Mike und Jamie sind ein Paar, daran gibt es nichts zu rütteln. Doch sind sie auch glücklich? Während Jamie von seinem unverarbeiteten Trauma immer tiefer in die Depression gezogen wird, muss Mike hilflos dabei zusehen, bis es fast zu spät ist. Doch so leicht lässt Mike sich nicht verjagen. Denn wenn es etwas – oder jemanden – gibt, für den er alles tun würde, dann ist es Jamie... Und so müssen sich die beiden Männer erneut ihren Ängsten stellen, doch ihr Lohn ist die ganz große Liebe.
Was für ein großartiges Buch. »Handful« erzählt die Geschichte weiter, die Jamie und Mike in »Loving Silver« begonnen haben und ist doch so ganz anders, als der erste Roman über die beiden.
Dass Jamie Probleme hat, die er verdrängt, war ja schon in »Escort Dreams« unübersehbar, aber wie schlimm es ihm wirklich geht, weiß er nicht einmal selbst und daher ist der Absturz vorprogrammiert. Dass der Auslöser, mit dem sein Trauma dann vollends an die Oberfläche gerät, schließlich ausgerechnet ein kleines Fellknäuel ist, das fast schon tot ist und sich gerade deshalb auch sofort in sein Herz stiehlt – wer hätte das gedacht?
»Handful« ist ein waschechtes Drama und zeigt gleichzeitig sehr eindringlich, was ein unverarbeitetes Trauma in einem Menschen anrichten kann. Da hilft kein »Nimm dir ein paar Tage frei.« oder ein »Stell dich nicht so an.«; alles Sprüche, die Betroffene immer wieder zu hören bekommen, weil ihr Umfeld sie nicht versteht und nicht die geringste Ahnung hat, was derjenige durchmacht. Und selbst wenn es Menschen gibt, die helfen wollen, die verstehen und mitfühlen, wie es in »Handful« der Fall ist – bis Jamie schließlich einsieht, wie krank er wirklich ist, das dauert und erfordert so einige Rückschläge. Am Ende muss er erst kurz davor stehen, Mike zu verlieren, um zu begreifen, was er dem Mann, den er über alles liebt, bereits seit vielen Monaten antut, ohne sich dessen voll bewusst zu sein.
Sex ist in diesem Buch Nebensache und das ist auch gut so. Stattdessen habe ich einige Taschentücher verbraucht, während Jamie zuerst gegen sich selbst, dann gegen Mike und seine Freunde und am Ende erneut gegen sich selbst und seine inneren Dämonen kämpfen muss, um langsam wieder der Mann zu werden, der er einmal war und wieder sein möchte. Aber das geht nun mal nicht ohne eine längere Therapie und ohne fachliche Hilfe, doch es braucht Zeit, bis Jamie an einen Punkt kommt, wo er das versteht.
Es ist ein wahrlich langer Weg, bis Jamie und Mike einander wiederfinden und neu kennenlernen, und nach diesem Wirbelsturm an Gefühlen, Rückschlägen, Streitereien, Gehässigkeiten und so vielem mehr, haben sich die beiden ihr Happy End wirklich redlich verdient.
Ich liebe diese Geschichte, gerade weil sie so schwere Kost ist, und darum wird sie auch schon bald als gedrucktes Exemplar in meinem Bücherregal landen.
Mit “Handful” beendet die Autorin dem Erzählstrang um Michael und Jamie, der in “Dark Side of Glamour” seinen Anfang nahm. Das Buch, die Geschichte lässt mich zwiegespalten zurück. Denn die fünf Sterne für eine runde, gut erzählte Geschichte ist ihm sicher. Sehr konsequent wird erzählt, wie Jamie an seinem unbewältigten Trauma kaputt geht und seine Beziehung, seine Ehe genauso in den Abgrund zieht wie seine Karriere als Fotograf. Wer meine Rezensionen verfolgt, wird vielleicht schon gemerkt haben, dass ich gerne darüber schreibe, dass etwas konsequent gemacht worden ist, wenn ich damit nicht wirklich glücklichen bin, aber durchaus erkennen kann, das es naja passt. So auch hier, denn: So gut dieses Buch auch geschrieben ist, ist es für mich doch irgendwie auch ernüchternd. Die schweren Schatten wollten sich für mich bis zum Schluß nicht wirklich heben und bleiben bedrückend. Ich bin mir nicht sicher ob die Autorin mit diesem Erzählstrang ihren Protagonisten wirklich einen Gefallen getan hat. Denn der besondere Charme von “Loving Silver” und der darauf folgenden Outtakes war ja die durchaus augenzwinkernd Behandlung des Aufeinandertreffens dieser zwei so gegensätzliche Männer, Michael der “Bajuwarische schwule SuperMacho der ‘ so tief im Schrank lebt, dass man eine Taschenlampe benötigt, um ihn darin zu finden’ (Zitat nach B.H Bartsch)” trifft auf Jamie , den leicht klischeebehafteten “relaxten, offenherzigen, amerikanischen Pornostar mit großem Herzen großem Bedürfnis nach Liebe.” Humor und Leichtigkeit die für mich die ständigen Begleiter von Michael und Jamie waren und bei Escort Dreams noch durchblitzten, glänzen in Handful durch Abwesenheit.
Diese Fortsetzung geht für meinen Geschmack zu sehr ins Drama, um mein Lesebedürfnis, nach entspanntem Abgleiten in erdachte Geschichten mit guten Ende zu entsprechen.
Das macht die Geschichte nicht schlecht, dennoch bin ich enttäuscht und trauere einfach dieser Illusion eines Paares nach, das die Hürden des Lebens eben mit Humor nimmt und mit Heiterkeit überwindet.
Mein Fazit ein tolles Buch, aber irgendwie bin ich nicht glücklich damit.
Mike und Jamie sind ein Paar, doch in letzter Zeit kriselt es in ihrer Beziehung. Denn obwohl Jamie sich nichts anmerken lassen will, der Überfall seines Ex hat tiefe Spuren hinterlassen. Aufgrund der zurückgebliebenen Narben findet er sich nicht mehr attraktiv und leidet an schweren Depressionen und Panikanfällen. Mike ist anfangs hilflos seinen Launen ausgeliefert. Er möchte seinem Geliebten helfen und scheint doch alles falsch zu machen. Dann findet Jamie einen schwer verletzten Welpen und der kleine Hund lässt Jamie emotional völlig zusammenbrechen und endlich professionelle Hilfe annehmen.
Ich habe mich sehr auf Neuigkeiten von Mike und Jamie gefreut und bin begeistert von der Story. Glaubwürdig wird die Verarbeitung von Jamies Trauma geschildert, auch wie schwer es Mike fällt zu gehen, als sein Mann ihn raus wirft. Doch der darauf folgende Absturz von Jamie wendet endlich das Blatt und er beginnt das schreckliche Erlebnis zu verarbeiten. Trotz allem Drama ist immer die tiefe Liebe zu spüren, die das Paar füreinander empfindet. Berührend waren auch die Szenen mit Handful, dem kleinen, misshandelten Hund. Der Rest des sympathischen Schottenclans ist auch wieder mit dabei, dazu gibt es ein Wiedersehen mit Adam und Luca aus Escort Dreams.
Das Ende passt wunderbar zu dem Paar Mike und Jamie. Ich würde gerne noch mehr von den beiden lesen, besonders über einen gemeinsamen Dreh.
Mein Dank geht an den Cursed Verlag für das erhaltene Rezensionsexemplar
Das ist ein Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Jamie und Mike muss man einfach lieben. Sie sind eines meiner Lieblingsbuchpärchen. Ich hab ein paar Tage mit mir gehadert, ob ich das Buch lesen soll. Das letzte Outtake fand ich eher enttäuschend. Aber jetzt bin ich einfach nur froh "Handful" gelesen zu haben. Wow! Was für eine dunkle, intensive und schmerzhafte, aber auch hoffnungsvolle Reise.
5* - very very good and rare (it would be a Blow- Away-book like ‘Jesse's Smile' or ‚Joey’ from Angelique Jurd, ‘Save the kids' series from EM Leya, ‘Love’s Tethered Heart’ from C.L. Etta or 'Liberty' from Seth King), it's like an A+
4* - very good and will be often reread and is a WOW-book with interesting plot and surprises (like most of Andrew Grey books and Davidson Kings 'Haven Hart'-series) it's like an A
3,5* - a really good book, which will be reread a few times a year (most romances where you can enjoy for relaxing and during waiting times in hospitals). I can recommend them definitively! It's like an B+
3* - it could be more then a one-time-reader, maybe 2-3 times a year. It’s like a B
2* - it was ok to read, but it's more a one-time- reader (i wouldn't recommend it heartily, but it was ok). It's like a C-, D
1* - sorry, but that isn't really a book for me (too many mistakes, not nice plot, illogical, so an absolut NO-GO). It's like failure in the whole line, dismissed, repeat the class
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal bei einem Buch so dermaßen viel geheult habe ... Ich habe bereits die anderen Bücher über Mike und Jamie gelesen, auch die über die anderen Allgäuer Jungs, und so habe ich die zwei natürlich schon über einen längeren Zeitraum begleitet. Jetzt zu sehen und lesen zu müssen, wie dreckig es Jamie geht und wie er mit seinem Verhalten auch Mike verletzt, ging mir echt sehr an die Nieren... klar wusste ich, das die beiden das schaffen... hilft einem in dem Moment aber nicht wirklich ... ich glaube ab so ca. 65% wurde es besser ... bis zum Schlusswort von M.s. Kelts ... aber die aktuellen Häppchen des Nächst-Buchs deuten auf ein Wiedersehen hin :-)