Ihr erstes Abenteuer führt das Justifiers-Team auf einen neuen Planeten – wo es zur Katastrophe kommt. Ein Justifier nach dem anderen verschwindet auf mysteriöse Weise. Sind es intelligente Aliens, die ihnen so feindlich gesinnt sind, oder verbirgt sich hinter den Angriffen eine noch schrecklichere Wahrheit?
Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in Heidelberg.
Nach Collector war ich sehr überzeugt, dass dt. Autoren, die eigentlich in der Fantasy zuhause sind, auch gute SciFi-Romane schreiben können. Collector hat mich so mitgerissen und so eine weite, tolle Welt eröffnet.
Auf einer dieser Welten spielt nun Christoph Hardebuschs "Missing in Action". (Ich will es ständig "Missing Action" nennen, aber das hat es nicht verdient.) Wer wieder große Weltraumerkundungen und neue Völker erwartet, wird (wie ich ein wenig) enttäuscht. Abgesehen vom sehr rasanten und ereignisreichen Beginn sitzen die Charaktere auf einem unbesiedelten Planeten fest. Es ist quasi eine klassische Schiffsbruchgeschichte mit ein paar roten Pflanzen und Querelen im Team, da die Justifiers noch jede Menge Zivilisten und einen Konzernmanager dabei haben. Konzernpolitik spielt eh eine wichtige Rolle, Betas kommen auch wieder vor, die Collies wurden glaube ich ein einziges Mal erwähnt ... mir hat also hier und da etwas gefehlt. Es ist sicher nicht leicht, sich ein eigenes Eckchen in einer Welt zu nehmen, die jemand anderes ausgefeilt hat, aber Hardebusch hat sich wirklich nur ein winziges Eckchen genommen und lässt die gesamte Handlung auf dem Planeten spielen, dessen Namen ich vergessen habe. Dort kommen Flora und Fauna dann sogar etwas zu kurz. Sehr schade. Es war ein kurzweiliges, angenehmes Lesevergnügen, aus dem man wesentlich mehr hätte machen können.
Abgerundet wird das Buch durch eine Kurzgeschichte (?) von Markus Heitz. Oder ist es nur eine Leseprobe? Ich will auf jeden Fall wissen, wo es damit weitergeht!
Ein Abenteuerroman, es passiert echt viel, permanente Action. Ich könnte mir die Story eigentlich viel besser als Action-Film mit Vin Diesel in der Hauptrolle vorstellen, statt eines Buches. Von einigen Ausnahmen abgesehen, könnte das ganze auch auf der Erde spielen. Die Chancen, die sich ergeben, wenn ein Buch auf einem fremden Planeten spielt, wurden nicht genutzt. Am Anfang gibt es ein bißchen viele Charaktere und es fällt schwer, den Überblick zu behalten und manche sind doch schon arg klischeehaft, z.B. der Manager.
Insgesamt gesehen nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut (2 1/2 Sterne). Zum Vergleich: "Die Trolle" fand ich wesentlich besser.