Klaus Bringmann führt den Leser von den kleinsten Anfängen Roms zu dessen frühen außenpolitischen Auseinandersetzungen, der Krise der Republik, der Entstehung des Kaiserreiches, seinen organisatorischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und religiösen Problemen bis hin zu den Reformversuchen der Spätantike. Er schildert die Christianisierung, die Völkerwanderung, den Zusammenbruch des Westens und die östlichen Restaurationsbestrebungen. Ein Ausblick auf das fortlebende Erbe Roms beschließt diesen leicht und verständlich geschriebenen Ünerblick.
Klaus Bringmann ist wohl einer der belesensten Historiker auf diesem Gebiet, das zeigt schon sein Schriftenverzeichnis. Das wird dem Büchlein leider etwas zum Verhängnis, als er sich in Details verliert. Die groben Linien eines Themenfeldes zu zeichnen, dafür ist die Beck-Wissen-Reihe prädestiniert. Die Sätze, die diesem Ziel dienen, muss man leider zu häufig suchen. Stattdessen sind einige Stellen so mit Namen überfrachtet, dass das konkrete geschichtliche Ereignis zwangsläufig in den Hintergrund tritt. Lesenswert ist es dennoch.
Gute Zusammenfassung Klaus Bringmann fasst die Geschichte des römischen Reiches gut strukturiert zusammen. Allerdings liest man dieses Buch nicht schnell weg. Wenn man wirklich den Inhalt beibehalten will, sollte man sich Notizen machen, da sehr viele Namen, Länder und Zahlen auftauchen. Eine Zeittafel und Karten erleichtern es dem Leser die Geschehnisse zeitlich und geografisch einzugliedern.