverfolgt haben, ändert sich einfach alles für Emilio, sein Leben, seine Heimat, seine Familie... Der Chip entwickelt sich von einem Segen, der viel Geld einbringen kann, wenn man es richtig anstellt, zu einem wahren Fluch. Die dabei aufkommende Dramatik, die immer wieder ansteigende Spannung und der ansteckende Adrenalinschub lassen einen das Buch nur schwer aus der Hand legen. Bis zur letzten Seite habe ich mit Emilio gebangt und gehofft, als ihn aber der Mut verlässt, bekommt man als Leser schon Angst und will den lieben Emilio nur noch trösten und ihm am liebsten helfen. Das Ende wiederum hat mich überrascht, ich habe mit einigem gerechnet, aber nicht unbedingt damit. Ich hoffe, dass es kein offenes Ende bleibt und man noch mehr von "Cainstorm Island" erfährt! Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen!!
„Cainstorm Island – Der Gejagte“ von Marie Golien ist der erste Roman der Autorin. Ich finde, der Start ist ihr ganz gut gelungen.
Emilio hat begonnen für Eyevision zu arbeiten, um die Schulden seiner Familie abzuarbeiten. Etwas anderes hätte sich nicht gelohnt, da es auf Cainstorm (seiner Heimatinsel) keine guten Jobs gibt. Also blieb ihm fast keine andere Wahl, als sich einen Chip von Eyevision einpflanzen zu lassen und seine Follower von Asaria (der Insel der Reichen) für 30 Minuten am Tag an seinem Leben teilhaben zu lassen.
Um seinen Zuschauern etwas zu bieten klettert der 17jährige Emilio an Häusern hinauf, springt auf fahrende Züge (was auf Cainstorm nicht anders geht, da die Züge automatisch gesteuert werden und an den Bahnhöfen nur etwas langsamer fahren als sonst). Zudem zeigt er ihnen seine heruntergekommene Provinz, wie die Bewohner von Asaria Emilios Heimat nennen. Eines Tages tötet er aus Notwehr ein hochrangiges Mitglied der gefürchteten Gang Las Culebras – Die Schlangen. Das Ganze passiert auch noch live, als er mit Eyevision auf Sendung ist. Damit hat die Jagd auf ihn begonnen. Die Gang will Rache und sie will Blut sehen. Das bekommt Emilios Stiefvater zu spüren. Als dann noch seine Mutter und sein kleiner Bruder von den Schlangen entführt werden, will Emilio sich stellen. Er bekommt jedoch Hilfe von Lyssa und ihren Freunden. Sie haben Las Culebras den Kampf angesagt. Doch Eyevision möchte Emilio nicht so einfach entkommen lassen und führt die brutale Gang immer wieder zu seinem Standort. Dann haben es auch noch zwei Möchtegern-Jäger aus Asaria auf ihn abgesehen, um zu beweisen, dass sie die Tollsten sind und um ihre Langeweile zu vertreiben. Wird Emilio sich und vor allem seine Familie retten können? Kann ihm Lyssa wirklich dabei helfen? Und empfindet sie genauso für ihn, wie er für sie?
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte sehr gefallen. Ich hätte allerdings gerne noch etwas mehr von der Vorgeschichte erfahren, wie Cainstorm und Asaria entstanden sind und wie dies das Leben aller beeinflusst. Das Buch ist ein gelungener Thriller.
Emilio wohnt in Cainstorm Island. Dort ist alles schmutzig, ueberall Muell und die Menschen haben es dort alles andere als einfach. Durch eine Barriere geschuetzt gibt es auf der anderen Seite das reiche Asaria und dort ist alles perfekt und die Leute sind sehr reich.
Eines Tages laesst sich Emilio -aus der Not heraus- ueberreden sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen und damit wird dann einmal am Tag eine 1/2 Stunde fuer die Zuschauer in Asaria gefilmt und er bekommt pro Zuschauer Geld dafuer. So weit so gut bis er eines Tages mit einem Gang Boss aneinander geraet und diesen aus Notwehr toetet und das auch noch gefilmt wird. Von einer Minute zur anderen steht sein ganzes Leben Kopf und er muss um sein Leben kaempfen.
Das Buch hat mich teilweise schon sehr an Hunger Games erinnert allerdings ohne dessen Tiefgang. Die ersten 2/3 sind im Grunde eine grosse Verfolgungsjagd und vieles war mir auch zu schwarz/weiss. Ich fand die Gangmitglieder -die sogenannten Schlangen-sehr ueberzogen dargestellt. Ueberhaupt wimmelt auch das Buch von einigen skurillen Charaktaeren z.b. auch dieser Sebastian wobei das nicht unbedingt schlecht sein muss. Allerdings hat es mich etwas gestoert, dass staendigst von den "Schlangen" die Rede war. Das haette man auch mal mit anderen Woertern ersetzen koennen.
Viel interessanter wird es dann im letzten Drittel in dem man z.B. auch mehr ueber Lyssa erfaehrt und Ihre Hintergrundgeschichte.
Das Worldbuilding hat mir auch sehr gut gefallen. Gerade die Anfangsszene als Emilio durch die Strassen jagt mit lauter verschachtelten Haeusern und dann auf einen Zug aufspringt, der in die Tiefe faehrt, da war man beim lesen richtig mit dabei. Ich koennte mir das Buch auch gut als Kinofilm vorstellen. Auch die Details als z.B. die reiche Wohngegend beschrieben wurde, fand ich originell.
Fazit: Spannende, rasante Verfolgungsjagt wobei mir allerdings etwas der Tiefgang gefehlt hat aber die Geschichte hat sich dann immer mehr gesteigert. Kein schlechter Debuetroman auch wenn es noch Luft nach oben gibt. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil.
Die Welt, wie Emilio sie kennt, ist zweigeteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria, auf der anderen Seite das arme und übervölkerte Cainstorm Island. Dort lernt der Siebzehnjährige zwischen Gangs und kämpft gegen die Schulden seiner Familie. Er ist bereit, sich für die Firma Eyevision einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Da der Chip an den Sehnerv angeschlossen ist, überträgt er jeden Tag dreißig Minuten lang, was Emilio sieht. Um seinen Zuschauern etwas zu bieten, macht er in dieser Zeit waghalsige Dinge. Doch dann gerät er in das Gebiet einer Gang und töten einen der Anführer aus Notwehr. Damit wird Emilio zum Gejagten.
Dieser Jugendthriller hat mir richtig gut gefallen und macht mich sehr neugierig auf einen zweiten Teil. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und war dabei äußerst fesselnd. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Die Charaktere wurden bildhaft und authentisch beschrieben. Emilio als Hauptprotagonist war unglaublich stark und charaktervoll gezeichnet und ich fand ihn sofort sympathisch. Ich war von ihm fasziniert und konnte mit ihm mitfiebern und hoffen, dass er heil aus der Sache herauskommt. Die Story war sehr rasant und actionreich und bot so manche unvorhersehbare Wendung, so dass ich durchgängig gefesselt war und das Buch unbedingt verschlingen musste. Dank der bildhaften Beschreibungen habe ich alles richtig miterleben können und war wirklich mittendrin. Ich war gespannt, wie Emilio die Hetzjagd durchsteht und wie er aus dem Ganzen herauskommt. Aber auch, wie Eyevision die Situation für sich nutzt. Die Spannung wurde schnell sehr gut aufgebaut und hielt sich bei mir konstant bis zum Ende. Der zweite Teil, auf den das Ende hindeutet, ist ein absolutes Muss!
Ein spannender und mitreißender Thriller, den ich empfehlen kann und dem ich 5 von 5 Sternen gebe.
Das Buchcover hat mir gefallen. Das leuchtende Gelb ist auffällig und spricht einen an. Zu dem auch schön anzufassen.
Die Geschichte von Emilio hat mich total gefesselt und zwischen der Spannung hatte man kaum Zeit um Luft zu holen. Hoch spannend mit viel Aktion, wie eine wilde Achterbahmfahrt.
Marie Golien schafft es den Leser von Anfang bis Ende zu fesseln. In einem rasend schnellen Tempo fiebert man mit Emilio und seinen Freunden mit. Der Charakter Emilio ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Authentisch, echt und ehrlich wie er sich der ungewollten Gefahr stellt. Notgedrungen stellt.
Neben der nonstop Spannung ist es auch ein Buch zum Nachdenken. Was könnte nicht alles passieren, wenn man in Armut und Hilflosigkeit lebt? Wenn man sich selbst gewissermaßen verkauft? Wie weit würden die Reichen der Reichen gehen? Wie viel Mitgefühl und Empathie hätten diese Menschen noch? Alles Fragen, die sich der Leser in diesem Thriller stellen kann.
„Vom Jäger zum Gejagten“, diese Formulierung trifft es so ziemlich auf den Punkt. Manchmal ging es mir fast ein bisschen zu schnell, was der Story aber in keiner Weise geschadet hat, da alles gut durchdacht ist.
Es ist kein typischer Thriller im Sinne von „am Ende ist alles geklärt und die Bösen sind gefasst“. Viel eher eine Mischung aus den gesellschaftlichen Unterschieden, Aktion und ein stückweit futuristisch.
Besonders gut hat mir der Charakter Bradley gefallen. Dieser gefühlslose, kalte Mann. Toll dargestellt, dass man am liebsten ins Buch kriechen möchte und… na ihr wisst schon.
Fazit: Ein Buch für Liebhaber eines action- und temporeichen Thrillers, gepaart mit Blut, Rache und Dramatik. Ein sehr gelungenes Debüt von Marie Golien und daher von mir 4 ½ von 5 Sternen.
Der Jugendthriller "Cainstorm Island - Der Gejagte" von Marie Golien spielt in einem dystopischen Setting. Emilio lebt in einer überbevölkerten Millionenstadt und verdient sein Geld über Streaming was er erlebt. Seine Zuschauer sind vom wohlhabenden Kontinent Asaria und möchten möglichst gefährliche Aktionen sehen, wobei die Sensationslust geradezu beängstigend ist.
Ich fand den Schreibstil angenehm und schnell zu lesen, allerdings haben mir einige Details gefehlt. Man hätte genauer auf einzelne Charaktere eingehen können und die dystopische Welt noch ausführlicher beschreiben können. In manchen Szenen hat die Autorin sehr genau beschrieben, wie beispielsweise ein Appartment aussieht, an anderen Stellen jedoch wieder kaum etwas zur Umgebung gesagt. Durch das Fehlen an Details war der Plot wirklich schnell und dadurch auch spannend geschrieben. Somit hat auch dies einen positiven Aspekt.
Den Hauptcharakter fand ich teilweise etwas naiv und konnte sein Verhalten nicht immer nachvollziehen. Jedoch finde ich insbesondere das Setting und die generelle Idee der Geschichte super. Ich kann mich nicht erinnern bisher etwas Ähnliches gelesen zu haben.
Das Ende war ziemlich offen und lässt erwarten, dass es weitere Bücher gibt. Da ich stark davon ausgehe, dass Cainstorm Island Goliens erster Thriller war, denke ich, dass sich der Schreibstil noch weiter ausprägt und gegebenenfalls auch der Detailreichtum noch zunimmt. Also werde ich die weiteren Erscheinungen von Golien auf jeden Fall im Auge behalten.
Insgesamt kann ich das Buch vor allem für Leute empfehlen, welche an gesellschaftskritischen Themen sowie einer kurzweiligen Dystopie mit Verfolgungsjagd interessiert sind.
"Cainstorm Island - Der Gejagte" scheint der erste Band einer Reihe zu sein. Zumindest lässt das offene Ende erahnen, dass da noch weitere Bücher folgen werden. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob ich die noch lesen möchte.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der 17-Jährige Emilio. Er lebt zusammen mir seiner Mutter, seinem Stiefvater und seinem kleinen Halbbruder auf Cainstorm Island. Einem Ort der von Armut beherrscht wird. Emilio wurde von Eyevision ein Chip ins Gehirn implantiert, der mit seinem Sehnerv verbunden ist. So können Millionen Menschen eine halbe Stunde Live mitverfolgen was er sieht, wenn der Chip auf Sendung geht.
Die Handlung wird durchgehen von Action und Spannung bestimmt und immer wieder eintretende Wendungen sorgen für ein gleichbleibendes Level. Das Buch könnte theoretisch ein Pageturner sein, wären da nicht ein paar Aspekte die mich richtig aufgeregt haben.
Der wohl größte ist Bradley Starlight. Als der Kerl das erste Mal aufgetaucht ist hätte ich ihm am liebsten den Hals um gedreht. Wie eine Geschlechtskrankheit, die man nie wieder los wird, klebt dieser schleimige Widerling an Emilios Versen und es gab wirklich Situationen da hätte ich schreien können. So sehr hat mich dieser Idiot aufgeregte.
Lyssa und Jago waren dagegen ein wahrer Lichtblick. Beide fand ich recht sympathisch. Emilio selber hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Ich konnte mit ihm mitfiebern und beten das er am Leben bleibt und gleichzeitig hätte ich ihn gerne geschüttelt, weil ich sein Verhalten nicht nachvollziehen konnte.
Ich empfehle das Buch Lesern, die gerne dystopische Romane lesen. Allen anderen Rate ich die Finger von diesem Werk zu lassen.
ich war neugierig wie Cainstorm Island ist, denn die Meinungen scheinen recht unterschiedlich zu sein.
An sich hat mir der Anfang gefallen. Man lernt Emilio kennen und die Welt in der er lebt. Das Worldsetting scheint soweit echt interessant zu sein. Eine 2 Klassen Gesellschaft, wobei man noch nicht erahnt wodurch diese entstanden sind. Emilio war mir von Anfang an sympathisch und das hat sich auch im Laufe der Geschichte nicht geändert. An sich fand ich die Handlung recht spannend und actionreich. Aber ein wenig waren manche Sachen etwas zu viel. Aus den einfachen jungen Emilio wird quasi jemand gemacht der sich mit Waffen und anderen Sachen sehr gut klar kommt. Man wollte wohl so einen sehr starken Helden darstellen, aber für mich ist man dadurch etwas am Ziel vorbei geschossen. Weitere Charaktere haben die noch eine gute Vielfalt reingebracht, aber leider waren diese nicht so sehr gut dargestellt. Über Lyssa erfährt man einiges, aber auf der anderen Seite kann ich sie schlecht als Person einschätzen, obwohl sie versucht das richtige zu tun. Sein Freund Jord scheint wirklich ein guter Freund zu sein, schade das er nicht so oft vor kommt.
Nicht nur wie erwähnt actionreich ist die Handlung, sondern teils auch brutal und blutig, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. War aber dadurch positiv überrascht.
Auch wenn ich den Anfang für mich ein paar mal übers Ziel ging, werde ich den zweiten Band noch lesen. Der Schreibstil ist an sich flüssig, nur ab und an hatte ich das Gefühl einen etwas sprunghaften Szenenwechsel zu haben.
"Nein, korrigiere ich mich. Ich habe einen von Las Culebras umgebracht, und zwar vor laufender Kamera."
Emilio lebt auf Cainstorm Island, einem Kontinent, der mehr oder weniger aus einer Aneinanderreihung von Slums besteht. Um seine Familie zu unterstützen, heuert er bei Eyevision an, was bedeutet, dass er mithilfe eines Implantats täglich eine halbe Stunde seines Lebens filmt und direkt über seine Augen ins Netz überträgt. Seine Zuschauerzahlen explodieren, als er vor laufender Kamera ein ranghohes Gangmitglied tötet. Was soll er jetzt machen? Verstecken kann er sich nicht, denn Eyevision erkennt in seinem Dilemma ein potentielles Millionenpublikum...
Ich finde dieses Buch unglaublich spannend, aber auch äußerst erschreckend. Spannend deshalb, weil in kurzer Zeit sehr viel passiert. Erschreckend nicht nur wegen der Brutalität, die hier an den Tag gelegt wird, sondern vor allem auch weil Emilios Zuseher komplett distanziert wirken. Es scheint, als ob sie nicht verstehen würden, dass die Dinge, die sie live über seinen Stream miterleben, tatsächlich passieren und er somit in nur allzu realer Lebensgefahr schwebt. Für mich als Leserin, die seine Fluchtversuche und aussichtslosen Unternehmungen, die Übertragungen zu stoppen, miterlebt, ist ihre Verhaltensweise absolut unverständlich. Gleichzeitig ist diese Reaktion in unserem digitalen Zeitalter aber auch schon fast wieder "normal" und trägt somit auch zum Authentizitätsgefühl des Romans bei.
Jugendlichen ab 14 Jahren, die auf der Suche nach Nervenkitzel sind, kann ich "Cainstorm Island - Der Gejagte" nur empfehlen.
Der siebzehnjährige Emilio lebt auf Cainstorm Island. Einer überbevölkerten, von Armut geprägten Insel, in der Hand von Gangs. Auf der anderen Seite des Meeres befindet sich das Festland: Asaria ist das genaue Gegenteil. Reich, technologisch ganz weit vorn und in der Hand des Unternehmens Eyevision. Der Name ist Programm, wer bei Eyevision mitmacht, bekommt einen Chip in den Kopf implantiert und sendet jeden Tag eine halbe Stunde lang, die Welt durch seine Augen. Emilio trägt so einen Chip, seine waghalsigen Kletteraktionen kommen beim asarianischen Publikum an, bis er in Notwehr ein Gangmitglied tötet. Von da an ist er nicht nur vor der Gang auf der Flucht, denn Eyevision hat keine Skrupel alles für Zuschauerzahlen zu tun. Stellenweise merkt man es „Cainstorm Island – Der Gejagte“ an, dass Autorin Marie Golien als Spieleentwicklerin arbeitet. Die rasante Handlung erinnert teilweise an Jump’n’Run Sequenzen aus Action-Adventurespielen. Dazu passend ist das Erzähltempo entsprechend hoch und lässt dem Leser kaum Atempause, nichtsdestotrotz bleibt genug Zeit für die Beschreibung von Emilios Welt und Charakterentwicklungen. Die Handlung ist leicht verständlich und nachvollziehbar, allerdings liegt der Fokus eindeutig auf den Figuren und der Botschaft des Inhalts. Marie Golien beschreibt in „Cainstorm Island – Der Gejagte“ eine dystopische Welt, in der die negativen Effekte technischer Möglichkeiten und Sensationslust sehr deutlich werden. Zwar ist es in unserer Welt (bisher noch) nicht möglich, Chips in Köpfe zu verpflanzen, die Schaulust ist bei vielen aber durchaus vorhanden und manchmal geht vielleicht auch die Einschätzung, ob etwas real oder gestellt ist, verloren. Insofern greift die Geschichte ein wichtiges Thema auf. Auch wenn die Handlung in einer fiktiven Welt spielt, lassen sich die im Roman beschriebenen technischen Möglichkeiten problemlos in unsere Welt übertragen und regen dadurch gründlich zum Nachdenken an.