Wu wei - das bedeutet aus dem inneren Zentrum handeln, im Einklang mit dem Fluss des Lebens sein, im Hier und Jetzt leben. Für den modernen Menschen mit seinem hektischen Alltag und dem Stress im Beruf scheint das ein unerreichbares Ziel. Doch die chinesischen Weisen haben einen einfachen und ungeheuer praxisorientierten Weg entwickelt, das Leben in seiner ganzen Vielfalt anzunehmen und zu genießen. Wenn Sie ihm folgen, wird Sie nichts mehr aus der Bahn werfen.
Wer je in seinem Leben eine tiefgreifende Existenzkrise durchgemacht hat, erinnert sich vielleicht: Die Wende zum Besseren trat genau in jener Phase ein, da man aufgehört hatte zu kämpfen. Aufhören mit sinnlosem Kämpfen, leben im Augenblick, sich nach dem Fluss des Lebens richten – das bedeutet wu wei. Wörtlich übersetzt heißt es etwa "Nichtstun", "Nichthandeln". Damit wird keinesfalls gesagt, man solle träge, entschlusslos oder lässig sein, sondern wu wei bedeutet, wir sollten in unseren Entscheidungen nicht gegen unsere innere Autorität, eben das Tao, handeln. Wu wei ist die Kunst, zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun. Dieses Buch gibt eine Einführung in die praktische Anwendung der Lebensphilosophie des Tao.
Während des Lesens durchströmte mich dieselbe Energie, wie bei Eckhart Tolle's ''Jetzt''. Hier die wichtigsten Botschaften des Buches in meiner Auffassung:
- Wir haben die Fähigkeit verloren, etwas um uns zu betrachten, ohne dass wir unsere Gedanken dazwischenschalten.
- Was wir für Wirklichkeit halten, sind nur Bruchteile der Realität, weil wir konstant am Denken sind. Unsere Wirklichkeit ist demnach meistens einfach nur eine Interpretation der Realität mit Hilfe von Gedanken. Gedanken entstehen wiederum aus dem Vergleichen mit Erinnerungen und sind folglich ein Konstrukt der Vergangenheit. -> Bedeutet: Wir sind nicht richtig präsent.
Doch was befindet sich hinter dieser verschleierten Wand aus Gedanken? Das Tao, der Fluss des Lebens, das Jetzt bzw. die Unendlichkeit.
- Sollte man also einfach versuchen 'das Denken' auszuschalten? Nein, denn das wäre gleichfalls ein Denkprozess. Die Lösung liegt darin, ganz einfach zu beobachten, ohne zu beurteilen und zu analysieren, sich leer zu machen und unvoreingenommen zu sein. Natürlich einfacher gesagt als getan, es braucht Übung.
''Kreativität und Inspiration gedeihen auf dem Nährboden der Stille und Leere.''
Interessant en ook wel inspirerend, met name het stuk over het in het nu leven (onze gedachtes gaan vrijwel altijd over het verleden of de toekomst, wanneer zijn we nou echt bezig met het heden en onze zintuigelijke waarnemingen die daarbij horen?). Aan het eind haakte ik toch een beetje af, teveel herhaling naar mijn mening denk ik.
Das ist das erste Buch, das ich zum Taoismus gelesen habe. Für mich war es kurzweilig und verständlich, soweit die Lebensweise des Taoismus dem Verstand zugänglich ist. Die Umsetzung des achtsamen Beobachtens in die Praxis, frei von allen Bindungen und ohne gedanklich-bewertenden Filter, wie der Autor es immer wieder wiederholt, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wer sehr dem rationalen, wissenschaftlichen Denken anhängt, dürfte sich mit dem Inhalt auch schwer tun, denn der Autor wiederholt immer wieder, dass man "nur" ganz in der Gegenwart präsent sein und aufhören solle, alles zu zerdenken, sondern stattdessen darauf vertrauen, dass das Tao es schon richten wird.
Das Buch bietet für einen Anfänger des Taoismus sehr einfache praxisnahe Erklärungen und Hinweise für ein Leben im Tao. Für die volle Wirkweise des Tao nennt der Autor zwei Voraussetzungen, die simpel aber doch schwierig sind: Die Formel für ein sorglose und gelassene Lebensweise ist das Leben im Augenblick also im Hier und Jetzt ohne seine Gedanken in die Vergangenheit und gar in die Zukunft schweifen zu lassen. Wir befassen uns tagtäglich oftmals unbemerkt mit verschiedensten Gedanken, statt uns mit unseren Sinnen dem aktuellen Geschehen zu widmen. Zur Erlangung der inneren Freiheit ist das Befreien von jeglichen Gebundenheiten - sei es materieller oder ideeller Art, von entscheidender Bedeutung.
Este livro é certamente um de meus favoritos até hoje. O único problema é que o autor parece acreditar já estar no fim do desenvolvimento espiritual; ele nega a capacidade de se tornar um imortal, atingir o Nirvana/Moksha/Gnose/Henose. Assim acaba promovendo visões céticas demais, que vão a direção oposta do caminho correto. Se não fosse por isto eu não hesitaria em dar uma nota 5, e iria tão longe quanto dizer que este é um dos melhores livros já feitos. Por conta de seus erros um tanto perigosos, só posso dar uma nota 4 e colocar entre meus favoritos, sem exaltar mais do que isso.