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Kinderfrei statt kinderlos: Ein Manifest

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Kinderfrei leben heißt, gegen soziale Erwartungen zu rebellieren – und ist deshalb auch eine feministische Entscheidung. Frauen, die sich gegen Nachwuchs entscheiden, sind die mutigen Vorreiterinnen einer Bewegung, die an Zuspruch gewinnen muss, wenn unser vom westlichen Lebensstil maßlos ausgebeuteter Planet noch länger bewohnbar und lebenswert bleiben soll. Verena Brunschweiger begibt sich als Soziologin und Philosophin, aber vor allem als feministische und ökologische Aktivistin mitten hinein in die Tabuzone unseres gesellschaftlichen Konsenses, der sich ein Lebensglück ohne Kinder nur schwer vorstellen kann. Sie setzt sich kritisch mit dem pronatalistischen Dogma auseinander, das Politik, Kultur und Alltag durchdringt und sich in die Tiefenschichten unseres Denkens, Fühlens und Wünschens eingeschrieben hat. Sie zeigt, wer von diesem Konsens profitiert, und dass er nicht für Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft sorgen wird. Ihr Deutschland braucht eine echte Frauenpolitik, keine unreflektierte pronatalistische Bevölkerungspolitik!

152 pages, Kindle Edition

Published March 6, 2019

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Verena Brunschweiger

7 books7 followers

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Community Reviews

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16 (24%)
1 star
9 (13%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Melanie.
70 reviews33 followers
March 23, 2019
Die Inhalte dieses Buches wären hochinteressant gewesen, wenn sie nicht von Hohn, Zynismus und Wut der Autorin verdrängt worden wären. Kein Kapitel das sachlich sein Thema ausbreitet. Auf jeder Seite macht sich die Autorin Luft und boykottiert damit ihr eigenes Anliegen. Es fällt sehr schwer jemanden ernst zu nehmen, der dermaßen radikal fragwürdige Positionen vertritt. Als Quelle für Postulate darf dann auch mal eine Frauenzeitschrift oder die bloße Erinnerung herhalten.
Am meisten schockiert hat mich ihre Ansicht über Abtreibung und darüber, ab wann der Mensch zum Menschen wird.
Ich habe mich bewusst und ohne Reue für ein Leben ohne Kinder entschieden und konnte dem Buch trotzdem nichts abgewinnen. Auch der darin vertretene Feminismus stößt mich eher ab. Mit Freiheit hat das wenig zu tun. Die Autorin scheint viel mehr abhängig zu sein, von ihren persönlichen negativen Erlebnissen und dem Zwang das eigene Geschlecht in einem fortdauernden Kampf zu verteidigen. Schade um das titelgebende Thema des Buches. Das hätte eine sachliche und analytische Stellungnahme verdient.
Profile Image for Sabine .
116 reviews17 followers
March 21, 2019
Ein z.Zt. hochdiskutiertes Buch..... erstaunlicherweise nicht so platt, wie ich es erwartet hatte. Die Autorin hat auch für mich als 3fach Mutter sehr nachvollziehbare Gedanken und Ansätze zum Thema Fortpflanzung bzw. die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft. Gefühlt leben wir da tatsächlich immer noch im Mittelalter und über den Umweltgedanken dabei macht sich wahrscheinlich kaum jemand ebensolche.
Allerdings hat sich Frau Brunschweiger beim Schreiben dieses Buches mitunter zu sehr von ihrem eigenen Ärger/Hass auf Helikoptereltern(häuser) im engeren Wohnumfeld leiten lassen, sodass die Sachlichkeit des Buches bisweilen verlorengeht, was eine entsprechende Empörungswelle vieler Eltern in den Medien in Gang gesetzt hat. Schade drum, weil das eigentliche Anliegen der Autorin dabei völlig verpufft.
Profile Image for Seitenmusik.
474 reviews24 followers
May 17, 2026
„Kinderfrei leben heißt, gegen soziale Erwartungen zu rebellieren“ (S. 32)
Mit "Kinderfrei statt kinderlos. Ein Manifest" legt Verena Brunschweiger einen bewusst provokanten, gesellschaftskritischen Essay vor, erschienen 2019 im Büchner Verlag. Das Buch positioniert sich klar im Spannungsfeld von Feminismus, Antinatalismus und Ökologie und stellt die Frage, warum Mutterschaft in westlichen Gesellschaften weiterhin als Norm gilt.

Zum Inhalt

Im Zentrum steht die These, dass Kinderfreiheit nicht Defizit, sondern bewusste politische und feministische Entscheidung ist. Brunschweiger kritisiert pronatalistische Strukturen, die Frauen stark über ihre Reproduktionsfähigkeit definieren, und verbindet dies mit ökologischen Argumenten rund um Ressourcenverbrauch und Klimafolgen. „Der Status der Frau ist nach wie vor eng mit ihrer Rolle als Mutter verknüpft“ (S. 32) – ein Satz, der den Grundton des Buches gut auf den Punkt bringt.

Meine Meinung

Beim Lesen entsteht für mich ein ambivalentes Bild. Einerseits ist da die berechtigte und wichtige Beobachtung, dass sich viele kinderfreie Frauen nach wie vor rechtfertigen müssen und gesellschaftlich unter Druck stehen. Auch die Analyse von Alltagsnormen, Erwartungshaltungen und kultureller Unsichtbarkeit dieses Lebensentwurfs hat Substanz.

Andererseits kippt das Buch immer wieder in eine rhetorische Härte, die Differenzierung verliert. Besonders dort, wo individuelle Lebensentscheidungen gegeneinander gestellt werden, entsteht ein Eindruck von Gegnerschaft statt von struktureller Kritik. An vielen Stellen werden Aussagen eher radikal und vielleicht auch bewusst zugespitzt. Obwohl ich selbst mich dazu entschieden habe "kinderfrei" zu bleiben und mich oft darüber ärgere, dass das in der Gesellschaft noch immer als wenig(er) angebracht gesehen wird, fand ich den Ton im Buch stellenweise too much. Und das obwohl ich bei vielen Argumentationen mitgehen konnte.

Gleichzeitig finden sich aber auch starke analytische Momente, etwa wenn soziale Normierung, Arbeitsmarktmechanismen oder kulturelle Mutterbilder dekonstruiert werden. Diese Teile haben mich noch länger beschäftigt, weil sie über persönliche Polemik hinausgehen und gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen.

Fazit

Am Ende bleibt ein Buch, das eher als Intervention funktioniert denn als ausgewogene Analyse. Es fordert Widerspruch heraus und genau darin liegt seine Wirkung. Ein provokantes, bewusst einseitig zugespitztes Manifest über Kinderfreiheit und gesellschaftliche Normen.
Für Leser:innen, die Debatten mögen und Reibung nicht scheuen. Weniger geeignet für alle, die differenzierte Grautöne erwarten. Hängen bleibt bei mir vor allem: die Frage nach (Wahl-)Freiheit, Selbstbestimmung und nach der Art, wie wir darüber sprechen.
62 reviews
May 19, 2022
Trotz vieler teils höchst (und partiell auch begründeter) negativer Kritiken schon wert gelesen zu werden!
Insgesamt besticht Frau Brunschweiger in diesem Buch durch deutliche (und zumeist auch sehr subjektiv geprägt präsentierte) Ausformulierungen ohne tabuisierte Themen auszusparen und thematisiert einige höchst relevante und ebenso bedenkenswerte Aspekte der Mutter- bzw. Nichtmutterschaft.
Nichtsdestotrotz vermittelt sie die Argumente und ihre eigenen Gedanken zu den verschiedenen Themen über das gesamte Buch hinweg auf eine oft ziemlich Überzeugung erzwingende Art und Weise, die teilweise (einige völlig überflüssigen rhetorischen Fragen seien hier als Beispiel genannt) durchaus unangebracht wirkt und durch neutralere, weniger subjektive Darstellungen für den Leser viel ansprechender sein könnte.
Die Manifestschrift am Ende des Buches überzeugt durch prägnante und kohärente (Kohärenz ist im Hauptteil des Buches manchmal schwer zu finden, da viele Themen oft relativ schnell hinter- bzw. miteinander "abgearbeitet" werden.) Argumentation und ist sowohl inhaltlich als auch der Sprache willen bereichernd.
Profile Image for Ina.
27 reviews2 followers
May 17, 2026
Die Autorin ist komplett unfähig, nuanciert zu argumentieren und kann und will mögliche Beweggründe Anderer nicht nachvollziehen. Alleine das ständige unsinnige Argument, dass Menschen es doch bitte in ihrer Entscheidung für oder gegen Kinder miteinbeziehen mögen, dass diese katastrophal für die Unwelt seien!?! Ich würde es niemals von einer Person erwarten, ein derart großes persönliche Opfer "zum Wohle der Menschheit" zu bringen, die Autorin stellt es aber als bloße Ignoranz und Egoismus hin, in dieser Welt trotzdem noch Kinder zu bekommen.
Sie spielt außerdem ständig Feminismus und Mutterschaft gegeneinander aus, als wären die zwei inkompatibel, zeigt keinerlei Politikkompetenz und ist außerdem eine SWERF, da habe ich dann auch aufgehört zu lesen.

Schade, in dem Thema steckt viel drin, aber für eine kompetente Aufarbeitung bräuchte es eine gänzlich andere Art Autorin.
Profile Image for Uta .
83 reviews2 followers
March 17, 2019
Man soll ja auch mal über den Tellerrand gucken und andere Perspektiven einnehmen. Daher habe ich das Buch von Verena Brunschweiger gelesen. Denn die Autorin vertritt darin die Position, dass mensch besser keine Kinder bekommen sollte.

https://vereinbarkeitsblog.de/rezensi...
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