Mieux qu'une fresque sociale au réalisme foudroyant, ce roman, par son rythme déluré, réinvente la solidarité, l'amitié qui se forge doucement, sans faux discours. Marie-Sabine Roger, romancière et nouvelliste, puise son inspiration dans les fractures de notre société. Avec tendresse, elle bannit tout angélisme. Elle dépoussière les formules, renouvelle les bons mots, et met en scène la grisaille en lui donnant du tonus, sorte de liberté poétique. (Martine Laval - Télérama du 8 septembre 2010 )
Après Bienvenue chez les Ch'tis, c'est au tour de Marie-Sabine Roger - La tête en friche, c'était elle - de nous proposer, avec Vivement l'avenir, sa vision du nord de la France. Au début, on peut être décontenancé par le langage de l'auteur, artificiellement argotique, jouant avec les onomatopées, et redouter l'avalanche de (trop) bons sentiments. Mais Marie-Sabine Roger a plutôt bien dosé tenresse et férocité - à la manière du récent Mammuth de Benoît Delépine et Gustave Kervern. Et il est difficile de ne pas s'attacher aux personnages, pittoresques et très réussis, de cette sympathique comédie douce-amère de crise. (Baptiste Liger - Lire, septembre 2010 )
Marie-Sabine Roger brosse un portrait plein d'espoir de quelques paumés de province. Et confirme tout son talent de conteuse... Marie-Sabine Roger, 52 ans, l'auteure de La Tête en friche (adapté au cinéma par Jean Becker) et de très nombreux livres pour enfants et ados, a un don pour trouver le ton juste. Rien ne sonne faux dans ce tableau plein d'humour de Français moyens, des dialogues désabusés des jeunes aux soumissions des adultes. Vivement l'avenir se situe dans un univers de terre grise, d'entrepôts, de pylônes et de lotissements. Mais c'est sa lumière qui capte le lecteur. (Marianne Payot - L'Express, août 2010 )
Ein nettes Buch für zwischendurch. Mir hat der Umgang mit Roswell nicht so gut gefallen, das Buch erweckt schnell den Eindruck, dass es in Ordnung ist, so mit ihm umzugehen, nur weil er nicht so ist wie alle anderen. Den Titel des Buches fand ich auch nicht ganz passend - Roswell zitiert zwar hin und wieder Gedichte, doch es ist mehr eine Freude über die kleinen Dinge, die ihn ausmachen. Trotzdem hat mir das Buch gefallen, ich muss es nicht unbedingt ein weiteres Mal lesen aber als Lektüre für Zwischendurch war es ganz in Ordnung.
"Dans les maternités, d'après moi, il n'y a que des princesses et des princes charmants, dans les petits berceaux en plastique. Pas un seul nouveau-né qui soit découragé, déçu, triste ou blasé. Pas un seul qui arrive en se disant: Plus tard je bosserai en usine pour un salaire de misère. J'aurai une vie de chiotte et ce sera super. Tra-la-lère."
Alex ist eine echte Weltenbummlerin und hat schon in allen möglichen Ländern Europas gelebt und gearbeitet. Wurzeln schlagen wollte sie nie, sie möchte sich weder an Orte noch an Menschen binden und hat auch nicht vor, in der Kleinstadt im Norden Frankreichs lange zu bleiben, in der sie gerade gelandet ist. Sie jobbt auf einer Hühnerfarm und wohnt bei einem ungleichen Ehepaar. Zum Haushalt der beiden gehört auch Gérard, der Bruder des Vermieters, der körperlich und geistig behindert ist und vor allem für Marlène nur eine lästige Verpflichtung zu sein scheint.
Alex hingegen findet bald einen Draht zu Gérard, der große Freude an Gedichten und Liedern hat, unternimmt mit ihm öfter kleine Ausflüge an den Fluss und trifft dort auf Cedric und seinen Zackenbarsch genannten Kumpel.
Die beiden sitzen häufig dort, trinken Bier, werfen Steine in den Fluss und tun sich selber leid. Cedric kann es seinem Vater nie recht machen, weil er seine Vorstellung von einem erfolgreichen Leben nicht teilt, und hat eine schmerzhafte Trennung hinter sich, die ihn ziemlich aus der Bahn geworfen hat.
Ich mochte die Geschichte über die androgyne, ziemlich autarke Alex, die hinter einer verschlossenen Fassade viel Einfühlungsvermögen besitzt und hier für einige Menschen zum Katalysator für Veränderungen in festgefahrenen Lebenssituationen wird. Dass man über Alex' eigenen Hintergrund eher wenig erfährt, hat mich gar nicht gestört, es passte sogar ganz gut zu ihrer Lebensweise.
"Der Poet der kleinen Dinge" ist eher modernes Märchen als realistischer Roman, aber wenn man das Buch unter dieser Prämisse liest, lässt sich durchaus hinnehmen, dass sich manches vielleicht ein bisschen zu gut ineinanderfügt. Ich könnte es mir auch gut als unterhaltsamen Film vorstellen.
Ein Buch der kleinen Dinge des Lebens, so echt, schnörkellos und schonungslos geschildert, wie es sie nur in der Realität geben kann. Und genau so sind auch die Charaktere. Ich würde sogar so weit gehen, dass die Charaktere die ganze Geschichte zu etwas Besonderem machen. Etwas Echtem.
Ich habe gesoffen, bis ich mich am liebsten selbst ausgekotzt hätte, gevögelt, bis alle Lust dahin war. Heute weiß ich, was mit mir los war: Ich hatte zu viel Leere in mir und zu wenig Leben.
Ich mag den Stil der Autorin, sie erfasst die Feinheiten des tagtäglichen Lebens in einer unkomplizierten Klarheit, die die Geschichte rund um den Poeten, die Probleme des Lebens und seine Schönheit wahr werden lässt. Erzählt aus der Sicht zweier Protagonisten, welche in ihrem Verhalten sehr zurückhaltend sind, als würden sie keine besondere Rolle spielen. Neben sich stehen. Alles in allem ein Buch, das mich einfach zum Lächeln gebracht hat, weil ich die kleinen Dinge des Lebens so sehr schätze. Ich mag die Weisheit, die in diesen Seiten steckt, und die Botschaft, die die Worte beinhalten.
eine tolle Geschichte von einem behinderten Jungen und einem Mödchen, das wie ein Junge aussieht. eine tiefere Freundschaft und eine Bekanntschaft mit zwei Männern. längst vergessene und weggestellt Träume werden thematisiert und der Wunsch nach Freiheit, der in jedem von uns steckt. schöne Literatur für Zwischendurch.
Urlaubslektüre, fängt ganz interessant an, es ist für mich aber sehr verwirrend aus welcher Perspektive gerade erzählt wird, da diese von Kapitel zu Kapitel wechselt. Ggf. hätte man da im Zuge des Kapitels schreiben können, wer der Erzähler ist. Das Ende ist zwar positiv, aber komplett unrealistisch.
Los libros de esta autora siempre me dejan con una sonrisa en los labios y paz en corazón, porque sus protagonistas consiguen ayudarse unos a otros y así salir adelante airosos.
Likte du Å telle duer, anbefaler jeg denne! En moderne roadmovie fra den franske landsbygda, skriver forlaget, og det er en god beskrivelse. Handler om Alex som (frivillig, uten verken oppfordring, betaling eller takk) tar seg av multihandikappede Roswell; gir ham omsorg, verdighet og kjærlighet - gir ham et liv, vennskap, lysglimt.
Marie-Sabine Roger skriver godt, og gjør boka leseverdig selv om (jeg synes) historien halter litt innimellom. Et par smakebiter: "På måten hun snakket på, var det lett å skjønne at den var gammel, idéen hennes. At den hadde hatt tid til å modnes på greina før den klasket i voksduken."
"Noen ganger har jeg en følelse av at livet mitt er en stor bygning der rommene ligger på rad og rekke. Jeg er på visitt. Jeg går framover og kan aldri snu og gå tilbake. Hver gang jeg åpner en dør, støter jeg på en ny innredning."
Extraordinaire! Je l'ai d'ailleurs déjà peu de temps après Cet auteur a l'art de mettre en scène de vrais losers mais qui d'une manière ou d'une autre finissent par s'en sortir. Plein de tendresse, et aussi d'humour