Gestrandet weitab ihrer Heimat, hineingestoßen in einen unerklärlichen Konflikt und ohne zu wissen, wer Freund oder Feind die Odyssee der Crew des Polizeikreuzers Scythe strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Als eine alte Nemesis aus dem Verborgenen tritt, das äonenalte Werk einer rätselhaften Zivilisation zu scheitern droht und ein ehrgeiziger Anführer eine neue Machtbasis zu etablieren trachtet, müssen sich die Menschen auf der Scythe Rückkehr in die Heimat oder ein Schicksal im Exil?
Dirk Andreas van den Boom is a German political scientist, science fiction writer and translator. He Professor Political Sciences at the University of Münster, Germany since 2012.
He published both reference books in the field of political science and SF books.
Wieder ein spannendes Ende, allerdings ganz anders als von mir erwartet. Für mich etwas durcheinander am Ende. Aber die 3 Muscheln sind wieder mit dabei :-D
Mit diesem Roman beendete Dirk van den Boom den Zyklus um die Reise der Scythe mit einem actionhaltigen, ideenreichen Inhalt, dessen Temperatur sich deutlich gegen seine beiden Vorgänger abhebt. Waren die ersten beiden Teile der Trilogie noch ruhig, mit einem steigenden Tempo beseelt, so wurden in diesem Band sämtliche Fesseln gelöst. Es erscheinen neue Gegner, neue Bündnisse werden geschmiedet, der Grund für den ganzen Plot wird enthüllt und die losen Fäden werden zu einem befriedigenden Ende zusammengeknüpft, wobei immer noch große Überraschungen enthüllt werden. So wird endlich die Geschichte des Schwerverbrechers, Joaquim Gracen, erzählt, hinter dem der Polizeikreuzer Scythe unter dem Kommando von Lyma Apostol, die ganze Zeit her war. Es zeigt sich, dass der Genetiker Gracen verantwortlich für das Erscheinen und die Gefangennahme durch die Sphäre war, die Geschichte zersplittert in diesem Band jedoch von der utopischen Kriminalgeschichte des ersten Bandes der Trilogie zu einer Space Action Opera der ganz großen Art. Es geht um Paralleluniversen, Zeitreisen, künstliche Intelligenzen, Alienzivilisationen und dem Ende der lokalen Galaxiengruppe, zu der auch die Milchstraße gehört. Die Rettungsaktion der An'saa wird durch die Machenschaften von Gracen sabotiert, nur die geniale Astrophysikerin Elissi kann diesen Teil des Universums retten. Im Prinzip bestreiten die Menschen diesmal das Zentrum des Geschehens, die anderen Völker rücken ein wenig in den Hintergrund, vor allem die, die eh nur angerissen wurden. Diese Trilogie von Dirk van den Boom hat mir besser gefallen, als seine "Die Welten der Skiir", obwohl mich dieser Abschlußband nicht voll befriedigen konnte, das Happy End sorgte für mich zu einem Punktabzug, auch die Tatsache, dass mir ein philosophischer Unterbau gefehlt hat, aber das hat der Autor m.E. auch gar nicht beabsichtigt, denn der Fokus lag hier eindeutig in der Unterhaltung, und das hat er meisterhaft umgesetzt. Auch in dieser Trilogie zeigte Dirk van den Boom wiederholt, dass er in Deutschland als der Meister der Space Opera gilt und ich sehe im Augenblick niemanden, der ihm dies bestreiten kann...
Der Aufbau dieses Abschlussbandes der “Skythe”-Trilogie hat mich etwas verblüfft: es wird nämlich schon ziemlich bald im Buch erklärt, was es mit der Reise der Scythe eigentlich auf sich hat, wozu der “Sonnenherr” dient und was der Plan der An’Sa ist. Dieser Plan atmet kosmische Größe, soll er doch den Untergang der lokalen Gruppe abwenden. Was folgt ist dann vor allem die Auseinandersetzung mit dem Schwerverbrecher Gracen und der Versuch, die defekte Maschine der An’Sa zu reparieren, oder besser ausgedrückt: den Sonnenherren zu heilen. Dies ist notwendig, damit der Plan der An’Sa funktionieren kann und für diese Heilung wird Elissi benötigt zu deren Geschichte wir auch noch Interessantes erfahren (da gibt es so einen “Ich bin dein Vater!” Moment für die arme Elissi). Die Auseinandersetzung verblüfft dann auch, denn sie findet in verschiedenen Paralleluniversen statt, die handelnden Figuren werden immer wieder in spezielle Situationen geworfen, in denen der Kampf und die Heilung metaphorisch stattfinden. Den Konflikt in den verschiedenen Universen fand ich auf die Dauer etwas ermüdend, aber natürlich liest sich dies bei Dirk van den Boom spannend und unterhaltsam. Am Ende ist alles aufgeklärt und zu einem befriedigenden Abschluss gebracht und sogar für Gracen gibt es eine Lösung, zumindest für eine der insgesamt acht Inkarnationen in denen er in diesem Buch auftaucht.
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