Was wäre, wenn Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte? Eine erschütternde Dystopie im nationalsozialistischen Großgermanischen Reich von 2048 - und eine junge Frau zwischen Reichstreue, Widerstand und dem Beginn einer großen Liebe!
Als Angestellte des Propagandaministeriums müssen Lisa und ihre Kollegen ein spektakuläres musikalisches Rahmenprogramm für die Olympischen Spiele auf die Beine stellen. Der Druck ist groß, denn die Diktatur will auch abseits der Sportwettkämpfe glänzen. Bei ihrer Suche nach geeigneten Kandidaten trifft Lisa auf den begabten Sänger Alex. Sie mag ihn auf Anhieb, obwohl er den Erwartungen ihrer Eltern nicht entspricht. Denn für die Tochter aus bestem Hause kommt nur ein Arier mit einwandfreiem Stammbaum infrage. Auch Alex fühlt sich zu ihr hingezogen. Aber er hasst das Reich und sympathisiert mit dem Widerstand. Als Lisa dafür sorgt, dass sein Duo in die engere Auswahl für das Rahmenprogramm der Spiele kommt, ahnt sie nicht, welche Kette von verheerenden Ereignissen sie damit auslöst...
Zitat (Pos. 382): „Keep your friends close, but your enemies closer“
Kennt ihr „The Man in the High Castle“? Wenn ja, dann könnt ihr bestimmt verstehen, dass mich der Klappentext von Zeitenwinter daran erinnert hat. Und da ich „The Man in the High Castle“ klasse finde, war für mich klar, Zeitenwinter muss ich auch unbedingt lesen.
Wir alle wissen, wie der zweite Weltkrieg ausging. Aber was wäre, wenn es anders gekommen wäre? Wenn Hitler damals den Krieg gewonnen hätte? Zugegeben, ich glaube, daran mag heute kaum einer denken. Die Autorin hat hier diese Gedanken mal gesponnen und daraus eine Geschichte geschrieben.
Der zweite Weltkrieg endete 1948 und die Handlung spielt 100 Jahre danach, also 2048. Hitler hat gewonnen, das Großgermanische Reich errichtet und hat fast ganz Europa unter seiner Macht. Berlin wurde in Germania umbenannt und die Geburtenkontrolle wurde eingeführt. In dieser Welt wuchsen Lisa und deren Freundin Ava auf.
Zitat (Pos. 1656): „Sind wir Götter, dass wir entscheiden, wer wie auszusehen hat, wer leben darf und wer nicht?“
Der Einstieg in das Buch gelang mir gut und der Schreibstil ließ sich - eigentlich - leicht lesen. Die Idee der Geschichte und der Plot gefielen mir gut, nur leider kam ich mit der Umsetzung nicht ganz klar.
Der Schreibstil ist einfach und leider auch etwas emotionslos. Das fand ich persönlich ziemlich schade, denn so kamen während des Lesens überhaupt keine Gefühle auf, die einem beim Lesen meistens aufsuchen, mitreißen und gemeinsam mit den Protagonisten mitfiebern lassen.
Leider fehlte mir persönlich auch die nötige Tiefe bei den Charakteren. Man erfährt kaum bis sehr wenig von ihnen, so dass mir der Bezug zu ihnen gefehlt hat. Hier hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht, vor allem bei Ava und Alex. So konnte ich mich nicht wirklich in die Charaktere hineinfühlen und sie blieben ziemlich blass und auch irgendwie lieblos. Aber auch die fehlenden Absätze machten das Lesen leider nicht leichter, sondern verwirrten mich immer wieder.
Fazit: Ein toller Plot und an sich ein gutes Buch, das mich persönlich sprachlich leider nicht erreichen konnte.
[Rezensionsexemplar] Was wäre, wenn der zweite Weltkrieg ein anderes Ende genommen hätte? Wie sähe unsere Welt heute aus? Genau diese, wie ich finde spannende, Frage stellt sich Daniela Franka in ihrem Roman "Zeitenwinter - Gefährliche Spiele". Doch leider konnte mich die Geschichte nicht so richtig begeistern. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen aber leider kommt wenig Gefühl über und auch die Protagonisten bleiben, meiner Meinung nach, ziemlich flach. Ich hatte nicht das Bedürfnis mit den Protagonisten mitfiebern zu wollen, mitleiden zu wollen, oder mich mit ihnen zu freuen, wie es sonst oft unf schnell der Fall ist. Doch die Grundidee der Geschichte gefällt mir gut. Die junge Lisa arbeitet beim Propagandaministerium und hat die Aufgabe ein einmaliges, musikalisches Rahmenprogramm für die Olympischen Spiele zu organisieren. Bei ihrer Suche nach einer Band trifft sie auf den Musiker Alex. Der allerdings hält nicht viel vom Regime und dessen Grundsätzen. Grundsätzlich handelt es sich bei "Zeitenwinter" um eine interessante Geschichte, die mich allerdings nicht zu einhundert Prozent abholen konnte.
Die Thematik finde ich sehr spannend, klingt ein wenig makaber, aber ich finde es auch erschütternd, nur die Vorstellung, leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich mitnehmen und überzeugen. Ich habe mir wahrscheinlich mehr erwartet. Es fängt schon bei dem Schreibstil an. Dieser wirkt sehr neutral und sachlich, obwohl zwischen Alex' und Lisas Perspektive hin und her gewechselt mit auktorialen Einschlägen, leider habe ich keine Beziehung zu den Beiden aufbauen können. Die Übergänge zwischen den beiden Perspektiven empfand ich als sehr unübersichtlich, ein kleines Zeichen hätte genügt, damit ersichtlicht wird, dass die Perspektive gewechselt wird. Lisa und Alex waren mir schon sympathisch, aber sie hatten kaum Tiefe. Der Leser erfährt kaum etwas von ihrer Vergangenheit, ihren familiären Hintergründen oder auch, was damals wirklich passiert ist?! Ein paar mehr Hintergrundinformationen, was sie wirklich alles in der Schule gelehrt bekommen oder noch mehr technologische Fortschritte. Auch mit dem Widerstand wurde sich nur sehr spärlich beschäftigt. Beide sind zudem sehr wankelmütig oder wirken zumindest so. Ich hätte mir realitätsnähere Charakterentwicklungen gewünscht. Die Geschichte wirkt einfach so unrund, flach und ich hätte mir mehr Beschreibungen und einen flüssigeren Schreibstil gewünscht. Die Handlung war in Ordnung, aber das ganze Hin und her war anstrengend und das Ende hat einen kleinen Cliffhänger, aber es muss schon einiges passieren, sodass es mir kein Herzrasen verpasst hat, sogar kaum Interesse geweckt hat den zweiten Band zu lesen. Die Liebesgeschichte zwischen Lisa und Alex ist ganz süß und habe ich gerne verfolgt und die Grundidee mag ich auch ganz gerne. Der Rest war mir leider zu flach und unrund. Ich werde wahrscheinlich nicht weiterlesen!
Als Angestellte des Propagandaministeriums müssen Lisa und ihre Kollegen ein spektakuläres musikalisches Rahmenprogramm für die Olympischen Spiele auf die Beine stellen. Der Druck ist groß, denn die Diktatur will auch abseits der Sportwettkämpfe glänzen. Bei ihrer Suche nach geeigneten Kandidaten trifft Lisa auf den begabten Sänger Alex. Sie mag ihn auf Anhieb, obwohl er den Erwartungen ihrer Eltern nicht entspricht. Denn für die Tochter aus bestem Hause kommt nur ein Arier mit einwandfreiem Stammbaum infrage. Auch Alex fühlt sich zu ihr hingezogen. Aber er hasst das Reich und sympathisiert mit dem Widerstand. Als Lisa dafür sorgt, dass sein Duo in die engere Auswahl für das Rahmenprogramm der Spiele kommt, ahnt sie nicht, welche Kette von verheerenden Ereignissen sie damit auslöst... Der Klappentext hat mir eine wirklich spannende und gut durchdachte Geschichte versprochen, aber… Ich hatte mit vielen Stellen im Buch einfach Probleme, darunter z.B. die Perspektiven, zum Teil musste ich raten „wen“ von den beiden Hauptfiguren ich gerade vor mir habe. Dann waren für mich die Stellen zum Teil zu schnell gewechselt, so dass ich Probleme hatte auch der ganzen Geschichte zu folgen. Die Figuren selbst, sind durch die Geschichte gewachsen und das empfand ich auch gut. Aber auch gefühlsmäßig hätte ich mir da einfach etwas mehr erwartet, wenn ich das mit einem historischen Roman vergleiche zu derselben Zeit circa, habe ich da deutlich mehr Emotionen.