Ein Buch für Alle, die Sprache lieben, sich darin suhlen wollen und sich von schönen, oft überraschenden Landschaftsbeschreibungen überraschen lassen wollen.
Von yay zu nay... Am Anfang ist der mäandernde Erzählstil, der mit üppigem Beschreibungen durch die Landschaft wandert, innovativ und angenehm. Überhaupt die Landschaftsbeschreibungen sind gut. Die machen Spaß. Anders als ALLE Figuren in diesem Buch. Der Hauptcharakter scheint ein unscheinbarer Mitläufer zu sein, der sich kaum entwickelt während des Geschehens (so viel zum Bildungsroman). Seine akademischen Betrachtungen (an manchen Stellen war es intellektuelle Sebstbefriedigung ohne Mehrwert, ohne Freude) habe ich irgendwann nur noch überlesen. Seine Uni-Freunde sind eitle, unnahbare Gecken mit denen man als Leserin nicht warm wird. Ihre Verstrickungen haben mich schlicht nicht interessiert. Am Schlimmsten steht es jedoch um die Angebetete des Ich-Erzählers, die in den Wortschnipsels, die man von ihr hört, langweilig und zugleich unnötig mysteriös wirkt. Nur eine femme fatal mit dunklen Seelenschatten ... aber ohne Charakter oder überhaupt Figurenschärfe. Alles nur Projektionsfläche. Und darum geht es diesem Buch auch: der Roman ist eine germanistische Fingerübung: wie könnte man das mittelalterliche Liebeskonzept (Stichwort: Petrarca) in einen modernen Roman übersetzen. Als Idee sehr interessant, in der Ausführung hingegen eher ermüdend.
#lesejahr2020 Ein wenig #comingofage ein wenig #college viel humanistisches Wissen des Autors eine #lovestory aber ohne happyend . Da weiß einer wie es in #heidelberg läuft, was #cambridge kann und #berlin kommt auch vor. Für einen Cambridge und #oxford besuch ist dieser Roman ein hilfreicher Reiseführer, aber wohl nicht dafür hat #emanuelmaeß den #maracassenspreis 2019 gewonnen, für die Longlist des #deutscherbuchpreis 2019 hats auch gereicht, eine Leseempfehlung von mir gibt es nicht.
# lesejahr2020 A little #comingofage a little #college a lot of humanistic knowledge of the author a #lovestory but without happyend. Then someone knows how things work in #heidelberg, what #cambridge can do and #berlin also occurs. This novel is a helpful travel guide for a visit to Cambridge and #oxford, but it is not for that that # emanuelmaeß won the #maracassenspreis 2019, it was enough for the longlist of the #deutscherbuchpreis 2019, but it is not enough for a reading recommendation from me.
Nachdem ich die FAZ-Rezension gelesen hatte und am gleichen Tag zufällig in der Bibliothek ein Buch ausleihen wollte, das im Regal direkt neben diesem Stand, konnte ich der durch die Rezension aufgeworfenen Neugier nicht widerstehen. Versprochen wurde mir eine geniale Rekombination verschiedenster Genres, eine tiefgründige intellektuelle Auseinandersetzung.
Nach dem Lesen wundert mich nicht, dass der Roman gerade in der FAZ so gut besprochen wurde, doch es ist nicht der Konservatismus des Autors, der mich gestört hat, sondern die steife Sprache mit ungelenker Syntax, die klingt, als hätte ich in der 10. Klasse versucht, Tagebuch zu führen mit einem imaginierten Publikum im Kopf. Der Schreibstil wirkt sehr gezwungen und gestellt, und der Inhalt beiweilen zu gewollt intellektuell, als vertraue der Autor sich selber nicht genug.
Trotzdem habe ich den Roman zu Ende gelesen, wahrscheinlich weil mir der Versuch, in Auseinandersetzung mit einem normalen Lebens ernsthafte Reflexionen anzustellen und einen Prozess der intellektuellen Entwicklung nachzuzeichnen, so sehr sympathisch vorkam.
Ich denke dass die Story spannend werden kann aber ich hab es nach der Hälfte abgebrochen. Es passiert zum einen nichts und zum anderen ist die Sprache unnötig kompliziert gestaltet. Es hört sich an als würde man jedes Wort einens Textes in Word im Thesauruses nachschlagen. Nicht meins
Just a quick note that I've finished this; not sure what to think though. There were large parts that I really liked, but it was also very weird and the last chapter rather lost me.