Sylt, Anfang Auf einer tiefgefrorenen Weide wird die bestialisch zugerichtete Leiche eines Schafzüchters gefunden, inmitten seiner Tiere. Alles spricht für einen Racheakt, denn in der Vergangenheit des Mannes finden sich schnell dunkle Geheimnisse. Hannah Lambert und ihr Kollege Sven-Ole Friedrichsen machen sich umgehend auf die Jagd nach dem Täter. Dabei stoßen sie auf immer mehr schreckliche Details und müssen feststellen, dass hinter beinahe jeder Ecke eine neue Überraschung lauert. Und auch Hannahs Altlasten geben keine Eine italienische Anwältin meldet sich für einen Besuch an und sorgt damit für zusätzliche Turbulenzen. Notgedrungen kämpfen die Ermittler an zwei Fronten gleichzeitig und werden immer tiefer in einen Strudel aus Lügen und abscheulichen Geheimnissen gezogen. » Eiskaltes Sylt« ist Teil 2 der Reihe »Hannah Lambert ermittelt « . Jeder Fall ist in sich abgeschlossen. Es kann allerdings nicht schaden, auch die anderen Fälle zu kennen ;) Bereits »Ausgerechnet Sylt« »Eiskaltes Sylt« »Mörderisches Sylt« »Stürmisches Sylt« »Schneeweißes Sylt« »Gieriges Sylt« »Turbulentes Sylt« »Düsteres Sylt« – JETZT BRANDNEU! »Hannah Lambert ermittelt« ist mit weit über 700.000 verkauften Exemplaren eine der erfolgreichsten Krimi-Serien der letzten Jahre. Alle Teile sind als eBook und als Taschenbuch verfügbar. Band 1-7 sind bereits als Hörbuch erschienen, Teil 8 folgt in Kürze.
Späte Rache Hannah Lambert ist wieder voll in ihrem Element, allerdings macht sie sich diesmal echt nicht so viele Freunde. Ihre Art ist in Band zwei wirklich anstrengend und der Stimmungswechsel ist die reinste Achterbahnfahrt. Der Fall selbst fühlt sich echter an als es mir lieb ist. Die Opfer der ursprünglichen Tat wollen scheinbar endlich Rache und doch ist es nicht so einfach. Dazu kommen Nebencharaktere, die ihren Job nicht richtig machen und die ich am liebsten geschüttelt hätte. Hab es wieder sehr gemocht, doch diesmal war es mir tatsächlich etwas zu anstrengend, seil die Stimmungen so schnell gewechselt haben. Ein Wirbelsturm aus Emotionen, Stimmungen und Wortgefechten
Mit „Eiskaltes Sylt“ entführt Thomas Herzberg seine Leser erneut nach Friesland und mitten hinein in einen düsteren Mordfall auf der Insel Sylt. Hannah Lambert und ihr Kollege Ole Friedrichsen stoßen auf ein Verbrechen, das aus Rache begangen wurde und dessen Wurzeln tief in der Vergangenheit liegen. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, müssen die Ermittler alte Geschichten aufrollen. Zusätzlich wird Hannah auch noch von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt, in Gestalt einer Anwältin aus Italien, was dem Fall eine weitere persönliche Ebene verleiht.
Der zweite Band der Reihe erweist sich erneut als echter Pageturner. Die Spannung hält bis zum Schluss an und wird durch mehrere gut platzierten Wendungen immer wieder neu angefacht. Besonders gelungen ist die realistische Darstellung der Figuren: Niemand ist makellos, jeder trägt seine Ecken, Kanten und privaten Baustellen mit sich herum. Das macht die Ermittler glaubwürdig und nahbar.
Hannah Lambert bleibt dabei eine starke, aber nicht ganz einfache Hauptfigur. Ihre sehr schroffe und aufbrausende Art empfand ich stellenweise als etwas anstrengend. Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Szenen, in denen genau der richtige Schuss Humor durchscheint und die angespannte Atmosphäre angenehm auflockert. Für die kommenden Bände wünsche ich mir, dass Hannah hier noch etwas Entwicklung zeigt.
Insgesamt hat mir auch der zweite Teil gut gefallen. Der Fall ist in sich abgeschlossen, sodass man das Buch problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Empfehlenswert ist es dennoch, mit dem ersten Band zu beginnen, um die Entwicklung der Ermittler und ihre Hintergründe besser nachvollziehen zu können. Fans von regionalen Krimis, insbesondere mit nordischem Flair und Sylt-Kulisse, kommen hier definitiv auf ihre Kosten.
Die winterliche Sylt-Kulisse und der brutale Mord an einem Schafzüchter liefern zunächst einen vielversprechenden Einstieg. Auch die düstere Vergangenheit des Opfers und die angedeuteten Abgründe hätten genug Stoff für einen spannenden Küstenkrimi geboten. Leider verliert sich die Geschichte schnell in langatmigen Ermittlungen, die sich über weite Strecken wie Kaugummi ziehen. Besonders problematisch ist für mich die Figur Hannah Lambert. Sie wird von ihren Kollegen als „Giftzwerg“ bezeichnet – und das trifft es leider nur zu gut. Ihre permanente schlechte Laune, ihre bösartigen, teils schon mobbenden Kommentare ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman und machen sie als Protagonistin zunehmend unsympathisch. Die eigentlich traurige und brisante Hintergrundgeschichte kann dieses Manko nicht ausgleichen. Unglaubwürdig wirkt zudem die Erklärung, der Täter habe sich aus Angst vor Verhaftung ganze 20 Jahre auf Sylt versteckt und dort von Schwarzarbeit gelebt, ohne aufzufliegen. Insgesamt solide geschrieben, mit starkem Setting, aber zu wenig Tempo, zu wenig Glaubwürdigkeit und einer Hauptfigur, mit der ich nicht warm geworden bin.
Sommerliche Abkühlung durch einen Krimi, der im verschneiten Sylt spielt? Ja! Inhaltlich und stilistisch war es aber absolut nicht meins. Die zwei Hauptermittler haben die unerträgliche Angewohnheit, die Sätze des jeweils anderen zu vervollständigen und das in einem wahlweise süffisanten oder nörglerischen Tonfall. Die Handlung verliert durch irrelevante Nebenstränge ihren Schwung und die unzähligen Charaktere sorgen einfach nur für Verwirrung.
Leicht wegzulesen. Der Geschichte ist recht interessant, aber nicht sonderlich spannend geschrieben. Am Anfang dauern die Untersuchungen ewig und am Ende wird der Fall für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell geklärt.