Finns Leben läuft aus dem Ruder. Ein neuer Nachbar, eine neue Schülerin und ein Geheimnis, das sich wie ein Schatten über die Kleinstadt legt. Entführungen und Drohungen übers Internet, Intrigen, Familie, Freundschaften und ein Teenager, dem der Sarkasmus schon aus den Ohren quillt. Und alle warten auf eine Nachricht. Eine Nachricht vom Hasen.
Colin Hadler wurde 2001 in Graz geboren. Schon ab dem Alter von zwölf Jahren spielte er in Schauspielhäusern Theater. Sein erster Roman erschien 2019. Hadler schreibt Drehbücher, Gedichte und Romane. Noch in seiner eigenen Schulzeit tourte er durch andere Gemeinden und Bundesländer, um Jugendliche wieder zum Lesen zu bringen. Hadler lebt momentan in Wien und studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.
Hinterm Hasen lauert er, war ein schöner Jugendroman der Spaß gemacht hat. Ich habe ihn recht schnell durchgelesen und wurde auch nicht enttäuscht! Eine schöne, mysteriöse und durchdachte Geschichte, welche aber meiner Meinung nach doch schnell vorhersehbar war. Was das Buch aber nicht zwingend schlechter macht (zumal muss man dazusagen das ich mich in diesem Gebiet durch mein Studium sehr gut auskenne.) Es gab bestimmt einiges an Potenzial was nicht ausgeschöpft wurde, aber es ist ein schönes Buch für Zwischendurch und lässt sich super flüssig lesen. Wer auf eine Mischung aus Coming of Age und Mystery steht, wird hier auf seine Kosten kommen!
Colin Hadler ist noch nicht einmal volljährig und hat schon sein erstes Buch veröffentlicht, was drei Reaktionen nahe legt: Neid (Warum er und nicht ich?), Kritik (Der ist doch noch viel zu jung!) oder Stolz auf eine Generation, die sich langsam aber sicher auf dem Buchmarkt präsent wird. Während es junge Autoren normalerweise nur durch entsprechende Popularität bis zur Veröffentlichung schaffen (wenn nicht sogar der Vorschlag zum Buch erst vom Verlag kommt), ist das bei Hadler nicht der Fall, denn hinter seinem Debüt "Hinterm Hasen lautert er" steckt vor allem harte Arbeit aber auch ein Quäntchen Glück.
An den Hauptcharakter des Buches, Finn, muss man sich trotzdem erstmal gewöhnen - vielleicht auch weil er "jugendlicher" ist als die meisten Jugendlichen, die man in Büchern findet und damit viel näher an den Leuten dran, denen man im "wahren" Leben begegnet. Sein Erzählstil ist unterhaltsam, manchmal ein bisschen übertrieben und durch und durch so, wie man es von einem Jungen seines Alters erwarten würden. Da Klappentext und Cover noch nicht all zu viel verraten geht der Leser eher unbedarft an die Geschichte heran und wird so mit jedem Kapitel aufs Neue überrascht, den aus dem harmlosen Jugendroman wird ein richtiger Krimi.
Sprachlich ist der Roman dabei sehr abwechslungsreich, was wohl auch darin begründet liegt dass Finn zwischen Jugendsprache, sarkastischen Bemerkungen und tiefgründigeren Überlegungen hin- und herspringt. Vor allem der Spannungsaufbau der Geschichte ist sehr geschickt gemacht und bannt den Leser so bis zum Schluss. (Wenn man es erstmal über die ersten paar Kapitel hinaus geschafft hat.)
Das wichtigste Element des Romans jedoch sind die Themen, die angesprochen werden, denn Cyberbullying und Konsorten sind präsenter als man glaubt und werden dafür viel zu selten in der Jugendliteratur thematisiert. Gerade deswegen wäre es wichtig, dass viele Jugendliche mit diesem Buch in Kontakt kommen - und die Schule würde dazu einen guten Rahmen bieten.
Insgesamt ist "Hinterm Hasen lautert er" mehr als nur ein Buch von einem 17-Jährigen und auch mehr als nur eine spannende Kriminalgeschichte. Vielmehr ist es ein Spiegel unserer Zeit und zeigt, was für Gefahren entstehen können wenn wir selbst nicht aktiv werden. Deswegen eine absolute Empfehlung an alle geneigten Leser und (schon allein aus Solidarität mit meiner Generation) volle 5 Sterne.
Von ,,Hinterm Hasen lauert er“ von Colin Hadler habe ich viel positives gehört und nahm an, dass es ein Buch nach meinem Geschmack sein wird.
Obwohl ich über das Buch informiert war und den Klappentext gelesen habe, wusste ich nicht wohin die Reise mich führt.
Ich habe mich gefreut als ich das Buch in den Händen hielt und anfangen konnte zu lesen.
Die Geschichte beginnt ruhig, so ruhig wie das Leben von Finn. Dann beginnt die Spannung und es geschieht etwas in Finns Leben.
Der Erzählstil gefällt mir sehr gut. Die Geschichte hat mich schnell in den Bann gezogen. Zu dem Hauptprotagonisten Finn baute ich gleich eine Bindung auf. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Der Autor baut einen starken Spannungsbogen auf, der Leser wird gefordert und fiebert mit.
Die Geschichte hat mich gepackt und Emotionen beim Lesen ausgelöst. Ich fieberte mit, einmal kam mir fast eine Träne und ich habe viel gelacht, besonders der Abschluss hat mich gekonnt unterhalten.
In der Geschichte entwickelt sich eine kleine Romanze fürs Herz, die ich genau richtig unterteilt und aufgebaut finde. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Leser hat Platz für seine eigenen Gedanken.
Während des Lesens hatte ich eine Assoziation zum großen Werk ,,Das Schweigen der Lämmer“ und bin beeindruckt.
Fazit
Colin Hadler hat mich mit seinem Debüt begeistert, zum Lachen gebracht sowie traurige Emotionen hervorgerufen.
Das Buch ist spannend, ein bisschen traurig und schließt mit einem großen Grinsen im Gesicht ab.
Ich habe mich unterhalten gefühlt und das Buch in mein Herz geschlossen. Ich zähle es zu eins meiner Jahreshighlights.
Wie zu Anfang erwähnt, lag ich richtig. Das Buch traf genau meinen Geschmack.
Ich. Habe. Keine. Ahnung. Wie. Ich. Dieses. Buch. Bewerten. Soll! So gings mir bei "Wenn das Feuer ausgeht" auch irgendwie schon. Und ich schwanke halt wirklich zwischen 2 und 5 Sternen haha. Irgendwie haben Colin Hadlers Bücher so irgendwas, was ich richtig gut finde. Aber man könnte halt auch noch an vielen Stellen ausbessern. Außerdem *Möglicherweise Spoiler* wusste ich ziemlich schnell, wer jetzt der Täter war, da es einfach sehr offensichtlich war. Nur das mit Elias war dann halt noch neu und eben das (wenn auch schnelle) Ende mit dem Feuer. Woher auch immer das jetzt wirklich kam...*Spoiler Ende* Hach, ich weiß nicht. Es war an manchen Stellen einfach zu wenig beschrieben, manche belanglosen Dinge wurden aber auch zu lang ausgeschlachtet. Außerdem fand ich die vielen verschiedenen Charaktere einfach nur verwirrend und nicht mal sonderlich spannungsaufbauend oder notwendig, man hätte getrost Teile weglassen können. Aber wie gesagt: Die Art, wie Colin Hadler an seine Geschichten rangeht, und auch die philosophischen Aspekte, die er zwischendrin einbringt, finde ich mega toll. Naja, ihr werdet ja sehen, für welche Sternenzahl ich mich dann entschieden habe... Oh, und ich entschuldige mich für eventuelle Rechtschreibfehler, ich wollte das Buch unbedingt noch beenden, deshalb bin ich langsam müde und nicht mehr voll konzentriert (:
Also zuerst muss ich sagen: Ich war nicht von Anfang an überzeugt. Der Schreibstil ist experimentell und passt sich nicht dem Mainstream an, was erfrischend sein kann manchmal aber auch einfach nur anstrengend ist. Der Humor des Hauptcharakters zwar ebenfalls gewöhnungsbedürftig, aber hat etwas an sich. Bezüglich Lektorat sind mir einige wenige Übereinstimmungsfehler aufgefallen, nicht weiter schlimm, aber was schon ein bisschen weh getan hat, war das “Alptraum” auf Seite 111. Da blutet mein Germanistik-Herz dann schon ein bisschen :) Was den Plot angeht: Für mich war das Ende absolut nicht vorhersagbar, ich wurde, anders wie andere Leser*innen hier anscheinend, durchaus überrascht. Was mit einem komediantischen Mystery-Roman anfängt, mündet in einen tiefgründigen Krimi/Thriller, der zum Nachdenken anregt. Ich war unter anderem auch sehr begeistert von den teilweise poetischen Passagen. Für mein Gefühl ist das Buch zum Ende hin immer besser und, wie bereits erwähnt, tiefgründiger geworden. Tatsächlich wollte ich schon länger etwas von Colin Hadler lesen, nachdem ich letztes Jahr von “Ancora” gehört habe. Nun ist mir eben “Hinterm Hasen lauert er” in der Schulbibliothek untergekommen und da habe ich mir gedacht, das muss ich einfach lesen. Eines kann ich jedoch sagen, ich bereue es definitiv nicht, dieses Buch aufgehoben zu haben. Ich habe etwas mehr als einen Tag gebraucht um es auszulesen (was auch daran liegen könnte, dass ich krank bin) und es ist irgendwie einfach schön, Werke von jungen Autor*innen lesen. Ich werde auf jeden Fall schauen, dass ich einen weiteren Roman von Colin Hadler in die Hände bekomme. Alles in allem echt ein gutes Debüt. Bis dahin, ciao, over and out!