Die ersten zwei Drittel über seine frühe Kindheit in Berlin, Salzburg, Prag haben mir sehr gefallen, obwohl man manchmal schon merkt, dass er seine eigenen Erinnerungen mittels Recherche bei Anderen (Canetti u.a.) etwas auffrischen musste. Sehr interessant die Lebenswege seiner Großeltern, mütterlicher- und väterlicherseits, die Begegnung mit berühmten Zeitgenossen und die politischen Auseinandersetzungen innerhalb der Linken. Mir war übrigens nicht bekannt, dass Grete Weißkopf (aka Alex Wedding) auch zu den Herzfelde – Geschwistern zählte.
Die Beschreibung der Jahre in Amerika ließen mich dann eher kalt, da wurde er (für meinen Geschmack!) etwas zu „literarisch“, erhellend und unterhaltsam war die Lektüre aber auf jeden Fall.