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Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste ...: und ohne Land und Geld zur Bio-Bäuerin wurde

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Wie das Unmögliche möglich wird: Inspiriert von ihren Erlebnissen auf Farmen in Nordamerika und Europa, baut Anja Hradetzky ihren eigenen, artgerecht wirtschaftenden Hof auf – ohne Geld und ohne eigenes Land!
Nach ihrem Abitur bricht sie aus ihrem beengten Elternhaus aus und begibt sich auf eine einzigartige Reise. Eine Reise nicht um des Reisens willen, sondern um zu lernen. Als Cowgirl auf Farmen in Kanada entdeckt sie ihre Liebe zu Tieren, die ihr jenseits eingeschweißter Steaks aus dem Discounter-Kühlregal lange nichts bedeutet haben. In ihrem sehr persönlichem Erlebnisbericht teilt sie ihre Erfahrungen eines Lebens im Einklang mit der Natur und weckt in jedem von uns den Traum von einem selbstbestimmten, puren Leben.

342 pages, Paperback

Published February 5, 2019

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2 stars
4 (20%)
1 star
2 (10%)
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
267 reviews3 followers
November 4, 2019
Das Buch als solches ist schön gemacht, für ein Taschenbuch zumal.

Das ist leider schon das Beste, was sich über darüber sagen läßt.
Die auch noch schlecht redigierten und lektorierten Ergüsse der Autorin zu ihrem Leben, ihren Liebschaften und ihren manchmal nachgerade abstoßenden eigenen Verhaltensweisen sind ermüdend bis ärgerlich und vor allem: langweilig. Unsympathisch zudem die zwar ehrliche, aber wenig ansprechende Darstellung der eigenen Launen (Bsp: Einer guten Freundin wird, weil man sich über etwas ärgert, zur Begrüßung mal eben reflexhaft der Oberschenkel zwischen die Beine gerammt ... als diese zur Hochzeit angereist kommt - nee, wirklich, warum soll ich so etwas lesen)?

Beworben wird das Buch auf dem Cover wie auch in den Rezensionen mit der Tatsache, daß die Autorin wohl den Preis "Grüne Gründerin" von Bündnis 90/Die Grünen erhalten hat. Das freut für die Autorin - ist aber viel zu viel den Leser*innen versprochen, die sich aufgrund der Bewerbung versprechen, daß im Buch etwas Substanzielles über Gründungen (zumal im Öko-/Biolandwirtschaftsbereich) und Finanzierungen zu erfahren ist. Hierzu gibt es ein einziges Kapitel (das vorletzte im Buch), und das ist inhaltich auch noch mehr als dünn aufgestellt.

Insofern: Die einzige Empfehlung zu diesem Buch lautet, es weder zu kaufen, noch zu lesen. Man spart Geld und eine ärgerliche Erfahrung. Das Leben ist viel zu kurz für derart schlechte Bücher.
Profile Image for Buchdoktor.
2,366 reviews190 followers
March 20, 2019
Anja Hradetzky wird ihr Heimatdorf im Erzgebirge verlassen, um Ökologische Landwirtschaft zu studieren und später möglichst mit Pferden zu arbeiten. Sie will anders leben als ihre Eltern und sich vor allem ökologisch verantwortungsvoller ernähren. Das Beispiel ihrer Großeltern, die sich beinahe autark aus dem eigenen Garten versorgten, hat sie dabei vor Augen. Mit 20 Jahren stellt man gern alles infrage und eingefahrene Normen auf den Prüfstand. Praktika bringen sie in Kontakt mit Züchtern von widerstandsfähigen Rinderrassen und mit alternativen Lebensmodellen. Mit verschiedenen WG-Erfahrungen, der ersten großen Liebe und der Anschaffung ihres Hundes lebt sie zunächst kaum anders als ihre Altersgenossen. Nach fast der Hälfte des Buches fragte ich mich schon ungeduldig, wann die Autorin endlich ihre Schuhe für Kanada schnüren würde.

Die Wende in Hradetzkys Lebenslauf bringt ein Stipendium, mit dem sie ein Praktikum bei einer Rinderfarmerin in Kanada absolvieren kann, die nachdem „Low Stress Stockmanship“ arbeitet, das einem „Pferdeflüstern“ für Rinderherden entspricht. Kanada musste es sein, weil die Autorin nur hier ihren Hund ohne Quarantäne mit ins Land bringen kann. Anja bringt aus ihren Praktika Erfahrung darin mit, Rinder vom Pferderücken aus zu treiben, und kann sie auf der 1000ha-Farm erfolgreich einsetzen. Von der Farmerin Kelly erfährt sie, dass das Farmerpaar mit 600 Rindern seinen Lebensunterhalt nicht verdienen kann und eine zweite Einkommensquelle benötigt. Für die Praktikantin aus Deutschland ist bei Kelly „alles anders“, als sie es bisher gesehen hat. Die Farmerin signalisiert ihren Tieren mit ihrer Körpersprache, dass alles gut ist, und kann mit dieser Fähigkeit ihre Rinder weitgehend allein betreuen. Anja erhält von Kelly eine wichtige Rückmeldung; sie ist immer in Bewegung, zu schnell für Rinder. Zuerst muss sie sich damit auseinandersetzen, wer sie ist, ehe sie Tiere leiten, markieren oder auf die verschiedenen Weiden bringen kann. Auch die Bekanntschaft mit einem Rodeo-Reiter, der irgendwo hinter Prince Rupert in einem Mobilhome lebt, bringt wertvolle Erfahrungen. Hier lernt Anja, sich Pferden gegenüber wie eine Leitstute zu verhalten.

Ein reichlich kurviger Lebensweg führt Hradetzky schließlich in den Nationalpark Unteres Odertal, in dem sie – inzwischen mit Mann und Kind – ganz ohne Eigenkapital und Grundbesitz eine ökologisch verträgliche Rinderzucht aufbaut.

Nach einem - für meinen Geschmack - zu langen ersten Drittel, wird der in Ichform verfasste Lebensbericht in der Mitte noch höchst spannend. Für die junge Landwirtin war oft der Weg das Ziel und jeder Einzelschritt nötig für ihre Entwicklung. Beeindruckt hat mich besonders die Beziehung zu ihrem Mann Janusz, dessen Eltern bereits das Samenkorn der alternativen Lebensweise legten, und zu den Mentoren, die Hradetzky weit mehr beibrachten als Rinder- und Pferdehaltung. Der entscheidende Einfluss von Vorbildern wird einem im Rückblick oft erst sehr viel später deutlich.

Wer sich für Working Ranches und artgerechte Rinderhaltung interessiert, sollte hier zugreifen und im ersten Drittel evtl. querlesen.
5 reviews
December 8, 2024
Für mich war das Buch erstaunlich kurzweilig, jedoch ist der Titel für das erste Buchdrittel irreführend. Viel Beziehungsdrama und emotionale Unreife der Autorin.

Man könnte nun argumentieren, ihr Lebensweg sei schonungslos ehrlich dargestellt, jedoch wirkt die Autorin als wäre sie so gar nicht mit sich im Reinen, dass jeder Psychologe hier stundenlang philosophieren könnte, woher ihre unsympathische Art herkommt.

Spannend waren für mich jedoch die Möglichkeiten die Rinder zu halten, die unterschiedlichen Ansätze der Rinderfarmen und damit das unterschiedliche Verhalten der Tiere in ihrer Haltung.

Über den Aufbau des Betriebes wird relativ oberflächlich berichtet. Obwohl ihr Mann während seiner Abschlussarbeiten Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt hat und Förderungen beantragt hat und man davon ausgehen muss, dass sie sich viele Gedanken über den Aufbau und die Gründung des Betriebes gemacht haben, bekommt man als Leser wenig Informationen, auf was man achten müsste.
Profile Image for Cosmic Jaz.
4 reviews
April 28, 2024
Die Taschenbuch-Ausgabe ist super schön geworden. Man kann sich schnell durch das Buch lesen und insbesondere die Erfahrungen aus Kanada sind sehr spannend gewesen. Ansonsten wirkte Anja Hradetzky mit den ersten Seiten bereits etwas unsympathisch, was sich auch immer wieder - für mich - bestätigte. Ich hätte mir zudem mehr Einblick darüber gewünscht, wie sie 'ohne Land und Geld zur Bio-Bäuerin wurde', dafür weniger Liebesdrama.
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