2032 findet ein Krisenreferendum der Megapolis Rhein-Ruhr statt. Thema ist die Sanierung der Rheinuferslums, in denen katastrophale Zustände herrschen. In einem ehemaligen Bergwerk in Bochum ist eine "Subville" entstanden, ursprünglich ein Komplex von unterirdischen Industrieanlagen. Die Arbeiter werden wie Sklaven gehalten, die nie das Licht der Sonne erblicken. Ihre Nachkommen sind durch Giftstoffe, verseuchtes Wasser und Strahlungen degeneriert. Verbrecherfürsten beherrschen die unterirdische Schattengesellschaft unbarmherzig mit eigenen Gesetzen.
Man will deshalb in einer Abstimmung die Subville zu einer "Toten Zone" erklären.
Sina Anders warnt davor, dass dies weitreichende Folgen für die gesamte Megapolis haben wird. Investigative Nachforschungen haben gezeigt, dass in der Subville grausame Experimente stattfinden, die sämtliches Leben verändern werden, wenn nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird.
Sie findet kein Gehör – und gerät in den Sog einer ungeheuerlichen Verschwörung …
Der Roman handelt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der das Rhein-Ruhr-Gebiet zu einer Megalopolis verschmolzen ist, mit allen Schattenseiten wie riesigen Slums entlang des Rheinufers, organisierter Kriminalität und einem Heer neuzeitlicher Sklaven, die unter anderem in einer unterirdischen „Subville“ schuften und dahinvegetieren.
Die Medizinerin Sina Anders arbeitet für eine Hilfsorganisation und erhält durch die Vermittlung ihres Ex-Mannes, eines hochrangigen Managers, die Möglichkeit, eine Erkundung der „Subville“ durchzuführen. Doch zum Schrecken ihres Partners Kiran kehrt sie völlig verändert zurück und verschwindet schließlich, nachdem eine medizinische Untersuchung Erschreckendes zutage gebracht hat.
Gleichzeitig organisieren unbekannte Geldgeber die Sanierung der Rheinufer-Slums, in deren Folge es ebenfalls zu einer seltsamen Wesensänderung der Bewohner kommt. Kiran und Sinas Kollege Konrad kommen einer Verschwörung auf die Spur, die in ihrem Ausmaß alles bis dahin Vorstellbare übertrifft.
Kiran wird bei seinen Aufklärungsversuchen an Orte geführt, gegen die die Höllen von Dantes „Inferno“ wie Abenteuerspielplätze erscheinen. Manchmal gibt der Autor den Beschreibungen exotisch-gruseliger Schauplätze – wie etwa einem von mutierten Bakterien verseuchten Stadtviertel – etwas zuviel Raum, was der Qualität des Romans jedoch kaum Abbruch tut. Die Handlung bleibt bis zur letzten Seite spannend und die geschilderten gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen erscheinen so unwahrscheinlich nicht.
Aus meiner Sicht kann Iwoleits Roman mit ambitionierten Werken der aktuellen angloamerikanischen SF-Literatur durchaus mithalten, was das überschaubare Publikumsinteresse um so bedauerlicher erscheinen lässt. Allerdings deckt sich dieses Phänomen mit meiner persönlichen Erfahrung, dass Science Fiction jenseits des Trivialen beim hiesigen Genrepublikum generell ein Akzeptanzproblem hat.
O viziune intunecata a unui viitor bolnav, culminand intr-o apocalipsa ca un orgasm nesatisfacator. Si o scriitura exacta, rece. Si personaje la fel de defecte ca lumea in care mor. Ati ghicit, n-o sa recitesc cartea asta niciodata. Dar nu-mi pare rau ca am citit-o... :)