Warum gibt es Fake News? Und warum fallen viele auf sie herein? Weil der Mensch leider nicht so rational ist, wie er sich selbst gern sieht. Das Phänomen ist dabei alles andere als neu. Neu ist nur das Ausmaß, das mit der Funktionslogik der sozialen Netzwerke zu tun hat. Inhalte werden vorschnell geteilt, weil man zu einer Gruppe gehören möchte oder weil sie ganz einfach zu dem passen, was wir ohnehin schon glauben. Die Autoren des Bandes bieten Lösungsmöglichkeiten an, wie man aus dieser Falle entkommen kann.
Kleines, deprimierendes Buch zum Thema Falschinformationen und Fake News, das jetzt in Pandemiezeiten schon irgendwie veraltet rüberkommt, wenn es behauptet, in Deutschland wäre es noch nicht ganz so schlimm mit dem Teilen von falschen Infos und den Bubbles.
Tja, beispielgesättigt und flott geschrieben, aber irgendwie auch ohne wiedererkennbar eigenem Beitrag. Ich könnte jetzt nicht sagen, welche These dieses Buch von anderen abhebt. Und ich tue mich mittlerweile mit Büchern schwer, die einen bias nach dem anderen durchgehen. Es gibt sowohl den negativity bias als auch den optimism bias, dieser wirkt hier, dort aber jener usw. usf. – ich komm da nicht mehr mit.
Sollte jeder lesen, der ohne darüber nachzudenken, seine Informationen/Artikel teilt. Es wird gerade jetzt sehr viel Unwahrheit oder irreführende Informationen geteilt.
Romy Jaster untersucht in „Die Wahrheit schafft sich ab. Wie Fake News Politik machen“, wie sich die Verbreitung von Fehlinformationen auf politische Entscheidungsprozesse auswirkt und welche Verantwortung Bürger und Institutionen dabei tragen. Meiner Einschätzung nach hängt die Wirkung von Fake News entscheidend vom Verständnis der Rezipienten ab: Solange Bürger politische Botschaften oder diplomatische Mitteilungen nicht korrekt einordnen können, öffnen sie der Desinformation Tür und Tor. Jaster liefert in diesem Zusammenhang eindrücklich das Argument, dass der Kampf gegen Fake News nicht allein über Technik oder Medienkontrolle geführt werden kann, sondern vor allem in der Stärkung von Bildung, Medienkompetenz und politischem Urteilsvermögen liegt. Philosophisch zugespitzt ließe sich daran erinnern, was Lenin einst formulierte: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ In einer Welt, in der Informationen zunehmend manipulierbar und Wirklichkeit fragmentiert ist, gilt dies nicht nur für Institutionen, sondern auch für die individuelle Urteilsbildung. Bildung, kritische Reflexion und die Fähigkeit, Quellen zu prüfen, werden so zu den wichtigsten Kontrollinstanzen – und zu einem Schlüssel, um das fragile Gefüge von Wahrheit und Vertrauen in der Gesellschaft zu bewahren.
- A perfect basic reading for the topic - In connection with my seminar "Postfaktisch (post factual)" there were some papers that we had to read during the semester. In order to be allowed to participate at all, one had to complete a test based on this small book and another work. In retrospect, I'm not surprised why this work was chosen, it forms the perfect foundation for everything else. The papers to be read were often complex socio-philosophical theories and accordingly complex. I appreciated this book because I was able to look up basic concepts and specific vocabulary there. Using simple and contemporary examples, it was possible to understand the social phenomena in an excellent way. Of course, a lot of details and aspects are missing, but that's understandable, since this is only intended to give a slight insight. The basic thesis of this book is the simplest for me too (even if I would have liked to expand it from the current point of view, de facto it is not sufficient), which is why I put it in my oral final exam as the most suitable.
I can recommend this book to anyone who would like to familiarize themselves with the subject matter.