Das Buch würde zurecht in den Medien stark thematisiert. Zunächst ist das Schöne an diesem Buch, dass es stilistisch sehr gut geschrieben ist. Man mag mit den Thesen - die ohne nähere Prüfung der Quellen zumindest sehr überzeugend dargestellt sind - widersprechen, aber einfach macht der Autor es einem nicht. Er zeigt auf angenehme Art und Weise, dass die bisherige Betrachtung von Stauffenberg zu Romantisierend war. In der späteren historischen Betrachtung hat man die Motive mit der eigenen Wertung überfrachtet. Das ändert nichts daran, dass man Stauffenberg als Person mit Faszination betrachten kann. Es bedeutet bloß leider, dass die Beendigung des Holocausts und die Rettung der Leben von Unschuldigen nicht das prägende oder überhaupt ein Motiv für sein Handeln war.