Viola und Leon sind beste Freunde – bis sie nach einem gemeinsamen Konzertbesuch die Nacht miteinander verbringen. Für Leon ist dies die Erfüllung all dessen, was er sich heimlich ersehnt hat. Doch Viola packt die Panik, dass sie wie früher wieder nur auf jemanden hereingefallen sein könnte. Am Morgen verlässt sie deshalb ohne Nachricht Leons Wohnung. Doch Leon kann und will Violas Verschwinden nicht so einfach hinnehmen und versucht herauszufinden, warum sie vor ihm wegläuft.
Viola und Leon sind beste Freunde. Zumindest bis zu einer gemeinsamen Nacht. Diese hätte die beiden zu mehr als Freunden machen können, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Am Morgen danach verlässt Viola voller Panik Leons Wohnung und bricht den Kontakt zu ihm ab. Für ihn bricht eine Welt zusammen, denn schon lange empfindet er für sie viel mehr als Freundschaft. Das ironisch ist, auch Viola geht es so. Doch aufgrund von ihren bisherigen, ziemlich traumatischen Erfahrungen mit Männern, fühlt sie sich von Leon hintergangen und will ihn nie wieder sehen.
Character (1/10): Puh Leute, das wird für mich keine angenehme Rezension. Aber lasst uns einfach mal mit unseren Protagonisten beginnen. Viola mochte ich leider von Anfang an nicht. Ich hatte stellenweise Verständnis dafür, dass sie Männern gegenüber misstrauisch ist, da sie wirklich schlechte Erfahrungen gemacht hat. Aber ehrlich gesagt hat sie es sich alles ein bisschen zu stark selbst eingeredet und ich fand es irgendwie lächerlich jemand, als seinen besten Freund zu bezeichnen und dann so wenig Vertrauen zu der Person zu haben, wie das bei Viola und Leon der Fall war. Leon mochte ich zu Beginn der Geschichte tatsächlich richtig gerne und dann ging es irgendwann den Berg hinab. Am Anfang war ein super süßer und netter Kerl. Doch im Laufe der Handlung wurde sein Verhalten einfach furchtbar. Und was noch dazu kam, war, dass sich beide Charakter total misogyn verhalten haben. Es wurden in dem Buch so viele Aussagen getroffen, die ich wahnsinnig problematisch finde. Mir erschließt sich bis jetzt noch nicht, warum beispielsweise über blonde, stark geschminkte Frauen (die nicht mal irgendwas zur Handlung beigetragen haben) so abfällig gesprochen werden musste. Und auch wie Leon über seine Ex-Freundin später gedacht hat, fand ich schon ziemlich eklig.
Ich füge hier einfach mal ein paar Zitate ein, damit ihr ein besseres Bild bekommt: "Warum beschweren sich Frauen, wenn ihre Typen ihnen erklären, dass sie geliebt werden, weil sie hübsch sind? Wäre es ihnen umgekehrt lieber?" (S. 9)
"[...] und wendet sich dann wieder der Blonden mit den zu stark geschminkten Lippen und übertuschten Wimpern zu. Ob sie auch ohne den ganzen Kram gut aussehen würde? Bezweifle ich." (S. 80)
"Die Platinbarbie, die weniger geschminkte, aber ich wette, auch bei der ist das Haarfärbemittel ins Hirn geflossen." (S. 86)
"Ich bin nicht so eine." (S. 86)
"Hat sie es so nötig?" (S. 121)
Ich höre mal an dieser Stelle auf, es gibt von sowas aber noch deutlich mehr in dem Buch und ich persönlich empfinde das als wahnsinnig problematisch und misogyn. Hier werden Frauen so stark herabgewürdigt, nur das nur, weil sie ein bestimmtes äußeres Erscheinungsbild haben. Genauso wird deutlich gemacht, dass es sozusagen "gute Frauen" gibt und dann solche, die "solche Frauen sind" oder "es nötig haben".
Atmosphere (2/10): Ich habe mich persönlich in dem Buch überhaupt nicht wohlgefühlt. Einerseits wegen dem, was ich gerade schon ausführlich beschrieben habe, andererseits auch einfach, weil das Buch eine wahnsinnig negative Grundstimmung hat. Kann man sicher auch mögen, aber bei mir war es einfach nicht der Fall.
Writing Style (4/10): Beim Schreibstil habe ich die meisten Punkte gegeben, da die Autorin auch wirklich, wirklich schöne Sätze in das Buch eingearbeitet hat. Davon hatte ich mir auch einige markiert. Leider hat es aber nicht ansatzweise wettmachen können, wie schlimm ist wiederum andere Aussagen finde.
Plot (2/10): Die Handlung des Buchs konnte mich persönlich auch nicht von sich überzeugen. Der Ansatz der Geschichte hat mich natürlich angesprochen, sonst hätte ich das Buch gar nicht erst gelesen. Aber für mich war die Umsetzung leider nicht gut. Wie bereits gesagt konnte ich Violas Beweggründe bis zu einem bestimmten Grad verstehen, aber dann ging es einfach viel zu weit darüber hinaus.
Intrigue (2/10): Ich habe an dem Buch zwei Wochen gelesen, was ziemlich lange ist, wenn es nur 300 Seiten gibt. Aber da ihr ja die bisherige Rezension gelesen habt, könnt ihr vielleicht nachvollziehen, dass ich es sehr oft aus der Hand gelegt und dann auch nicht allzu bald wieder danach gegriffen habe.
Logic (2/10): Geht für mich mit den Charakteren und Handlung Hand in Hand. Ich konnte Violas Verhalten im Großen und Ganzen nicht nachvollziehen und fand, dass es im Laufe der Handlung auch eher schlimmer als besser wurde. Hier kommen dann auch noch so Dinge hinzu, wie dass die beiden Protagonisten seit Jahren befreundet sind, aber eigentlich nicht viel übereinander wissen. Außerdem sollte doch ein gewisses Vertrauen die Grundlage von einer Freundschaft sein. Sowas gab es bei den beiden gar nicht.
Enjyoment (2/10): Ich denke hierzu muss ich nicht mehr viel sagen, oder? Es gab einfach zu viel, was mich gestört hat, um an dem Buch Freude gehabt zu haben.
Fazit (2,1/10): Mir tut es echt leid, dem Buch eine so schlechte Bewertung geben zu müssen, da die Autorin sicher super nett ist und sich viel Mühe mit der Geschichte gegeben hat. Aber ich kann leider eine bessere Bewertung nicht vertreten. Ich habe ja bereits die ganzen Dinge angesprochen, die ist problematisch fand. Da waren sicherlich auch einige subjektive Dinge dabei, wie dass ich die allgemeine Stimmung des Buchs nicht mochte. Aber wie Frauen teilweise dargestellt und herabgesetzt wurden, ist für mich persönlich einfach nicht in Ordnung.
Boah war das Buch anstrengend...habe die letzten Seiten nur noch quer gelesen. Ich war ja auch mal jung, aber das was hier passiert, finde ich echt heftig. Wie kann sich denn nur zerfleischen und alles mit Drogen und Alkohol lösen?! Vielleicht auch nicht für jemanden geeignet, der eh schon so sehr schwermütigen Gedanken neigt. 2,5 Sterne
Viola und Leon sind beste Freunde allerdings hegt Leon größere Gefühle für Viola. Als die beiden sich eines Abends ihrer Leidenschaft hingeben und Viola am nächsten Tag ohne ein Wort verschwindet stellt sich die Frage nach dem warum und ob aus Freundschaft Liebe werden kann.
Ich war sehr gespannt auf das Buch und die Prämise hat mich echt neugierig gemacht. Wer eine weichgespülte Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht werden. Viel mehr wird hier eine Geschichte erzählt über Erfahrungen im Leben, wie sie uns beeinflussen und einen Menschen verändern können. Der Schreibstil ist wirklich toll, fast schon poetisch, und die Geschichte entwickelt einen Sogwirkung die einen so schnell nicht wieder los lässt. Durch die Melancholie und die Auswegslosigkeit erwischt einen die Geschichte mit einer Wucht die einen gerade zum Ende hin umhaut.
Die Hauptcharaktere sind mir leider etwas zu blass geblieben und verhalten sich eher wie Fremde als echte Freunde. Hier hätte ich mir etwas mehr Ausarbeitung und Vertiefung der Freundschaft gewünscht. Dadurch sind die beiden Charaktere auch nicht wirklich sympatisch bis man zum Ende erfährt was die Gründe für ihr jeweiliges Handeln sind. Zwischendrin war mir die Verkettung der Umstände auch etwas zu konstruiert.
Alles in allem aber ein tolles Debüt das durch seine intensität und Wortgewalt besticht. Es ist ein Roman über den man auch nach der letzten Seite noch lange nachdenkt und sich erst mal über das Wechselbad der Gefühle klar werden muss durch das einen die Geschichte geschickt hat. Ich freu mich schon sehr darauf mehr von der Autorin zu lesen.
Kennt ihr solche Bücher, bei denen man das Cover liebt und auf die man durch den Klappentext noch neugieriger wird? Tja, so ein Buch war So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt für mich. Ich habe mich wirklich so auf diese Geschichte gefreut aber, nachdem ich es jetzt gelesen habe, bin ich leider nur noch unheimlich enttäuscht.
Was passiert in diesem Buch?
Leon und Viola kennen sich nun schon seit eineinhalb Jahren und sind in diese Zeit zu besten Freunden geworden. Doch eigentlich empfinden die beiden viel mehr füreinander als nur reine Freundschaft. Und als nach einem gemeinsamen Konzertbesuch ihre Beziehung ein wenig weiter geht und die beiden die Nacht miteinander verbringen, scheint für Leon die Welt perfekt. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als er am nächsten Morgen aufwacht und Viola nicht neben ihm liegt und auch keine Nachricht für ihn hinterlassen hat. Leon ist wie vor den Kopf gestoßen. Gab es etwas was er übersehen oder gar falsch interpretiert hat? Warum nur ist Viola einfach so abgehauen, wovor hat sie solche Angst?
Konnten mich die Protagonisten überzeugen?
Leider muss ich hier sagen, dass mich beide Protagonisten nicht von sich überzeugen konnten. Aber lasst mich erstmal mit Viola anfangen. Ich hatte schon zu Beginn ziemliche Probleme mit ihr als Protagonistin, da ich die gesamte Zeit über das Gefühl hatte, das sie eine kalte und egozentrische Person war. Leider ist das im Verlauf des Buches auch nicht wirklich besser geworden. Auch wenn ich ehrlich gesagt verstehe, dass sie so viel Angst vor einer neuen Beziehung hat, da sie wirklich schon einiges mitmachen musste. Das war aber auch das einzige, was ich an ihr verstanden habe. Denn das sie sich dann einfach so auf ihren Arbeitskollegen eingelassen hat, ohne auch nur ein mal an seine Gefühle zu denken, ergibt für mich leider keinen Sinn und sie mir auch nicht unbedingt sympathischer. Auch Leon war kein Protagonist, denn ich über alle Maßen mochte, auch wenn ich ihn und seine Entwicklungen irgendwo noch besser nachvollziehen konnte. Doch auch das macht ihn nicht wirklich besser. Besonders da er für mich den falschen Weg gewählt hat, um mit seinen Problemen umzugehen und gefühlt das gesamte Buch hinweg im Selbstmitleid gebadet hat. Genau aus diesem Grund, war Leon für mich leider auch kein Protagonist, denn ich sympathisch fand. Was die Beziehung von Viola und Leon angeht, die war für mich eigentlich nicht existent. Alleine das sie zu Beginn des Buches zusammen im Bett gelandet sind, hat irgendwo eine Verbindung geschaffen. Den Rest der Geschichte war diese nicht vorhanden und selbst wenn sie sich zufällig getroffen haben, waren sie eher wie zwei Schiffe die sich passieren. Eine Verbindung, geschweige denn tiefe Gefühle, gab es da nicht und waren für mich auch nicht spürbar.
Gab es etwas, was mir nicht gefallen hat?
Ich habe ja nun schon so einige Kritikpunkte an der Geschichte gelassen, doch leider bin ich immer noch nicht am Ende angekommen. Aber erst einmal zur "Freundschaft" von Viola und Leon. Ich weiß, dass dieser Punkt sehr objektiv ist, da jeder den Begriff 'Beste Freunde' anders definiert, aber für mich waren diese beiden schlichte keine besten Freunde wie es im Klappentext und im Buch behauptet wird. Denn welcher beste Freund kennt nicht einmal den Wohnort seines Freundes? Dass man die Handynummer nicht auswendig kennt, das verstehe ich, die kenne ich bei meiner besten Freundin auch nicht. Aber wenn man nach gut zwei Jahren nicht weiß, wo der andere wohnt, was in seiner Vergangenheit passiert ist oder das die Mutter des anderen gestorben ist, das passt für mich einfach nicht. Jetzt zur Geschichte selbst. Wenn man mal außer Acht lässt, dass die Reaktionen der beiden Protagonisten für mich viel zu überzogen waren, kann ich nicht darüber hinwegsehen, dass das Buch dennoch zu konstruiert und gewollt gewirkt hat. Es gab schlicht zu viele Zufälle und Handlungsstränge die so gebogen worden, dass auch der Weg ja wieder zu dem anderen geführt hat. Nach dem dritten dieser "Zufälle" konnte ich schlicht nur noch mit den Augen rollen, da alles so an den Haaren herbeigezogen wirkte. Und dann noch schnell zu dem Punkt, der mir das lesen, wirklich schwer gemacht hat: der Schreibstil. Anfangs war der Schreibstil einfach nur sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem, da er sehr rauchig und melancholisch gewirkt hat. Das allein ist nichts Schlechtes und hat mir sogar Anfangs gefallen. Doch die ständigen selbst mitleidigen Gedanken, Wiederholungen und abgehakten Sätze, haben mir ziemlich schnell den Spaß an dem Schreibstil genommen. Okay, einen Punkt muss ich doch noch ansprechen. Ohne spoilern zu wollen, aber das Ende war einfach nicht gut und passte für mich auch nicht zur Geschichte. Ich meine, ich verstehe, dass die Autorin damit zeigen wollte, dass nicht jede Geschichte ein Happy End hat bzw. manche anders aussehen als dieses rosarote aus den meisten Romanzen. Aber das war schlicht furchtbar und unerträglich.
Wie ist meine abschließende Meinung zum Buch?
Das So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt keine normale Liebesgeschichte wird, damit habe ich gerechnet und sogar gefreut. Doch dass dieses Buch einfach nur ein riesengroßes Drama wird, bei denen ich Handlungen oft nicht nachvollziehen konnte, damit habe ich nicht gerechnet. Für mich hat die noch ziemlich junge Autorin, in eine Geschichte mit noch jüngeren Hauptcharakteren zu viel Theatralik gesteckt, sodass diese gesamte Geschichte für mich persönlich eher ein Satz mit X war und ich diesen Debütroman auch an dieser Stelle leider nicht weiterempfehlen kann.
Wortgewaltiger Schreibstil, aber eine unrealistische Ausgangssituation. Welche besten Freunde kennen sich so oberflächlich? Und nur weil jemand seine Nummer aus meinem Handy löscht, erreiche ich diese Person nicht mehr? Was ist mit alten Nachrichten oder Anruflisten?
Es werden Gott sei Dank keine klassischen Klischees verwendet und doch wird das Mädchen, das innerhalb eines kürzeren Zeitraums mit drei Jungen schläft, als Schlampe bezeichnet. Und auch sie bezeichnet sich so.
An sich waren die Worte, die die Autorin findet, so schön zu lesen, die Vergleiche sehr bildhaft und toll gewählt, aber die Gefühle, die damit transportiert hätten werden sollen, haben mich leider nicht erreicht.
Sehr schade, denn die Geschichte ist anders als so viele und konnte mich doch nicht überzeugen..
Die Dante-Leseapp sagt zu 1-Stern-Bewertungen "Zeitverschwendung", und besser könnte ich es nicht ausdrücken. Toller Titel, interessanter Klappentext, mangelhafter Inhalt. Ich wollte das Buch so gerne mögen und habe wirklich gehofft, dass es noch besser wird, aber ... nein. Nahezu jede Seite war eine Qual. Acht Tage habe ich an diesen 300 Seiten gelesen. Acht Tage. Diese Zeit hätte ich besser in andere Bücher investiert.
Dieses Buch ist keine leichte Kost. Es ist keine locker-leichte Liebesgeschichte. Es ist keine oberflächliche Romanze. „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ von Maike Voß ist eindringlich, intensiv und bedrückend. Es ist eine wahrhaftige Achterbahn der Gefühle. Es geht um die Freunde Leon und Viola und darum, welche Folgen eine gemeinsame Nacht haben kann. Was bedeutet das für die Freundschaft? Wie soll man damit umgehen? Vor allem aber geht es um jeweils vorangegangene Erfahrungen von Leon und Viola und welchen Einfluss diese auf ihr Leben, auf ihr Selbstbild, ihre Psyche und letztendlich auf ihre Beziehungen bzw. Beziehungsfähigkeit haben.
Viola und Leon könnten glücklich sein miteinander. Sie sind Freunde, doch beiden ist klar, dass sie mehr füreinander empfinden. Leon möchte mit ihr zusammen sein, doch Viola scheut davor zurück, regelrecht panisch nimmt sie Abstand von Leon, nachdem sie einander in dieser einen Nacht ihre Gefühle füreinander offenbarten. Eine Reaktion, die für beide ziemlich heftige Folgen hat. Viola kämpft gegen ihre Gefühle an, sie darf sich nicht verlieben, zu groß ist die Angst, verletzt zu werden. Leon hingegen sucht sie verzweifelt und droht unter der Sorge und den Selbstzweifeln zusammenzubrechen.
Lange Zeit bleibt unklar, was genau Viola und auch Leon widerfahren ist und weshalb diese Nacht und der anschließende Funkkontakt sie jeweils so sehr belastet. Doch Stück für Stück erfährt man mehr und man ahnt, was beide dazu bewegt, so zu handeln. Sie tragen Verletzungen mit sich, die sie zu Magneten machen, die einander abstoßen. Der eine will, was beim anderen den Fluchtinstinkt weckt. Der andere sehnt sich nach etwas, was er nicht haben kann. Sie lieben sich, aber sie können nicht miteinander, zu schwer wiegen die Erfahrungen, die sie in ihrem Leben gemacht haben.
Ich fand der ernsten Ansatz von „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ sehr gut. Es ist angenehm, eine Geschichte zu lesen, die Liebe auf eine realistische Weise kompliziert darstellt. Kein Bad Boy-Gehabe, kein Kitsch, schlicht zwei junge Erwachsene, die versuchen, im Leben klarzukommen, nachdem sie bittere Erfahrungen gemacht haben. Maike Voß beschreibt die Emotionen und Gedanken von Leon und Viola sehr bildhaft, reichlich Metaphern lassen nachempfinden, wie es in den Herzen und Köpfen der beiden aussieht. Man leidet so sehr mit ihnen und man hofft auf ein glückliches Ende – gönnen würde man es ihnen.
Angesichts der Intensität der Gefühle wurde es mir zwischenzeitlich zu anstrengend, ich fühlte mich gefangen in dieser vertrackten Situation. Passt natürlich hervorragend zur Geschichte, doch leicht machte es das Lesen bisweilen nicht. Das sollte man wissen, ehe man sich auf das Buch einlässt.
Weitere Themen, die Maike Voß aufgreift sind: der Tod der Eltern und die damit einhergehende Trauer, Verlustangst, Missbrauch. Dies alles hat Leon und Viola geprägt und sie zu den Menschen gemacht, die sie in der Geschichte sind. Gebrochene Menschen, die ein wenig den Glauben an das Gute im Menschen und das Schöne im Leben verloren haben. Wie bereits gesagt, es ist keine leichte Kost. Mich hat das Buch fertig gemacht, vor allem das Ende.
Die Figuren gefielen mir weitestgehend gut. Viola fühlte ich mich jedoch nicht so nah wie Leon. Viola ist still, sie grübelt viel. Und immer, wenn sie sich vornimmt, alles „richtig“ zu machen, stürzt sie sich in die nächste verzwickte Situation. Es ist aufreibend, sich mit den Ängsten und Sorgen von Viola auseinanderzusetzen und es ist herzzerreißend mitzuerleben, wie Leon leidet. Seine Gefühle konnte ich etwas besser nachempfinden.
Fazit
„So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ von Maike Voß ist keine romantische Liebesgeschichte, es ist ein knallhartes Jugendbuch über zwei Jugendliche, die im Leben schlechte Erfahrungen gemacht haben und unter diesen leiden. Sie lieben sich, drohen aber an dieser Liebe zu zerbrechen. Maike Voß beschreibt dies klar und direkt, dabei aber immer sehr bildhaft. Mich hat die Geschichte extrem mitgenommen, manchmal wurde es schier unerträglich. Kurz gesagt: Haltet euch fest, das Buch ist richtig gut, aber heftig.
Ich habe dieses Buch (mit Widmung) in meiner Lieblingsbuchhandlung gewonnen - Das war jetzt aber leider schon das einzig Positive! Ich bin sicherlich nicht die Zielgruppe, aber das sollte ein gutes Buch nicht davon abhalten, jemanden zu unterhalten. Dies passiert hier aber leider nicht. Ich hatte beim Lesen das Gefühl ich würde unerlaubt im Tagebuch meiner 14jährigen Tochter lesen, genauso schlecht geschrieben ist das Ganze (meine Tochter hat viele Talente aber Schreiben gehört eindeutig nicht dazu). Nicht nachvollziehbare Handlungen, Äußerungen, Gedanken, Geschehnisse.... viel mehr Worte werde ich nicht mehr machen, denn das wäre zuviel des Guten dafür. Ach ja, wenn jetzt jemand meint ich bin ja schon zu alt um diese Gefühle zu verstehen... denke ich nicht, denn wir alle fühlen, verlieben uns, trauern, werden enttäuscht. Aber das hier ist weder inhaltlich noch vom Stil her irgendwie interessant.
Erschienen: 28.02.2019 Klappentext: Viola und Leon sind beste Freunde – bis sie nach einem gemeinsamen Konzertbesuch die Nacht miteinander verbringen. Für Leon ist dies die Erfüllung all dessen, was er sich heimlich ersehnt hat. Doch Viola packt die Panik, dass sie wie früher wieder nur auf jemanden hereingefallen sein könnte. Am Morgen verlässt sie deshalb ohne Nachricht Leons Wohnung. Doch Leon kann und will Violas Verschwinden nicht so einfach hinnehmen und versucht herauszufinden, warum sie vor ihm wegläuft.. Meine Meinung: Zuerst hat mich das Cover und der Klappentext mega neugierig gemacht. Das Cover finde ich wunderschön und der Titel hat mich richtig neugierig gemacht, was alles dahinter stecken könnte. Die Geschichte ist total süß und ich habe das Buch innerhalb von ein paar Stunden verschlungen. Leon ist in Viola verliebt und sie eigentlich auch ihn. Nach einem gemeinsamen Konzertbesuch verbringen sie die Nacht miteinander und Leon ist überglücklich. Viola aber scheint diese Freude nicht zu teilen. Sie verlässt Leons Wohnung am Morgen, ohne Abschiedsworte oder eine Nachricht. Leon ist wie vor den Kopf gestoßen. Warum zeigt Viola ihm auf einmal so die kalte Schulter? Ihre Abfuhr kann Leon nicht einfach so hinnehmen. Er möchte verstehen, warum Viola vor ihm davonläuft und so eine Panik vor einer Beziehung zu haben scheintDas Buch ist sehr tiefgründig und komplex, ehrlich und authentisch, er überrascht einen, regt zum Nachdenken an und beschäftigt einen noch lange nach dem Lesen. Ihr Schreibstil ist bildhaft, locker & liest sich richtig angenehm. Was ich auch gut fand war, das dieses Buch in Hamburg gespielt hat. Kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen! Vergebe diesem Buch 5/ 5 Sternen.
Bevor ich hier gleich loslege und meine Meinung kundtue, möchte ich noch kurz etwas anmerken. Vor einigen Tagen habe ich irgendwo gelesen, das dieses Buch in die New Adult Schublade gesteckt wurde. Ich liebe New Adult, aber dieses Buch gehört, wenn man vielleicht vom Alter der Protagonisten mal absieht, definitiv NICHT in dieses Genre.
Für mich gehört es eher in die Kategorie "Zeitgenössische Literatur". Was ich versuche zu sagen ist, das es kein Buch ist, das man mal einfach eben so wegschmökert und ganz nett und süß findet, sondern das es ein Buch ist, das brillant geschrieben ist, unglaublich tief geht und nachhaltig haften bleibt. Bei mir zumindest.
Leon liebt Viola und eigentlich liebt Viola auch Leon. Doch sie will es sich nicht so recht eingestehen und nach einer gemeinsamen Nacht, da gerät sie in Panik. Sie würde sich am liebsten komplett aus Leons Leben löschen. Doch Leon kämpft wie ein Löwe...
Wie oben schon gesagt, ist dieses Buch brillant geschrieben und wirkt nicht im Mindesten wie ein Debüt. Maike Voß erzählt in eindringlichem und reifem Ton, eine sehr intensive Geschichte, bei der man die komplette Gefühlsbreite durchlebt. Ich konnte mich nicht losreißen und auch ein paar Tage nach Beenden des Buches, muss die Geschichte und vor allem ihr Ende, immer noch sacken.
Viola ist eine Protagonistin, die mir erst einiges abverlangt hat. Im ersten Moment fand ich sie nämlich unglaublich unsympathisch und fand unmöglich, wie sie Leon behandelt. Je weiter man vorankommt, desto mehr verändert sich jedoch das Bild und auch meine Meinung. Man beginnt zu verstehen, warum sie so handelt, warum sie Bindungsängste hat und sich nicht auf Leon einlassen kann. Warum sie sich zurückzieht und ihn lieber von sich stößt. Am Ende ändert sich mein Bild dann ein drittes Mal und ich empfinde so viel Mitleid mit ihr. Damit niemand gespoilert wird, will ich darauf aber nicht weiter eingehen. Ich kann nur sagen, das mich das Ende so wahnsinnig überrascht hat und ich noch immer so viele Fragen, Wünsche und Hoffnungen für Vio und Leon im Kopf und im Herzen habe.
Leon war mir direkt sympathisch und dies hielt bis zum Ende und darüber hinaus tatsächlich auch an. Er musste in seiner Vergangenheit so viel Verlust verschmerzen und hat solch eine Angst, alleine zu sein. Das Vio sich dann erst einmal aus seinem Leben löscht, ist ein herber Tiefschlag, den er nicht so leicht verkraftet. Irgendwie hat sie seine vermeintliche Lebensfreude mitgenommen, als sie ging und so bewegt er sich lange Zeit durch absolute Hoffnungs- und Trostlosigkeit.
Besonders fasziniert hat mich, wie sie das Gefühlsleben der Protagonisten darstellt und wie dicht gegensätzliche und widersprüchliche Gefühle, wie beispielsweise Liebe und Hass beieinander liegen. Mich hat das gleichermaßen berührt und bestürzt.
Ganz ganz großartiges Buch, das ich am liebsten Jedem in die Hand drücken möchte !
Zu Liebesgeschichten greife ich immer wieder richtig gerne. Als ich auf „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ gestoßen bin, war meine Neugier sofort geweckt. Das tolle Cover und der sehr vielversprechend klingende Klappentext überzeugten mich auf Anhieb. Richtig genial finde ich den Titel. Ich wollte unbedingt wissen, was er zu bedeuten hat. Hier rechnete ich mit einer sehr tiefgründigen und emotionalen Geschichte, also genau mein Ding. Das Buch wanderte daher sofort auf meine Wunschliste und durfte kurz nach dem Erscheinen bei mir einziehen.
Leon ist in Viola verliebt und sie eigentlich auch ihn. Nach einem gemeinsamen Konzertbesuch verbringen sie die Nacht miteinander und Leon ist überglücklich. Viola aber scheint diese Freude nicht zu teilen. Sie verlässt Leons Wohnung am Morgen, ohne Abschiedsworte oder eine Nachricht. Leon ist wie vor den Kopf gestoßen. Warum zeigt Viola ihm auf einmal so die kalte Schulter? Ihre Abfuhr kann Leon nicht einfach so hinnehmen. Er möchte verstehen, warum Viola vor ihm davonläuft und so eine Panik vor einer Beziehung zu haben scheint.
Ich lag hier mit meiner Vermutung absolut richtig, dass „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ sehr in die Tiefe geht und einen auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt. Das Buch liest sich definitiv nicht mal so locker-leicht weg und lässt einen denken, hach, was für eine süße Geschichte. Nein. Als süß und nett für zwischendurch kann man diesen Roman nicht bezeichnen. Er ist sehr tiefgründig und komplex, er ist ehrlich und authentisch, er überrascht einen, regt zum Nachdenken an und beschäftigt einen noch lange nach dem Lesen. Zumindest bei mir war es so. Ich musste das Gelesene erst einmal ein bisschen sacken lassen, ehe ich mich an diese Rezension setzen konnte. Ich glaube, „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ ist so ein Buch, bei welchem einem erst nach dem Beenden und drüber nachdenken so richtig bewusst wird, was für ein wundervolles Werk es ist. Und das Beeindruckendste: Es handelt sich hier um ein Debüt. Da hoffe ich wirklich sehr, dass wir von Maike Voß noch so einiges zu lesen bekommen werden. In ihr schlummert ein großes Schreibtalent.
Was ich als allererstes loben möchte, ist der Schreibstil. Er ist bildhaft, intensiv, flüssig und liest sich super angenehm. Da gibt es von mir einen ganz weit nach oben gerichteten Daumen! :D
Ebenfalls ganz begeistert war ich von dem Setting. Das Buch spielt in Hamburg und da ich selbst aus dieser Ecke komme und diese wundervolle Stadt sehr gut kenne, gab es für mich hier beim Lesen ständig diese Momente, in denen ich dachte, hey, wie cool, diesen Hamburger Stadtteil oder diese Straße kennst du doch! Ich liebe das ja, wenn in Büchern Orte genannt werden, die man selbst aus dem Real Life kennt.
Womit mich Maike Voß nicht komplett begeistern konnte, waren die beiden Protagonisten. Bei Viola habe ich ein bisschen gebraucht, ehe sie mir sympathisch war. Je mehr man allerdings über sie und ihre Vergangenheit erfährt, desto besser kann man ihr Handeln und ihr Verhalten gegenüber Leon verstehen und nachvollziehen. Leon und Viola lieben sich, das wird sofort deutlich. Dennoch stößt Viola Leon von sich und möchte ihn aus ihrem Leben löschen. Mir tat Leon da so leid. In diesem Moment hatte ich eine ziemliche Wut auf Viola, dass sie ihm das antut. Leon ist ein so lieber und netter Kerl, ihn habe ich sofort in mein Herz geschlossen.
Als Leser erfahren wir schließlich noch, warum Viola so gehandelt und solche Ängste vor einer Beziehung hat. Ich habe da richtig mit ihr mitgefühlt. Das Buch ist definitiv kein Gute-Laune-Buch. Ich habe es stellenweise als sehr bedrückend und ernst empfunden und konnte es auch nicht an einem Stück lesen. Aber tolle Lesestunden hat es mir natürlich dennoch beschert. :D
Große klasse fand ich auch, dass wir das Buch im Wechsel aus der Sicht von Viola und Leon erfahren. Wir erhalten von beiden einen sehr tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und da kann ich einfach nur sagen, dass Maile Voß hier etwas wirklich Eindrucksvolles gelungen ist. Mich haben die Gedankenspiele von Viola und Leon richtig fasziniert und sehr berührt.
„So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ ist alles andere als eine normale Liebesgeschichte. Wenn ihr Lust habt, mal etwas anderes zu lesen, etwas, was abseits des Mainstreams ist und dass euch beim Lesen richtig mitnimmt, dann kann ich euch das Buch wirklich nur ans Herz legen. Und alle, die meine Hamburgliebe teilen, werden hier auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen, was die „Hey, das kennst du doch!“ - Momente beim Lesen angeht. ;)
Obwohl ich wirklich begeistert von dem Buch bin, werde ich hier dennoch „nur“ 4 Sterne vergeben. Ja, ich weiß, dass kommt jetzt vermutlich ziemlich überraschend, nachdem ich das Buch so gelobt habe. Die genaue Begründung dafür fällt mir leider auch etwas schwer. Mir hat hier, trotz der so vielen positiven Punkte meinerseits, dennoch etwas gefehlt. Mir ist stellenweise ein bisschen zu wenig passiert. Es passt auf jeden Fall zur Geschichte, nur haben sich mir manche Abschnitte dennoch einfach ein klein bisschen zu sehr gezogen. Das ist aber auch nur meine Meinung, da wird bestimmt jeder anders empfinden. Für volle 5 Sterne hat es mir jedenfalls leider insgesamt dann doch nicht gereicht. Von mir erhält „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ natürlich trotzdem eine absolute Leseempfehlung und sehr, wirklich sehr gute 4 Sterne. Dieses Debüt ist wirklich eindrucksvoll und die Story ist so real, authentisch, emotional und berührend.
Fazit: Ein wundervoller Debütroman, welcher mich zutiefst beeindrucken konnte. „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ (ich liebe ja diesen Titel!) erzählt eine alles andere als typische Liebesgeschichte. Trotz kleiner Längen, die ich empfunden habe, konnte mich die Handlung richtig fesseln. Mich hat die Geschichte von Viola und Leon sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Sie hat mich wütend gemacht und mitfühlen lassen. Ganz begeistert bin ich von dem Setting, ich liebe Hamburg! :D Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!
EUR 14,90 € [DE], EUR 15,40 € [A] Originalausgabe, 304 Seiten, ISBN 978-3-423-79043-7 28. Februar 2019
Klappentext
Viola und Leon sind beste Freunde – bis sie nach einem gemeinsamen Konzertbesuch die Nacht miteinander verbringen. Für Leon ist dies die Erfüllung all dessen, was er sich heimlich ersehnt hat. Doch Viola packt die Panik, dass sie wie früher wieder nur auf jemanden hereingefallen sein könnte. Am Morgen verlässt sie deshalb ohne Nachricht Leons Wohnung. Doch Leon kann und will Violas Verschwinden nicht so einfach hinnehmen und versucht herauszufinden, warum sie vor ihm wegläuft.
Zur Autorin
Maike Voß wurde 1995 in Hamburg geboren und hat dort an der Technischen Kunstschule studiert. London ist ihre gewählte zweite Heimat, wo sie auch ihren Debütroman So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt zu schreiben begann. Als gebürtige Hamburgerin besitzt sie natürlich eine Dauerkarte für die Spiele des SV Werder Bremen und ist bei jedem Heimspiel dabei. An ihren Reisen, ob durch Städte oder Bücher, lässt sie neugierige Leute über ihren Instagram-Account (maikevoss_) gerne teilhaben.
Erster Satz
Es ist Ende Februar. Meine Meinung
Ich bin durch den sehr außergewöhnlichen Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Dieses Buch ist in dem neuen Verlag bold erschienen, der zum dtv gehört.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir aufgrund des flüssigen Schreibstils leicht gefallen, auffällig ist bei diesem Roman auch der eindringliche intensive Schreibstil, der mir gut gefallen hat.
Es wechselt in den Kapitel immer zwischen Sie und Er, so dass man auch die Sichtweise von beiden Hauptcharakteren erfährt.
Zu den Charakteren muss ich aber sagen, dass sie mir zu blass geblieben sind, vor allem Viola. Ich fand sie auch nicht sonderlich sympathisch und ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen konnte ich so gar nicht nachvollziehen.
Man sollte hier auch keinen locker flockigen Liebesroman erwarten, es ist schon etwas tiefgründiger und befasst sich auch damit, wie man mit gewissen Erfahrungen und Lebenssituationen umgeht und ggf. auch falsche Schlüsse zieht.
Alles in allem kann ich hier eine Leseempfehlung aussprechen. Der intensive Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, aber ich denke, für die Geschichte an sich sind die Hauptprotagonisten und ich als Leserin vom Alter her zu weit auseinander. Ich konnte mich mit Viola nicht wirklich anfreunden, konnte ihre Verhaltensweisen teilweise wirklich nicht nachvollziehen.
Meinung: Als mir der Titel des Buches ins Auge sprang und ich das Cover sah, war es um mich geschehen. Der Titel ist einfach nur unglaublich gut und passt wie die Faust aus Auge.
Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, war ich auch schon mitten drin im Geschehen und wenn man als Leser die ersten Seiten liest, wundert man sich erst mal. Da es mit etwas wundervollem beginnt, was in einem anderem Buch durchaus das Happy End hätte sein können. Interessant eine Geschichte quasi mit einem Happy End zu beginnen, wodurch man als Leser nur noch neugieriger wird.
Viola und Leon sind seit über einem Jahr beste Freunde, weshalb ja eigentlich nichts dabei sein sollte, wenn Viola nach einer Feier die Nacht in seiner Wohnung verbringt. Beide fühlen sich schon länger zueinander hingezogen, doch gesagt hat bisher noch keiner von beiden was, zu groß war die Angst die Freundschaft zu verlieren. Das ändert sich jedoch in diese Nacht … sie gestehen sich gegenseitig ihre Liebe und lassen sich in dieser magischen Nacht aufeinander ein.
Doch kaum hat Leon am nächsten Morgen die Augen aufgeschlagen, stellt er schnell fest das Viola nicht neben ihm liegt. Sie ist weg, ohne ein Wort, ohne irgendeine Erklärung und sie hat sogar ihre Nummer gelöscht.
An diesem Punkt ist man als Leser genauso ratlos wie Leon. Warum hat nach dieser wundervollen Nacht das weite gesucht …, was sind ihre Beweggründe, etwas aufzugeben was hätte so gut sein können.
Es war mir unmöglich mich dem Sog der Geschichte zu entziehen, Seite um Seite hat es die Autorin geschafft mich zu fesseln, was unter anderem auch an ihrem wunderbaren Schreibstil liegt.
Wer hier einen typischen, locker flockigen Liebesroman erwarten wird enttäuscht. Hier geht es um so viel mehr. Hier geht es um Erfahrungen, die man im Leben macht und wie diese einen beeinflussen. Mir tat es im Herzen weh, zwei so wunderbaren Menschen, so leiden zu sehen.
Ich möchte zum restlichen Inhalt und den Geschehnissen nichts mehr sagen. Hier wäre jedes weiter Wort einfach zu viel, man muss die Geschichte und vor allem Viola und Leon selbst erleben, um zu verstehen, wer sie sind und warum sie so handeln.
Fazit: Ich möchte an der dieser Stelle der Autorin Danken für diese emotionale Geschichte rund um Viola und Leon und ihren Mut die Geschichte auf diese Weise enden zu lassen … oder ist es der beginn? Das muss jeder für sich entscheiden. Mich hat es überrascht und selbst nach einigen Tagen, lässt mich diese Geschichte nicht los.
Ich habe mir bei dem Buch gedacht: Ich nehme es mal mit und bestimmt ist es eine ganz süße Geschichte, da lasse ich mich mal ein bisschen berieseln. Tja, von wegen! Hier steckt viel viel mehr drin, eine tiefgründige Liebesgeschichte, die nicht auf eine kitschige, vorhersehbare Romanze hinausläuft (kitschig ist es hier wenig bis gar nicht), sondern mit zwei sehr Komplexen Hauptfiguren sehr viel Tiefgang schafft und mich vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Viola und Leon haben Probleme und Ängste, die selten in Büchern auftauchen, aber gerade deswegen ist "So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt" so wichtig! Ich habe mich an mancher Stelle auch selbst erkannt, konnte mich deswegen mit ihnen identifizieren und bekam einen guten Zugang zu ihnen. Auch dass hier die Gedanken deutlich dargestellt, nicht runtergebrochen, sondern zu Ende gebracht werden, hat mir gut gefallen.
Eine kleine Schwäche habe ich nur darin anzumerken, dass es eine Weile gebraucht hat, mich mit Viola anzufreunden, aber das hat sich gelegt, je mehr ich über sie erfahren habe. Ich glaube im echten Leben würde ich mich nicht mit ihr anfreunden, aber ich konnte sie einfach verstehen und dass ist hier ganz wichtig. Eine andere bestand darin, dass es für Viola ganz am Anfang so einfach ist, sich aus Leons Leben zu "löschen"... Im ersten Moment fand ich es etwas schwierig, doch wenn wir mal ehrlich sind, ist das gar nicht mal weit hergeholt. Leider ist es sogar sehr real, gerade als ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten habe (der ich das Buch natürlich gleich weitergegeben habe). Ihr kam es sogar sehr bekannt vor.
Abschließend kann ich jedem raten, zu diesem Buch zu greifen und sich selbst davon überzeugen zu lassen. Ich war beeindruckt und freue mich auf mehr :)
Das Buch hat mich allein wegen dem Titel angesprochen. Laut Klappentext vermutet man eine süße Teenie Romanze, was lockeres für zwischendurch... Aber damit lag ich komplett falsch, dieser Debütroman hat es in sich! Es ist für den Leser (oder Hörer) ein Gefühlschaos vom feinsten und teilweise nix für schwache Nerven. Die Geschichte von Vio und Leon hat mich sehr berührt. Durch die abwechselnden Sichten lernt man beide Charaktere im Laufe der Geschichte gut kennen und kann deren Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen, da hat Maike Voß einen super Job geleistet! Ein halber Stern wird abgezogen, weil ab etwa 3/4 des Buches, zu viel auf die Drama Tube gedrückt wurde. Das war leider für mich persönlich zu viel des Guten, aber trotzdem war es eine tolle Geschichte und hat Spaß gemacht beim zuhören!
Auf der einen Seite liebe ich diese Geschichte einfach. Sie hat sehr viel in mir ausgelöst, hat mich berührt und ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Auf der anderen Seite will ich Leon einfach so gerne in den Arm nehmen und ich hasse, was mit ihm passiert und wie sehr er leidet. Trotz allem kann ich Viola aber nicht einfach wegstoßen, denn ihr Hintergrund ist ergreifend und hat einfach alles erklärt. Es ist eine kleine Hassliebe, aber im guten Sinne!
Leon ist schon lange in seine beste Freundin Viola verliebt - dass nach einem gemeinsamem Konzertbesuch mehr daraus wird und sie die Nacht bei und mit ihm verbringt, ist für den ersten Moment das Beste, was ihm hätte passieren können. Doch am nächsten Morgen verschwindet Viola, distanziert sich, macht dicht. Wird, was zwischen ihnen vorgefallen ist, ihre Freundschaft zerstören? Oder gibt es vielleicht noch Hoffnung, dass sie wieder zueinanderfinden, vielleicht sogar als Paar?
Was mich neugierig gemacht hat:
Zum einen gefällt mir das Konzept des neuen Verlagsimprints sehr gut, sodass ich gleich einige der ersten Titel unbedingt lesen und rezensieren wollte. Speziell bei diesem Buch war es die Freundschaftsthematik, die mich neugierig gemacht hat: Ich war gespannt, wie die Autorin die Beziehung zwischen Leon und Viola ausgestaltet hat und wohin sie die Freundschaft-vs.-Liebesbeziehung-Frage führen würde.
Wie es mir gefallen hat:
Dieses Buch habe ich nach dem Lesen erst mal ein wenig nachwirken lassen, bevor ich mich an diese Rezension gesetzt habe. Hier eine Bewertung vorzunehmen, selbst eine subjektive, finde ich außergewöhnlich schwierig. Beim Lesen war ich gleichermaßen gebannt und ... irgendwie enttäuscht. Ich werde versuchen, das im Folgenden deutlich zu machen.
Die Art, wie die Geschichte erzählt wird, hat mich insgesamt beeindruckt. Sie hat eine melancholische Atmosphäre und übt einen ganz eigenen Sog auf einen aus. Es gibt eine leichte Tendenz zum Poetischen, der Stil hat etwas Rauschartiges, Schweres, aber auch Träumerisches. Im Wechsel erhalten wir Einblicke in Leons und Violas Gedanken. Der Klappentext war für mich hier etwas irreführend, da ich davon ausgegangen war, dass es vor allem um Leons Suche nach Viola und nach Antworten geht (was nur teilweise der Fall ist).
Ich finde grundsätzlich Charaktere spannend, die nicht unbedingt Sympathieträger sind, und sowohl Leon als auch und vor allem Viola hatten da in meinen Augen, was ihre Anlagen und Entwicklungen angeht, viel Potenzial. Was mich gestört hat, sind allerdings die vielen krassen Erfahrungen (unterschiedlicher Abstufungen), die beide gemacht haben und im Laufe des Buches machen; gerade mit der Enthüllung am Ende war es einfach ein bisschen zu viel Drama (wobei ich die Art, wie das Ende vermittelt wird, dennoch sehr raffiniert fand). Hinzu kommen die Zufälle - an dieser Stelle möchte ich nichts vorwegnehmen, aber so viel sei gesagt: Alles passt genauso, dass Leon immer jemanden kennt, der mit Violas Vergangenheit zu tun hat oder ihn in der Gegenwart wieder zu ihr führt. Die Nebencharaktere erschienen mir daher oft als Mittel zum Zweck. Natürlich gibt es auch den obligatorischen schwulen besten Freund (an und für sich nichts dagegen, aber diese Rolle wird einfach sehr häufig so besetzt, um möglichst noch etwas Diverses zur Zufriedenheit aller einzubringen).
Was mich geärgert bzw. traurig gestimmt hat, ist die Darstellung von Freundschaft. Es wird zwar erzählt, dass Leon und Viola eine besondere Verbindung haben, viel Zeit zusammen verbringen usw., doch sie kamen mir wie Fremde vor. Zum Teil ist das sicher dem Verlauf der Geschichte geschuldet, da ja hier zunächst eine Entfernung stattfindet, doch sie haben sich einander kaum anvertraut, haben nicht verstanden, wie der andere denkt, was ihn wirklich bewegt, ... Dieser Punkt ist nur eingeschränkt eine Kritik an diesem Buch, denn er steht und fällt mit der Frage, was wahre Freundschaft eigentlich ist und wie sie heute gelebt wird. Mag sein, dass Leons und Violas Beispiel da (leider) nur allzu realistisch ist. Trotzdem hätte ich ein etwas hoffnungsvolleres Bild gewünscht; nach meinen eigenen Vorstellungen hätte ich die beiden nicht als Freunde, geschweige denn beste Freunde bezeichnet.
Passagenweise werden die Gedankenkarusselle von Leon und Viola sehr ausgereizt. Nach meiner Einschätzung hätten sie sich auch etwas weniger drehen dürfen. Die innere Entwicklung steht ganz klar im Vordergrund der Geschichte, und darauf muss man sich einlassen. Obwohl ich einiges negativ empfunden habe, hat das Buch mich auf besondere Weise gefesselt, aufgerüttelt und sehr nachdenklich gestimmt - und solche Bücher empfinde ich, unabhängig von konkreten Umsetzungspunkten, als eine Bereicherung, für mich persönlich und auch im Blick auf den Buchmarkt.
(Für wen) Lohnt es sich?
Ich bin mir unsicher, wem ich dieses Buch empfehlen würde. Ich glaube, es trifft den Zeitgeist der Generation Y in einigen Punkten sehr gut, aber gleichzeitig vermittelt es Botschaften und Vorstellungen von Freundschaften und Beziehungen, die sicher nicht jeder vertreten möchte. Ich fasse es mal so zusammen: Für kritische LeserInnen ab ca. 16 Jahren, die Geschichten mögen, in denen der Schwerpunkt nicht auf einer romantischen Handlung, sondern mehr auf dem Innenleben der Figuren liegt, könnte „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt" etwas sein.
In einem Satz:
„So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt" ist authentisch, auf jeden Fall keine 0-8-15-Geschichte und bietet ein interessantes Leseerlebnis, hat aber auch den einen oder anderen Schwachpunkt und hinterlässt einen recht schalen Nachgeschmack.
I liked this book mainly because it could very well be a written down real story. It's completely out of my usual genres so I won't go into a lot of details, but I found the characters well developed, the writing style extraordinarily pleasing and the book structure easy to follow. Can recommend.
Ich könnte euch nicht mal genau sagen worum es in dem Buch geht weil es einfach ein einziges Chaos ist. Das Buch hatte unfassbar viel Potential leider wurde es nicht ansatzweise ausgeschöpft.
Inhalt Viola und Leon sind beste Freunde, bis sie eine gemeinsame Nacht miteinander verbringen. Nach dieser Nacht verlässt Viola Leons Wohnung, gepackt von der Panik wieder nur auf jemanden hereingefallen zu sein. Leon kann Violas Verschwinden nicht verstehen und will sie nicht aufgeben. Er versucht herauszufinden, warum sie vor ihm wegläuft. Er muss sie unbedingt wiederfinden., doch Viola scheint vom Erdboden verschluckt.
Meine Meinung Das Cover des Buches ist traumhaft schön, mehr kann ich dazu kaum sagen. Es passt einfach hervorragen zur Geschichte und zum Titel.
Die Hauptcharaktere des Buches sind Viola und Leon. Viola habe ich als einen sehr impulsiven und wechselhaften Menschen kennengelernt. Oft konnte ich ihr verhalten nicht nachvollziehen, bis sich das ganze nach und nach aufgelöst hat. Leon hingegen war mir von Beginn an sympathisch.
Der Schreibstil von Maike Voß hat mir sehr gut gefallen. Dieser Roman ist so feinfühlig, ehrlich und wortgewaltig. Jedes einzelne Detail in diesem Roman ist glaubwürdig und erwischt einen mit einer erschreckenden Intensität. Dieses Buch hat mich komplett gefesselt und mitgenommen. Teilweise habe ich beim Lesen gezittert, so sehr haben mich die Emotionen getroffen. Ich habe jeden Funken Schmerz gespürt und teilweise hat mich dieses Buch so wütend gemacht, weil mir bewusst geworden ist wie grauenhaft das Handeln mancher Menschen heutzutage doch ist. Doch das Debüt von Maike Voß steckt nicht nur voller Emotionen, sondern ist auch beeindruckend poetisch und tiefgründig. Ich habe mir beim Lesen so viele Stellen mit Post-it’s markiert wie seit langem bei keinem anderen Buch mehr. Sehr lobenswert sind auch die Sichtwechsel. Sie haben mir ermöglicht tief in das Innere der beiden Hauptcharaktere zu blicken. Komplett fertig gemacht hat mich das Ende dieses Buches. Das hätte ich niemals erwartet. Dennoch fand ich einfach großartig und gelungen wie die Autorin das Buch enden ließ.
Fazit „So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt“ ist ein feinfühliger und wortgewaltiger Debütroman, dessen Emotionen mich mit unglaublicher Intensität getroffen haben. Ganz klare Leseempfehlung!
Ich habe mir bei dem Buch gedacht: Ich nehme es mal mit und bestimmt ist es eine ganz süße Geschichte, da lasse ich mich mal ein bisschen berieseln. Tja, von wegen! Hier steckt viel viel mehr drin, eine tiefgründige Liebesgeschichte, die nicht auf eine kitschige, vorhersehbare Romanze hinausläuft (kitschig ist es hier wenig bis gar nicht), sondern mit zwei sehr Komplexen Hauptfiguren sehr viel Tiefgang schafft und mich vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Viola und Leon haben Probleme und Ängste, die selten in Büchern auftauchen, aber gerade deswegen ist "So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt" so wichtig! Ich habe mich an mancher Stelle auch selbst erkannt, konnte mich deswegen mit ihnen identifizieren und bekam einen guten Zugang zu ihnen. Auch dass hier die Gedanken deutlich dargestellt, nicht runtergebrochen, sondern zu Ende gebracht werden, hat mir gut gefallen.
Eine kleine Schwäche habe ich nur darin anzumerken, dass es eine Weile gebraucht hat, mich mit Viola anzufreunden, aber das hat sich gelegt, je mehr ich über sie erfahren habe. Ich glaube im echten Leben würde ich mich nicht mit ihr anfreunden, aber ich konnte sie einfach verstehen und dass ist hier ganz wichtig. Eine andere bestand darin, dass es für Viola ganz am Anfang so einfach ist, sich aus Leons Leben zu "löschen"... Im ersten Moment fand ich es etwas schwierig, doch wenn wir mal ehrlich sind, ist das gar nicht mal weit hergeholt. Leider ist es sogar sehr real, gerade als ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten habe (der ich das Buch natürlich gleich weitergegeben habe). Ihr kam es sogar sehr bekannt vor.
Abschließend kann ich jedem raten, zu diesem Buch zu greifen und sich selbst davon überzeugen zu lassen. Ich war beeindruckt und freue mich auf mehr :)
Ich weiß bei dem Buch überhaupt nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch passt von vorne bis hinten zusammen, das Cover ist nachdenklich und zurückhaltend, der Titel regt zum Hinterfragen an und die Geschichte fügt sich in diese Details.
Viola und Leon sind die Protas von "So sieht es also aus, wenn ein Glühwürmchen stirbt" und ich habe beide so gut verstanden und konnte für beide Sympathien entwickeln. Für Leon eher, weil er mir so leid tat und ich wie er wissen wollte, warum Viola am Anfang vor ihm davonläuft, doch als mit Violas Hintergrund offenbart wurde, konnte ich mich gegen das Mitgefühl ihr gegenüber nicht wehren. Beide passen so perfekt zusammen und sind es doch aus ganz entschiedenen Gründen nicht und das bricht mir das Herz.
Vieles im Buch spielt sich allein in den Köpfen der Figuren ab und das mögen einige bemängeln, ich jedoch fand es sehr gut getroffen. Denn sein wir doch mal ganz ehrlich zu uns, spielt sich doch wirklich vieles im Kopf ab, wo durch Missverständnisse entstehen und Geheimnisse. Hier wird damit gespielt und herzbrecherisch darauf eingegangen und wie ich finde sehr gelungen.
Am Ende liegt mir das Buch schwer auf dem Herzen, aber ich finde das nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Oft lege ich ein Buch weg und vergesse es mit der Zeit ein wenig, doch das wird hier nicht passieren. Man muss sich jedoch darauf einlassen können, denn wer hier eine süße Lovestory erwartet, sollte sich auf viel Chaos gefasst machen.
Viola und Leon sind zwei sehr starke Hauptfiguren. Vor allem Leon wächst einem einfach ans Herz und genauso sehr leidet man mit ihm mit. Mit Viola musste ich ein bisschen warm werden, aber gerade durch ihre Hintergrundgeschichte hat sie mich sehr berührt und ich konnte vor allem verstehen, warum sie so ist, wie sie ist. Ich glaube ich verrate besser nicht zu viel, denn eines ist sicher: Man sollte es selber lesen und sich davon einnehmen lassen. Eine typische Lovestory gibt es nicht, dafür einen Blick in zwei sehr unterschiedliche Menschen mit viel Tiefgang, wo ich mich an der ein oder anderen Stelle selber entdeckt habe. Ich konnte mich in die Figuren hineinversetzen, die Geschichte wirkt sehr echt auf mich und ich habe das Buch, obwohl ich sonst sehr langsam lese, innerhalb von ein paar Tagen beendet. Absolut zu empfehlen! PS. Dass das ein Debüt ist, habe ich hinterher noch in Erfahrung gebracht. Vor diesem Hintergrund macht das Buch noch mehr Eindruck auf mich. Weiter so!!!
Der Schreibstil hat mich in seinen Bann gezogen, so wunderbar lyrisch und teilweise fast philosopisch. Leider wurde ich mit der Protagonistin Viola überhaupt nicht warm. Ihre Entscheidungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, auch wenn ihre Geschichte absolut erschreckend ist. Leon ust mir dagegen sehr ans Herz gewachsen, auch Finn und Luke fand ich gut geschrieben. Ich fand das Buch trotz den für mich zu vielen Dramen absolut echt in Bezug darauf, wie Beziehungen heutzutage mit Anfang zwanzig oft gestaltet werden. Es ist nicht einfach, aber für die Liebe zu kämpfen lohnt sich. Vielleicht war mit Viola darum nicht so sympathisch, weil sie nicht kämpft...Das Ende fand ich dann eher erschreckend. Meiner Meinung nach eine Liebesgeschichte, die vor allem durch den schönen Schreibstil punktet.
Auf der einen Seite liebe ich diese Geschichte einfach. Sie hat sehr viel in mir ausgelöst, hat mich berührt und ich habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Auf der anderen Seite will ich Leon einfach so gerne in den Arm nehmen und ich hasse, was mit ihm passiert und wie sehr er leidet. Trotz allem kann ich Viola aber nicht einfach wegstoßen, denn ihr Hintergrund ist ergreifend und hat einfach alles erklärt. Es ist eine kleine Hassliebe, aber im guten Sinne!