Brandon Q. Morris hat innerhalb seines "Enceladus/Proxima Centauri-Universums" ein neues Planeten-Kapitel aufgetan, zusammen mit einem Co-Autor.
Das Ziel ist die Venus, für die 2 Wissenschaftler mit ferngesteuerten Robotern trainieren, um zusammen mit 2 Astronauten für eine NASA-Expedition dorthin aufzubrechen. Gleichseitig sind zwei russische Wissenschaftler auf der Flucht vor einer bösartigen Attentäterin, sie werden von der neuen Chefin des RB-Konzerns zu ihrem eigenen Schutz zur Venus geschickt, weil eine andere RB-Expedtion dort Hinweise auf Leben festgestellt hatte, so werden sie vor dem Zugriff der Attentäterin geschützt und gleichzeitig machen sie für den RB-Konzern Forschungsarbeiten.
Gesagt getan, die russische Expedition, landet auf der Venus und ziehen in ein, vorher gefertigtes, russisches Habitat ein. Die, von Lesern der Romane von Brandon Q. Morris bekannte, KI Marchenko wacht über die beiden, eine Frau und ein Mann. Sie untersuchen die Hinweise auf Leben auf der Venus, innerhalb einer tödlichen Atmosphäre aus CO2 mit einem Druck von 92 bar und einer Temperatur von 460°C, eine künstliche Mauer. Dabei werden sie von einer Substanz infiziert, die die Menschen dahingehend beeinflusst, dass sie ständig Hunger nach Schwefel haben, dieser Drang führte beinahe zum Tod der beiden, auch Marchenko kann ihnen nicht helfen. Die KI wendet sich um Hilfe bei der NASA-Expedition, die sie inzwischen identifiziert haben. Die NASA-Expedtion macht ihre Untersuchung der Venus-Atmosphäre an Bord eines Luftschiffes, sie sind nicht ausgestattet, um auf die Oberfläche hinabzusteigen. Die beiden Wissenschaftler, auch Mann und Frau, lassen ihre ferngesteuerten Roboter auf die Oberfläche hinab und treffen gerade noch rechtzeitig ein, um ein Gegenmittel gegen die Alien-Virus zu entwickeln. Danach fliegen die beiden Expedtionen gemeinsam zur Erde zurück...
Das ganze ist natürlich nicht so infantil, wie hier geschildert, denn Brandon Q. Morris hat inzwischen ein Geschick entwickelt, eine komplexe Geschichte mit viel Hard Science zu einer dichten und spannenden Abenteuergeschichte zu zusammenzubacken, man fühlt sich gut unterhalten und man kann auch viel Neues erfahren über unseren Nachbarplaneten, über den man fast nichts weiß. Mit seinem wissenschaftlichen Essay "Die neue Biographie der Venus" am Ende des Bandes führte er mich zu manchem Aha-Erlebnis, die mich die Venus aus anderen Augen betrachten lassen...