Warum töten Menschen? Was lässt sie diese letzte Grenze überschreiten? In über 30 Tötungsdelikten hat Veikko Bartel schon vor Gericht verteidigt, in »Mörderinnen« erzählt er die vier spektakulärsten, anrührendsten, grausamsten Fälle: die Kindsmörderin, die Sadistin, die Gattenmörderin, die Giftmörderin. Er schildert die Hintergründe, die hasserfüllten Reaktionen der Öffentlichkeit und die biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen, den Zynismus und die Resignation der Justizbehörden. Sein Buch stellt die Frage nach Gerechtigkeit und zeigt mit jedem Fall: Die Realität ist spannender als jeder Krimi.
Ich hab etwas anderes erwartet, da ich es "schlechter" erwartet hätte, aber ich bin wirklich baff. Ein mega guter Schreibstil und 4 Handlungen, die nicht nur spannend, sondern auch das gewisse Etwas haben und manchmal wirklich etwas in petto hatte, was man überhaupt nicht erwartet hätte.
Ich hatte so meine Probleme mit Mörder: Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers, aber nach dem ersten Fall dachte ich noch 'ok, das ist wirklich spannend und gut erzählt'. Leider schafft es der Autor auch in diesem Buch nicht sein Ego im Zaum zu halten und zuckert die restlichen Kapitel mit einer großen Portion Sexismus und Voyeurismus. Besonders im letzten Fall muss ich mich echt fragen ob das wirklich so passiert ist oder einfach Wunschdenken des Autors war. Sehr schade, die Fälle sind interessant und flüssig zu lesen, aber irgendwas sagt mir, dass es besser wäre wenn ich Veikko Bartel nie über den Weg laufe.
Vor diesem Buch hatte ich zunächst wirklich Respekt. Aber das Thema reizte mich so sehr, dass es also schlussendlich einziehen durfte. Schon das Vorwort den Autors nahm mir die Angst vor der Thematik und ich habe schlussendlich das ganze Buch in einem Rutsch durchgelesen. (Tipp: Nicht abends als Bettlektüre anfangen, sonst geht es euch wie mir und ihr habt am nächsten Tag müde Augen :D)
Schon die Optik überzeugt. Der Schutzumschlag ist schlicht, aber ein Blickfänger. Das Buch darunter ist blutrot, wunderbar zum Thema gewählt. Ein Lesebändchen hätte ich noch toll gefunden, aber das ist natürlich meine persönliche Vorliebe bei Hardcovern.
Ich bin begeistert von der Art, wie Bartel schreibt und die Täterinnen mit ihren für sie ja überhaupt nicht präsenten Motiven darstellt. Positiv finde ich auch, dass er explizit darauf hinweist, dass er die Taten keineswegs gut heißt oder die Opfer vernachlässigen will, sondern versuchen möchte, die Taten zu verstehen. Ich glaube, das ist mit diesen vier Geschichten wirklich gelungen!
Gerade die erste (Die Kindsmörderin) und dritte (die Sadistin) Tat fand ich unfassbar brutal, aber sehr gut dargestellt. Die zweite Tat (Die Gattenmörderin) fand ich einfach nur erschrecken und bedrückend, wie schleichend solche Probleme auftreten können. Die letzte Geschichte (Die Giftmörderin) war besonders in Hinblick auf ihre Auflösung interessant und ein guter Abschluss des Buches, ohne einen total überfordert zurück zu lassen. Die Sachverhalte werden sachlich, aber nicht in juristendeutsch erklärt, ohne spannungsheischend zu sein.
In Summe also eine absolute Empfehlung für alle, die gerne mal wissen möchten, welche Beweggründe Menschen haben könnten, um einen Mord zu begehen.
Veikko Bartel: "aN EiNeR ÜbeRtREibUnG zUguNsTeN EiNeR FoRm VoN vOyeUrIsmUs wAr MiR nIcHT geLegEn"
Auch Veikko Bartel: schreibt ein Buch, in dem er fast jede Frau schamlos sexualisiert.
Welche Weiblichkeit deine Büroleiterin ausstrahlt, interessiert mich nicht. Dass deine Azubine "fülliger" ist, noch weniger, genauso wie die Attraktivität deiner Mandantin, von der du richtiggehend "paralysiert" bist. Ich glaube auch nicht, dass "ein Orgasmus nach dem anderen durch ihren Körper peitschen" kann, "als wäre zwischen ihren Beinen ein Stromkabel angeschlossen".
2 Sterne deshalb, weil der grundsätzliche Inhalt der Geschichten interessant sind und das Buch schnell zu lesen ist. Für den Rest - 👎
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Muss ehrlich zugeben, ich hatte mir was anderes drunter vorgestellt. Es war interessant, keine Frage, aber doch nicht das, was ich lesen wollte. Deswegen habe ich auch so lang dafür gebraucht, weil ich immer nur portionsweise ein, zwei Seiten gelesen habe /D
Zum Cover: Ich bin ja ein kleines „Cover-Opfer“ ich liebe schlichte und einfach Cover, lieber weniger als mehr, gilt für mich bei diesen. Dieses Buch erfüllt meinen Geschmack daher zu 100 Prozent. Es passt einfach perfekt zum Thema finde ich. Zum Inhalt: Ich habe selten solch eine gute Einleitung gelesen, sie trifft vieles auf den Punkt. Da stehen Dinge drinnen, die ich mir auch oft denke bzw. die ich oft sage, wenn Personen mich fragen wie ich mit „Kriminellen“ zusammen arbeiten kann… Ich will hier nicht zu viel verraten, aber Veikko Bartel hat hier wirklich eine sehr, sehr gute Einleitung gezaubert! Mit sehr wichtigem Inhalt. Die vier Fälle: Hier hat es für mich von Fall zu Fall etwas nachgelassen. Der erste Fall hat mich emotional noch sehr gepackt, ab dann war es zwar sehr interessant und teilweise auch wirklich erschreckend, aber an den ersten sind die anderen dann nicht mehr so ganz ran gekommen, zumindest für mich. Was aber nicht heißen soll, dass die anderen schlecht gewesen sind, ganz im Gegenteil, der angenehme Schreibstil hat sich gehalten und wurde nie trocken oder langweilig. Man hat nie das Gefühl bekommen, man würde einen trockenen „Tatsachenbericht“ lesen, sondern eher Erzählungen, Geschichten. Die erschreckendsten Geschichten schreibt am Ende doch das Leben. Ich kann das Buch für alle die sich für das Genre „True-Crime“ interessieren, wärmsten empfehlen. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne, weil es mich im gesamten sehr überzeugt hat und ich jetzt schon gespannt auf das nächste Buch von Veikko Bartel bin.
Mir wurde freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar von Randomhouse zur Verfügung gestellt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Einige Wörter fand ich im ersten Moment ein bisschen unpassend für einen Anwalt, aber da sieht man mal das so ein Prozess auch dem Strafverteidiger ziemlich Nahe geht. Und nur weil er dazu verpflichtet ist seine Mandantin zu verteidigen heißt es ja noch lange nicht, dass er die Taten in irgendeinerweise für gut befindet. Es ist wirklich interessant auch einmal hinter die Kulissen um zu sehen wie das für einen Strafverteidiger ist. Dieser erhält natürlich ganz andere Einblicke in das Leben der Täter als zum Beispiel der Richter. Und er bzw. sie muss ja auch unzählige Stunden mit ihnen verbringen um diese anständig vor Gericht verteidigen zu können. Beim Lesen merkt man immer wieder, dass der Grund für einen Mord nicht immer leicht zu finden ist. Und selbst wenn an den Grund erkennt hilft es einem noch lange nicht dabei die Beweggründe des Täters nachzuvollziehen. Der Autor hält auf alle Fälle was er verspricht, denn hier wird nichts geschönt, aufgebauscht oder ausgeschmückt. Leider vergessen das einige True-Crime-Autoren, dass die Taten auch ohne ein Aufbauschen schon schrecklich genug sind. Passend zum eher sachlichen bzw. nüchternen Schreibstil ist auch das schlichte Cover. Obwohl es sich hierbei um ein Sachbuch handelt, ist es durchweg spannend und man will einfach wissen wieso die Täterinnen so gehandelt haben und wie nachher das Strafmaß aussah. Natürlich kann es bei solchen Straftaten keine gerechte Strafe geben. Im Vordergrund stehen hier die Taten an sich und das Urteil wird meistens nur ganz kurz erläutert. Und es liest sich wenigstens nicht wie ein trockener Tatsachenbericht. Im Vorwort erläutert der Autor zudem was ihn dazu gebracht als Strafverteidiger zu arbeiten und er erzählt etwas über seine Arbeit.
Leider ist das Buch ziemlich dünn, aber ich glaube noch mehr solcher brutalen Fälle wäre etwas zu viel gewesen.
Fazit: Um ehrlich zu sein haben mich alle 4 Fälle ziemlich geschockt wegen ihrer Grausamkeit. Teilweise musste ich mich wirklich dazu überwinden weiter zu lesen und oft habe ich mich selbst gefragt, was einen Mensch dazu verleitet so zu handeln. Der Fall Gina S. hat mich besonders erschüttert, denn das Opfer schien nahezu alles freiwillig mitgemacht zu haben. Und als Frau frage ich mich schon, wie man so etwas über sich ergehen lassen kann?! Das Buch ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Hier geht es um die Abgründe der Menschen und wer damit nicht umgehen kann, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Jeder Fall umfasst um die 50 Seiten, weshalb man doch oft mehr erfährt als einem lieb ist. Einiges wurde abgeschwächt und trotzdem sind die Taten einfach nur grausam und erschreckend. Die beschriebenen Fälle sind alle sehr unterschiedlich und passen dennoch gut zusammen. Es zeigt einem wie leicht es einem fällt sich als Dritter ein Urteil zu erlauben und Taten zu verurteilen, wenn man nur die halbe Wahrheit kennt. Denn die Täterinnen hatten alle ihre Gründe und auch wenn es einem schwer fällt ihr Handlungsweise zu rechtfertigen, bringt einen die Hintergrundgeschichte ins Grübeln. Dann erscheint die Täterin nämlich plötzlich gar nicht mehr so grausam, wie im ersten Moment angenommen. Die Beweggründe rechtfertigen solche Taten jedoch in keinster Weise. Trotzdem finde ich es im Rechtsstaat wichtig, dass auch solchen Tätern ein Verteidiger zur Seite gestellt wird.
Ich bin ein leidenschaftlicher Krimi- und Thriller-Fan und teile ebenso leidenschaftlich die Faszination an wahren Verbrechen. Als Hannoveranerin liebe ich da zum Beispiel die Schauergeschichten des Massenmörders Haarmann. Heutzutage sind wir wohl alle heimliche Voyeure und ergötzen uns noch immer an der dunklen Faszination von Mördern - und auch von Mörderinnen. Reale Kriminalfälle werden in der Presse breitgetreten und öffentlich diskutiert. Alle stürzen sich regelrecht auf die neusten und brutalsten Verbrechen, aber eben ohne nach den Hintergründen der Tat zu fragen. Frauen als Täterinnen sind dabei besonders selten, aber auch deswegen so schockierend. Veikko Bartel trifft in seinem Buch den Nagel auf den Kopf wenn er sagt, dass Frauen (wenn sie denn mal so richtig wütend werden) die deutlich fieseren und brutaleren Mörder sein können. Während Mann sich einfach gegenseitig ganz primitiv totprügelt, greift die Frau zu geheimen Intrigen oder zum Giftfläschchen. Nach außen hin wunderschön und mit großen Kulleraugen, die keiner Fliege was zu Leide tun können - aber innerlich der Teufel in Person, die Giftmörderin, Sadistin oder sogar Kindsmörderin. Doch in seinen insgesamt vier Fällen schafft es Bartel auch, zum Nachdenken anzuregen. Denn nicht jede der vier dargestellten Frauen ist eine kaltblütige Mörderin. Jede Frau hat eine Geschichte hinter der Tat und die ist manchmal erschütternder als der Mord selbst. Man ertappt sich dann doch das ein oder andere Mal, wie man mit der Täterin sympathisiert. Und ganz plötzlich erscheint einem das Urteil der Richter dann zu hart. Bartel ist sehr kritisch gegenüber den Medien und den Journalisten, die eigentlich objektiv über die Taten berichten sollten, es aber nicht tun. Es zeigt sich: Oft sind selbst die brutalsten Straftaten ganz anders, als sie in den Medien dargestellt wurden. Da wird aus einer führsorglichen Familienmutter schnell das Monster der Nation. Dabei ist Bartel dennoch sachlich und rational und gibt einen spannenden und wirklich sehr gut geschriebenen Einblick in seine Arbeit. Manche Geschichten könnte man problemlos in eine Roman umwandeln, so spannend und erzählerisch sind seine Darstellungen. Und das Beste: Erst heute durfte ich auf Instagram entdecken, dass der Autor schon eine Fortsetzung des Buches für 2019 plant! Diesmal mit dem Titel: Mörder. Ich bin gespannt und kann es kaum erwarten.
Ich hab schon Bücher gelesen, die in eine ähnliche Richtung gehen, aber Mörderinnen war doch in vielerlei Hinsicht besonders. Erstmal sind alle vier beschriebenen Fälle hart. Man muss sich immer wieder bewusst machen, dass es sich hier um echte, reale, so wirklich passierte Fälle handelt, was mich nach der Lektüre auch ein bisschen mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen hat. Zweitens beschränkt sich Herr Bartel nicht einfach nur auf eine reine Schilderung der Begebenheiten, wie manch anderer das vielleicht gemacht hätte, nein, es geht ihm in erster Linie "um den Menschen und nicht um die Tat". Die Frage, die er sich ein ums andere Mal stellt und oft nur unzureichend beantworten kann ist das "Warum?", sind die Hintergründe, die die Angeklagten angetrieben haben könnten. Das macht er aber auf eine sehr nüchterne Art, er bleibt bei jedem Fall sehr unvoreingenommen zeigt nicht vielmehr auf als Fakten, trotzdem hab ich mich dabei erwischt, wie ich mit der ein oder anderen Täterin sympathisierte, besonders mit der Kindsmörderin, dem ersten beschriebenen Fall, obwohl dieser Mord vielleicht schrecklicher war als manch anderer (natürlich sind alle Morde schrecklich, widernatürlich und abstoßend, dass ich in dem Fall Sympathie mit der Mörderin hatte, hat mich am Ende selbst überrascht). Da sieht man mal wieder, dass man nicht immer alles nur schwarz und weiß sehen kann, wie vielleicht der ein oder andere Reporter das gerne mal macht, sondern dass das Gesamtbild oft aus vielen Farben besteht. Sprachlich hat mich Mörderinnen überrascht, ich hatte mit dem behäbigen Duktus eines Justiziars gerechnet, aber der Stil des Herrn Bartel ist, wenngleich sehr elaboriert und hin und wieder vielleicht ein wenig hochgestochen, doch sehr angenehm und flüssig zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin, es ist auf keinen Fall eins von diesen Büchern wo man ab und an mal nachschaut wie viele Seiten noch bis zum nächsten Kapitel fehlen.
Insgesamt hat mir dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, für meinen Geschmack war es vielleicht sogar noch etwas zu kurz, ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf das Folgewerk "Mörder", welches das männliche Pendant zu diesem Buch bildet. Es kommt im März 2019 raus.
So unterschiedlich die Fälle, so verschieden meine Mandanten in Alter, Motiven, Lebensläufen waren, auf welchem Wege sie wem das Leben nahmen – eine Erkenntnis ist allumfassend: jeder Mensch kann töten. Und er wird es tun, kommt er nur an eine ganz bestimmte Grenze.
Die Frage ist so alt wie die Menschheit selbst: warum töten Menschen? Warum tun sie einander teilweise so unbeschreibliche Gewalt an? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht – und wird es vermutlich auch nie geben. Denn für jeden Menschen verläuft die Grenze, die er überschreiten muss, um zum Mörder zu werden, woanders. In einem aber ist sich Veikko Bartel nach über 30 von ihm vor Gericht verteidigten Tötungsdelikten sicher: jeder Mensch hat sie. Auch die, die es sich selbst nicht zutrauen. In vier Fällen bereitet er in diesem Buch Motive und Umstände auf, in denen es Frauen waren, die zur Täterin geworden sind.
Die menschlichen Abgründe faszinieren uns alle, so wie wir uns auch gerne unheimliche Geschichten in dem Wissen zu Gemüte führen, dass wir sicher in unseren eigenen vier Wänden sitzen. Uns passiert so etwas nicht. Aber Veikko Bartel, der dreizehn Jahre seiner fünfzehnjährigen Anwaltskarriere als Strafverteidiger gearbeitet hat, war hautnah an diesen Abgründen dran. Aus den zahlreichen Fällen, die er vor Gericht vertreten hat, hat er vier Stück ausgewählt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Dem Titel des Buches entsprechend handelt es sich um Fälle, in denen jeweils eine Frau getötet hat. Scham und Überforderung waren hier das Motiv, Verzweiflung, Lust, Geldgier dort. Jede der vier Frauen hatte andere Beweggründe und nicht immer war der Partner bzw. Ehemann der Leidtragende, wie es vielleicht auf den ersten Blick nahe liegen mag.
Bartels Geschichten faszinieren und erschrecken gleichzeitig. Und das, obwohl er nach eigenen Angaben nicht nur die Namen seiner Klientinnen verfremdet hat, sondern die ein oder andere schreckliche Tatsache sogar ein wenig abgemildert hat. Das hat er vor allen Dingen deshalb getan, weil für ihn, wie er in seinem Vorwort erläutert, nicht die Tat im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch. Er will nicht entschuldigen oder in Schutz nehmen, aber auch nicht den Richter spielen und verurteilen. Dasselbe will er auch seinen Lesern ermöglichen: einen Blick hinter die Tat, über das Gräuel hinaus. Mir persönlich ist das dennoch an vielen Stellen schwer gefallen. Die Taten waren allesamt fürchterlich, die persönlichen Verhältnisse der Täterinnen vielleicht auch. Verständnis wollte dennoch nicht so richtig aufkommen, auch wenn ich zweifellos die Meinung teile, dass man weder das eine noch das andere völlig außer acht lassen darf. So kurzweilig die Lektüre auch war, wenn man sich dabei in Erinnerung ruft, dass alle diese Fälle so (oder zumindest sehr sehr ähnlich) passiert sind, lässt es einen schon mal schlucken. Bartel hat dabei einen wenig emotionalen, eher nüchternen und rationalen Schreibstil gewählt, der aber gerade deshalb ungemein in seinen Bann zieht. Ich musste immer noch ein paar Seiten lesen und noch ein paar und noch ein paar…
Obwohl es sich um den Bericht eines Rechtsanwalts handelt, dessen Zunft meistens als doch eher trocken und dröge verschrien ist, war „Mörderinnen“ alles andere als das. Ein packendes Buch, in dem vier wahre Fälle in manchen Belangen vielleicht sogar ein bisschen zu anschaulich aufbereitet werden. Von mir gibt es vier Sterne – der Nachfolger „Mörder“, der im März 2019 erscheint, kann kommen!
Es besticht durch seine Einfachheit. Es befindet sich nicht viel darauf, trotzdem weckte es meine Neugier und diese wurde positiv gestillt
Meinung
Veikko Bartel schreibt sehr nüchtern. Dennoch konnte ich dem Ablauf dieses Buches leicht folgen. Es wird in 5 Abschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt ist das Vorwort. Es wurde zwar etwas länger gehalten, da Bartel uns aufzeigt, worum es eigentlich in diesem Buch geht. Die anderen 4 Abschnitte sind die Geschichten von 4 Frauen.
Ich finde die Geschichten der Frauen wurden sehr gut gewählt. Man erhält einen Einblick der Täter, aber auch der Opfer. Warum und weshalb sie diese Taten verübt haben, was ihre Argumentationen waren und wie es schlussendlich ausgegangen ist.
Man bildet sich zu Beginn der Geschichten bereits seine eigene Meinung, wirft diese aber nach einigen Seiten bei Haufen, da man die Hintergründe erst später aufgezeigt bekommt. Zb die Kindsmörderin: Eine Frau die ein Baby kocht, eine abscheuliche Tat, eine nicht zu verzeihende Tat, aber warum hat sie es gemacht? Ist sie so eine bestialische Person? Oder steckt doch mehr dahinter, als man zu Beginn vermutet?
Veikko Bartel fesselt einen regelrecht mit seinen Geschichten. Man muss aber nicht das Buch auf einmal lesen, da alle unabhängig voneinander sind, also auch für Zwischendurch gut geeignet.
Fazit
Ein Buch, welches mich zum Staunen gebracht hat. Wie Frauen sein können. Was Frauen zu solchen Taten bewegt. Wie die Hintergründe sind. Ein absolutes Muss. Lest es und bildet eure eigene Meinung zum Buch, aber vorallem zu den Frauen und deren Hintergründen. Absolute Empfehlung von mir und dieses wird nicht das letzte Buch von Veikko Bartel sein
Veikko Bartel beschreibt in seinem Buch vier Fälle mit Mörderinnen aus seiner Erfahrung als Strafverteidiger.
Da ich mich sehr für True Crime interessiere und diese Art von Erzählungen bereits aus anderen Büchern kenne und liebe, musste ich "Mörderinnen" unbedingt lesen.
Veikko Bartel schreibt in seinem Vorwort (welches für meinen Geschmack zu lang und uninteressant war), dass er nicht zugunsten des Voyeurismus übertreiben würde. Wie er anschließend über Frauen redet und sie beschreibt, passt meiner Meinung nach aber nicht zu dieser Aussage.
Die Auswahl der vier beschriebenen Fälle in diesem Buch hat mir sehr gut gefallen. Sie waren allesamt interessant, schockierend und mitreißend. Am besten hat mir der dritte Fall "die Sadistin" gefallen. Der Fall ist an sich schon sehr interessant und vor allem schockierend, und wurde zusätzlich sehr gut erzählt. Bei den anderen drei Fällen konnte mich die Erzählweise leider nicht ganz so gut wie in Fall drei überzeugen.
Abschließend muss ich sagen, dass es von dieser Art Büchern einige gibt, die mit viel besser gefallen haben. Vielleicht war es auch gerade dieser Vergleich mit Ferdinand von Schirachs Büchern, welche ich sehr genial finde, der dieses Buch für mich noch schlechter wirken lässt, denn mit Schirachs Werken kann dieses Buch lange nicht mithalten.
Ich hoffe, dass mir das andere Buch des Autors besser gefallen wird, vielleicht fallen hier diese unnötig sexualisierten Beschreibungen von Frauen weg, da es dann um "Mörder" geht.
Kritik Dieses Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Erstmal vielen Dank dafür. Dies beeinflusst in keinster weise meine persönliche Meinung zum Buch. Das Cover ist schlicht gehalten und der Schreibstil überzeugt durch einen flüssigen leicht lesbaren Stil. Das Buch beinhaltet insgesamt 4 Fälle, die alle sehr schön vom Autor geschildert werden. Es ist sehr spannend die Fälle mit zu verfolgen.Teilweise fand ich es sehr grausam was Menschen in ihrer Verzweifelung tun, besonders zu nennen ist der erste Fall im Buch. Aber ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen. Zusammenfassend ein sehr spannend und abwechslungsreiches Buch über die Abgründe der Kriminalität und der Arbeit eines Strafverteidigers.
Fazit Dieses Buch erhält 5 Sterne, ein toller Einblick in die Arbeit eines Strafverteidigers.
Fangen wir beim schlichten aber auffälligen Cover an. Es braucht nicht viel nur etwas Rot und das wort Mörderinnen. Das Buch ist in 4 Abschnitte geteilt und beginnt mit einem umfangreichen Vorwort. Beim lesen habe ich viele Gefühlswelten kennengelernt. Jedes Kapitel hat mich dazu gebracht diese Fälle aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und ich habe mir oft die Fragen gestellt wie: Was treibt uns an? Was sorgt für unser Handeln? In wiefern können Gefühle Menschen zu solchen Taten bringen? Man gelangt durch dieses Buch einen intimen Einblick der Verbrechen und der Täter. Die unterschiedlichen Fälle öffnen einen den Blick fürs Detail und lassen uns die Taten derer mit anderen Augen sehen. Ich bin auf den weiteren Titel MÖRDER gespannt. Für mich bislang eins meiner besten Real Crime Bücher.
Es war interessant voyeuristische Einblicke in den Alltag eines Strafverteidigers zu bekommen und des Weiteren spricht der "True-Crime" Aspekt für dieses Buch. Allerdings wirkt das Buch teils (besonders im letzten Teil), wie eine Selbstinszenierung des Autors. Zwar erwähnt der Autor schon zu Beginn des Buches, dass er sich auf die juristische Seite und nicht die Psychologie der Frauen fokussieren wird, da dies seine Expertise ist, doch bin ich mir relativ sicher, dass es aus einer anderen Perspektive interessanter zu lesen gewesen wäre.Am besten an dem Buch finde ich persönlich das äußerst gelungene Cover.
Erschreckende Fälle, ausführlich erzählt. Teilweise wünscht man sich ein paar Einzelheiten weniger. Ausführliche Rezension auf meinem Blog: https://nouw.com/cwidmann/veikko-bart...
Sehr interressantes, gut geechriebenes Buch! Teilweise etwas verstörend,teilweise hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen gewünscht! Trotzdem sehr gut und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen
Veikko Bartel ist Starfverdeitiger und schildert in dem Buch vier seiner erschreckensten Fälle, die er vor Gericht verteidigt hat. Ihm geht es vor allem darum, viel über die Hintergründe zu erfahren und dem Warum und Wieso genau auf den Grund zu gehen. Kein Mensch ist von naturaus böse, aber was treibt einen Menschen dazu einen anderen umzubringen?
Der Autor gibt uns einen kleinen Einblick in seine Arbeit, erläutert, dass er immer nur die Menschen aber nie die Tat selbst verteidigt hat und das es in dem Buch um die Schicksale der Täter geht, nicht um die unschuldigen Opfer. Veikko Bartel erzählt ebenfalls, dass man als Strafverteidiger schnell als herzlos begestempelt wird, weil man den Täter ja in “Schutz” nimmt. Aber auch das spricht er interessant an und erklärt seinen Standpunkt dazu.
Jeder Mensch kann töten. Und er wird es tun, kommt er nur an eine ganz bestimmte Grenze
Die vier Geschichten selbst sind verstörend und grausam. Jede Frau begeht eine andere Art und hat ein anderes Motiv zum töten. Besonders grausam fand ich die Kindsmörderin, welche ihr Baby kocht (!), aber auch die Gattenmörderin ist nicht ohne.
Zu jeder Geschichte gibt es etwas Hintergrundwissen und man wird nach und nach durch den Fall geführt.
Meine Meinung:
Alles in Allem sehr interessant zu lesen und mehr über die Arbeit eines Strafverteidigers, aber auch über die Fälle selbst zu erfahren. Jeder der True Crime liebt wird an diesem Buch vermutlich gefallen finden. Bei der Sadistin und die Giftmörderin haben mir leider ein paar mehr Informationen gefehlt. Aber ich würde wieder etwas von dem Autor lesen.
werbung. Bartel ist Rechtsverteidiger und nach dem Vorwort zu urteilen, ist er das leidenschaftlich gerne. Seine Mission ist es, die Wahrheit herauszufinden, das »Warum« hinter der Tat. Da er auch wirklich schlimme Straffällige verteidigt hat, ist er schon wüst beschimpft worden. Aber er geht seinem Ziel, das »Warum« zu ergründen, immer nach. Und konnte so die vier Fälle miterleben, die er in diesem Buch beschreibt.
Das tolle, und vielleicht auch etwas überraschende, ist, dass die Fälle in Erzählform geschrieben sind. Wir erleben als Leser also das Leben der Täter und bekommen so noch einen größeren Bezug zur ganzen Straftat. Die Überraschungen bleiben da natürlich nicht aus, denn nicht jede Tat ist genau so von statten gegangen wie es auf den ersten Blick wirkt.
Die Straftaten, die hier beschrieben werden, sind so unglaublich und grausam, dass man im ersten Moment gar nicht glauben kann, dass sie wirklich so geschehen sind. Und gleichzeitig rätselt man während des Lesens die ganze Zeit mit, was hier wirklich passiert ist, warum all das geschehen ist. Und genau das macht das Buch so spannend.
FAZIT Mach dich darauf gefasst, dass du an diesen Seiten hängen wirst, wenn du erst einmal mit diesem Buch angefangen hast. Obwohl es sich hierbei um eine Biographie handelt, liest sich das Buch eher wie ein superspannender Thriller. Und das Rätseln trägt genauso viel zum Spaß am Lesen bei wie die Verfolgung der Taten an sich. Der einzige Nachteil: Man hat das Buch schnell durchgelesen.
Ich wollte verstehen, warum Menschen morden, deswegen las ich dieses Buch. Der Autor hat meine Frage nicht direkt, sondern indirekt beantwortet. Es war so interessant und verrückt zu sehen, wie viel hinter einem Mord steckt, was man hinter einem Zeitungsartikel nicht sehen kann. Jeder sollte dieses Buch lesen! Es hilft zu lernen, nicht so schnell zu urteilen, weil wir eigentlich NICHTS wissen!!