Neuer Pass, neue Identität, neue Heimat? Kate Connolly, Deutschland-Korrespondentin des „Guardian“, hat es gewagt – als Reaktion auf den Brexit. Seit Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Potsdam. Aber Deutsche werden? Kaffee statt Tee, preußische Tugenden statt britischer Höflichkeit? Connolly lässt uns an der Identitätskrise teilhaben, die viele Briten seit dem Referendum erleben, und schildert ihren skurrilen Weg zum deutschen Pass. Zugleich erläutert sie die Beziehungen Großbritanniens zu Europa und Deutschland, vom eigenen Großvater, der „Mein Kampf“ aus dem Krieg mitbrachte, bis zu Margaret Thatchers Pro-EU-Wahlkampfpullover. „Exit Brexit“ zeigt uns Deutschland von einer neuen Seite – und ist die persönlichste Antwort auf den Brexit, die man geben kann.
Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte, auch wenn man eigentlich vom Brexit nichts mehr hören möchte. Es eröffnet einem einen neuen Blick darauf, was der Brexit für die Briten und ihre Familien bedeutet und welche Wunden er in der Gesellschaft hinterlassen hat. Für alle Nicht-Briten bietet sich bei der Lektüre die Gelegenheit über die eigene Identität (auch nationale Identität) und was das überhaupt bedeutet, nachzudenken. Aus meiner Sicht eine unbedingte Leseempfehlung