‘Mama Superstar’ führt uns unter anderem in das vom Krieg zerstörte Südkorea, das heiße Indien, das lebendige Mexiko und den hoffnungsvollen Irak.
Vor allem aber führt uns das Buch an die Orte in denen die Töchter der Migrant Mamas groß geworden sind: das ruhige Kelkheim, das ordentliche Stuttgart und das multikulturelle Berlin.
Die Eindrücke sind inspirierend, lustig und extrem ehrlich!
"Als Kinder haben wir uns 'normale' statt migrantische Eltern gewünscht. Eltern, die weniger auffallen, die bei den Hausaufgaben helfen können oder die Spaghetti statt Ceviche kochen. Wir wollten einfach dazugehören und das Geschenk zweier Kulturen konnten wir nur schwer wertschätzen. Erst als junge Erwachsene haben wir begonnen, stolz auf unsere zweite Kultur zu sein. Mit diesem Buch wollen wir uns bedanken. Diesen Stolz und diese Dankbarkeit wollen wir mit ganz Europa feiern." Die Autorinnen - Melisa Manrique und Manik Chander
"Seit ich vor einem Jahrzent Italien verlassen habe, hatte ich das Glück, mit vielen verschiedenen Kulturen in Kontakt zu treten. Ich kenne aber auch das Gefühl, wenn man nicht mehr weiß, wo man hingehört. Durch die verschiedenen Stile habe ich in diesem Buch die Vielfalt und Emotionen der Protagonistinnen dargestellt." Die Illustratorin - Marta Pucci
Ich kann alle begeisterten Kommentare bestätigen. Tolle Initiative. Es gibt nicht nur in der Welt etwas zu ändern am Stereotyp migrantischer Mütter, sondern auch gerade in der Jugendliteratur, und hier betrifft es meiner Wahrnehmung nach Mütter generell. Die Entwicklungen der letzten 10 Jahre machen Hoffnung dass sich auch auf dem Gebiet "Mütter in Kinderbüchern" bald etwas ändert, denn sie sind oft auffallend leer. Der literarische Umgang mit ihnen ist so, als ob es an der Stelle wo sie auftauchen mal kurz weniger qualitativ sein dürfte. Das hat nichts damit zu tun, dass Eltern nur am Rande auftauchen, was zum Beispiel Anna Woltz ganz explizit so praktiziert: Geschichten fast ohne Eltern. Wenn sie aber auftauchen sollte es nicht platt werden. Leider lassen sich literarische Mütter auch in super Geschichten auffallend zusammenfassen: - sie hat etwas verloren, hat aber keine echte Trauer sondern nur Hysterie, umarmt aber ihre Tochter am Schluss - sie ist übertrieben überschwenglich nach außen, ignoriert dabei ihre Tochter, umarmt sie aber am Schluss - sie ist modern, wird gehasst und will ihre Ruhe haben - sie ist übertrieben gutgläubig und versteht nichts von ihrer Tochter, der Vater schon - sie ist modern und will ihre Ruhe haben, von ihrer Trauer erfährt man erst am Schluss; als es endlich aus ihr herausbricht wird es nur ganz kurz angedeutet und dem Leser/Leserin achtlos vor die Füße geknallt: stell es dir selbst vor! - durch eine heldenhaften Handlung weiß man wer sie "wirklich" ist. WIRKLICH? Zwischen dem Hysterischen, Ignoranten und der gewaltigen Herzenstat am Schluss ist ein riesiger Raum, wo sich der eigentliche Mensch befinden sollte, und der bleibt gaffend leer. Als ob man auf die Schnelle zwei Pole eines Menschen skizziert, und dann die unfertige Zeichnung übernimmt in ein ansonsten rundes und abgeschlossenes Projekt. Damit wird endgültig, dass es dazwischen keinen Inhalt gibt, sondern nur ein leeres Gefäß das mit geistigem Inhalt gefüllt werden muss. Es fühlt sich ein bisschen wie eine hässliche Geste an: ich schaue dich nicht mit dem A. an, aber du bekommst eine ehrvolle Nennung. Das passiert bestimmt nicht absichtlich oder bewusst. Und nicht nur Autor:innen sind dort fahrlässig, auch das lesende Publikum beschwert sich noch heute über literarische Mütter die eine gute Beziehung zu Kindern haben, und auch noch intellektuell dabei sind: solche Mütter gäbe es ja nicht wirklich.
Das Mamas Superkräfte haben, wusste ich schon immer. Das sehe ich bei meiner eigenen Mama immer wieder und oft habe ich mich schon gefragt: „Woher nimmt sie nur all diese Stärke?“. Auf dieser Welt gibt es aber einige Mamas, die nicht mit ganz vielen Herausforderungen konfrontiert sind. So zum Beispiel die elf Mamas, die hier im Buch vorgestellt wurden, denn Deutschland ist nicht das Land, in dem sie geboren wurden. Sie sind Migranten und auch wenn ihre fremde Kultur ihrem Leben etwas außergewöhnliches verleiht, so führt sie doch auch oft dazu, dass man sich ein wenig fremd und vor allem auch anders fühlt. Das Buch hat mir gezeigt, dass „Migrant Mamas“, wie sie im Buch genannt werden, es nicht immer einfach haben, aber gleichzeitig vermittelten mir die Geschichte auch so viel Hoffnung, Freude und zeigten, wie schön es sein kann, andere Kulturen zu entdecken. Genauso schön wie der Inhalt ist dabei die Gestaltung des Buches. Das Design und die Grafiken sind einheitlich und haben einen sehr ausgeprägten Stil, der stimmig wirkte. Jede Migrant Mama bekam ein eigenes Kapitel, in dem ihre Geschichte kurz behandelt wurde, dann gab es ein kleines Portrait von der Tochter und abschließend immer ein Rezept, das für das Heimatland, aus dem die Migrant Mama stammt, typisch ist. Dieser strukturierte Aufbau war sehr angenehm! Zudem war das Buch gut zu lesen, da gewusst ein leichter Schreibstil gewählt wurde, um ein breites Lesepublikum anzusprechen, also auch Menschen, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, aber trotzdem gerne über die tollen Migrant Mamas lesen möchten.
Es hat mir sehr gefallen zu lesen, wie Migrant Mamas Deutschland und die deutsche Kultur wahrnehmen, was für sie Heimat bedeutet und welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben. Ganz besonders schön fand ich es jedoch, ihre eigenen Kulturen, die sie aus ihrer Heimat mitgebracht haben, kennenzulernen – die Welt ist so ein bunter Ort, wir sollten diese Vielfalt feiern und jede Möglichkeit nutzen, sie kennenzulernen. Das Buch „Mama Superstar“ ist dafür perfekt geeignet und ich kann das Buch somit nur weiterempfehlen!
11 Geschichten – 11 verschiedene Schicksale! Und obwohl alle Migranten-Mamas aus verschiedenen Ländern kommen, haben sie eines gemeinsam: ihren ‚Kampfgeist‘! Sie ließen sich auf ein neues Land ein und ‚bissen‘ sich durch! Mich haben alle Geschichten sehr berührt! Warum? Wahrscheinlich, weil ich selbst eine Schwieger-Mama einer Migranten-Mama bin und die Herausforderungen kenne, mit denen sie zu kämpfen haben. Ich habe sie mit allen Mitteln (und mit Hilfe meines Mannes) unterstützt und das Ergebnis ist – neben einem sehr herzlichen Verhältnis zwischen uns – Einblicke in eine faszinierende fremde Kultur! Sehr aufschlussreich finde ich jeweils nach den Geschichten der Mütter die Informationen, was aus den Töchtern wurde, und anschließend ihre Botschaft an den Leser und anderen Migrantenkinder. (Besonders die großen Töchter sind sehr oft als unschätzbare Hilfe für die Migranten-Mama gefordert!) Als I-Tüpfelchen freue ich mich sehr über das Rezept aus dem jeweiligen Heimatland! (Mir lief schon beim Durchlesen das Wasser im Mund zusammen! Die werden auf jeden Fall ausprobiert!) Die Aufmachung des Buches mit den dezenten Illustrationen ist überhaupt sehr geschmackvoll! Leider befürchte ich stark, dass diejenigen, die das Buch lesen sollten, sich wahrscheinlich verweigern, nach dem Motto: ‚verwirren Sie mich nicht mit Fakten, meine Meinung steht schon fest!‘ Allen anderen jedoch – den Aufgeschlossenen und Neugierigen - drücke ich es wärmstens mit meiner vollsten Leseempfehlung ans Herz!
Es erzählt die Geschichte von elf migrantischen Müttern aus der Perspektive ihrer Töchter.
Ehrlich gesagt war es mir zu seicht. Es ging viel ums kochen und obwohl das natürlich ein wichtiger Punkt ist in so ziemlich jeder Migrantenfamilie die ich kenne, fragt man sich doch ob die Mütter wirklich darauf reduziert werden sollten? Bestimmt hätte es noch andere, nicht essen bezogene, bewegende und ehrlich Geschichten gegeben. Kann ich aus Erfahrung sagen den meine Mama ist nämlich auch ein Superstar 😉. Geschichten in der Art wie sie mir oft erzählt werden hätte ich hier erwartet. Kommen auch zum Teil vor, werden dann aber wieder vom Kochen überlagert.
wenn man es als nettes Kochbuch betrachtet dann ist es ok. Der Rezepte wegen werd ich’s behalten. Und nächste Woche kriegst meine Mutter, mal sehen was sie meint dazu. Ich halte euch auf dem laufenden.
Ich finde die Idee für dieses Buch richtig schön! Es verbindet die Liebe zu allen Mamas da draußen mit einer kleinen "Aufklärung" über verschiedene Kulturen, Länder und zeigt damit, dass jeder etwas Besonderes ist und Rassismus eigentlich komplett überflüssig ist. Viele Mamas hatten Probleme sich in die neue Kultur einzufinden, haben es aber mit aller Kraft für ihre Kinder versucht, was ich toll finde. Ich hätte es aber denke ich besser gefunden, wenn die Geschichten aus der Ich-Perspektive erzählt gewesen wären, damit man sich ein kleines bisschen hineinfühlen könnte.
Die Idee mit den Rezepten aus den Ländern zu jeder Geschichte finde ich richtig schön und mitgedacht.
Das Buch hat mir einmal wieder gezeigt wie wichtig Mamas doch sind und was sie alles für ihre Kinder auf sich nehmen. Toll!
Amazing women, amazing stories, amazing book! "Mama Superstar" tells the story of 11 mothers from all over the world who ended up in Germany. Their way to Germany wasn't always planned or easy but they built themselves and their daughters a life in Germany. Their stories are inspiring. I am amazed by their courage and creativity. The book teaches so much on migration and how we should welcome cultural diversity and learn from one another instead of being clouded by bias. I also love the illustrations picturing the womens personality and origin as well as their favourite recipes included at the end of each chapter. Big recommendation!
O carte frumoasa despre mai multe mamici care incep o noua viata intr-o noua tara, Germania. Toate aceste super femei dau piept cu alte obiceiuri culinare, ale societatii si totodata noua cultura devine noua casa. In carte se gasesc si niste retete dragute care ne-au incantat zilele. O recomand tuturor care aleg sa isi inceapa viata in Germania si nu stiu prea multe despre Adventskerzen, Abendbrot sau Nachtisch. Voi povesti cu adolescenti de viitoarele evenimente despre acesta superba carte.
Me encantó el libro. Habla de 11 mamás que dejaron todo para vivir en Alemania y lo que sus hijas sintieron y recomiendan a los hijos de migrantes. Me encantó también que al final cada mamá comparte una receta de cocina de un platillo de sus países natales. Pienso que la comida es una forma muy bonita de compartir un pedacito de nuestras culturas.
In “Mama Superstar” von Melisa Manrique und Manik Chander werden elf starke Frauen vorgestellt. Das Besondere: Alle von ihnen sind Migrantinnen und werden deshalb im Buch liebevoll Migrant Mamas genannt. Das Buch strotzt nur vor kultureller Vielfalt und der Willenskraft der Migrant Mamas! Sie sind alles Kämpferinnen!
4,5/5
Zunächst einmal ist das Buch wunderschön gestalten! Die Illustrationen von Marta Pucci, der Einband, die unterschiedlichen Fonts für die unterschiedlichen Migrant Mamas, einfach alles! Anfangs habe ich mich über die weißen Gesichter gewundert, aber weiß wurde gewählt, weil es wie eine Leinwand aussieht, damit sich jede*r darin wiederfinden kann. Diese Erklärung fand ich ganz schön, auch wenn ich mir dennoch unterschiedliche Hauttöne gewünscht hätte.
Besonders gut hat mir gefallen, dass im Vorwort das Thema geschlechtsneutrale Sprache angesprochen wird und erklärt wurde, dass dies nicht umgesetzt wurde, weil die Sprache einfach gehalten werden sollte (höchsten auf dem Niveau C1 geschrieben), sodass viele Migrant*innen die Geschichten ohne große Probleme lesen können.
Jede Migrant Mama erzählt, wie sie sich ein neues Leben in einem fremden Land aufgebaut hat und welche Schwierigkeiten es dabei gab. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Vorstellung der Migrant Mama, gefolgt von vier Kurzgeschichten aus ihrem Leben und dann kommt die Tochter zu Wort, die einen Aufruf an die Leser*innen beinhaltet und auch eine Nachricht an andere Migrant Töchter. Abgerundet wird das Kapitel immer mit einem tollen Rezept, das auch vegane Zutaten als Alternative nennt!
Mir ist allerdings aufgefallen, dass alle Migrant Mamas eine Chance auf Bildung gehabt hatten (Abitur/Hochschulabschluss) und ich hätte mir gewünscht, dass auch eine Migrant Mama dabei gewesen wäre, die meiner mehr geähnelt hätte. Sie ist in vollkommener Armut aufgewachsen und hat die Schule nur bis zur 8. Klasse besuchen können. Um dies überhaupt zu ermöglichen hat sie von Kindesbeinen an, neben dem Unterricht, auf dem Markt unterschiedliche Sachen verkaufen müssen. Allerdings sollte das keine Kritik sein, schließlich ist das Leben der Migrant Mamas nun mal so verlaufen und je mehr Menschen eine Chance auf Bildung haben, desto besser!
Es gab wenige Kleinigkeiten, die ich kritisieren würde, weshalb ich einen halben Stern abgezogen habe. Eines davon ist die Verwendung von dem Wortspiel “bureau-crazy”, um auf “bureaucracy” anzuspielen. Es wurde extra darauf geachtet, dass die Sprache einfach gehalten wird, aber dann wurde ein englisches Wortspiel benutzt. Das habe ich als unnötig und etwas verwirrend empfunden.
Das Buch wurde vom Anfang bis zum Schluss sehr positiv gehalten, sodass zwar Rassismus erwähnt, aber gleichzeitig erklärt wurde wie die Migrant Mamas das heruntergespielt oder abgetan haben. Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher, ob ich mir mehr Kritik gewünscht hätte, weil dadurch der positive Ton zerstört worden wäre.
Fazit: Wenn ihr euch für fremde Kulturen oder Migration interessiert, lest dieses Buch! Es gibt einen tollen Einblick in das Leben von elf Migrant Mamas und die Erzählungen sind allesamt so ehrlich und inspirierend.