Erich Kästner (1899–1974) was a German author, poet, screenwriter and satirist, known for his humorous, socially astute poetry and children's literature. A stout pacifist and democrat, he was expelled from the national writers' guild during the Nazi era, with many of his books being burned in public. Today, he is widely regarded as one of Germany's most prolific and beloved children's book authors.
Erich Kästner hat von 1928 bis 1930 knapp zwei Jahre lang jeden Montag ein Gedicht im Berliner "Montag Morgen" veröffentlicht, diese finden sich gesammelt in der hier gezeigten Ausgabe des Aufbau Verlags. In den meisten Gedichten kommentiert er das Zeitgeschehen, in gewohnter Manier kritisch, satirisch bis zynisch. Kästner rechnet ab mit der Kriegsverherrlichung, mit der Weltpolitik, mit Nazis und deren Toleranz in der Gesellschaft, aber auch mit der Leistungsgesellschaft und Ausbeutung der Arbeiter:innen. All das macht er mit einer herrlichen Leichtigkeit, die mir schon immer viel Spaß gemacht hat. Zwischendurch geht's auch einfach mal ums Wetter oder Aprilscherze.
Sicherlich finden sich unter den Montagsgedichten nicht seine Meisterwerke, auch stoßen in manchen Texten leider leicht misogyne Beschreibungen sauer auf. Ich will diese nicht verteidigen, würde sie aber in den Kontext der Satire der 30er Jahre stellen und demnach nicht so hart mit Kästner ins Gericht gehen.