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Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung

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Der Augenblick, in dem man den Vogel sieht, hat etwas Einmaliges und zugleich etwas Meditatives – davon erzählt Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung. Das Buch beginnt in der Antarktis und wendet sich dann den Landschaften zu, die bei uns für den Vogelbeobachter interessant der Nordsee mit ihrem Watt, der Insel Helgoland, den Wildbächen in den Alpen und der Stadt, die immer mehr zur Zuflucht der Vögel wird.
Vögel sind etwas Magisches. Die meisten von ihnen sind schön oder sehen zumindest interessant aus, viele singen hinreißend, sie besitzen ein erstaunliches und noch immer nicht enträtseltes Orientierungsvermögen und – sie können fliegen, etwas, wovon der Mensch immer geträumt hat. Die Beobachtung dieser wunderbaren Wesen ist faszinierend, das Fernglas bringt sie dem Birdwatcher so nahe, dass er sie fast berühren zu können glaubt. Aber in diesem Augenblick, in dem man den Vogel sieht, wirklich sieht, liegt noch Er hat etwas Einmaliges, etwas Erregendes und zugleich etwas Meditatives. Der Beobachter ist ganz und gar konzentriert auf diesen Moment der Wahrnehmung, der alles Alltägliche beiseiteschiebt und das Geplapper der Gedanken in seinem Kopf zum Schweigen bringt. Es geht dem Autor um das Erleben des Augenblicks, nicht um die Seltenheit eines Vogels. Auch der Anblick eines Graureihers, der mit langsamem Flügelschlag durch Licht und Schatten eines Waldrandes gleitet und dessen unvergleichliches Grau von Hell zu Dunkel changiert, ist unvergesslich.

240 pages, Kindle Edition

Published March 6, 2019

23 people want to read

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Michael Bohli.
1,107 reviews54 followers
December 14, 2019
Ich mag Vögel, besonders Enten, trotzdem kenne ich mich in dem Gebiet der Ornithologie überhaupt nicht aus. Die Faszination, welche von der Vogelbeobachtung ausgeht, kann ich aber in gewisser Weise nachvollziehen, besonders dann, wenn sie so stimmungsvoll beschrieben wird, wie bei "Zen und die Kunst der Vogelbeobachtung".

Der Autor Arnulf Conradi nähert sich dem Thema im hübschen kleinen Buch nicht nur aus persönlicher Perspektive, sondern durch die allgemeine Betrachtung von Geduld, Lebensweise und unserem Umgang mit der Natur. Mit kurzen Einschüben zur Buddhistischen Zen-Lehre verbindet ehr die innere Ruhe, welche man in den beobachtenden Momenten finden muss, mit Gedanken zur Umwelt, Tierwelt und dem menschlichen Eingriff.

Das resultiert in einer Lektüre die zur Entschleunigung einlädt, die eigene Beziehung zu seiner natürlichen Umgebung hinterfragt und beweist, dass schneller, technischer und kühler nicht gesund ist.
3 reviews
December 27, 2020
Ich praktiziere Zen Meditation und bin leidenschaftliche birderin. Erst durch dieses Buch wurde mir bewusst, wie gut beides zusammen passt. Conradi beschreibt zudem traumhafte Orte, wo man sehr gut Vögel beobachten kann.
Profile Image for Max Kühlem.
47 reviews
October 31, 2022
Vielleicht ist Arnulf Conradis Stil manchmal eine Spur aus der Zeit gefallen, aber irgendwie zwingt es einen in eine gewisse, durchaus angenehme und meditative Langsamkeit beim Lesen und damit geht hier auch wirklich alles zusammen: Seine Themen Zen, Vogelbeobachtung und der Geist des Anfangs. Ein schönes Zitat aus dem letzten Kapitel:
"Im Zen-Buddhismus gilt der Vogel als Symbol einer hohen Tugend: der Tugend, keine Spuren zu hinterlassen. So wie der Vogel die Welt nur leicht und flüchtig bewohnt, sollte auch der Mensch im Umgang mit der Natur so wenig Spuren wie möglich hinterlassen. Das ist eine Botschaft, die wie für unsere Zeit gemacht ist."
Profile Image for Sven.
68 reviews10 followers
August 31, 2025
Also mit Zen Buddhismus & Rilke werd ich in dem Leben nicht mehr warm. Aber die Passagen über Birdwatching sind gut.
Profile Image for Lenni.
23 reviews
December 7, 2024
"Ich schlendere einfach mit den Händen in den Taschen durch dieses Konzert, manchmal lächelnd, wenn ein Ton missrät, manchmal leise den Kopf schüttelnd über so viel Wohlklang."
Displaying 1 - 5 of 5 reviews

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