Ein merkwürdiger Anruf erreicht die drei ???. Eine Frau scheint sich in großen Schwierigkeiten zu befinden. Doch bevor die Detektive Näheres erfahren, unterbricht eine kratzige Stimme das Gespräch: "Hände hoch oder es knallt!" Als Justus, Peter und Bob kurz darauf auch noch ein Gemälde der jüngst verstorbenen und bekannten Künstlerin Caroline di Santo erben, ist ihre Verwirrung komplett. Was steckt hinter den geheimnisvollen Ereignissen? Eine spannende Suche beginnt...
Ein seltsamer Anruf bei Justus, Peter und Bob, der jäh unterbrochen wird. Ein Gemälde, welches die drei Detektive überraschenderweise erben. Und viele Rätsel. Klingt erst mal interessant. Ich habe das Hörspiel gehört, und das hat mich immerhin unterhalten. Wirklich plausibel wirkte die Geschichte allerdings nicht auf mich.
Tja, was soll man sagen? Ein typischer Sonnleitner halt: völlig überzogen, einfach irgendwas zusammengeschustert, was man halt grad so findet (ein sprechender Vogel, ein "Schlüsselprofil", ein total überzogen fieser "Agent"), selbstverständlich darf auch ein Rätseltext nicht fehlen, denn sonst wärs ja kein Drei ??? Fall. Und die Auflösung? Ebenfalls wie immer sonnleitnerisch: erst durch diese ganzen versteckten Hinweise, Rätsel und mysteriösen Vorkommnisse werden bestimmte Personen erst auf das Ganze aufmerksam, während ein kleiner Brief nach dem Ableben das Vorhaben der Künstlerin (nämlich das Aufdecken eines Geheimnisses) das Ganze unaufgeregt und sicher über die Bühne gebracht hätte. Zumindest sind die Sprecher:innen des Hörspiels in guter Laune, das gibt den zweiten Stern.
Eines muss man dem Autoren neidlos zugestehen: Er hat Fantasie! Kein drei???-Autor erfindet so unrealistische und völlig überzogene Rätselfälle. Auch dieser "Kunst"-Fall war mal wieder völlig an den Haaren herbeigezogen.
Lustigerweise war hier eher der Anfang total übertrieben dramatisch und danach wurde es besser. Leider kann ich nur zwei Sterne geben, weil ich eher grosse Erwartungen hatte.. ein rätselhafte Erbe, Schnitzeljagd, Rätseln.. das hätte einfach was Tolles werden können. [17.10.2020]
Die Einleitung ins Buch empfand ich als eher holprig und im Nachhinen überflüssig. Warum acht Seiten Einleitung mit einer Handlung füllen, die rein gar nichts mit dem übrigen Plot der Geschichte zu tun hat. Ein bloßer Seitenfüller, um den Roman auf die vorgegebene Länge von 142 Seiten aufzublasen? Und auch der Haupt-Plot ist in der ersten Hälfte des Buches recht dünn und wässrig, was bei mir den Eindruck hinterließ, dass sich Inhalte wiederholen und die Suche nach einem handfesten Ansatzpunkt die drei Detektive eher im Kreis herumführt als in Richtung Ziel.
Erst im letzten Drittel des Buchs ernten die drei Ermittler ansatzweise den Erfolg ihrer bis dahin doch recht dürftigen Ermittlungsergebnisse, und Richtung Finale nimmt der Spannungsbogen dann etwas an Fahrt auf. Aus einer „wir stochern im Nebel“-Geschichte macht Autor Marco Sonnleitner dann doch noch einen Drei ???-typischen Rätselfall, den es mit etwas Kombinationsvermögen zu lösen gilt.
Im letzten Kapitel wird dann alles, was bisher unter dem Deckmantel der Unwissenheit verborgen blieb, in einer Konversation zwischen Justus, Peter, Bob und Inspektor Cotta aufgearbeitet und die Leser:innen über die eigentlichen Motive der Bösewichte aufgeklärt. Als „Review“ mag dies in einigen anderen Fällen gut passen. Hier empfand ich es eher als abruptes Ende und unangebracht. Der Autor wäre in diesem Fall besser beraten gewesen die Geschichte in der ersten Buchhälfte mehr zu verdichten und weniger dahinplätschern zu lassen. Mit gezielter Ermittlungsarbeit von Beginn an und häppchenweise Informationen an die Leser:innen hätte somit ein wesentlich spannenderer Fall konstruiert werden können.
Das letzte Drittel des Buches entschuldigt jedoch ein wenig den schleppenden Start in die Folge und den etwas stark konstruiert wirkenden Plot.
Hm ich bin derzeit noch unentschlossen. Auf der einen Seite gefielen mir das Rätsel und seine Lösung sehr gut. Auf der anderen Seite überzeugten mich die überzogenen, „Angst einflößenden“ Ereignisse allerdings nicht. Zum Ende hin wurde die Handlung zudem unübersichtlich. Ach und der Anfang hatte mit dem eigentlichen Fall gar nichts zu tun?
Ich genieße ja immer die Geschichten rund um Justus, Peter und Bob. So war es auch dieses Mal, vor allem weil die Dynamik zwischen den dreien in diesem Band sehr authentisch war und wirklich Spaß gemacht. Leider war der Plot zwar spannend, aber nicht ganz überzeugend, da manche Kapitel recht überflüssig waren und dann am Ende alles etwas zu schnell gelöst wurde. Dennoch wurde ich gut unterhalten.