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Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus: Roman

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Von Reihenmittelhäusern, obskuren Literatur-Soireen und diesem Gefühl namens Liebe ...Katja ist Anfang dreißig und arbeitet beim »Sonntags-Blitz«, der Gratis-Zeitung ihres Heimatorts, bei der sie nach dem Praktikum irgendwie hängen geblieben ist. Während ihr Freund Jonas das Projekt Eigenheim vorantreibt, überkommt Katja beim Brunch mit werdenden Müttern und Pärchenausflügen zur »langen Nacht der Musterhäuser« zunehmend ein Gefühl der Beklemmung. Sie flüchtet sich in einen schrägen Zirkel kleinstädtischer Möchtegernliteraten und -künstler und begegnet auf einer der alkoholgeschwängerten Abendveranstaltungen dem Krimiautor Robert Klotzky, dem mit »Die Geschändeten von Heusenstamm« ein Überraschungserfolg gelang – und der auch bei Katja einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

417 pages, Kindle Edition

Published March 25, 2019

2 people want to read

About the author

Susanne Hasenstab

26 books4 followers

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Community Reviews

5 stars
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4 stars
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3 (37%)
2 stars
2 (25%)
1 star
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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Juliane.
634 reviews4 followers
May 10, 2019
Vollständige Rezension: https://iamjane.de/rezension-irgendwo...

Es ist schwierig mit diesem Buch und mir. Denn generell hat es mir gut gefallen und auch mochte ich die Idee dahinter. Insgesamt würde ich es als solides und sehr unterhaltsames Buch bezeichnen. Doch Katja, die Protagonistin ging mir ziemlich auf den Keks. Sie war mir toooootal unsympathisch und das trübte mein Leseerlebnis tatsächlich ziemlich. Sie ist ein Miesepeter, total zynisch und verurteilt andere Menschen. Ich brauche keine „alles ist toll“ Protagonistin, der alles zufliegt und der es super geht. Dennoch war mir Katja ein Touch too much. Selbst wenn sie manche Themen (wie Hauskauf) nicht mag und entsprechend reagiert, könnte sie im Nachhinein ja darüber reflektieren, wie sie gedacht oder gehandelt hat. Allerdings sie sehr resistent gegenüber Kritik an sich selbst.

Wenn man von der Protagonistin Katja absieht, ist das Buch echt gut und witzig. Es gibt einfach SO viele Situationen, die ich selbst schon erlebt habe. Besonders erschreckend war eine Szene als sich Katja und ihr Freund ein Reihenendhaus angesehen haben und die Nachbarfamilie näher kennengelernt haben. Wie sie über und mit ihren Kindern gesprochen haben, was ihren Alltag bestimmte und was ihre Gedanken waren. Genau das erlebe ich bei meinen Freunden auch. Sowieso merkt man, dass die Autorin diesen Zwiespalt in meiner Generation (der jetzt um die 30 jährigen) gut auffasst. Ob es das Verhalten der Eltern ist, oder die Erwartungen des Umfelds.

Den Druck, sich zu entscheiden und festzulegen ist spürbar. Katja spricht es nie aus, aber es ist klar ein Thema in dem Roman. Sie sollte sesshaft werden, ihrer glücklichen Beziehung mit einer Hochzeit die Krone aufsetzen und am besten sofort mehrere Kinder bekommen (bevor die Eltern pflegebedürftig werden und nicht mehr babysitten können). Diese Unwissen, was zu tun ist, die letztendlich Katja (und viele unserer Generation) regelrecht lähmt. Die innere Stimme ist still, wenn es um die wichtigen Entscheidungen geht im Leben.

Da Katja wie erwähnt sehr zynisch und eher derb ist, ist auch die Grundstimmung in dem Roman eher sarkastisch und fast schon ein wenig respektlos. Dennoch wirken die Szenen auch oft für sich. Es ist wirklich skurril, erschreckend realistisch und teilweise echt witzig, wenn man eigene Erlebnisse dort entdeckt. Manche Personen wie Heinrich sind wirklich zu überspitzt dargestellt, während andere wie Inga sich tatsächlich in mein Herz schlichen (gern hätte ich den Roman aus ihrer Sicht gelesen!) haben. Der Roman ist ein Mix aus Tragik und Komödie, mit einem simplen Schreibstil und vielen Dialogen, wodurch sich das Buch allerdings sehr leicht und schnell lesen liest.

Fazit:

Susanne Hasenstab hat mit ihrem Roman „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ eine unterhaltsame Geschichte geschrieben, die erschreckend nah an der Realität ist. Mir war die Protagonistin Katja leider ziemlich unsympathisch, was meine Leseerlebnis etwas trübte. Im Gesamten mochte ich das Buch durch seine Skurrilität allerdings sehr gern und ich bin froh, dass die Autorin das Ende gewählt hat, das für mich auch das einzig stimmige war.
Profile Image for Marina.
14 reviews
October 11, 2020
Ich wollte mal etwas seichtes, leichtes und unterhaltsames zwischendurch und dafür war das Buch tatsächlich ganz gut geeignet. Es ist meist lustig, skurril und beschreibt gerade die Gespräche mit gewissen Müttern und Hundemenschen extrem gut.

Weniger schön war der Antiziganismus, der sich in einer Szene extrem niedergeschlagen hat und keinerlei Platz in der Handlung gebraucht hätte: Er war einfach nur da und wurde nicht im geringsten thematisiert.
Die Charaktere sind irgendwie flach - sie ändern sich im Laufe des Buchs praktisch gar nicht und bleiben in ihren künstlich affektierten Rollen, dabei sind sie unreflektiert und zum Teil unsympathisch. Trotzdem ein schöner Zeitvertreib fürs Wochenende!
Profile Image for Christine.
57 reviews
January 5, 2020
Wenn man wüsste was man will, würde man's ja machen...

"Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus" von Susanne Hasenstab ist 2019 im Limes Verlag erschienen. Die Autorin (Jahrgang 1984) arbeitet als freie Autorin und Kolumnistin für verschiedene Printmedien und beim Radio. In der Rhein-Main Region wurde sie durch kabarettistische Lesungen bekannt.

Katja ist Anfang Dreißig und arbeitet als Redaktionsassistentin beim lokalen Anzeigenblatt Sonntags-Blitz. Ihr Freund Jonas bemüht sich um den nächsten Beziehungsschritt, den Kauf eines gemeinsamen Eigenheims. Doch Katja ist davon nicht ganz so angetan und zieht eine Soiree lokaler Schriftsteller-Größen dem Besuch einer Musterhaus-Messe vor. Dort trifft sie auf den erfolgreichen Krimiautor Robert Klotzy, der irgendwie interessant ist. Und Jonas ist am nächsten Morgen plötzlich auch so komisch.

Susanne Hasenstab beschreibt sehr wortgewandt und anschaulich Szenen aus dem Alltag einer Anfang Dreißigjährigen. Katjas Umwelt weiß genau, wie ihr Leben weiter verlaufen soll und kommuniziert entsprechende Erwartungen (Ehe, Kinder, Eigenheim), doch die Protagonistin fühlt sich leer, distanziert und perspektivlos. So richtig kann sie sich nicht mit der Rolle der Ehefrau und Mutter im Reihenendhaus anfreunden.

Der Roman ist witzig, kurzweilig und sogar regelrecht spannend. Die Figuren und Situationen sind oft sehr genau und anschaulich beschrieben, sodass man das Gefühl hat, sie könnten wirklich so existent bzw. passiert sein. Nach dem Motto, so absurd, dass es schon wieder wahr sein muss.

Ein tolles und unterhaltsames Buch für den Urlaub oder ein verregnetes Wochenende.
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